Warum heißt Mariahilferstraße so?

Mariahilfer Straße: Woher stammt der Name?

16/10/2023

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Die Mariahilfer Straße, eine der bekanntesten und belebtesten Einkaufsstraßen Wiens, zieht täglich unzählige Besucher an. Doch woher stammt eigentlich der Name dieser berühmten Straße? In diesem Artikel tauchen wir tief in die Geschichte ein, um das Rätsel um den Namen der Mariahilfer Straße zu lüften und ihre spannende Entwicklung von einer alten Handelsroute zur modernen Flaniermeile zu beleuchten.

Wie lang ist die Mariahilferstraße?
Die innere Mariahilfer Straße verbindet, als eine der bekanntesten Einkaufsstraßen Wiens, die Innere Stadt mit dem Westbahnhof und erstreckt sich über eine Länge von 1,8 km.
Inhaltsverzeichnis

Die Namensgebung: Eine Hommage an Mariahilf

Die Mariahilfer Straße, die sich durch den 6., 7., 14. und 15. Bezirk Wiens zieht, wurde im Jahr 1897 offiziell nach der ehemaligen Vorstadt Mariahilf benannt. Diese Namensgebung erfolgte als Anerkennung und in Erinnerung an die bedeutende Vorstadt, durch deren Zentrum die Straße einst verlief. Bevor sie ihren heutigen Namen erhielt, durchlief die Straße eine bemerkenswerte Wandlung ihrer Bezeichnung, die ihre wechselvolle Geschichte widerspiegelt.

Von der Kremser Straße zur Mariahilfer Straße

Im Laufe der Jahrhunderte trug die heutige Mariahilfer Straße viele verschiedene Namen, die ihre Funktion und Lage im städtischen Gefüge Wiens widerspiegelten. Zu den historischen Bezeichnungen gehören:

  • Kremser Straße: Dieser Name deutet auf die Richtung der Straße nach Krems an der Donau hin und unterstreicht ihre Bedeutung als wichtige Ausfallstraße.
  • Bayrische Landstraße: Auch dieser Name verweist auf die Funktion als Landstraße und die Verbindung nach Bayern.
  • Laimgrubner Hauptstraße: Laimgrube war eine frühere Bezeichnung für das Gebiet, durch das die Straße führte, was auf die Bodenbeschaffenheit (Lehmgrube) hinweist.
  • Mariahilfer Hauptstraße: Dieser Name kündigte bereits die spätere offizielle Benennung an und betonte die zentrale Rolle im Vorort Mariahilf.
  • Fünfhauser Hauptstraße und Penzinger Straße/Penzinger Poststraße: Diese Namen reflektieren die Ausdehnung der Straße in Richtung der Vororte Fünfhaus und Penzing.
  • Schönbrunner Straße: Diese Bezeichnung verweist auf die Verbindung zum Schloss Schönbrunn.

Die Vielzahl der Namen zeigt, dass die Straße über Jahrhunderte hinweg eine zentrale Verkehrsachse war, die sich stetig weiterentwickelte und an Bedeutung gewann. Die endgültige Benennung als Mariahilfer Straße im Jahr 1897 setzte einen Schlusspunkt unter diese Namensvielfalt und etablierte den Namen, unter dem die Straße bis heute weltbekannt ist.

Mariahilf: Mehr als nur ein Name

Doch was verbirgt sich hinter dem Namen Mariahilf? Mariahilf war eine ehemalige Vorstadt Wiens, die sich entlang der heutigen Mariahilfer Straße erstreckte. Der Name selbst leitet sich von der Wallfahrtskirche Mariahilf ab, die im 17. Jahrhundert errichtet wurde und zu einem wichtigen religiösen Zentrum der Region avancierte. Die Kirche und die wachsende Siedlung um sie herum prägten die Gegend und gaben ihr schließlich den Namen Mariahilf.

Die Vorstadt Mariahilf entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einem lebendigen Zentrum des Handwerks und Gewerbes. Die günstige Lage an der wichtigen Verkehrsader Mariahilfer Straße begünstigte die Ansiedlung von Handwerkern, Händlern und Gastwirten. Im 18. und 19. Jahrhundert erlebte Mariahilf einen wirtschaftlichen Aufschwung, der sich in der Bebauung und dem wachsenden Wohlstand der Bevölkerung widerspiegelte.

Die Mariahilfer Straße im Wandel der Zeit

Die Geschichte der Mariahilfer Straße reicht weit zurück und ist eng mit der Entwicklung Wiens verbunden. Bereits in vorgeschichtlicher Zeit existierte hier ein Weg, der später von den Römern genutzt wurde. Parallel zur Gumpendorfer Straße verlief die Mariahilfer Straße als sichere Route oberhalb des Wienflusses und des Ottakringer Bachs.

