Syrah Wein: Ein umfassender Genussführer

11/11/2024

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Syrah, auch bekannt als Shiraz, ist eine der beliebtesten und vielseitigsten roten Rebsorten der Welt. Ihre Beliebtheit verdankt sie ihrem kräftigen Charakter und der Fähigkeit, sowohl elegante, würzige Weine als auch vollmundige, fruchtbetonte Varianten hervorzubringen. Mit einer Anbaufläche von rund 180.000 Hektar weltweit gehört Syrah zu den Top 10 der meistangebauten Rebsorten. Ob als trockener Rotwein oder Rosé, Syrah überzeugt durch Kraft, Frucht und Eleganz.

Was ist der Unterschied zwischen Shiraz und Syrah?
Nun, der Unterschied liegt heute vor allem in der regional unterschiedlichen Verwendung des Namens und in einer anderen Form der Weinbereitung. Grob gesagt wird der Name Shiraz in Australien und Südafrika verwendet, während es in Europa und auch in den USA allgemein üblich ist, die Weine als Syrah zu bezeichnen.
Inhaltsverzeichnis

Syrah: Rot oder Rosé?

Obwohl Syrah hauptsächlich für Rotweine bekannt ist, eignet sie sich auch hervorragend zur Herstellung von Roséweinen. Ein exzellentes Beispiel hierfür ist der Costières de Nimès AOP Pastel Rosé. Dieser Wein besticht durch seine zartrosa Farbe und bläulichen Reflexe. Sein Bouquet vereint Aromen von Himbeere, Zitrusfrüchten und blumigen Noten. Am Gaumen entfaltet sich eine harmonische Mischung dieser Aromen, die zu einem feinen, sehr frischen Geschmackserlebnis führt. Der Abgang ist straff mit Noten von Clementine und Zitrone und einer angenehmen Länge. Dieser überraschend elegante Rosé verdankt seinen köstlichen Geschmack der Syrah-Traube (96 %), ergänzt durch einen Hauch Viognier (4 %). Die Trauben werden gemeinsam gepresst und der Wein reift anschliessend drei Monate in Zementtanks. Seine Frische und Spannung machen ihn zu einem idealen Begleiter für Meeresfrüchteplatten oder Rindercarpaccio mit Parmesan.

Shiraz vs. Syrah: Wo liegt der Unterschied?

Die Begriffe Syrah und Shiraz bezeichnen ein und dieselbe Rebsorte. Der Unterschied liegt hauptsächlich in der regionalen Namensgebung und der Stilistik der Weinbereitung. Im Wesentlichen hat sich eine Konvention entwickelt, bei der der Name „Syrah“ eher in Europa und den USA verwendet wird, während „Shiraz“ vor allem in Australien und Südafrika gebräuchlich ist.

Diese unterschiedliche Namensgebung spiegelt oft auch stilistische Unterschiede wider. Grob gesagt, werden Weine, die als „Syrah“ bezeichnet werden, tendenziell als eleganter, würziger und strukturierter wahrgenommen, während „Shiraz“-Weine oft als fruchtiger, vollmundiger und weicher beschrieben werden. Allerdings ist dies keine strikte Regel und es gibt viele Ausnahmen. Letztendlich entscheidet der Winzer, welche Bezeichnung er für seinen Wein wählt, oft als Hinweis auf den gewünschten Stil.

Syrah Wein: Duft und Geschmack – Zwei Stilrichtungen

Aus der Syrah-Traube entstehen, abhängig von der Herkunft und dem Ausbau, zwei Hauptstilrichtungen, die sich in Duft und Geschmack deutlich unterscheiden:

Der elegante „Syrah“-Stil

Weine, die als „Syrah“ vermarktet werden, präsentieren sich meist schlank, elegant und würzig. Sie zeichnen sich durch dezente Holznoten und typische Aromen wie Nelken, Zimt, Pfeffer, Waldboden oder Leder aus. Der Alkoholgehalt ist tendenziell moderat. Dieser Stil wurde vor allem in Frankreich geprägt, findet aber auch in anderen Anbauländern Nachahmer, die ihre Weine bewusst als „Syrah“ bezeichnen, um diese Stilrichtung zu betonen.

