Was blüht Ende August Anfang September?

Hochbeet-Ernte im August: Gemüse für Spätsommer & Herbst

22/12/2024

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Der August ist traditionell die Zeit der Fülle im Garten. Salate, Kartoffeln, Zwiebeln, Kürbisse, Zucchini, Bohnen und Erbsen werden geerntet und machen Platz in den Gemüsebeeten. Doch anstatt die Beete brach liegen zu lassen und dem Unkraut freie Bahn zu gewähren, können wir diese wertvollen Flächen für eine späte Ernte nutzen. Der Spätsommer und Herbst bieten ideale Bedingungen für viele Gemüsearten, die uns auch in den Wintermonaten mit frischen Vitaminen versorgen. Ob im klassischen Gemüsebeet oder im praktischen Hochbeet – es ist noch lange nicht zu spät, aktiv zu werden und die Gartensaison zu verlängern.

Was kann ich im August noch ins Hochbeet Pflanzen?
WAS KANN MAN IM SPÄTSOMMER NOCH INS HOCHBEET PFLANZEN?Feldsalat.Spinat.Winterpostelein.Radieschen.Salatrauke.Wintersteckzwiebeln (Zwiebelgrün einiger Pflanzen als Salatbeigabe verwenden)Knoblauch.
Inhaltsverzeichnis

Welches Gemüse kann ich im August noch ins Hochbeet pflanzen?

Auch wenn die Tage kürzer werden, gibt es eine Vielzahl an Gemüsesorten, die sich im August noch im Hochbeet wohlfühlen und eine reiche Ernte versprechen. Hier sind einige empfehlenswerte Kandidaten:

Endiviensalat: Der robuste Herbstklassiker

Der Endiviensalat ist ein typischer Herbst- und Wintersalat, der auch mit kühleren Temperaturen gut zurechtkommt. Er kann ab August und bis in den September hinein als Jungpflanze ins Hochbeet gesetzt werden. Endiviensalat ist nicht nur unkompliziert im Anbau, sondern auch vielseitig in der Küche verwendbar. Sein leicht bitterer Geschmack harmoniert hervorragend mit süßen und fruchtigen Komponenten in Salaten.

Grünkohl: Vitaminpower für den Winter

Für eine winterliche Ernte an vitaminreichem Grünkohl ist es wichtig, diesen bis spätestens Mitte/Ende August ins Hochbeet zu pflanzen. Grünkohl benötigt etwas Zeit, um sich zu entwickeln und sein volles Aroma zu entfalten. Erst durch den Frost wird er richtig mild und schmackhaft. Grünkohl ist ein echtes Superfood und liefert wertvolle Vitamine und Mineralstoffe, die uns gerade in der kalten Jahreszeit guttun.

Winterrettich und Herbstrübchen: Wurzelgemüse für den Herbst

Ab September können Sie Winterrettiche (weißer und schwarzer Rettich) und Herbstrübchen ins Hochbeet auspflanzen. Diese Wurzelgemüse sind robust und liefern eine reiche Ernte im Herbst. Rettich und Herbstrübchen sind nicht nur lecker, sondern auch gesund und vielseitig verwendbar. Ob roh im Salat, gekocht als Beilage oder eingelegt – sie bringen Abwechslung in den Speiseplan.

Knoblauch und Wintersteckzwiebeln: Vorbereitung für das nächste Jahr

Wer im nächsten Jahr eigenen Knoblauch ernten möchte, sollte im Herbst die Zehen ins Hochbeet stecken. Auch für Wintersteckzwiebeln ist jetzt die Pflanzzeit gekommen. Diese werden im Herbst gesteckt und überwintern im Boden, um im Frühjahr frühzeitig auszutreiben. So können Sie bereits im Frühjahr frische Zwiebeln ernten.

Was kann man im September noch ins Hochbeet aussäen?

Auch im September ist es noch nicht zu spät für Aussaaten im Hochbeet. Einige Gemüsesorten keimen und wachsen auch bei etwas kühleren Temperaturen noch gut und liefern eine schnelle Ernte:

Radieschen und Kresse: Schnelle Lückenfüller

Radieschen und Kresse sind ideale Lückenfüller im Hochbeet. Sie keimen schnell und sind je nach Witterung bereits nach sechs bis zehn Wochen erntereif. Je später im Herbst gesät wird, desto länger dauert die Kulturdauer. Radieschen und Kresse sind nicht nur schnell wachsend, sondern auch einfach anzubauen und bringen frischen Geschmack in Salate und andere Gerichte.

Winterpostelein: Der Spinat-ähnliche Herbstsalat

Winterpostelein ist eine tolle Alternative zu Spinat und kann wie Spinat zubereitet oder als Babyleaf im Salat verwendet werden. Am besten wird er im September gesät und bis November/Dezember geerntet. Wichtig ist, Winterpostelein nicht zu lange stehen zu lassen, da der Geschmack nach Dezember nachlassen kann. Winterpostelein ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen und eine Bereicherung für die Herbst- und Winterküche.

