11/11/2023
Buschbohnen sind ein beliebtes Gemüse im heimischen Garten, denn sie sind relativ pflegeleicht und liefern eine reiche Ernte. Ein wichtiger Schritt für gesunde und ertragreiche Buschbohnen ist das Anhäufeln. Aber warum ist das Anhäufeln so wichtig und wie macht man es richtig? In diesem Artikel erfahren Sie alles Wissenswerte rund um das Anhäufeln von Buschbohnen und erhalten wertvolle Tipps für die Pflege Ihrer Bohnenpflanzen.

- Was bedeutet Anhäufeln bei Buschbohnen?
- Warum Buschbohnen anhäufeln?
- Wann Buschbohnen anhäufeln?
- Wie Buschbohnen richtig anhäufeln: Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Anhäufeln von Kletterbohnen: Was ist zu beachten?
- Weitere wichtige Pflegetipps für gesunde Bohnenpflanzen
- Häufig gestellte Fragen zum Anhäufeln von Buschbohnen
- Fazit: Anhäufeln für gesunde und ertragreiche Buschbohnen
Was bedeutet Anhäufeln bei Buschbohnen?
Anhäufeln bedeutet, die Erde rund um die Basis der Bohnenpflanzen anzuhäufeln, sodass ein kleiner Erdwall um den Stängel entsteht. Dies mag auf den ersten Blick unscheinbar wirken, hat aber mehrere positive Auswirkungen auf das Wachstum und die Gesundheit Ihrer Buschbohnen.
Warum Buschbohnen anhäufeln?
Das Anhäufeln bietet Buschbohnen gleich mehrere Vorteile:
- Förderung der Wurzelbildung: Durch das Anhäufeln wird die Bildung von zusätzlichen Wurzeln am unteren Teil des Stängels angeregt. Diese zusätzlichen Wurzeln verbessern die Nährstoff- und Wasseraufnahme der Pflanze, was zu einem kräftigeren Wachstum und einer höheren Ernte führt.
- Verbesserung der Standfestigkeit: Buschbohnen können bei starkem Wind oder Regen leicht umknicken. Das Anhäufeln stabilisiert die Pflanzen und verhindert, dass sie umfallen. Dies ist besonders wichtig, wenn die Pflanzen größer werden und Hülsen tragen.
- Unkrautbekämpfung: Der Erdwall, der beim Anhäufeln entsteht, erschwert das Wachstum von Unkraut in unmittelbarer Nähe der Bohnenpflanzen. Dies reduziert die Konkurrenz um Nährstoffe, Wasser und Licht und erleichtert die Pflege des Beetes.
- Schutz vor Schädlingen und Krankheiten: Das Anhäufeln kann auch dazu beitragen, Schädlinge wie die Bohnenfliege abzuhalten, die ihre Eier gerne an die Basis der Stängel legen. Zudem kann es den Kontakt der unteren Blätter mit dem feuchten Boden reduzieren und somit das Risiko von Pilzkrankheiten verringern.
Wann Buschbohnen anhäufeln?
Der ideale Zeitpunkt zum Anhäufeln von Buschbohnen ist, wenn die Pflanzen eine Höhe von etwa 10 Zentimetern erreicht haben. Dies ist in der Regel etwa zwei bis drei Wochen nach der Aussaat der Fall. Zu diesem Zeitpunkt sind die Pflanzen bereits stabil genug, um den Eingriff zu verkraften, aber noch nicht so groß, dass das Anhäufeln schwierig wird.
Es ist ratsam, das Anhäufeln einmalig durchzuführen. Ein wiederholtes Anhäufeln ist in der Regel nicht notwendig und kann sogar schädlich sein, da es die Wurzeln unnötig stören könnte.
Wie Buschbohnen richtig anhäufeln: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Das Anhäufeln von Buschbohnen ist einfach und schnell erledigt. Befolgen Sie einfach diese Schritte:
- Vorbereitung: Lockern Sie den Boden rund um die Buschbohnenpflanzen vorsichtig mit einer Hacke oder einer Gartenkralle auf. Achten Sie darauf, die Wurzeln der Pflanzen nicht zu beschädigen.
- Erde anhäufeln: Ziehen Sie nun die lockere Erde mit der Hacke oder den Händen vorsichtig an die Basis der Stängel heran, sodass ein kleiner Erdwall entsteht. Der Wall sollte etwa 5 bis 10 Zentimeter hoch sein.
- Angießen: Gießen Sie die angehäufelten Bohnenpflanzen anschließend gründlich. Das Angießen hilft, die Erde zu festigen und den Wurzelkontakt zu verbessern.
Anhäufeln von Kletterbohnen: Was ist zu beachten?
