Wann sät man Rosen zusammen aus?

Rosen vermehren: So gelingt die Rosenzucht

23/03/2023

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Die Rosenvermehrung ist eine faszinierende und lohnende Tätigkeit für jeden Gartenliebhaber. Wer die Schönheit und den Duft seiner Lieblingsrosen vervielfachen möchte, findet in der eigenen Vermehrung eine wunderbare Möglichkeit. Es ist ein besonderes Gefühl, aus einem kleinen Samen oder Steckling eine neue Rose heranzuziehen und ihr beim Wachsen und Blühen zuzusehen. In diesem Artikel stellen wir Ihnen verschiedene Methoden vor, mit denen Sie Ihre Rosen erfolgreich vermehren können, von einfachen Methoden für Anfänger bis hin zu anspruchsvolleren Techniken für Fortgeschrittene. Lassen Sie uns gemeinsam in die Welt der Rosenvermehrung eintauchen und Ihren Garten mit noch mehr Rosenfülle bereichern.

Inhaltsverzeichnis

Rosenvermehrung durch Aussaat: Werden Sie zum Rosenzüchter

Die Aussaat von Rosen ist eine spannende Methode, um neue Rosen zu gewinnen und sich selbst als Züchter zu versuchen. Hierbei nutzen Sie die Samen aus den Hagebutten reifer Rosen. Bedenken Sie jedoch, dass die durch Aussaat gezogenen Rosen in der Regel nicht sortenecht sind. Das bedeutet, dass die Nachkommen nicht exakt den gleichen Eigenschaften der Mutterpflanze entsprechen, da es zu genetischen Vermischungen kommt. Dennoch ist es eine interessante Methode, um überraschende und einzigartige Rosen zu entdecken.

Wie bringt man Rosensamen zum Keimen?
Die Rosensamen keimen am besten, wenn sie baldmöglichst ins Saatbeet gelegt werden. Rosensamen sind Kaltkeimer, das heisst, sie brauchen kältere und wärmere Tage im Wechsel, damit sie keimen können. Zum aussäen Rosensamen aus den reifen Hagebutten lösen, in ein Sieb geben und unter fliessendem Wasser abspülen.

Rosensamen gewinnen und vorbereiten

Für die Aussaat benötigen Sie reife Hagebutten. Diese sind im Spätherbst, wenn sie weich und vollreif sind, ideal. Gehen Sie wie folgt vor:

  1. Ernten Sie die Hagebutten Ihrer gewünschten Rosensorte im späten Herbst.
  2. Entfernen Sie das Fruchtfleisch aus den Hagebutten, um an die Samen zu gelangen. Dies kann etwas mühsam sein.
  3. Reinigen Sie die Samen gründlich unter fließendem Wasser in einem Sieb, um Fruchtfleischreste zu entfernen.
  4. Lassen Sie die Samen gut trocknen.

Aussaat der Rosensamen: Kaltkeimung nutzen

Rosen sind Kaltkeimer. Das bedeutet, dass ihre Samen eine Kälteperiode benötigen, um die Keimhemmung zu überwinden und keimen zu können. Diese natürliche Stratifikation wird imitiert, indem Sie die Samen im Winter aussäen und der Kälte aussetzen. Gehen Sie dabei wie folgt vor:

  1. Füllen Sie Saatschalen oder Töpfe mit einer Schicht Sand (z.B. Spielsand). Drücken Sie den Sand leicht an und befeuchten Sie ihn gut.
  2. Verteilen Sie die Rosensamen auf dem Sand. Achten Sie darauf, dass die Samen nicht zu dicht liegen.
  3. Bedecken Sie die Samen mit einer weiteren dünnen Schicht Sand. Drücken Sie diese ebenfalls leicht an und befeuchten Sie sie erneut.
  4. Stellen Sie die Saatschalen oder Töpfe im Garten an einen geschützten Ort oder graben Sie sie bodeneben ein. Der Standort sollte kühl und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt sein.
  5. Halten Sie die Aussaat während des Winters stets feucht, aber vermeiden Sie Staunässe. Schnee und Regen sind ideal, um die natürliche Stratifikation zu unterstützen. Schützen Sie die Aussaat gegebenenfalls vor Mäusen und anderen Tieren mit einem Gitter.

Weiterpflege der Sämlinge

Im Frühjahr, ab März, können Sie die Saatschalen oder Töpfe kontrollieren. Sobald die ersten Samen keimen, können Sie die Sandabdeckung vorsichtig entfernen. Gehen Sie dann wie folgt vor:

  1. Wenn die Sämlinge neben den Keimblättern 1-2 normale Blätter entwickelt haben, können sie pikiert werden.
  2. Pikieren Sie die Sämlinge in einzelne Töpfe mit hochwertiger Topferde oder in ein vorbereitetes Freilandbeet.
  3. Gießen Sie die jungen Rosenpflanzen regelmäßig und halten Sie die Erde feucht.
  4. Schützen Sie die jungen Sämlinge vor direkter Mittagssonne und starken Frösten.