Im Mittelalter und der frühen Neuzeit entwickelte sich die Straße zur wichtigen Verbindung nach Oberösterreich, der sogenannten Linzer Poststraße. Entlang der Straße entstanden Weingärten, Handwerksbetriebe und Gasthöfe, die Reisende und Händler versorgten. Im 19. Jahrhundert erlebte die Mariahilfer Straße einen tiefgreifenden Wandel.

Warum heißt Mariahilferstraße so?
Mariahilfer Straße (6., 7., 14., 15.), benannt (1897) nach der ehemaligen Vorstadt Mariahilf (vorher oftmalige Namensänderungen: Kremser Straße, Bayrische Landstraße, Laimgrubner Hauptstraße, Mariahilfer Hauptstraße, Fünfhauser Hauptstraße, Penzinger Straße, Penzinger Poststraße und Schönbrunner Straße); Verbreiterung ...

Vom Handwerk zur Einkaufsmeile

Mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert veränderte sich das Gesicht der Mariahilfer Straße grundlegend. Die traditionellen Handwerksbetriebe wurden zunehmend von Handelsgeschäften verdrängt. Die Eröffnung des Westbahnhofs im Jahr 1859 verstärkte die Bedeutung der Straße als Geschäftsstandort zusätzlich. Hotels und Kaffeehäuser entstanden, und die Mariahilfer Straße entwickelte sich zur wichtigsten Einkaufsstraße Wiens.

Die Pferdetramway, die ab 1869 verkehrte, und später die elektrische Straßenbahn trugen zur weiteren Belebung der Straße bei. Prächtige mehrstöckige Häuser mit imposanten Fassaden ersetzten die ältere Bebauung, und Warenhäuser wie Gerngroß und Herzmansky prägten das Bild der Straße.

Die Mariahilfer Straße heute: Fußgängerzone und Flanierboulevard

Im Zuge des Baus der U-Bahnlinie U3 in den 1990er Jahren wurde die Mariahilfer Straße umfassend neu gestaltet. Der Straßenbahnverkehr wurde eingestellt, die Gehsteige verbreitert, und die Straße wurde in eine Fußgängerzone und Begegnungszonen umgewandelt. Diese Umgestaltung verwandelte die Mariahilfer Straße in einen modernen Flanierboulevard, der zum Einkaufen, Verweilen und Genießen einlädt.

Heute ist die Mariahilfer Straße eine pulsierende Lebensader Wiens, die Besucher aus aller Welt anzieht. Die Mischung aus traditionellen Geschäften, modernen Boutiquen, Kaffeehäusern und Restaurants macht sie zu einem attraktiven Ziel für Shopping- und Kulturliebhaber. Das nahegelegene MuseumsQuartier trägt zusätzlich zur Attraktivität der Gegend bei.

Zusammenfassend lässt sich sagen:

Der Name Mariahilfer Straße ehrt die ehemalige Vorstadt Mariahilf, die ihrerseits nach der Wallfahrtskirche Mariahilf benannt wurde. Die Straße hat eine lange und bewegte Geschichte hinter sich, von einer alten Römerstraße über eine wichtige Handelsroute bis hin zur heutigen modernen Einkaufs- und Flanierstraße. Die Mariahilfer Straße ist somit nicht nur eine Einkaufsmeile, sondern auch ein Spiegelbild der Wiener Stadtgeschichte.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

FrageAntwort
Warum heißt die Mariahilfer Straße Mariahilfer Straße?Sie ist nach der ehemaligen Vorstadt Mariahilf benannt, die wiederum ihren Namen von der Wallfahrtskirche Mariahilf hat.
Wann wurde die Mariahilfer Straße so benannt?Die offizielle Benennung erfolgte im Jahr 1897.
Wie lang ist die Mariahilfer Straße?Die Mariahilfer Straße ist etwa 1,8 Kilometer lang.
Seit wann ist die Mariahilfer Straße eine Fußgängerzone?Die Umgestaltung zur Fußgängerzone erfolgte in den Jahren 2014 und 2015.
Welche Bezirke durchquert die Mariahilfer Straße?Die Mariahilfer Straße verläuft durch den 6., 7., 14. und 15. Bezirk Wiens.

Wir hoffen, dieser Artikel hat Ihre Frage beantwortet und Ihnen einen umfassenden Einblick in die Geschichte und Namensgebung der Mariahilfer Straße gegeben. Entdecken Sie diese faszinierende Straße selbst und erleben Sie die Vielfalt und Lebendigkeit Wiens!

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