11/09/2020
Weihnachten steht vor der Tür und mit ihm die festliche Zeit der Dekorationen. Besonders Blumen und Pflanzen spielen eine zentrale Rolle, um eine warme und einladende Atmosphäre in unserem Zuhause zu schaffen. Doch welche Blumen eignen sich am besten für die Weihnachtszeit und wann ist der ideale Zeitpunkt, um mit dem Schmücken zu beginnen? Dieser Artikel gibt Ihnen umfassende Antworten und Inspirationen, damit Ihr Weihnachtsfest zu einem blühenden Erlebnis wird.

Der Weihnachtsstern: Ein Klassiker der Weihnachtszeit
Beginnen wir mit dem unbestrittenen Klassiker unter den Weihnachtsblumen: dem Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima). Diese Pflanze, auch bekannt als Poinsettie, ist aus der Advents- und Weihnachtszeit kaum wegzudenken. Was viele nicht wissen: Die eigentliche Attraktion des Weihnachtssterns sind nicht seine Blüten, sondern seine farbigen Hochblätter. Die Blüten selbst sind eher klein und unscheinbar, doch die sternförmig angeordneten Hochblätter leuchten in kräftigen Farben und bringen Freude in die dunkle Jahreszeit.

Der beliebteste Weihnachtsstern ist zweifellos der rote. Doch die Vielfalt ist größer als man denkt. Es gibt Poinsettien in Cremeweiß, Rosa, Lachsfarben und sogar mehrfarbige Varianten. So lässt sich der Weihnachtsstern wunderbar an den individuellen Geschmack und die Farbgestaltung der Weihnachtsdekoration anpassen.
Worauf Sie beim Kauf eines Weihnachtssterns achten sollten
Oftmals werden Weihnachtssterne in Eingangsbereichen von Supermärkten angeboten. Hier ist Vorsicht geboten! Pflanzen, die Zugluft oder Kälte ausgesetzt waren, können bereits geschwächt sein und kurz nach dem Kauf eingehen. Achten Sie daher auf folgende Punkte beim Kauf:
- Gesunde Wurzeln: Der Topfballen sollte gut durchwurzelt sein, aber keine Staunässe aufweisen.
- Standort im Geschäft: Bevorzugen Sie Pflanzen, die in einem hellen, warmen Bereich standen und nicht der Zugluft ausgesetzt waren.
- Unbeschädigte Blätter: Achten Sie auf frische, kräftige Blätter ohne Flecken oder Knicke.
- Transport: Verpacken Sie den Weihnachtsstern gut in Papier oder Vlies, um ihn vor Kälte zu schützen. Bei Minusgraden ist der Transport im Auto empfehlenswert.
Pflegehinweise für den Weihnachtsstern
Damit Ihr Weihnachtsstern lange Freude bereitet, benötigt er die richtige Pflege:
- Standort: Ein heller, warmer Standort bei etwa 20 Grad Celsius ist ideal. Eine Fensterbank nach Südosten ist oft perfekt.
- Gießen: Gießen Sie den Weihnachtsstern mäßig und vermeiden Sie Staunässe. Die Erde sollte zwischen den Wassergaben leicht antrocknen.
- Zugluft vermeiden: Stellen Sie den Weihnachtsstern während des Lüftens an einen geschützten Ort, da Zugluft schädlich ist.
- Düngung: Während der Blütezeit ist keine Düngung erforderlich.
Die Nordmanntanne: Der traditionelle Weihnachtsbaum
Neben dem Weihnachtsstern darf natürlich der Weihnachtsbaum in der Weihnachtsdekoration nicht fehlen. Die Tradition, Bäume zu Weihnachten zu schmücken, stammt ursprünglich aus Deutschland und wurde im 19. Jahrhundert durch Prinz Albert, den Ehemann von Königin Victoria, in Großbritannien populär.
Eine der beliebtesten Weihnachtsbaumarten ist die Nordmanntanne (Abies nordmanniana). Sie zeichnet sich durch ihren angenehmen Nadelduft, ihre dichten, tiefgrünen Nadeln und ihre lange Haltbarkeit aus. Die Nordmanntanne ist zwar nicht heimisch in Deutschland, hat sich aber als Weihnachtsbaumart etabliert und wird in Kulturen angebaut.
Alternativ zur Nordmanntanne werden auch andere Tannen- und Fichtenarten als Weihnachtsbäume verwendet, wie beispielsweise die Blaufichte oder die Rotfichte. Die Wahl des Baumes ist oft Geschmackssache, wobei die Nordmanntanne aufgrund ihrer positiven Eigenschaften besonders geschätzt wird.