Feldsalat, Spinat & Co.: Klassiker für die Herbsternte

Zu den klassischen Gemüsesorten für die herbstlichen Hochbeete gehören Winterspinat und Feldsalat. Winterspinat kann bis Anfang September, in milden Regionen sogar noch bis Anfang Oktober, ausgesät werden. Feldsalat sollte bis Mitte September für eine Ernte ab November bis in den Januar hinein ausgesät werden. Diese beiden Salatsorten sind robust und frosthart und liefern auch in den kalten Monaten frisches Grün für Salate und andere Gerichte.

Hochbeet im Spätsommer: Platzsparende Vorteile nutzen

Im Hochbeet können grundsätzlich die gleichen Pflanzen wie im Beet angebaut werden. Große, ausladende Pflanzen wie Zucchini oder Kürbis sind für den Herbstanbau jedoch weniger geeignet, da sie zu viel Platz beanspruchen und die Lichtverhältnisse im Herbst ohnehin geringer sind. Es ist wichtig, die Pflanzen im Hochbeet nicht zu dicht zu setzen, da sie sonst in Konkurrenz um Licht und Nährstoffe treten und kümmerlich wachsen könnten. Achten Sie bei der Auswahl des Saatguts bzw. der Pflanzen auf Sorten, die speziell für den Herbst- bzw. Winteranbau geeignet sind.

Geeignete Pflanzen für das Hochbeet im Spätsommer und Herbst:

  • Feldsalat
  • Spinat
  • Winterpostelein
  • Radieschen
  • Salatrauke
  • Wintersteckzwiebeln (Zwiebelgrün als Salatbeigabe nutzbar)
  • Knoblauch

Trick für eine reiche Feldsalat-Ernte ohne viel Putzarbeit

Ein cleverer Tipp für eine reiche Feldsalat-Ernte und weniger Putzarbeit ist die Vorkultur in Töpfen. Wenn Spinat oder Feldsalat zu spät ins Freiland gesät werden, bilden die Pflanzen oft keine kräftigen Wurzeln mehr aus und bleiben klein und kümmerlich. Findige Gärtner säen sie daher in Töpfe oder Multitopfpaletten aus (zwei bis drei Samen pro Töpfchen) und setzen sie als Jungpflanzen ins Hochbeet. So wachsen die Pflänzchen meist gleich ordentlich weiter und überstehen auch kühlere Perioden besser, ohne das Wachstum einzustellen.

Der angenehme Nebeneffekt: Sie ernten später größere Einzelexemplare – und gerade das so mühsame Feldsalat-Putzen geht deutlich schneller von der Hand als gewöhnlich. Durch die Vorkultur erhalten Sie kräftigere Pflanzen und eine größere Ernte bei weniger Aufwand.

Fazit: Nutzen Sie den Spätsommer für eine reiche Herbst- und Winterernte

Der August und September sind ideale Monate, um Ihr Hochbeet für eine späte Ernte vorzubereiten. Mit der richtigen Pflanzenauswahl und etwas Planung können Sie bis in den Winter hinein frisches Gemüse aus dem eigenen Garten genießen. Nutzen Sie die Vorteile des Hochbeets für eine verlängerte Gartensaison und freuen Sie sich auf eine reiche Ernte an vitaminreichem Gemüse auch in der kalten Jahreszeit.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Pflanzen im August im Hochbeet

Ist es im August schon zu spät, um Gemüse im Hochbeet zu pflanzen?
Nein, ganz im Gegenteil! Der August ist ein idealer Zeitpunkt, um das Hochbeet für eine Herbst- und Winterernte vorzubereiten. Viele Gemüsearten wie Endiviensalat, Grünkohl, Winterrettich, Feldsalat und Spinat können jetzt noch gepflanzt oder gesät werden.
Welche Vorteile bietet ein Hochbeet für den Herbstanbau?
Hochbeete erwärmen sich schneller als ebenerdige Beete und bieten einen besseren Schutz vor Bodenfrost. Zudem ermöglicht die erhöhte Position ein rückenfreundliches Gärtnern und eine bessere Kontrolle über den Boden.
Muss ich beim Pflanzen im August spezielle Sorten wählen?
Ja, es ist ratsam, Sorten zu wählen, die für den Herbst- und Winteranbau geeignet sind. Achten Sie auf Hinweise auf den Saatgutpackungen oder informieren Sie sich im Fachhandel.
Wie schütze ich meine Pflanzen im Hochbeet vor Frost?
Viele Herbst- und Wintergemüse sind frosthart. Bei stärkerem Frost können Sie das Hochbeet mit Vlies oder Folie abdecken, um die Pflanzen zusätzlich zu schützen.
Kann ich im August auch noch Kräuter ins Hochbeet pflanzen?
Ja, viele Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch, Thymian und Salbei können auch im August noch gepflanzt werden und liefern bis in den Herbst hinein frische Aromen.

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