Was kann man zu Auberginen Pflanzen?

Auberginen im eigenen Garten anbauen

04/10/2024

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Wer freut sich nicht über frische, selbstangebaute Auberginen? Das tiefviolette Gemüse, auch Melanzane oder Eierfrucht genannt, erfreut sich immer größerer Beliebtheit in deutschen Gärten. Dank des Klimawandels und der Züchtung robuster Sorten gelingt der Anbau auch in unseren Breitengraden immer besser. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wichtige, um Auberginen erfolgreich im eigenen Garten oder auf dem Balkon anzubauen und eine reiche Ernte zu erzielen.

Was wächst gut neben Auberginen?
Paprika bietet den Auberginen Schatten und unterstützt ihr Wachstum. Basilikum wirkt nicht nur als natürlicher Insektenschutz, sondern kann auch das Aroma der Auberginen verbessern. Weitere gute Nachbarn für Auberginen sind Thymian, Oregano, Bohnen (z.B. Buschbohnen oder Stangenbohnen) und Kapuzinerkresse.
Inhaltsverzeichnis

Sortenvielfalt für jeden Geschmack

Die klassische Aubergine, Solanum melongena var. esculentum, mit ihren keulenförmigen, dunkelvioletten Früchten kennt jeder aus dem Supermarkt. Doch die Welt der Auberginen ist viel bunter und vielfältiger! Es gibt zahlreiche Sorten, die sich in Form, Farbe und Geschmack unterscheiden und auch in unseren Gärten wunderbar gedeihen. Hier eine kleine Auswahl:

  • Mini-Aubergine: Ideal für den Anbau im Topf auf Balkon und Terrasse. Bleibt kompakt und liefert dennoch eine gute Ernte kleiner, schmackhafter Früchte.
  • Thai-Aubergine (Kantakari): Ein echter Hingucker mit runden, gelb-grünen Früchten. Bringt exotisches Flair in den Garten und überzeugt mit einem milden Geschmack.
  • Afrikanische Aubergine (Türkische Orange): Eine besondere Sorte mit tropfenförmigen, rot-orangen Früchten. Ihr leicht bitterer Geschmack macht sie ideal für Eintöpfe und Currys.
  • Weiße Aubergine: Geschmacklich das Gegenteil zur Afrikanischen Aubergine. Mit ihrer hellen, cremefarbenen Schale und dem milden Aroma ist sie vielseitig in der Küche einsetzbar und überhaupt nicht bitter.
  • Schlangen-Aubergine: Bildet lange, grüne, schlangenähnliche Früchte aus. Perfekt für Liebhaber der asiatischen Küche.
  • 'Mini Jackpot': Eine weitere empfehlenswerte Sorte für den Topfanbau. Wächst buschig und liefert zuverlässig viele Früchte.

Der richtige Standort und Zeitpunkt

Auberginen lieben die Wärme und die Sonne! Ursprünglich aus China und Indien stammend, benötigen sie einen sonnigen, windgeschützten Standort, um optimal zu wachsen und zu fruchten. Die Voranzucht der Auberginenpflanzen beginnt idealerweise von März bis Anfang April. Die Samen werden in Töpfen oder Schalen im Haus ausgesät und warm gehalten. Ab Mitte Mai, nach den letzten Spätfrösten, können die jungen Pflanzen ins Freiland umziehen. Wer ein Gewächshaus besitzt, kann die Auberginen natürlich auch dort schon früher auspflanzen.

Ob im Beet, Hochbeet oder im Kübel auf Balkon und Terrasse – ein sonniger, warmer Platz ist entscheidend. Für den Kübelanbau empfiehlt sich ein Standort an einer geschützten Hauswand, idealerweise überdacht, um die Pflanzen vor Regen zu schützen. Achten Sie darauf, dass die Auberginenpflanzen keine Staunässe vertragen. Ein gut durchlässiger Boden ist daher wichtig.

Bodenbeschaffenheit und Nährstoffbedarf

Auberginen sind Starkzehrer und benötigen einen nährstoffreichen Boden. Für das Beet empfiehlt sich ein lockerer, humusreicher Boden, der großzügig mit reifem Kompost angereichert wird (ca. 5 Liter pro Quadratmeter). Auch im Kübel sollte hochwertige Gemüseerde verwendet werden.

Bei der Beetplanung ist es ratsam, Auberginen nicht neben andere Starkzehrer wie Tomaten, Zucchini oder Paprika zu pflanzen, da diese um die gleichen Nährstoffe konkurrieren. Gute Nachbarn für Auberginen sind hingegen Kohlrabi, Salat, Bohnen und einige Kräuter. Eine durchdachte Fruchtfolge und Nährstoffversorgung sind wichtig für eine gesunde Entwicklung und reiche Ernte.

