Wann sollte man Pastinaken nicht mehr essen?

Blühende Pastinaken: Noch essbar?

16/10/2023

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Die Pastinake, ein oft vergessenes Wurzelgemüse, erlebt gerade eine Renaissance in der Küche. Mit ihrem süßlich-nussigen Geschmack und wertvollen Inhaltsstoffen ist sie eine Bereicherung für jeden Speiseplan. Doch viele Hobbygärtner und Küchenchefs stellen sich die Frage: Kann man Pastinaken noch essen, wenn sie blühen? Dieser Artikel gibt Ihnen umfassende Antworten und beleuchtet alles Wichtige rund um die Pastinake.

Kann man Pastinaken noch essen, wenn sie blühen?
Die Ernte der Wurzeln beginnt im Oktober und reicht bis in das nächste Jahr. Im zweiten Standjahr, wenn man die Pastinake nicht erntet, bildet die Pflanze Blüten und Samen aus – die Wurzel ist dann nicht mehr genießbar.
Inhaltsverzeichnis

Was ist die Pastinake eigentlich?

Die Pastinake (Pastinaca sativa) ist ein zweijähriges Wurzelgemüse aus der Familie der Doldenblütler. Verwandt mit Fenchel und Petersilie, wurde sie in Deutschland lange Zeit von der Kartoffel verdrängt, erfreut sich aber in den letzten Jahren wieder wachsender Beliebtheit. Das zu Recht, denn die Pastinake ist nicht nur schmackhaft, sondern auch reich an Vitaminen, Mineralstoffen und ätherischen Ölen. Besonders hervorzuheben ist ihr Gehalt an Inulin, einem Ballaststoff, der die Verdauung fördert und positiv auf die Darmflora wirkt.

Was muss man bei Pastinaken beachten?
Du musst die Pastinake wie erwähnt gar nicht kochen. Sie schmeckt auch roh sehr gut. Soll aus dem wurzeligen Gemüse allerdings eine Suppe oder ein Püree werden, garst du die hellen Rüben. Etwa 15 Minuten in leicht gesalzenem Wasser reichen, dann haben die Rübchen noch etwas Biss beim Essen.

Anbau und Ernte der Pastinake

Pastinaken sind relativ einfach anzubauen, bevorzugen einen sonnigen Standort und einen lockeren, nährstoffreichen Boden. Die Aussaat erfolgt zwischen April und Mitte Juni direkt ins Freiland. Beliebte Sorten wie 'Halblange Weiße' oder 'White King' bieten für jeden Garten die passende Wahl. Wichtig ist, den Boden während der Keimphase feucht zu halten und später die Jungpflanzen zu vereinzeln, damit sie ausreichend Platz zum Wachsen haben. Die Ernte der Wurzeln beginnt im Oktober und kann bis in den Winter hinein erfolgen, solange der Boden nicht gefroren ist. Für Hobbygärtner ist das ein großer Vorteil, da die Pastinake quasi als „Kühlschrank im Boden“ dient.

Sind Pastinaken mehrjährig?
Pastinaken sind jedoch eher kegelförmig, breiter am Blattansatz und cremefarben, schmecken zudem aromatischer, süßlicher und würziger als Petersilienwurzeln. Pastinaken sind zweijährige Pflanzen, die im Gemüsebau für die Ernte der schmackhaften Speicherwurzel nur einjährig kultiviert werden.

Die Blüte der Pastinake: Ein Zeichen für das Ende der Ernte

Pastinaken sind zweijährig. Im ersten Jahr bildet die Pflanze ihre Wurzel aus, die wir als Gemüse ernten. Überwintert die Pastinake im Boden oder wird im Frühjahr erneut gepflanzt, beginnt sie im zweiten Jahr zu blühen. Die Blüte der Pastinake ist eine gelbliche Dolde, die der Blüte des Fenchels ähnelt. Und hier kommt die entscheidende Antwort auf die Frage: Wenn die Pastinake blüht, ist die Wurzel nicht mehr genießbar.

Warum sind blühende Pastinaken nicht mehr essbar?

Mit der Blüte verändert sich die Zusammensetzung der Pastinakenwurzel. Die Pflanze investiert ihre Energie nun in die Blüten- und Samenbildung. Dadurch wird die Wurzel holzig und faserig. Der süßlich-nussige Geschmack geht verloren, und die Konsistenz wird unangenehm. Zwar ist die blühende Pastinake nicht giftig, aber der Genusswert ist stark gemindert. Es ist also ratsam, Pastinaken im ersten Jahr zu ernten, bevor sie in die Blüte gehen.

Kann man Pastinaken im Hochbeet anbauen?
Auch im Hochbeet können Pastinaken angebaut werden, wenn der Boden dort reich an Humus ist und gut Wasser speichern kann. Als zweite Schicht für Hochbeete eignet sich unsere Plantura Bio-Komposterde besonders, da sie einen hohen Anteil an organischer Substanz besitzt, von dem sich Bodenorganismen ernähren können.