Der fruchtbetonte „Shiraz“-Stil

„Shiraz“-Rotweine hingegen sind dunkler und fruchtbetonter. Sie zeigen Aromen von Kirschen und Pflaumen sowie dunkler Schokolade. Der Alkoholgehalt ist oft merklich höher und die Weine schmecken voller und weicher mit einer cremigeren Textur. Dieser Stil wurde maßgeblich von australischen Winzern entwickelt und ist auch für „Shiraz“-Weine aus anderen Übersee-Ländern typisch.

Unabhängig von der Stilrichtung weisen Syrah/Shiraz-Weine in jungen Jahren ein violettes Rot auf, das mit zunehmender Reife in ein dunkles Braunrot übergeht. Beide Stile zeichnen sich durch würzig-süße und intensive, beerige Aromen wie schwarze Johannisbeere, Himbeere und Brombeere aus. Tannine sind in Syrah/Shiraz-Weinen deutlich spürbar, aber meist weich und rund. Im Vergleich zu tanninreichen Rotweinen wie Cabernet Sauvignon sind Syrah/Shiraz-Weine daher geschmeidiger und oft früher trinkreif, besitzen aber dennoch ein gutes Reifepotential.

Die Syrah-Traube wird häufig in Cuvées mit Grenache und Mourvèdre verwendet, aber auch reinsortig ausgebaut. Die Wahl der Rebsortenbezeichnung auf dem Etikett obliegt dem Winzer und dient oft als Hinweis auf den Stil des Weins.

Ist Syrah rot oder weiß?
Die Syrah-Traube Die beste rote Traube der Côtes du Rhône. Kommt sortenrein im Hermitage und Côte Rôtie vor sowie als Beigabe zu den Weinen des Südteils (u.a. Châteauneuf-du-Pape).

Welche Speisen passen zu Syrah/Shiraz Wein?

Syrah/Shiraz-Rotwein harmoniert mit seiner süß-würzigen Art und dem mittleren bis hohen Alkoholgehalt hervorragend zu kräftig gewürzten Speisen. Leichte Gerichte wie Hühnerbrust sind weniger geeignet. Die Speisen sollten etwas gehaltvoller sein.

Fruchtiger und würziger Syrah passt gut zu:

  • Pasta mit Fleisch- oder fruchtiger Tomatensauce
  • Fleischpastete
  • Risotto mit Pilzen und Kräutern

Bei salzigen Speisen sollte der Syrah jedoch wenig Tannin aufweisen.

Mittelschwerer bis schwerer Shiraz/Syrah Wein ist eine ausgezeichnete Wahl zu:

  • Braten von Rind, Lamm und Schwein
  • Stark gewürzte asiatische oder indische Gerichte wie Curry

Wuchtiger Shiraz Rotwein empfiehlt sich zu:

  • Rinderschmorbraten mit aromatischer Sauce
  • Geschmacksintensivem Wild (Hase, Reh, Waldhuhn)
  • Kräftige Wurst

Sogar zum Dessert kann Syrah passen: Schokoladenpudding (weniger süß zubereitet) harmoniert gut mit reifem Shiraz. Alternativ passt dunkle Schokolade (mindestens 60% Kakao-Anteil).

Obwohl Rotwein und Käse oft eine schwierige Kombination darstellen, lassen sich Hartkäsesorten wie reifer Cheddar, Gouda, Parmesan oder Gruyère wunderbar mit Shiraz/Syrah-Weinen kombinieren.

