Was bedeutet es, es mit Blumen zu sagen?

Mit Blumen sprechen: Bedeutung und Wirkung

25/11/2024

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Der Spruch „Sag es mit Blumen“ ist weltweit bekannt und wird oft verwendet, um die Kraft und Vielseitigkeit von Blumen als Kommunikationsmittel zu beschreiben. Aber woher stammt dieser Ausdruck eigentlich und was steckt dahinter? Und ist es wirklich sinnvoll, mit Pflanzen zu sprechen, oder ist das nur ein amüsanter Zeitvertreib für exzentrische Gärtner? Dieser Artikel beleuchtet die Geschichte des berühmten Slogans und untersucht die erstaunlichen Vorteile des Gesprächs mit Ihren grünen Mitbewohnern.

Soll man mit Blumen reden?
Es ist nämlich bewiesen, dass Pflanzen es lieben, wenn man mit Ihnen spricht. Sie danken es dann mit einem guten Wachstum, werden seltener von Schädlingen und Krankheiten befallen und gedeihen rundum prächtig. Außerdem hat es auch einen Vorteil für Sie, wenn Sie mit Ihren Pflanzen sprechen.
Inhaltsverzeichnis

Die Geschichte von „Sag es mit Blumen“

Die Popularisierung des Spruchs „Sag es mit Blumen“ wird häufig Major Patrick O’Keefe zugeschrieben. Die Geschichte besagt, dass O’Keefe, ein Werbefachmann aus Boston, im Jahr 1917 in einer Bar mit Henry Penn, einem ehemaligen Präsidenten der Society of American Florists, ein Getränk zu sich nahm. Laut einer Ausgabe des Kiplinger Magazine von 1960 diskutierten die beiden über mögliche Slogans für die Organisation der Floristen. Penn bemerkte angeblich: „Es gibt nichts, was man nicht mit Blumen sagen kann – wenn man Blumen verschickt, sagt das alles aus.“ Daraufhin soll O’Keefe ausgerufen haben: „Das ist es!“.

Penns Aussage war zu dieser Zeit fast wörtlich zu nehmen. Die Floriografie – die Sprache der Blumen – hatte im viktorianischen Zeitalter so an Popularität gewonnen, dass sie zu einem komplexen System verschlüsselter Kommunikation geworden war. Mit bestimmten Blüten oder sogar nur deren Düften konnten die Viktorianer Emotionen ausdrücken, die die damaligen strengen Regeln der Gesellschaft unmöglich offen auszusprechen machten. Wenn also ein Mann der Angebeteten seines Herzens eine rote Chrysantheme (die „Ich liebe dich“ bedeutet) schickte, hoffte er vielleicht auf eine Jerusalem-Eiche („Deine Liebe wird erwidert“) und nicht auf eine gestreifte Nelke (ein Symbol der Ablehnung) als Antwort. Das Ganze wurde so kompliziert, dass Floriografie-Lexika veröffentlicht wurden, in denen verwirrte Romantiker die Bedeutung der neuesten Lieferung nachschlagen konnten – ist das nun eine Vogelmiere („Ich klammere mich an dich“) oder eine Klette („Fass mich nicht an“)?

Um 1917 mögen die geheimnisvolleren Aspekte der Floriografie in den Hintergrund getreten sein, aber die Verwendung von Blumen, um Botschaften zu senden, florierte dank einer neueren Erfindung – des Telegrafen. Im Jahr 1910 vereinbarten 15 amerikanische Einzelhandelsfloristen, Bestellungen über dieses neue Gerät auszutauschen, so dass Kunden in einer Stadt Sträuße bestellen konnten, die an eine Adresse in einer anderen Stadt geliefert werden sollten. Diese Florists’ Telegraph Delivery Association übernahm O’Keefes Slogan „Sag es mit Blumen“ für eine Werbekampagne zum Muttertag im Jahr 1918. Als die FTD global wurde (das britische Äquivalent Interflora wurde in den 20er Jahren gegründet), wurde auch der Slogan international. Er war nie urheberrechtlich geschützt, wurde aber über 50 Jahre lang in der Werbung, an Schaufenstern und sogar von 1936 bis 1939 im Logo der FTD selbst verwendet.

Sprechen Sie mit Ihren Pflanzen: Mehr als nur ein Sprichwort

Während „Sag es mit Blumen“ ursprünglich auf die symbolische Sprache der Blumen anspielte, gibt es eine wachsende Zahl von Menschen, die den Ausdruck wörtlich nehmen – und mit ihren Pflanzen sprechen. Was für manche esoterisch oder gar verrückt klingen mag, wird durch wissenschaftliche Erkenntnisse gestützt, die zeigen, dass Pflanzen tatsächlich auf menschliche Interaktion reagieren können.

Viele halten Menschen, die mit Pflanzen reden, für eigenartig. Aber Studien belegen, dass Pflanzen es lieben, angesprochen zu werden. Sie bedanken sich mit besserem Wachstum, sind weniger anfällig für Schädlinge und Krankheiten und gedeihen prächtig. Und auch für Sie hat es Vorteile, mit Ihren Pflanzen zu sprechen: Sie sind geduldig, hören zu und widersprechen nicht. Ein Grund mehr, mit Ihrem Buchsbaum Benni oder Ihrer Palme Penny zu plaudern.

Wissenschaftliche Beweise: Pflanzen hören zu!