Rosenvermehrung durch Steckholz: Einfache Methode mit guter Erfolgsrate

Die Vermehrung von Rosen durch Steckholz ist eine vergleichsweise einfache und oft erfolgreiche Methode, besonders für bestimmte Rosensorten wie Ramblerrosen, Kletterrosen, Bodendeckerrosen und Strauchrosen. Bei Beet- und Edelrosen kann die Erfolgsrate geringer sein, aber es ist dennoch einen Versuch wert.

Steckholz schneiden und vorbereiten

Der ideale Zeitpunkt für das Schneiden von Steckholz ist im Herbst, von September bis Oktober. Zu dieser Zeit ist die Hormonzusammensetzung in den Trieben optimal für die Bewurzelung.

  1. Schneiden Sie gesunde, gut ausgereifte Triebe von der gewünschten Rosensorte. Wählen Sie Triebe, die etwa bleistiftdick sind.
  2. Entfernen Sie Blütenreste oder Hagebutten von den Trieben.
  3. Entfernen Sie alle Blätter von den Trieben. Dies reduziert die Verdunstung und fördert die Bewurzelung. Dornen können Sie an den Trieben belassen.
  4. Teilen Sie die langen Triebe in ca. 15-20 cm lange Steckhölzer. Der Schnitt sollte direkt unterhalb eines Auges (Knospe) erfolgen und am oberen Ende etwa 1 cm oberhalb eines Auges.

Steckholz pflanzen und überwintern

Das Steckholz wird direkt ins Freiland oder in Töpfe gepflanzt und über den Winter im Freien belassen, um die notwendige Kälteperiode zu erfahren.

  1. Bereiten Sie ein Steckholzbeet im Garten vor oder verwenden Sie große Töpfe. Der Boden sollte locker und gut drainiert sein. Achten Sie darauf, dass der Boden rosenmüde ist, also noch nie Rosen gestanden haben.
  2. Stecken Sie die Steckhölzer so tief in die Erde, dass das oberste Auge gerade noch herausschaut. Der Abstand zwischen den Steckhölzern sollte etwa 10-15 cm betragen.
  3. Drücken Sie die Erde um die Steckhölzer fest und gießen Sie sie gut an.
  4. Decken Sie das Steckholzbeet im Winter mit Vlies oder Laub ab, um es vor starkem Frost zu schützen. Bei Steckhölzern in Töpfen können Sie die Töpfe an einen geschützten Ort stellen oder mit isolierendem Material umwickeln.

Pflege im Frühjahr

Im Frühjahr, ab Februar/März, können Sie die Steckhölzer kontrollieren. Achten Sie darauf, dass die Erde weiterhin leicht feucht ist.

  1. Überprüfen Sie, ob die Steckhölzer noch fest in der Erde sitzen. Wenn sie durch Frost etwas herausgedrückt wurden, drücken Sie sie wieder fest.
  2. Ab März/April sollten die ersten Austriebe sichtbar werden. Haben Sie Geduld und ziehen Sie nicht an den Steckhölzern, um die Bewurzelung nicht zu stören.
  3. Sobald die Steckhölzer gut angewachsen sind und neue Triebe entwickeln, können Sie die Abdeckung entfernen und die jungen Rosenpflanzen weiterpflegen.

Rosenvermehrung durch Stecklinge: Schnelle Vermehrung im Sommer

Die Vermehrung von Rosen durch Stecklinge ist eine schnellere Methode als die Steckholzvermehrung und wird im Sommer durchgeführt. Sie eignet sich gut, um im gleichen Jahr noch bewurzelte Rosenpflanzen zu erhalten.

Stecklinge schneiden und vorbereiten

Der beste Zeitpunkt für die Stecklingsvermehrung ist im Sommer, von Juni bis August. Wählen Sie Triebe, an denen sich gerade die ersten Blüten öffnen.

  1. Schneiden Sie gut ausgereifte, diesjährige Triebe von der gewünschten Rosensorte. Die Triebe sollten etwa 15-20 cm lang sein.
  2. Entfernen Sie die Triebspitze mit der Blüte oder Blütenknospe.
  3. Schneiden Sie den Trieb in Stecklinge von etwa 10-15 cm Länge. Jeder Steckling sollte 2-3 Blätter oder Nodien (Blattknoten) haben. Der untere Schnitt sollte direkt unterhalb eines Nodiums erfolgen, der obere Schnitt etwa 1 cm oberhalb eines Nodiums.
  4. Entfernen Sie die unteren Blätter des Stecklings. Lassen Sie nur das oberste Blattpaar stehen und kürzen Sie gegebenenfalls die Blätter, um die Verdunstung zu reduzieren.

