Welche Pflanzen wachsen an Bächen?

Baumfäller mit Nagezähnen: Wie Biber Bäume fällen

11/01/2023

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Biber, oft als die Baumeister der Natur bezeichnet, sind faszinierende Tiere, die durch ihre Fähigkeit, Bäume zu fällen, Landschaften gestalten. Diese fleißigen Nagetiere sind wahre „Holzfäller“ unter den heimischen Wildtieren. Aber wie genau schaffen sie es, Bäume zu nagen und zu Fall zu bringen? Dieser Artikel beleuchtet die beeindruckende Technik der Biber und die Spuren, die sie in unseren Wäldern hinterlassen.

Welche Bäume am Ufer?
WeichholzaueSchwarz-PappelPopulus nigraGroßbaum über 25 m HöheGemeine EscheFraxinus excelsiorGroßbaum über 25m HöheHainbucheCarpinus betulusGroßbaum über 25 m HöheSpitzahornAcer platanoidesGroßbaum über 25 m Höhe
Inhaltsverzeichnis

Die verräterischen Spuren des Bibers

Wenn man durch Waldgebiete in der Nähe von Gewässern wandert, kann man oft auf eindeutige Zeichen der Biberaktivität stoßen. Die auffälligsten sind die angeknabberten Bäume. Biber beginnen ihre Arbeit in der Regel etwa einen halben Meter über dem Boden. Dabei setzen sie sich auf ihre Hinterbeine, um eine optimale Position zu erreichen. Interessanterweise nagen sie nicht einfach nur in eine Richtung, sondern legen den Kopf zur Seite und bearbeiten den Baumstamm quer zur Faserrichtung. Durch das umlaufende Nagen entsteht eine charakteristische, sanduhrförmige Fraßspur am Baumstamm. Diese Form ist ein deutliches Erkennungsmerkmal für die Arbeit des Bibers.

Die Technik des Nagens im Detail

Die Biber sind wahre Meister im Umgang mit ihren Zähnen. Ihre Nagespuren sind nicht nur sanduhrförmig, sondern auch durch feine Details gekennzeichnet. An Zweigen und Baumstämmen hinterlassen sie zwei etwa acht Millimeter breite, quer verlaufende Rillen. Diese Rillen sind das Ergebnis ihrer speziellen Nagetechnik. Beim Nagen verankern die oberen Schneidezähne sich fest im Holz. Die unteren Schneidezähne hingegen arbeiten wie eine Raspel und schaben die Holzspäne ab. Man könnte es mit der Funktionsweise einer Zange vergleichen, bei der die oberen Zähne das Holz fixieren und die unteren Zähne das Material abtrennen. Die abgenagten Späne sammeln sich rund um den Baumstamm und bilden einen charakteristischen Schnitzelhaufen, der ebenfalls ein guter Hinweis auf Biberaktivität ist.

Die Jahreszeit bestimmt die Baumwahl

Die Größe der Bäume, die ein Biber fällt, variiert im Laufe des Jahres erheblich. Interessanterweise bevorzugen Biber im Sommer eher dünnere Bäume. Im Herbst hingegen steigt ihr Interesse an mittelstarken Durchmessern. Der Herbst markiert den Höhepunkt der Biberaktivität in Bezug auf das Baumfällen. Dies hat einen guten Grund: Biber legen im Herbst und Winter Wintervorräte an. Diese Vorräte bestehen aus Ästen und Zweigen, die sie in ihrer Burg lagern, um auch während der kalten Jahreszeit ausreichend Nahrung zu haben. Zusätzlich müssen sie ihre Burg winterfest machen und möglicherweise Dämme erhöhen oder reparieren. All diese Aktivitäten erfordern eine größere Menge an Baumaterial und somit das Fällen von deutlich mehr und auch stärkeren Bäumen als in anderen Jahreszeiten.

