Mondphasen-Gartenarbeit: Wann Pflanzen setzen?

23/03/2023

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Seit Jahrhunderten beobachten Gärtner die Zyklen des Mondes und passen ihre Pflanzaktivitäten entsprechend an. Die Idee der Mondphasen-Gartenarbeit basiert auf der Annahme, dass der Mond, ähnlich wie er die Gezeiten der Ozeane beeinflusst, auch einen Einfluss auf das Wasser in Boden und Pflanzen hat. Obwohl die wissenschaftliche Beweislage nicht eindeutig ist, schwören viele Gärtner auf die positiven Effekte des Mondkalenders beim Pflanzen und Ernten.

Wann sollte man nach dem Mondkalender Wasser gießen?
Wer nach dem Mondkalender seine Pflanzen gießen möchte, muss früh aufstehen. Der ideale Zeitpunkt ist um vier Uhr oder noch früher. Wegen der feuchten Nachtluft nimmt der Boden am meisten Wasser auf und es kann nicht verdunsten. Das Gießwasser sickert in den Boden und gelangt bis zu den Wurzeln.
Inhaltsverzeichnis

Der Mondkalender und seine Elemente

Der Mondkalender teilt den Mondzyklus nicht nur in die bekannten Phasen wie Vollmond und Neumond ein, sondern berücksichtigt auch den Tierkreis. Der Tierkreis ist ein Band am Himmel, durch das Sonne, Mond und Planeten aus unserer Erdperspektive zu wandern scheinen. Er ist in zwölf Zeichen unterteilt, die jeweils einem der vier Elemente zugeordnet sind: Feuer, Erde, Luft und Wasser.

Während seiner Reise durch den Tierkreis, die etwa 27,5 Tage dauert, durchläuft der Mond jedes Element dreimal im Monat. Diese Elemente sollen bestimmte Kräfte aktivieren, die unser Leben und eben auch das Pflanzenwachstum beeinflussen können. Die Zuordnung der Tierkreiszeichen zu den Elementen sieht wie folgt aus:

  • Feuer: Widder, Löwe, Schütze
  • Erde: Stier, Jungfrau, Steinbock
  • Luft: Zwillinge, Waage, Wassermann
  • Wasser: Krebs, Skorpion, Fische

Die verschiedenen Mondphasen und ihre Auswirkungen auf Pflanzen

Neben den Elementen spielen natürlich auch die klassischen Mondphasen eine wichtige Rolle in der Mondphasen-Gartenarbeit. Man unterscheidet hauptsächlich zwischen zunehmendem und abnehmendem Mond, sowie Neumond und Vollmond.

Zunehmender Mond (aufsteigender Mond)

Der zunehmende Mond erstreckt sich von Neumond bis Vollmond. In dieser Phase nimmt das Licht des Mondes täglich zu. Traditionell wird der zunehmende Mond mit Wachstum und Aufnahme in Verbindung gebracht. Säfte sollen in den Pflanzen nach oben steigen.

Ideale Aktivitäten bei zunehmendem Mond:

  • Aussaat oberirdisch wachsender Pflanzen: Blattgemüse, Früchte, Blumen.
  • Düngen: Pflanzen können Nährstoffe jetzt besonders gut aufnehmen.
  • Veredelung: Das Zusammenwachsen von Edelreis und Unterlage soll in dieser Phase begünstigt werden.
  • Ernte von Kräutern und Blüten: Der Gehalt an ätherischen Ölen soll bei zunehmendem Mond höher sein.

Abnehmender Mond (absteigender Mond)

Der abnehmende Mond erstreckt sich von Vollmond bis Neumond. In dieser Phase nimmt das Licht des Mondes täglich ab. Traditionell wird der abnehmende Mond mit Loslassen, Abwärtsbewegung und Wurzelbildung in Verbindung gebracht. Säfte sollen in den Pflanzen nach unten sinken.

Bei welchem Mond sollte man Blumen düngen?
Viele empfehlen auch, beim Düngen auf den Mondstand zu achten und empfehlen vor allem die Periode des abnehmenden Mondes, weil die Pflanzen die Düngung da besonders gut aufnehmen können (ausgenommen Löwetage, da trocknen die Pflanzen angeblich schneller aus).

Ideale Aktivitäten bei abnehmendem Mond:

  • Aussaat unterirdisch wachsender Pflanzen: Wurzelgemüse (Karotten, Kartoffeln, Radieschen), Knollenfrüchte.
  • Pflanzen und Umpflanzen: Die Wurzelbildung soll in dieser Phase gefördert werden.
  • Schneiden und Ausdünnen: Wunden sollen bei abnehmendem Mond besser verheilen und weniger stark bluten.
  • Bodenbearbeitung: Lockern, Mulchen, Kompostieren.
  • Ernte von Wurzelgemüse und Lagerobst: Soll haltbarer sein, wenn es bei abnehmendem Mond geerntet wird.

Neumond

Der Neumond markiert den Beginn des Mondzyklus. Er steht traditionell für Ruhe und Regeneration. Viele Mondgärtner empfehlen, am Neumond und den Tagen direkt davor und danach keine oder nur wenige Gartenarbeiten zu verrichten. Es ist eine Zeit der Erholung für den Garten und den Gärtner.

Mögliche Aktivitäten um Neumond:

  • Bodenpflege: Mulchen, Kompost ausbringen.
  • Ruhephase: Beobachten, planen, Gartenwerkzeug reinigen.

