Was macht Weinreben kaputt?

Tafeltrauben Pflanzen: So gelingt der Anbau im eigenen Garten

07/02/2021

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Der Traum von eigenen, sonnengereiften Tafeltrauben im Garten ist für viele Gartenliebhaber reizvoll. Mit den richtigen Handgriffen und etwas Geduld lässt sich dieser Traum auch leicht verwirklichen. Dieser Artikel führt Sie durch alle wichtigen Schritte, von der Auswahl des Standorts über die Pflanzung bis hin zur Pflege, damit Sie schon bald Ihre eigenen Trauben ernten können.

Inhaltsverzeichnis

Der ideale Standort für Weinreben

Weinreben, und somit auch Tafeltrauben, sind Sonnenanbeter. Ein sonniger und windgeschützter Standort ist das A und O für ein erfolgreiches Wachstum und eine reiche Ernte. Je mehr Sonne die Reben bekommen, desto süßer und aromatischer werden die Trauben. Ideal ist eine Südlage, beispielsweise vor einer Hauswand, die zusätzlich Wärme speichert und reflektiert. Vermeiden Sie schattige Lagen, da hier die Reben anfälliger für Krankheiten sind und die Trauben nicht optimal ausreifen können.

Wie pflanzt man Tafeltrauben?
Das Pflanzloch sollte 40 bis 50 Zentimeter tief ausgehoben werden. Wer mag, kann Blähton mit hineingeben, denn Staunässe ist schädlich. Dünger, Kompost oder Blumenerde dürfen nicht verwendet werden, weil Reben sehr empfindliche Wurzeln haben. Der Abstand zu einer Hauswand sollte etwa 20 Zentimeter betragen.13. Feb. 2022

Bodenbeschaffenheit

Der Boden sollte tiefgründig und locker sein, damit sich die Wurzeln gut entwickeln können. Weinreben bevorzugen einen gut durchlässigen Boden, da Staunässe unbedingt vermieden werden muss. Schwere, lehmige Böden sollten vor der Pflanzung verbessert werden, indem man sie mit Sand und Kompost auflockert. Sandige Böden hingegen können mit Bentonit oder Tonmehl verbessert werden, um die Wasserspeicherfähigkeit zu erhöhen. Der pH-Wert des Bodens sollte idealerweise zwischen 6,0 und 7,0 liegen. Eine Bodenanalyse gibt Aufschluss über die Bodenbeschaffenheit und den pH-Wert und ermöglicht eine gezielte Bodenverbesserung.

Die richtige Vorbereitung vor der Pflanzung

Auswahl der Rebsorte

Bevor Sie mit der Pflanzung beginnen, sollten Sie die passende Rebsorte für Ihren Standort und Ihre Bedürfnisse auswählen. Es gibt zahlreiche Tafeltraubensorten, die sich in Geschmack, Reifezeitpunkt, Farbe und Krankheitsresistenz unterscheiden. Achten Sie bei der Auswahl auf Sorten, die für Ihr Klima geeignet sind und eine gute Frosthärte aufweisen. Beliebte, robuste Sorten für den Hausgarten sind beispielsweise 'Venus', 'Himrod', 'Muscat Bleu' oder 'Vanessa'. Informieren Sie sich im Fachhandel oder in Online-Shops über die verschiedenen Sorten und deren Eigenschaften.

Das Pflanzloch ausheben

Das Pflanzloch sollte ausreichend groß sein, damit die Wurzeln genügend Platz haben. Graben Sie ein Pflanzloch mit einer Tiefe von etwa 40 bis 50 Zentimetern und einem Durchmesser von etwa 50 Zentimetern aus. Lockern Sie den Boden im Pflanzloch gründlich auf. Bei schweren Böden empfiehlt es sich, eine Drainageschicht aus Blähton oder Kies am Boden des Pflanzlochs einzubringen, um Staunässe zu vermeiden. Die Drainageschicht sollte etwa 10 bis 15 Zentimeter hoch sein.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Pflanzen von Tafeltrauben

