Der Wunderbaum: Pflege und Wissenswertes

06/12/2023

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Der Wunderbaum (Ricinus communis), auch bekannt als Rizinus, Christuspalme oder Hundsbaum, erfreut sich wachsender Beliebtheit in deutschen Gärten. Seine exotische Erscheinung und die beeindruckende Wuchsgeschwindigkeit machen ihn zu einer attraktiven Zierpflanze. Doch was macht den Wunderbaum so besonders und was gilt es bei seiner Pflege zu beachten? Dieser Artikel liefert Ihnen umfassende Informationen rund um den Wunderbaum, von seinen Eigenschaften über die richtige Pflege bis hin zu wichtigen Hinweisen zur Giftigkeit.

Was kostet eine Rizinuspflanze?
im 12 cm Topf. 4,95 € Ursprünglicher Preis war: 4,95 € 3,95 €
Inhaltsverzeichnis

Was ist der Wunderbaum (Ricinus communis)?

Der Wunderbaum gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse und stammt ursprünglich aus Nordost-Afrika und dem Nahen Osten. In seiner Heimat ist er mehrjährig, in unseren Breitengraden wird er jedoch meist einjährig kultiviert, da er nicht winterhart ist. Seinen Namen verdankt er seinem rasanten Wachstum: Innerhalb weniger Monate kann er Höhen von drei Metern und mehr erreichen, unter optimalen Bedingungen sogar bis zu fünf Meter. Die Pflanze zeichnet sich durch kräftige, verzweigte Triebe und große, handförmig geteilte Blätter aus, die je nach Sorte grün, kupferfarben oder rot sein können. Von August bis Oktober schmückt sich der Wunderbaum mit kerzenartigen Blütenständen, die von Gelb nach Rötlich übergehen. Daraus entwickeln sich stachelige Früchte, die an Kastanien erinnern und Samen enthalten, aus denen das bekannte Rizinusöl gewonnen wird.

Standort und Boden für den Wunderbaum

Um sich optimal zu entwickeln, benötigt der Wunderbaum einen sonnigen und warmen Standort, der idealerweise auch windgeschützt ist. Ein halbschattiger Platz ist zwar möglich, sollte aber dennoch warm sein. Je sonniger der Standort, desto intensiver entwickeln sich die Farben der rötlichen Blattsorten. Starke Winde können die Triebe abbrechen und die Blätter zerfleddern lassen. Der Boden sollte nährstoffreich, feucht und durchlässig sein. Humusreiche Böden sind ideal. Es empfiehlt sich, den Boden bereits einige Wochen vor der Pflanzung mit Kompost oder Stallmist anzureichern, um optimale Wachstumsbedingungen zu schaffen.

Pflanzung und Pflege des Wunderbaums

Da der Wunderbaum frostempfindlich ist, sollte er erst nach den Eisheiligen Mitte Mai gepflanzt werden, wenn keine Spätfröste mehr zu erwarten sind. Er wirkt besonders gut als Solitärpflanze, kann aber auch zwischen Stauden im Garten gepflanzt werden. Achten Sie jedoch auf einen Abstand von mindestens einem Meter zu anderen Pflanzen, da der Wunderbaum stark wächst und viel Platz benötigt.

Pflanzanleitung:

  1. Heben Sie ein Pflanzloch aus, das etwa doppelt so groß ist wie der Wurzelballen.
  2. Mischen Sie Hornspäne unter den Aushub.
  3. Setzen Sie den Wunderbaum ein.
  4. Füllen Sie das Pflanzloch mit Erde auf.
  5. Treten Sie die Erde gut fest.
  6. Wässern Sie die Pflanze gründlich.

Pflegehinweise:

Gießen: Im Freiland ist regelmäßiges Gießen nicht zwingend notwendig, aber empfehlenswert, um das Wachstum zu fördern. In Kübelhaltung sollte der Wunderbaum regelmäßig gegossen werden, da er hier nicht auf natürliche Feuchtigkeitsquellen zurückgreifen kann. Vermeiden Sie Staunässe.

Ist der Wunderbaum winterhart?
Da der Ricinus communis nicht winterhart ist, sollte er erst nach den Eisheiligen (Mitte Mai) gepflanzt werden, wenn keine Spätfröste mehr zu erwarten sind. Besonders dekorativ wirkt er als Solitärpflanze, jedoch kann er auch im Garten zwischen Stauden gepflanzt werden.

Düngen: Der Wunderbaum ist ein Starkzehrer und benötigt viele Nährstoffe für sein schnelles Wachstum. Düngen Sie ihn daher wöchentlich mit einem Flüssigdünger, sowohl im Kübel als auch im Freiland.

Schneiden: Ein Schnitt ist in der Regel nicht erforderlich. Am Ende der Gartensaison stirbt die Pflanze ab und kann entsorgt werden. Sollten einzelne Triebe jedoch stören, können diese problemlos abgeschnitten werden.