Auch Kletterbohnen profitieren vom Anhäufeln. Die Vorgehensweise ist im Prinzip die gleiche wie bei Buschbohnen. Auch hier wird die Erde um die Stängel angehäuft, sobald die Pflanzen etwa 10 cm hoch sind. Das Anhäufeln fördert auch bei Kletterbohnen die Wurzelbildung und Standfestigkeit, was besonders wichtig ist, da Kletterbohnen deutlich größer und schwerer werden als Buschbohnen.
Zusätzlich zum Anhäufeln benötigen Kletterbohnen aber unbedingt eine Kletterhilfe. Diese sollte stabil und windfest sein, da die Pflanzen mit ihren Hülsen ein beträchtliches Gewicht erreichen können. Überprüfen Sie die Stabilität der Kletterhilfe regelmäßig und binden Sie die Kletterbohnen bei Bedarf an, besonders an glatten Stangen, an denen die Triebe abrutschen können.
Weitere wichtige Pflegetipps für gesunde Bohnenpflanzen
Neben dem Anhäufeln gibt es noch weitere wichtige Aspekte bei der Pflege von Bohnenpflanzen, die zu einer reichen Ernte beitragen:
Ernährung und Düngung
Bohnen sind zwar keine Starkzehrer, benötigen aber dennoch ausreichend Nährstoffe für ein gesundes Wachstum. Eine Gabe Kompost bei der Pflanzung oder als Mulchschicht ist in der Regel ausreichend, um den Nährstoffbedarf zu decken. Wenn Sie feststellen, dass Ihre Pflanzen schlecht wachsen, kleine oder gelbe Blätter haben, wenige Blüten ansetzen oder Blüten abwerfen, kann dies ein Zeichen für Nährstoffmangel sein. In diesem Fall können Sie mit einem organischen Gemüsedünger nachhelfen.
Bewässerung
Bohnen benötigen eine gleichmäßige Wasserversorgung, besonders während der Blütezeit und Fruchtbildung. Der Boden sollte nie vollständig austrocknen. Gießen Sie Ihre Bohnenpflanzen daher regelmäßig, vor allem bei Trockenheit. Achten Sie darauf, das Wasser direkt an die Wurzeln zu geben und die Blätter möglichst trocken zu halten, um Pilzkrankheiten vorzubeugen. Der größte Wasserbedarf besteht, sobald die Pflanzen Blüten ansetzen und Früchte entwickeln.

Schutz vor Schädlingen und Krankheiten
Gesunde und kräftige Pflanzen sind weniger anfällig für Schädlinge und Krankheiten. Achten Sie daher auf eine ausgewogene Ernährung, ausreichende Bewässerung und einen sonnigen Standort. Pflanzen, die nie unter Trockenheit leiden, sind beispielsweise weniger anfällig für Spinnmilben.
Buschbohnen können empfindlich auf Ozon reagieren. Hohe Ozonwerte können zu kleinen braunen Pünktchen (Nekrosen) auf den Blättern führen. In Gebieten mit hoher Ozonbelastung kann es sinnvoll sein, widerstandsfähigere Sorten anzubauen oder die Pflanzen an einem etwas geschützteren Standort zu kultivieren.
Häufig gestellte Fragen zum Anhäufeln von Buschbohnen
Muss man Buschbohnen wirklich anhäufeln?
Ja, das Anhäufeln ist sehr empfehlenswert, da es die Wurzelbildung, Standfestigkeit und Gesundheit der Pflanzen fördert und somit zu einer besseren Ernte beiträgt.
Kann man Buschbohnen auch später noch anhäufeln?
Ja, aber idealerweise sollte das Anhäufeln erfolgen, wenn die Pflanzen etwa 10 cm hoch sind. Späteres Anhäufeln ist zwar möglich, aber weniger effektiv und kann die Wurzeln stärker belasten.
Wie oft muss man Buschbohnen anhäufeln?
In der Regel reicht es aus, Buschbohnen einmalig anzuhäufeln.
Welche Erde eignet sich zum Anhäufeln?
Verwenden Sie am besten die Erde aus dem Beet selbst. Lockern Sie diese vorher etwas auf, um sie besser anhäufeln zu können.
Kann man auch Kompost zum Anhäufeln verwenden?
Ja, Sie können Kompost unter die Erde mischen, die Sie zum Anhäufeln verwenden. Dies verbessert die Nährstoffversorgung der Pflanzen zusätzlich.
Fazit: Anhäufeln für gesunde und ertragreiche Buschbohnen
Das Anhäufeln ist eine einfache, aber effektive Maßnahme, um Buschbohnen und Kletterbohnen in Ihrem Garten zu unterstützen. Es fördert das Wurzelwachstum, erhöht die Standfestigkeit und trägt zur Gesunderhaltung der Pflanzen bei. In Kombination mit einer guten Nährstoffversorgung, ausreichender Bewässerung und dem richtigen Standort können Sie sich auf eine reiche Bohnenernte freuen. Also, worauf warten Sie noch? An die Hacke, fertig, losgehäufelt!