Verwendung von Pastinaken in der Küche

Auch wenn blühende Pastinaken nicht mehr für den Verzehr geeignet sind, bietet die Pastinake in ihrem ersten Jahr zahlreiche kulinarische Möglichkeiten. Hier einige Ideen:

  • Roh: Junge Pastinaken können roh geraspelt oder in feine Streifen geschnitten Salaten eine besondere Note verleihen. Ein Spritzer Zitronensaft verhindert das Braunwerden.
  • Gekocht: Pastinaken sind gekocht eine köstliche Beilage zu Fleischgerichten oder Bestandteil von Eintöpfen und Suppen. Die Garzeit ist relativ kurz, etwa 10 Minuten.
  • Püree: Pastinakenpüree ist eine cremige und aromatische Alternative zu Kartoffelpüree und eignet sich hervorragend als Beilage oder Basis für Babynahrung.
  • Suppe: Pastinakensuppe ist ein Klassiker und besonders in der kalten Jahreszeit ein wärmendes und gesundes Gericht. Es gibt unzählige Varianten, von der einfachen Cremesuppe bis hin zu raffinierten Kreationen mit Ingwer oder Curry.
  • Chips: Aus Pastinaken lassen sich knusprige und gesunde Chips im Ofen oder in der Fritteuse zubereiten.
  • Gebacken oder gebraten: Pastinaken schmecken auch hervorragend gebacken oder gebraten, beispielsweise als Beilage zu Braten oder Gemüsepfannen.

Rezepte mit Pastinaken

Hier sind zwei einfache und schnelle Rezepte, um Pastinaken in der Küche zu genießen:

Schnelle Pastinakensuppe

Zutaten:

  • 400-500 g Pastinaken
  • 1 Zwiebel
  • 1 EL Butter
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • 1 Becher Crème fraîche
  • Salz, Pfeffer, Muskat

Zubereitung:

  1. Pastinaken und Zwiebel schälen und würfeln.
  2. Butter in einem Topf erhitzen und Zwiebelwürfel darin anschwitzen.
  3. Pastinakenwürfel hinzufügen und kurz mitbraten.
  4. Mit Gemüsebrühe aufgießen und ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist.
  5. Suppe pürieren und Crème fraîche einrühren.
  6. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Pastinakenpüree für Babys

Zutaten:

  • 200 g Pastinaken
  • 2 EL Rapsöl oder Sonnenblumenöl
  • Wasser

Zubereitung:

  1. Pastinaken schälen, würfeln und in einen Topf geben.
  2. Mit Wasser bedecken und ca. 10-15 Minuten weich kochen.
  3. Öl hinzufügen und zu einem feinen Püree mixen.

Pastinaken richtig lagern

Um Pastinaken möglichst lange frisch zu halten, ist die richtige Lagerung entscheidend. Im Kühlschrank, in ein feuchtes Tuch eingeschlagen, halten sie sich etwa 2-3 Wochen. Für eine längere Lagerung eignet sich das Gefrierfach. Dazu die Pastinaken putzen, klein schneiden, kurz blanchieren und luftdicht verpacken. So sind sie bis zu einem Jahr haltbar. Im Keller können Pastinaken in leicht feuchter Erde gelagert werden, was eine besonders schonende Methode darstellt.

Unterscheidung von Pastinake und Petersilienwurzel

Pastinake und Petersilienwurzel sehen sich ähnlich und werden oft verwechselt. Es gibt jedoch einige Unterscheidungsmerkmale:

MerkmalPastinakePetersilienwurzel
FormLänger und schlankerKürzer und gedrungener
BlattansatzVertiefungWölbung
GeruchNeutral bis leicht süßlichNach Petersilie
GeschmackSüßlich-nussigWürzig-herb, petersilienartig

Fragen und Antworten rund um die Pastinake

Kann man Pastinaken roh essen?
Ja, junge Pastinaken können roh gegessen werden, beispielsweise in Salaten. Sie sollten jedoch geschält und eventuell mit Zitronensaft beträufelt werden.
Sind die Blätter der Pastinake essbar?
Ja, die Blätter der Pastinake können ähnlich wie Petersilie als Würzkräuter verwendet werden.
Wann sind Pastinaken schlecht?
Schlechte Pastinaken riechen unangenehm, sind weich, runzelig oder haben Schimmelbefall. In diesem Fall sollten sie nicht mehr gegessen werden.
Warum können Furocumarine in Pastinaken problematisch sein?
Pastinaken enthalten Furocumarine, die in Verbindung mit Sonnenlicht phototoxisch wirken können. Dies kann zu Hautreizungen und sonnenbrandähnlichen Reaktionen führen. Beim Umgang mit Pastinakenblättern und bei der Herstellung von Babybrei sollte dies beachtet werden.
Sind Pastinaken gesund?
Ja, Pastinaken sind sehr gesund. Sie sind reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen, insbesondere Inulin, das gut für die Verdauung ist.

Fazit: Blühende Pastinaken sind nicht mehr zum Essen geeignet

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass blühende Pastinaken nicht mehr genießbar sind. Die Wurzel wird holzig und verliert ihren guten Geschmack. Es ist daher wichtig, Pastinaken im ersten Jahr zu ernten, bevor sie blühen. Nutzen Sie die vielfältigen Zubereitungsmöglichkeiten dieses gesunden und schmackhaften Wintergemüses und bereichern Sie Ihre Küche mit der unterschätzten Pastinake!

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