Wunderbaum im Kübel halten

Die Kübelhaltung des Wunderbaums ist durchaus möglich, besonders bei kleinwüchsigen Sorten. Beachten Sie dabei folgende Punkte:

  • Pflanzgefäß: Wählen Sie einen ausreichend großen und stabilen Kübel, der den Wurzeln genügend Platz bietet und der Pflanze Standfestigkeit verleiht.
  • Drainage: Legen Sie eine Drainageschicht aus Kies oder Blähton unten in den Kübel, um Staunässe zu vermeiden.
  • Substrat: Verwenden Sie nährstoffreiches Pflanzsubstrat.
  • Gießen und Düngen: Achten Sie auf regelmäßiges Gießen und Düngen, da Kübelpflanzen schneller austrocknen und Nährstoffe verbrauchen.
  • Überwintern: Kübelpflanzen sind nicht winterhart und müssen frostfrei überwintert werden.

Vermehrung des Wunderbaums durch Samen

Der Wunderbaum lässt sich einfach durch Samen vermehren. Die Aussaat erfolgt idealerweise im Januar oder Februar. Da die Samen giftig sind, sollten Sie bei der Aussaat unbedingt Handschuhe tragen.

Aussaatanleitung:

  1. Weichen Sie die Samen für 24 Stunden in Wasser ein.
  2. Füllen Sie kleine Töpfe mit Pflanzsubstrat.
  3. Geben Sie jeweils einen Samen in einen Topf.
  4. Stellen Sie die Töpfe an einen hellen und warmen Ort (20-25°C).
  5. Halten Sie das Substrat gleichmäßig feucht.

Die Keimung erfolgt in der Regel innerhalb weniger Tage. Ab Mitte Mai, nach den Eisheiligen, können die Jungpflanzen ins Freiland ausgepflanzt werden.

Ist die Rizinuspflanze giftig?
Rizinus gehört zu den sehr stark giftigen Pflanzen. Eine Rizin-Vergiftung zeigt Symptome wie z.B. hohes Fieber, Kreislaufkollaps, Herzrhythmusstörungen, Blutdruckabfall, Übelkeit und Erbrechen. Unbehandelt tritt der Tod nach ca. 48 Stunden nach der Vergiftung ein.

Überwinterung des Wunderbaums

Der Wunderbaum ist nicht winterhart und wird in unseren Breiten meist einjährig kultiviert. Eine Überwinterung im Freien ist nicht möglich. Kübelpflanzen müssen in ein helles Winterquartier gebracht werden. Ein Wintergarten oder ein ausreichend großer Wohnraum sind ideal. Achten Sie auf folgende Punkte bei der Überwinterung:

  • Standort: Helles Winterquartier mit ausreichend Licht.
  • Gießen: Regelmäßig gießen, aber weniger als im Sommer. Lassen Sie das Substrat zwischen den Wassergaben leicht antrocknen.
  • Düngen: Ab März wieder mit dem Düngen beginnen.
  • Auspflanzen: Nach den Eisheiligen kann der Wunderbaum wieder ins Freie gebracht werden.

Giftigkeit des Wunderbaums

Ein wichtiger Aspekt beim Wunderbaum ist seine Giftigkeit. Während die Pflanzenteile an sich nicht giftig sind, enthalten die Samen das hochgiftige Rizin. Bereits wenige Samen können für Kinder tödlich sein. Auch für Haustiere sind die Samen gefährlich. Symptome einer Vergiftung können Erbrechen, Übelkeit, Krämpfe und Schädigungen innerer Organe sein. Bei Verdacht auf eine Vergiftung sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Um das Risiko einer Vergiftung zu minimieren, sollten Sie verblühte Blütenstände rechtzeitig entfernen, um die Samenbildung zu verhindern. Tragen Sie bei der Aussaat und beim Umgang mit den Samen Handschuhe.

Heilwirkung von Rizinusöl

Aus den Samen des Wunderbaums wird Rizinusöl gewonnen, das in der Naturheilkunde traditionell als Abführmittel bei Verstopfung eingesetzt wird. Rizinusöl wird auch in der Kosmetikindustrie und in der Technik verwendet. Es ist wichtig zu beachten, dass Rizinusöl zwar medizinisch genutzt wird, die Samen selbst aber hochgiftig sind und niemals verzehrt werden dürfen.

Krankheiten und Schädlinge beim Wunderbaum

Der Wunderbaum ist relativ robust gegenüber Krankheiten. Bei zu nasser Haltung kann es zu Wurzelfäule kommen. Als Schädling können Schnecken zum Problem werden, besonders bei jungen Pflanzen. Schützen Sie junge Wunderbäume vor Schneckenfraß, beispielsweise mit Schneckenkorn oder Schneckenzäunen.

Fazit

Der Wunderbaum (Ricinus communis) ist eine faszinierende und schnellwüchsige Zierpflanze, die mit ihrem exotischen Aussehen jeden Garten bereichert. Mit den richtigen Standortbedingungen und etwas Pflege ist er relativ anspruchslos. Wichtig ist jedoch, sich der Giftigkeit der Samen bewusst zu sein und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, besonders in Haushalten mit Kindern und Haustieren. Wenn Sie diese Punkte beachten, können Sie die Schönheit und Einzigartigkeit des Wunderbaums in Ihrem Garten unbeschwert genießen.

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