Zeitdruck im Herbst und Winter

Gerade im Herbst und Winter stehen die Biber unter Zeitdruck. Die Tage werden kürzer, und die Vorbereitung auf den Winter muss effizient erfolgen. Ein wichtiger Aspekt ist die Anlage eines Nahrungsfloßes. Dieses Floß dient als schwimmende Vorratskammer in der Nähe der Biberburg und ermöglicht den Bibern den Zugang zu Nahrung auch bei zugefrorenen Gewässern. Um ein solches Nahrungsfloß mit möglichst geringem Energieaufwand in kurzer Zeit anzulegen, greifen Biber bevorzugt zu stärkeren Bäumen mit größeren Baumkronen. Der Grund dafür ist einfach: Mit größeren Bäumen können sie mit weniger Fällungen die gleiche Menge an Nahrungsvorräten sichern. Effizienz ist alsoTrumpf, wenn es darum geht, den Wintervorrat anzulegen.

Die Biberburg als Ausgangspunkt

Die Biberburg ist das Zentrum des Biberlebens und dient als Ausgangspunkt für die Nahrungssuche. Von hier aus starten die Biber ihre nächtlichen Ausflüge zu den verschiedenen Nahrungsquellen. Interessant ist die Verteilung der Fällplätze im Verhältnis zur Biberburg. In der Regel liegen die Fällplätze flussaufwärts weiter entfernt als flussabwärts. Dieses Verhalten ist sehr clever, denn Biber transportieren das gefällte Astmaterial bevorzugt über das Wasser. Mit der Strömung ist der Transport deutlich müheloser und energiesparender als gegen die Strömung. So nutzen die Biber die natürlichen Gegebenheiten optimal aus, um ihre Ressourcen effizient zu nutzen.

Häufige Fragen zum Thema Biber und Baumfällung

Fällen Biber nur Bäume zum Bau von Burgen und Dämmen?
Nein, Biber fällen Bäume nicht nur für den Bau von Burgen und Dämmen. Ein wesentlicher Grund ist die Nahrungsgewinnung. Biber ernähren sich von der Rinde, den Zweigen und Blättern verschiedener Baumarten. Besonders im Winter, wenn andere Nahrungsquellen knapp sind, sind Bäume eine wichtige Nahrungsquelle. Zusätzlich nutzen sie das Holz natürlich auch für ihre Bauten.
Welche Baumarten bevorzugen Biber?
Biber sind nicht wählerisch, aber sie bevorzugen bestimmte Baumarten. Weichhölzer wie Weiden, Pappeln und Birken stehen ganz oben auf ihrem Speiseplan. Diese Bäume sind leichter zu nagen und bieten gleichzeitig wertvolle Nahrung. Aber auch andere Baumarten wie Erlen, Haselnuss und sogar Obstbäume können von Bibern gefällt werden.
Können Biber die Fällrichtung von Bäumen steuern?
Nein, Biber können die Fällrichtung von Bäumen nicht aktiv steuern. Sie nagen den Baumstamm zwar gezielt an, aber die Richtung, in die der Baum fällt, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der natürlichen Neigung des Baumes, der Windrichtung und der Verteilung des Gewichts in der Baumkrone. Es kann also durchaus vorkommen, dass ein Baum in eine unerwartete Richtung fällt.
Sind Biber schädlich für den Wald?
Obwohl Biber Bäume fällen, sind sie im Ökosystem Wald nicht grundsätzlich schädlich. Im Gegenteil, ihre Aktivitäten können sogar positive Auswirkungen haben. Durch das Fällen von Bäumen schaffen sie Lichtungen im Wald, was die Artenvielfalt fördert. Die von ihnen gebauten Dämme können Feuchtgebiete schaffen, die wiederum Lebensraum für viele andere Tier- und Pflanzenarten bieten. Problematisch wird es erst, wenn Biber in Gebieten aktiv werden, wo ihre Aktivitäten zu Konflikten mit menschlichen Interessen führen, beispielsweise in der Landwirtschaft oder in bebauten Gebieten.

Die Art und Weise, wie Biber Bäume nagen, ist ein faszinierendes Beispiel für die Anpassungsfähigkeit und Effizienz der Natur. Ihre verräterischen Spuren in Form von sanduhrförmigen Fraßspuren und Schnitzelhaufen erzählen von der unermüdlichen Arbeit dieser „Holzfäller mit Nagezähnen“ und ihrer wichtigen Rolle im Ökosystem.

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