Lange Zeit glaubten Biologen, dass Wahrnehmung ohne Nervenzellen unmöglich sei. Das ist jedoch falsch. Vor einigen Jahren fanden Forscher heraus, dass Pflanzen kommunizieren und sogar Sinneseindrücke verarbeiten können. Pflanzen besitzen verschiedene Rezeptoren, die auf Licht, Berührungen und Chemikalien reagieren. Diese Rezeptoren werden stimuliert, wenn Sie in der Nähe der Pflanze stehen und mit ihr sprechen. Zum einen trifft der Schall Ihrer Worte auf die Pflanze. Zum anderen atmen Sie beim Sprechen Kohlendioxid aus. Gleichzeitig werfen Sie einen Schatten auf die Pflanze, wenn Sie sich in ihrer Nähe befinden. Die Forschung ist sich noch nicht einig, ob Pflanzen Ihre Stimme erkennen oder Sie am Schattenmuster identifizieren.

Was bedeutet es, es mit Blumen zu sagen?
Durch die Verwendung bestimmter Blüten oder auch nur ihres Duftes waren die Viktorianer in der Lage , Gefühle zum Ausdruck zu bringen, über die aufgrund der damaligen Zwänge nicht offen gesprochen werden konnte .

Unabhängig davon deuten zahlreiche Studien darauf hin, dass Pflanzen auf verschiedene Arten von Schall und Vibrationen reagieren. Einige Experimente haben gezeigt, dass Pflanzen, die Musik ausgesetzt sind, schneller wachsen und gesünder sind als Pflanzen, die keiner Beschallung ausgesetzt sind. Andere Studien haben sich auf die Auswirkungen menschlicher Sprache konzentriert und interessante Ergebnisse erzielt.

Das Reis-Experiment

Ein bekanntes Beispiel ist das Reis-Experiment von Dr. Emoto. Dabei wurden drei Schalen mit gekochtem Reis verwendet. Der ersten Schale wurde täglich positiv zugesprochen („Danke“), der zweiten Schale wurden negative Worte gesagt („Idiot“), und die dritte Schale wurde ignoriert. Nach 30 Tagen zeigte sich ein deutlicher Unterschied: Der Reis in der ersten Schale hatte ein angenehmes Aroma, der Reis in der zweiten Schale war schwarz und verfault, und der ignorierte Reis war ebenfalls verrottet. Dieses Experiment, das von vielen Menschen auf YouTube wiederholt wurde, deutet darauf hin, dass positive Worte einen positiven Einfluss auf biologische Organismen haben können.

Die Rede-Experimente

Eine weitere interessante Studie von YouHadMeAtGardening untersuchte die Auswirkungen verschiedener Reden auf das Wachstum von Pflanzen. Drei Töpfe mit Saatgut wurden unterschiedlich beschallt: Topf eins mit der inspirierenden Rede „I have a dream“ von Martin Luther King, Topf zwei mit einer aggressiven Rede von Adolf Hitler und Topf drei wurde ignoriert. Nach 15 Tagen wies Topf zwei mit der Hitler-Rede ein deutlich schlechteres Wachstum auf als die anderen beiden Töpfe. Während Topf eins und drei kaum Unterschiede zeigten, war der Zustand von Topf zwei deutlich schlechter. Dieses Experiment legt nahe, dass nicht nur Schallwellen, sondern auch der emotionale Inhalt der Sprache einen Einfluss auf Pflanzen haben könnte.

Königliche Unterstützung

Sogar König Charles hat sich öffentlich dazu bekannt, mit seinen Pflanzen zu sprechen. Seine Aussage, dass er regelmäßig mit seinen Pflanzen kommuniziert, trug dazu bei, die Idee des Gesprächs mit Pflanzen weiter zu verbreiten und zu entmystifizieren.

Praktische Tipps: So kommunizieren Sie mit Ihren Pflanzen

Wenn Sie nun neugierig geworden sind und es selbst ausprobieren möchten, hier einige Tipps, wie Sie mit Ihren Pflanzen kommunizieren können:

  • Beginnen Sie langsam: Es mag anfangs ungewohnt sein, aber versuchen Sie es einfach. Loben Sie Ihre Pflanze und sagen Sie ihr, wie schön sie ist.
  • Nähe ist wichtig: Sprechen Sie aus der Nähe mit Ihrer Pflanze, damit sie Ihre Worte „hören“ kann.
  • Positive Sprache: Verwenden Sie positive Worte und einen freundlichen Tonfall. Pflanzen scheinen auf positive Zuwendung besser zu reagieren.
  • Musik als Alternative: Wenn Ihnen das Sprechen schwerfällt, versuchen Sie es mit Musik. Pflanzen scheinen Musik ebenfalls zu mögen, solange sie nicht zu laut ist.
  • Regelmäßigkeit: Integrieren Sie das Gespräch mit Ihren Pflanzen in Ihre Pflegeroutine. Regelmäßige Zuwendung zeigt Wirkung.

Fazit: Blumen sprechen lassen und mit Blumen sprechen

„Sag es mit Blumen“ – dieser Spruch erinnert uns an die traditionelle, symbolische Sprache der Blumen, die seit Jahrhunderten verwendet wird, um Emotionen und Botschaften auszudrücken. Aber die Bedeutung von „Mit Blumen sprechen“ geht heute noch weiter. Wissenschaftliche Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Pflanzen nicht nur auf Schallwellen reagieren, sondern auch von positiver Zuwendung und menschlicher Interaktion profitieren können. Ob Sie nun im übertragenen Sinne mit Blumen sprechen, indem Sie die richtige Blume für die richtige Botschaft wählen, oder im wörtlichen Sinne, indem Sie mit Ihren Pflanzen sprechen – beides kann eine bereichernde Erfahrung sein, sowohl für Sie als auch für Ihre grünen Freunde. Probieren Sie es aus und entdecken Sie die positive Wirkung des Gesprächs mit Ihren Pflanzen!

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