Vollmond

Der Vollmond steht für Fülle und Höhepunkt. Er wird oft als besonders kraftvolle Phase angesehen. Manche Gärtner betrachten den Vollmond als ideale Zeit für bestimmte Aussaaten und Ernten.

Mögliche Aktivitäten um Vollmond:

  • Aussaat von besonders wasserbedürftigen Pflanzen: Salate, Spinat, Kräuter.
  • Ernte von Früchten und Gemüse für den sofortigen Verzehr: Sollen besonders saftig und aromatisch sein.
  • Gießen und Düngen: Pflanzen sollen Nährstoffe jetzt besonders gut aufnehmen.

Pflanzen nach Elementen: Feuer, Erde, Luft und Wasser

Neben den klassischen Mondphasen berücksichtigen fortgeschrittene Mondgärtner auch die Elemente des Tierkreises. Jedes Element soll bestimmte Aspekte des Pflanzenwachstums fördern.

  • Feuertage (Widder, Löwe, Schütze): Ideal für Fruchtgemüse (Tomaten, Paprika, Zucchini), Getreide und Kräuter. Fördert die Fruchtreife und Wärme liebende Pflanzen.
  • Erdetage (Stier, Jungfrau, Steinbock): Ideal für Wurzelgemüse (Karotten, Kartoffeln, Radieschen), Knollenfrüchte und alles, was Stabilität und Wachstum im Boden benötigt. Fördert die Wurzelbildung und Festigkeit.
  • Lufttage (Zwillinge, Waage, Wassermann): Ideal für Blumen, Zierpflanzen und alles, was blüht. Fördert die Blütenbildung und Leichtigkeit.
  • Wassertage (Krebs, Skorpion, Fische): Ideal für Blattgemüse (Salate, Spinat, Kohl), Kräuter und alles, was Wasser benötigt. Fördert das Blattwachstum und Saftigkeit.

Tipps für die Mondphasen-Gartenarbeit

Um die Mondphasen-Gartenarbeit erfolgreich anzuwenden, sollten Sie folgende Tipps beachten:

  • Beobachten Sie Ihren Garten: Machen Sie sich Notizen über das Wachstum Ihrer Pflanzen in verschiedenen Mondphasen. So können Sie individuelle Erfahrungen sammeln und Ihre Anbaumethoden optimieren.
  • Nutzen Sie einen Mondkalender: Es gibt zahlreiche Mondkalender für Gärtner, die Ihnen die aktuellen Mondphasen und Tierkreiszeichen anzeigen. Viele sind online oder als Apps verfügbar.
  • Kombinieren Sie Mondphasen mit anderen Faktoren: Der Mondkalender sollte nicht der einzige Faktor bei Ihren Gartenentscheidungen sein. Berücksichtigen Sie auch Bodenbeschaffenheit, Wetterbedingungen, Pflanzenbedürfnisse und Ihre persönlichen Erfahrungen.
  • Beginnen Sie klein: Testen Sie die Mondphasen-Gartenarbeit zunächst in einem kleinen Teil Ihres Gartens oder mit einer bestimmten Pflanzenart. So können Sie die Auswirkungen beobachten, ohne gleich Ihren gesamten Garten umzustellen.
  • Seien Sie geduldig: Die Auswirkungen der Mondphasen auf das Pflanzenwachstum sind oft subtil und nicht immer sofort sichtbar. Geben Sie nicht gleich auf, wenn Sie keine sofortigen Ergebnisse sehen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Mondphasen-Gartenarbeit

Funktioniert Mondphasen-Gartenarbeit wirklich?
Die wissenschaftliche Beweislage ist nicht eindeutig. Viele Gärtner berichten jedoch von positiven Erfahrungen. Ob es Placebo-Effekt oder tatsächlicher Einfluss des Mondes ist, bleibt individuell zu bewerten. Schaden kann es in der Regel nicht, es auszuprobieren.
Welche Mondphase ist am besten zum Pflanzen?
Das hängt von der Pflanzenart ab. Für oberirdisch wachsende Pflanzen wird der zunehmende Mond empfohlen, für unterirdisch wachsende Pflanzen der abnehmende Mond.
Muss ich mich strikt an den Mondkalender halten?
Nein, der Mondkalender sollte als unterstützendes Werkzeug betrachtet werden. Andere Faktoren wie Boden, Wetter und Pflanzenbedürfnisse sind ebenso wichtig.
Wo finde ich einen Mondkalender für Gärtner?
Es gibt zahlreiche Mondkalender online, in Gartenzeitschriften oder als Apps für Smartphones und Tablets. Suchen Sie einfach nach "Mondkalender Garten" im Internet.
Kann ich auch ohne Mondkalender erfolgreich gärtnern?
Ja, natürlich! Viele Gärtner erzielen auch ohne Berücksichtigung des Mondkalenders hervorragende Ergebnisse. Die Mondphasen-Gartenarbeit ist eine zusätzliche Möglichkeit, die Freude am Gärtnern zu vertiefen und möglicherweise den Ertrag zu optimieren.

Fazit: Den Mond im Garten nutzen

Die Mondphasen-Gartenarbeit ist eine faszinierende Methode, um den Garten auf natürliche Weise zu unterstützen. Auch wenn die wissenschaftlichen Beweise nicht lückenlos sind, die jahrhundertelange Tradition und die positiven Erfahrungen vieler Gärtner sprechen für sich. Probieren Sie es doch einfach selbst aus und beobachten Sie, wie sich der Mond auf Ihren Garten auswirkt. Viel Freude beim Gärtnern im Mondschein!

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