Stecklinge bewurzeln

Die Stecklinge werden in Anzuchterde gesteckt und unter hoher Luftfeuchtigkeit bewurzelt.

Wie bringt man Rosensamen zum Keimen?
Die Rosensamen keimen am besten, wenn sie baldmöglichst ins Saatbeet gelegt werden. Rosensamen sind Kaltkeimer, das heisst, sie brauchen kältere und wärmere Tage im Wechsel, damit sie keimen können. Zum aussäen Rosensamen aus den reifen Hagebutten lösen, in ein Sieb geben und unter fliessendem Wasser abspülen.
  1. Füllen Sie Töpfe oder Anzuchtplatten mit Anzuchterde.
  2. Stecken Sie die Stecklinge tief in die Erde, so dass nur noch ein Nodium mit dem Blattpaar herausschaut.
  3. Gießen Sie die Stecklinge gründlich an.
  4. Stellen Sie die Töpfe oder Anzuchtplatten an einen schattigen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung.
  5. Decken Sie die Stecklinge mit einer Plastikhaube oder einem Plastiktunnel ab, um die Luftfeuchtigkeit hoch zu halten. Dies ist entscheidend für den Bewurzelungserfolg.
  6. Lüften Sie die Abdeckung regelmäßig (alle 1-2 Tage), um Schimmelbildung zu vermeiden und kontrollieren Sie die Feuchtigkeit. Gießen Sie bei Bedarf nach.

Weiterpflege der bewurzelten Stecklinge

Nach einigen Wochen sollten die Stecklinge bewurzelt sein. Dies erkennen Sie daran, dass neue Triebe aus den Achselknospen wachsen.

  1. Sobald die Stecklinge neue Triebe bilden, können Sie die Lüftungsintervalle verlängern und die Abdeckung allmählich entfernen, um die jungen Pflanzen an die normale Luftfeuchtigkeit zu gewöhnen.
  2. Wenn die Neutriebe etwa 5 cm lang sind, können Sie die jungen Rosenpflanzen in größere Töpfe mit Topferde umpflanzen oder ins Freilandbeet pflanzen.
  3. Gießen und düngen Sie die jungen Rosenpflanzen regelmäßig, um ein gesundes Wachstum zu fördern.

Rosenvermehrung durch Okulation: Die professionelle Methode

Die Okulation, auch Veredelung genannt, ist die anspruchsvollste, aber auch professionellste Methode der Rosenvermehrung. Sie wird vor allem von Rosenzüchtern eingesetzt, um sortenechte Rosen zu vermehren und die positiven Eigenschaften einer Unterlage (z.B. Wuchskraft, Krankheitsresistenz) mit den Blüheigenschaften einer Edelsorte zu kombinieren.

Unterlage und Edelreiser vorbereiten

Für die Okulation benötigen Sie eine Unterlage (meist eine Wildrose wie Rosa canina oder Rosa multiflora) und Edelreiser der gewünschten Rosensorte.

  1. Pflanzen Sie im Frühjahr Rosenunterlagen in Ihrem Garten oder in Töpfen. Die Unterlagen sollten gut angewachsen sein, bevor mit der Okulation begonnen wird.
  2. Schneiden Sie im Sommer (Juni bis August), wenn die ersten Blüten der Edelsorte geöffnet sind, Edelreiser von gesunden, diesjährigen Trieben.
  3. Entfernen Sie die Blüten und Blätter von den Edelreisern, indem Sie sie vorsichtig abbrechen oder abschneiden. Die Dornen können Sie an den Edelreisern belassen.
  4. Stellen Sie die Edelreiser bis zur Verwendung in einen Kübel mit kühlem Wasser, um sie frisch zu halten.

Okulation durchführen

Die Okulation wird in der Regel am Wurzelhals der Unterlage durchgeführt.