Wann beginnt die Weihnachtszeit und wann dekoriert man?
Die Frage, wann man mit der Weihnachtsdekoration beginnen sollte, ist nicht immer einfach zu beantworten und hängt von verschiedenen Faktoren ab. Während in den USA bereits direkt nach Thanksgiving Mitte November die Weihnachtsdekoration in vollem Umfang angebracht wird, ist man im deutschsprachigen Raum eher zurückhaltender.
Im deutschsprachigen Raum ist es üblicher, frühestens Ende November oder Anfang Dezember mit dem Dekorieren zu beginnen. Ein wichtiger Indikator ist der erste Advent, der je nach Jahr auf das letzte Wochenende im November oder den ersten Sonntag im Dezember fällt. Der erste Advent markiert traditionell den Beginn der Adventszeit und wird von vielen als Startschuss für die Weihnachtsdekoration angesehen.
Der Totensonntag als Orientierungspunkt
Für viele Menschen spielt auch der Totensonntag eine Rolle bei der Entscheidung, wann mit dem Dekorieren begonnen wird. Der Totensonntag, der letzte Sonntag vor dem ersten Advent, ist ein Gedenktag für die Verstorbenen und markiert das Ende des Kirchenjahres. Traditionell wird an diesem Tag noch keine festliche Dekoration angebracht.
Viele warten daher den Totensonntag ab und beginnen erst danach mit dem Schmücken. Dies gilt insbesondere für die Weihnachtsdekoration mit Lichtelementen, da diese in der Trauerzeit als unpassend empfunden werden könnten. Wer jedoch nicht so lange warten möchte, kann bereits vor dem Totensonntag mit der Dekoration beginnen, jedoch zunächst auf Lichterketten und Co. verzichten und diese erst nach dem Totensonntag hinzufügen.
Regionale Unterschiede und individuelle Vorlieben
Auch innerhalb des deutschsprachigen Raums gibt es regionale Unterschiede beim Beginn der Weihnachtsdekoration. In manchen Regionen wird früher dekoriert als in anderen. Letztendlich ist es jedoch eine persönliche Entscheidung, wann man mit dem Schmücken beginnt. Wichtig ist, dass man sich dabei wohlfühlt und die Dekoration Freude bereitet.

Weihnachtsdeko mit Licht: Stimmungsvolle Akzente setzen
Lichterketten, LED-Sterne und andere Lichtelemente sind aus der modernen Weihnachtsdekoration nicht mehr wegzudenken. Sie sorgen für eine stimmungsvolle Atmosphäre und erhellen die dunkle Jahreszeit. Besonders in der Dämmerung und Dunkelheit entfalten sie ihre volle Wirkung.
Um Energie zu sparen und die Umwelt zu schonen, empfiehlt es sich, die Weihnachtsbeleuchtung tagsüber auszuschalten. Zeitschaltuhren können hier eine praktische Hilfe sein, um die Beleuchtung automatisch zu bestimmten Zeiten ein- und auszuschalten.
Weihnachtsdeko im Innen- und Außenbereich: Was ist erlaubt?
Im Innenbereich sind der Kreativität bei der Weihnachtsdekoration kaum Grenzen gesetzt. Ob im Wohnzimmer, Schlafzimmer oder in der Küche – erlaubt ist, was gefällt. In Mietwohnungen sollte jedoch darauf geachtet werden, dass die Dekoration keine Schäden an der Mietsache verursacht. Befestigungen sollten rückstandslos entfernbar sein.
Im Außenbereich, insbesondere an der Fassade, ist etwas mehr Rücksichtnahme geboten. Hier sollten die Nachbarn nicht gestört werden. Blinkende Lichter sollten beispielsweise zur Nachtzeit ausgeschaltet werden, um die Nachtruhe nicht zu beeinträchtigen. Auch die Sicherheit spielt eine wichtige Rolle. Die Weihnachtsdekoration im Außenbereich muss wetterfest sein und so angebracht werden, dass sie auch bei Wind und Wetter sicher hält und niemanden gefährdet.