Verbreitungsgebiet der Syrah-Rebsorte

Syrah bevorzugt heißes und eher trockenes Klima sowie maximal mittelschwere Böden mit ausreichender Wasserversorgung. Unter diesen Bedingungen entwickelt sich die mittelreife Traube optimal. Die Rebsorte schützt sich mit einer dicken Beerenhaut vor der Hitze, in der sich die weichen Tannine befinden, die Syrah/Shiraz-Weine so charmant machen. Die Trauben müssen zum optimalen Zeitpunkt geerntet werden, um Unreife oder Überreife zu vermeiden.

Die größten Anbauländer für Syrah/Shiraz sind Frankreich und Australien. Frankreich stellt etwa 36% der weltweiten Anbaufläche, wobei die Rebsorte vor allem im Rhônetal beheimatet ist. Australien folgt mit 23% der weltweiten Rebfläche. Auch Spanien, Argentinien, Südafrika, die USA und Chile verzeichnen einen Anstieg der Anbauflächen.

Geschichte der Syrah-Traube

Die Syrah-Rebsorte ist eine natürliche Kreuzung aus Mondeuse Blanche (weiß) und Dureza (rot) und stammt vermutlich aus dem Rhônetal. Lange Zeit galt die Arbeit mit dieser anspruchsvollen Rebsorte als schwierig, was zu einem Rückgang der Anbauflächen führte, insbesondere in Europa. In den letzten 30 Jahren erlebte die Nachfrage nach hochklassigen Syrah/Shiraz-Weinen jedoch einen Boom, und die Anbaufläche verfünffachte sich.

Ist Syrah ein guter Wein?
Ob als trockener Rotwein oder trockener Rosé – Syrah zeigt sich kräftig, fruchtig und elegant. Wahrscheinlich ist die Rebsorte auch deshalb weltweit so beliebt, da sie einen kräftigen Charakter zeigt. Mit 180.000 Hektar Anbaufläche zählt Syrah zu der Top 10 der beliebtesten Rebsorten der Welt.

Syrah gilt neben anderen großen Rebsorten weltweit als „Cépages nobles“, eine edle Rebsorte. DNA-Analysen im Jahr 2000 bestätigten die Herkunft und Verwandtschaftsverhältnisse der Rebsorte. Die Schreibweise „Shiraz“ verbreitete sich durch den Schotten James Busby, der die Rebsorte 1832 nach Australien brachte. Im Barossa Valley stehen noch heute fast 200 Jahre alte Rebstöcke. Australischer Shiraz prägte einen eigenen Stil und erlangte in den 1950er Jahren durch den Weinmacher Max Schubert und seinen berühmten „Grange“ historische Anerkennung.

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FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Syrah Wein

Ist Syrah ein guter Wein?

Ja, Syrah ist eine exzellente Rebsorte, die für hochwertige und vielseitige Weine bekannt ist. Ihre Beliebtheit und weite Verbreitung sprechen für ihre Qualität.

Ist Syrah Rot- oder Weißwein?

Syrah ist hauptsächlich eine rote Rebsorte und wird vorrangig für Rotweine verwendet. Sie eignet sich aber auch hervorragend zur Herstellung von Roséweinen.

Was ist der Unterschied zwischen Shiraz und Syrah?

Shiraz und Syrah sind Bezeichnungen für dieselbe Rebsorte. Der Unterschied liegt primär in der regionalen Namensgebung und oft auch in der Stilistik der Weine. „Syrah“ wird eher in Europa und den USA verwendet und steht oft für einen eleganteren, würzigeren Stil. „Shiraz“ ist in Australien und Südafrika gebräuchlicher und assoziiert oft einen fruchtbetonten, vollmundigeren Stil.

Welches Essen passt zu Syrah Wein?

Syrah/Shiraz Wein passt hervorragend zu kräftig gewürzten Speisen, Braten, Wild, Pasta mit Fleischsaucen, asiatischen Gerichten und Hartkäse. Die genaue Speisenempfehlung hängt vom Stil des Syrah-Weins ab (eher elegant oder eher vollmundig-fruchtig).

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