  1. Graben Sie die Erde um den Wurzelhals der Unterlage vorsichtig frei.
  2. Reinigen Sie den Wurzelhals mit einem Tuch, um Schmutz zu entfernen.
  3. Machen Sie mit einem Okuliermesser (oder einem scharfen Messer) einen T-Schnitt in die Rinde des Wurzelhalses. Der Längsschnitt sollte etwa 2-3 cm lang sein, der Querschnitt etwa 1 cm.
  4. Heben Sie die Rindenlappen des T-Schnitts vorsichtig mit dem Messerrücken an.
  5. Schneiden Sie aus einem Edelreiser ein Edelauge (ein einzelnes Auge mit einem kleinen Rindenstück darunter) heraus. Der Schnitt sollte flach von unten nach oben erfolgen.
  6. Entfernen Sie gegebenenfalls das kleine Holzschild auf der Rückseite des Edelauges.
  7. Schieben Sie das Edelauge vorsichtig unter die Rindenlappen des T-Schnitts, so dass das Auge sichtbar bleibt und gut anliegt.
  8. Schneiden Sie gegebenenfalls überstehende Rindenlappen oberhalb des horizontalen T-Schnitts ab.
  9. Verschließen Sie die Veredelungsstelle fest mit einem Okulationsband (z.B. Fleischhauer-Verschluss oder spezielles Veredelungsband). Das Band sollte das Auge nicht bedecken.

Nachpflege der Okulation

Nach der Okulation benötigt die Veredelungsstelle Zeit, um zu verwachsen. Im Frühjahr wird die Unterlage oberhalb der Veredelungsstelle zurückgeschnitten.

  1. Häufeln Sie die veredelte Unterlage leicht an, um die Veredelungsstelle zu schützen.
  2. Im Frühjahr (Februar/März) schneiden Sie die Unterlage direkt oberhalb der Veredelungsstelle ab.
  3. Entfernen Sie das Okulationsband, sobald der junge Trieb aus dem Edelauge zu wachsen beginnt.
  4. Fördern Sie das Wachstum des neuen Triebes, indem Sie ihn bei Bedarf anbinden und regelmäßig gießen und düngen.
  5. Schneiden Sie den jungen Trieb bei einer Höhe von etwa 20-30 cm zurück, um eine gute Verzweigung zu fördern.

Vergleich der Vermehrungsmethoden

Hier ist eine Tabelle, die die verschiedenen Methoden der Rosenvermehrung vergleicht:

MethodeSchwierigkeitsgradZeitpunktSortenechtheitErfolgsrateBesonderheiten
AussaatLeichtHerbst/WinterNein (genetische Vielfalt)VariabelKaltkeimung notwendig, Überraschungen möglich
SteckholzLeichtHerbstJa (Klon)Mittel bis Hoch (sortenabhängig)Einfach, gute Methode für viele Rosentypen
StecklingeMittelSommerJa (Klon)MittelSchnelle Vermehrung, hohe Luftfeuchtigkeit wichtig
OkulationAnspruchsvollSommerJa (Klon)Hoch (professionelle Methode)Unterlage erforderlich, erfordert etwas Übung

Häufig gestellte Fragen zur Rosenvermehrung

Kann ich jede Rose durch Stecklinge vermehren?
Nicht alle Rosensorten wurzeln gleich gut durch Stecklinge. Ramblerrosen, Kletterrosen, Bodendeckerrosen und Strauchrosen sind in der Regel einfacher zu vermehren als Beet- und Edelrosen. Es lohnt sich jedoch immer, es zu versuchen!
Welche Erde ist am besten für die Rosenvermehrung?
Für die Aussaat und Bewurzelung von Stecklingen ist Anzuchterde ideal. Für das Pikieren und Umpflanzen verwenden Sie hochwertige Topferde. Achten Sie darauf, dass der Boden rosenmüde ist, wenn Sie Rosen im Garten vermehren.
Wie lange dauert es, bis Rosensamen keimen?
Die Keimung von Rosensamen kann sehr unterschiedlich sein und mehrere Wochen bis Monate dauern, da sie eine Kälteperiode benötigen. Haben Sie Geduld und halten Sie die Aussaat feucht.
Wann ist der beste Zeitpunkt für die Rosenvermehrung?
Der beste Zeitpunkt hängt von der gewählten Methode ab. Steckholz wird im Herbst geschnitten, Stecklinge im Sommer und die Okulation ebenfalls im Sommer. Die Aussaat kann im Herbst oder Winter erfolgen.
Brauche ich Bewurzelungshormon für Stecklinge?
Die Verwendung von Bewurzelungshormon ist optional, kann aber die Bewurzelungschancen von Stecklingen verbessern, besonders bei schwerer wurzelnden Sorten.

Die Rosenvermehrung ist ein spannendes Abenteuer, das Ihnen nicht nur neue Rosenpflanzen schenkt, sondern auch tieferes Verständnis für die Natur und die Freude am Gärtnern vermittelt. Probieren Sie die verschiedenen Methoden aus und entdecken Sie Ihre eigene Leidenschaft für die Rosenzucht! Mit etwas Geduld und Sorgfalt werden Sie bald Ihren Garten mit selbst vermehrten Rosen in voller Blüte bewundern können.

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