Wann ist es Zeit, die Weihnachtsdeko wieder abzuräumen?
Auch für das Abräumen der Weihnachtsdekoration gibt es keine festen Regeln. Viele orientieren sich am 6. Januar, dem Dreikönigstag, der traditionell als Ende der Weihnachtszeit gilt. Spätestens dann wird die Weihnachtsdekoration in vielen Haushalten wieder abgebaut.
Im kirchlichen Kalender endet die Weihnachtszeit sogar erst 40 Tage nach Weihnachten, am 2. Februar, Mariä Lichtmess. Dieser Tag wird auch als endgültiger Schlusspunkt der Weihnachtszeit angesehen. Letztendlich ist es jedoch auch hier eine persönliche Entscheidung, wann man die Weihnachtsdekoration wieder einmottet.
Winterdeko nach Weihnachten: Gemütlichkeit bewahren
Auch nach Weihnachten muss es im Zuhause nicht trist und leer aussehen. Mit der richtigen Winterdeko lässt sich die gemütliche Atmosphäre der Weihnachtszeit noch etwas verlängern und die Vorfreude auf den Frühling verkürzen.
Ideen für Winterdeko nach Weihnachten
- Kerzen: Kerzen sorgen für warmes Licht und Gemütlichkeit. Duftkerzen mit winterlichen Aromen wie Zimt oder Orange passen besonders gut.
- Tannenzapfen: Tannenzapfen sind eine natürliche und vielseitige Dekoration. Sie können in Schalen dekoriert, als Kerzenhalter verwendet oder als Girlande aufgehängt werden.
- Lichterketten: Lichterketten müssen nicht nur zu Weihnachten zum Einsatz kommen. Auch im Winter sorgen sie für stimmungsvolles Licht und können Fenster, Regale oder Pflanzen schmücken.
- Frische Blumen und Pflanzen: Bringen Sie mit frischen Blumen und Pflanzen Farbe in Ihr Zuhause. Hyazinthen, Tulpen oder Amaryllis sind typische Winterblumen, die Vorfreude auf den Frühling wecken.
- Kissen, Decken und Felle: Kuschelige Textilien wie Kissen, Decken und Felle sorgen für Wärme und Gemütlichkeit in den Wintermonaten.
- Laternen und Windlichter: Laternen und Windlichter schaffen eine warme und einladende Atmosphäre. Sie können im Haus oder im Eingangsbereich platziert werden.
- Winterliche Kränze: Ersetzen Sie den Weihnachtskranz durch einen schlichten Winterkranz aus Zweigen, Tannenzapfen oder winterlichen Beeren.
DIY-Idee: Winterlandschaft im Glas
Eine schöne DIY-Idee für die Winterdeko ist eine Winterlandschaft im Glas. Dafür benötigen Sie:
- Einmachgläser in verschiedenen Größen
- Miniatur-Tannenbäume
- Dekoschnee
- Kleine Tierfiguren oder Häuschen
- Geschenkband
- Schneespray (optional)
Anleitung:
- Besprühen Sie die Miniatur-Tannenbäume nach Wunsch mit Schneespray.
- Füllen Sie die Einmachgläser mit Dekoschnee.
- Platzieren Sie die Miniatur-Tannenbäume, Tierfiguren und Häuschen im Schnee.
- Verschließen Sie die Gläser und verzieren Sie sie mit Geschenkband.
Fertig ist Ihre individuelle Winterlandschaft im Glas, die eine zauberhafte Winteratmosphäre verbreitet.
Mit den richtigen Blumen und Dekorationen wird Ihr Zuhause in der Weihnachtszeit und darüber hinaus zu einem Ort der Gemütlichkeit und Freude. Lassen Sie sich inspirieren und gestalten Sie Ihr persönliches Winterwunderland!