  1. Vorbereitung der Pflanze: Nehmen Sie die Weinrebe vorsichtig aus dem Topf und entfernen Sie vorsichtig die äußeren Wurzeln, falls diese stark verwurzelt sind. Stellen Sie den Wurzelballen vor dem Pflanzen für etwa eine Stunde in einen Eimer mit Wasser, damit er sich gut vollsaugen kann.
  2. Pflanzloch vorbereiten: Wie bereits erwähnt, sollte das Pflanzloch ausreichend groß und mit einer Drainageschicht versehen sein. Der Abstand zu einer Hauswand sollte etwa 20 Zentimeter betragen, damit die Rebe ausreichend Platz hat und die Hauswand nicht beschädigt wird. Bei der Pflanzung mehrerer Reben sollte ein Abstand von eineinhalb bis zwei Metern zwischen den Pflanzen eingehalten werden.
  3. Pflanzen: Setzen Sie die Weinrebe in das Pflanzloch und achten Sie darauf, dass die Veredelungsstelle, die als Verdickung am Stamm erkennbar ist, etwa 5 bis 10 Zentimeter über der Erde liegt. Die Veredelungsstelle sollte niemals mit Erde bedeckt werden, da dies die Bildung von Wildtrieben fördern kann.
  4. Pflanzloch füllen: Füllen Sie das Pflanzloch mit dem ausgehobenen Boden auf. Verwenden Sie keinen Dünger, Kompost oder Blumenerde direkt im Pflanzloch, da die empfindlichen Wurzeln der Reben dadurch geschädigt werden können. Der Boden sollte locker und durchlässig sein. Treten Sie die Erde leicht an und gießen Sie die Rebe anschließend gründlich an.
  5. Anbinden: Befestigen Sie die jungen Ranken locker an einem Pflanzpfahl oder einem Spalier. Auch verholzte Triebe benötigen eine Befestigung, um ein gerades Wachstum zu fördern und die Pflanze zu stabilisieren. Verwenden Sie dafür weiches Bindematerial, um die Triebe nicht einzuschnüren.

Pflege nach der Pflanzung

Gießen

Gerade im ersten Sommer nach der Pflanzung ist eine regelmäßige Wasserversorgung wichtig. Gießen Sie die Rebe regelmäßig, besonders an heißen und trockenen Tagen. Der Boden sollte immer leicht feucht, aber nicht nass sein. Staunässe sollte unbedingt vermieden werden. In den folgenden Jahren ist das Gießen in der Regel nur noch bei längeren Trockenperioden erforderlich.

Düngen

Im ersten Jahr nach der Pflanzung ist in der Regel keine Düngung erforderlich, da die Rebe ausreichend Nährstoffe aus dem Boden ziehen kann. Ab dem zweiten Jahr können Sie die Rebe im Frühjahr mit einem speziellen Rebdünger versorgen. Achten Sie auf die Dosierungsanleitung des Herstellers. Eine Überdüngung kann zu übermäßigem Triebwachstum und einer geringeren Fruchtbildung führen. Organischer Dünger wie Kompost oder Hornspäne kann ebenfalls verwendet werden, sollte aber sparsam eingesetzt werden.

Schnitt

Der Rebschnitt ist eine wichtige Maßnahme für eine reiche Ernte und gesunde Pflanzen. Der erste Schnitt erfolgt im Frühjahr nach der Pflanzung. Dabei werden die Triebe auf zwei Augen (Knospen) zurückgeschnitten. In den folgenden Jahren wird der Schnitt jährlich im Winter oder Frühjahr durchgeführt. Es gibt verschiedene Schnittmethoden, die je nach Rebsorte und gewünschter Wuchsform angewendet werden. Informieren Sie sich über die richtige Schnitttechnik für Ihre Rebsorte. Ein regelmäßiger Schnitt fördert die Fruchtbildung und sorgt für eine gute Belüftung der Pflanze, was Krankheiten vorbeugen kann.