Pflege und Zuwendung für üppige Auberginen

Auberginenpflanzen sind, wenn der Standort stimmt, relativ pflegeleicht. Dennoch gibt es einige Punkte zu beachten, um das Wachstum und die Fruchtbildung optimal zu unterstützen:

  • Gießen: Auberginen sollten regelmäßig und ausreichend gegossen werden, besonders in heißen Sommern. Wichtig ist, die Pflanzen immer von unten zu gießen, damit die Blätter nicht unnötig nass werden. Staunässe sollte unbedingt vermieden werden.
  • Ausgeizen: Wie bei Tomatenpflanzen sollten auch bei Auberginen die überzähligen Seitentriebe entfernt werden, das sogenannte Ausgeizen. Empfohlen werden drei bis vier Triebe mit einem Fruchtansatz pro Pflanze. Dies fördert die Entwicklung der Hauptfrüchte.
  • Stützen: Die Auberginenfrüchte können recht schwer werden und die Triebe belasten. Es empfiehlt sich, die Pflanzen mit Stäben zu stützen, um ein Abbrechen der Triebe zu verhindern.
  • Düngen: Da Auberginen Starkzehrer sind, benötigen sie während der Wachstumsphase regelmäßige Düngergaben. Organischer Gemüsedünger oder Komposttee sind gut geeignet.
  • Überwintern: Auberginen sind eigentlich mehrjährig, werden bei uns im Garten aber meist einjährig kultiviert. Kübelpflanzen können jedoch vor dem ersten Frost in ein geschütztes Quartier umziehen und überwintert werden.

Erntezeit und Reifeprüfung

Je nach Sorte und Pflanzzeitpunkt können Auberginen von Juli bis Oktober geerntet werden. Der Reifezeitpunkt ist sortenabhängig. Es gibt einen einfachen Trick, um den Reifegrad zu bestimmen:

  • Reife Auberginen haben einen matten, seidigen Glanz.
  • Unreife Früchte glänzen stark.
  • Das Fruchtfleisch reifer Auberginen gibt bei leichtem Druck etwas nach.
  • Beim Aufschneiden sollte das Fruchtfleisch weiß sein und die Kerne ebenfalls weiß. Grünes Fruchtfleisch deutet auf Unreife und einen höheren Solaningehalt hin.

Sollte der erste Frost drohen, können Auberginen auch unreif geerntet werden. Sie reifen an einem warmen Ort nach.

Auberginen in der Küche und ihre gesundheitlichen Vorteile

Auberginen sind nicht nur lecker, sondern auch sehr gesund. Sie sind kalorienarm und reich an wertvollen Inhaltsstoffen. Auberginen enthalten Antioxidantien, die freie Radikale bekämpfen und Zellschäden reduzieren können. Sie liefern zudem Vitamin K, Vitamin C, Kalium und Folsäure.

In der Küche sind Auberginen vielseitig einsetzbar. Ob gedünstet, gebacken, gekocht oder gegrillt – sie sind ein Genuss! Besonders beliebt ist Auberginenpüree, das durch das Grillen oder Rösten ein herrliches Raucharoma erhält. Auch in mediterranen und asiatischen Gerichten sind Auberginen unverzichtbar.

Häufig gestellte Fragen zum Auberginenanbau

FrageAntwort
Sind Auberginen giftig?Rohe Auberginen enthalten Solanin, das in größeren Mengen giftig sein kann. Durch Kochen oder Braten wird der Solaningehalt jedoch reduziert. Reife Auberginen sind unbedenklich.
Muss man Auberginen schälen?Nein, die Schale ist essbar. Bei älteren, größeren Auberginen kann die Schale jedoch etwas zäh sein.
Warum sind meine Auberginen bitter?Bitterkeit kann durch einen hohen Solaningehalt verursacht werden, der in unreifen Früchten höher ist. Auch bestimmte Sorten können bitterer sein. Salzen vor der Zubereitung kann helfen, die Bitterstoffe zu reduzieren.
Wie lange dauert es von der Aussaat bis zur Ernte?Je nach Sorte und Bedingungen dauert es etwa 4-6 Monate von der Aussaat bis zur ersten Ernte.
Kann man Auberginen im Topf auf dem Balkon anbauen?Ja, Mini-Auberginen und andere kompakte Sorten eignen sich sehr gut für den Topfanbau auf Balkon und Terrasse.

Fazit: Auberginen aus dem eigenen Garten – ein Genuss!

Der Anbau von Auberginen im eigenen Garten ist lohnenswert und gar nicht so schwierig, wie man vielleicht denkt. Mit dem richtigen Standort, der passenden Sorte und etwas Pflege können Sie sich schon bald über eine reiche Ernte freuen und die Vielfalt und den Geschmack selbstangebauter Auberginen genießen. Probieren Sie es aus und lassen Sie sich von diesem faszinierenden Gemüse begeistern!

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