Pflanzenschutz

Weinreben können anfällig für verschiedene Krankheiten und Schädlinge sein, wie beispielsweise Mehltau, Reblaus oder Traubenwickler. Achten Sie auf Anzeichen von Befall und ergreifen Sie bei Bedarf rechtzeitig Maßnahmen. Im Fachhandel sind verschiedene biologische und chemische Pflanzenschutzmittel erhältlich. Vorbeugende Maßnahmen wie eine gute Belüftung der Pflanzen durch einen regelmäßigen Schnitt und die Wahl resistenter Sorten können das Risiko von Krankheiten und Schädlingsbefall reduzieren.

Unterstützungssysteme für Weinreben

Weinreben sind Kletterpflanzen und benötigen eine Rankhilfe, um optimal zu wachsen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Weinreben zu unterstützen:

  • Pflanzpfahl: Für junge Reben ist ein Pflanzpfahl ausreichend, um ihnen Halt zu geben.
  • Spalier: Ein Spalier aus Holz oder Metall bietet eine gute Rankhilfe und ermöglicht eine gute Belüftung der Pflanzen.
  • Pergola: Eine Pergola ist eine attraktive und funktionelle Rankhilfe, die gleichzeitig Schatten spendet. Weinreben können an einer Pergola entlangwachsen und eine grüne Oase schaffen.

Ernte und Genuss der eigenen Tafeltrauben

Je nach Rebsorte und Standort können Sie die ersten Tafeltrauben in der Regel zwei bis drei Jahre nach der Pflanzung ernten. Die Reifezeit der Trauben ist abhängig von der Sorte und dem Wetter. Reife Trauben sind prall, saftig und haben eine intensive Farbe. Probieren Sie eine Traube, um den Reifegrad zu überprüfen. Geerntet werden die Trauben, indem man die Traubenbüschel mit einer Schere abschneidet. Genießen Sie Ihre frischen Tafeltrauben direkt vom Strauch oder verwenden Sie sie für leckere Desserts, Marmeladen oder Säfte.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Pflanzen von Tafeltrauben

Wann ist die beste Pflanzzeit für Tafeltrauben?
Die beste Pflanzzeit für Tafeltrauben ist im Frühjahr (März/April) oder im Herbst (September/Oktober). Im Frühjahr gepflanzte Reben haben mehr Zeit, sich bis zum Winter zu etablieren. Herbstpflanzungen nutzen die Bodenwärme und Feuchtigkeit des Herbstes für ein gutes Anwachsen.
Welchen Abstand sollte man zwischen Weinreben einhalten?
Der Abstand zwischen Weinreben sollte eineinhalb bis zwei Meter betragen. Dies gewährleistet eine gute Belüftung der Pflanzen und ausreichend Platz für das Wachstum.
Muss man Tafeltrauben düngen?
Ja, ab dem zweiten Jahr nach der Pflanzung sollten Tafeltrauben regelmäßig gedüngt werden. Verwenden Sie einen speziellen Rebdünger oder organischen Dünger wie Kompost oder Hornspäne.
Wie oft muss man Tafeltrauben gießen?
Im ersten Sommer nach der Pflanzung sollten Tafeltrauben regelmäßig gegossen werden. In den folgenden Jahren ist das Gießen in der Regel nur noch bei längeren Trockenperioden erforderlich. Achten Sie darauf, Staunässe zu vermeiden.
Wann kann man Tafeltrauben ernten?
Die Erntezeit von Tafeltrauben ist abhängig von der Rebsorte und dem Wetter. In der Regel können Sie zwei bis drei Jahre nach der Pflanzung die ersten Trauben ernten. Die Reifezeit liegt meist im Spätsommer oder Herbst.

Fazit

Das Pflanzen von Tafeltrauben im eigenen Garten ist ein lohnendes Projekt, das mit etwas Aufwand und Geduld zu einer reichen Ernte köstlicher Früchte führt. Mit der richtigen Standortwahl, einer sorgfältigen Pflanzung und einer regelmäßigen Pflege können Sie schon bald Ihre eigenen, sonnengereiften Tafeltrauben genießen. Probieren Sie es aus und verwandeln Sie Ihren Garten in ein kleines Weinparadies!

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