Rosenwasser selber machen: Einfach & natürlich

08/12/2022

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Rosenwasser ist ein wahres Schönheits- und Gesundheitselixier, das seit Jahrhunderten geschätzt wird. Sein zarter Duft und seine vielfältigen positiven Eigenschaften machen es zu einem unverzichtbaren Bestandteil natürlicher Pflege und sogar der Küche. Doch was genau ist Rosenwasser eigentlich, welche Wirkung hat es und wie können Sie Rosenwasser selber machen?

Inhaltsverzeichnis

Rosenwasser – Was ist das genau?

Echtes Rosenwasser, auch Rosenhydrolat genannt, entsteht als Nebenprodukt bei der Destillation von Rosenblüten zur Gewinnung von ätherischem Rosenöl. Es ist das Kondenswasser, das nach diesem Prozess übrigbleibt und die wasserlöslichen Bestandteile der Rose sowie winzige Mengen des wertvollen ätherischen Öls enthält. Wichtig ist, dass echtem Rosenwasser keine Konservierungsstoffe zugesetzt werden dürfen, was seine natürliche Reinheit unterstreicht. Allerdings bedingt dies auch eine begrenzte Haltbarkeit von etwa einem Jahr.

Wie stelle ich selber Rosenwasser her?
Entfernen sie für Ihr Rosenwasser die weißen Spitzen an den Blüten, da sie Bitterstoffe enthalten. Übergießen Sie die Blüten mit 500 ml heißem, destilliertem Wasser (kein Leitungswasser) und lassen Sie das Rosenwasser 2 Tage mit einem Tuch zugedeckt ziehen.

Die Geschichte des Rosenwassers reicht weit zurück. Bereits im antiken Griechenland, um 370 v. Chr., beschrieb Theophrastus die Gewinnung von Rosenwasser. Von dort aus verbreitete sich die Rosenkultivierung über Indien, Nordafrika, die Türkei und Bulgarien. Im 8. Jahrhundert n. Chr. war Rosenwasser bereits ein bedeutendes Handelsgut, was sowohl auf seine vielfältige Wirkung als auch auf die aufwendige Herstellung zurückzuführen ist. Besonders wertvoll ist das ätherische Rosenöl, das bei der Destillation gewonnen wird und zu den kostbarsten ätherischen Ölen der Welt zählt. Das bulgarische „Tal der Rosen“ zwischen Kaslanlak und Karlowo gilt seit 1750 als das weltweit wichtigste Anbaugebiet für Rosen zur Rosenwasser- und Rosenölproduktion.

Die vielfältige Wirkung von Rosenwasser

Die Wirkung der Rose als Heilmittel ist seit Anbeginn der Menschheit bekannt. Schon in alten Kulturen wie China, im Ayurveda Indiens, in Persien, Griechenland und Rom wurde die Rose, insbesondere die Wildrose, als Heilpflanze und Rosenwasser verwendet. Damals nutzte man vor allem die Hagebutte, die Frucht der Rose, in Form von Brei. Heute wissen wir, dass die ätherischen Öle im Rosenwasser nicht nur angenehm duften, sondern auch eine Vielzahl heilsamer Eigenschaften besitzen.

Was ist der Unterschied zwischen rosa und blauem Garnier Mizellenwasser?
A: Rosa steht für normale/empfindliche Haut, Blau für trockene/empfindliche Haut , Grün für fettige/Mischhaut. Wenn Sie das Bild vergrößern, sehen Sie auf der Flasche, wofür die jeweilige Farbe geeignet ist. Ich habe sowohl die rosa als auch die blaue Farbe. Die blaue ist parfümiert, aber angenehm frisch. Die rosa Farbe ist geruchslos.

Rosenwasser in der Hausapotheke

Rosenwasser ist ein bewährtes Hausmittel bei verschiedenen Beschwerden:

  • Insektenstiche: Zerriebene, ungespritzte Rosenblätter auf einem Insektenstich lindern Juckreiz und Schwellungen.
  • Halsschmerzen: Eine Wasserlösung mit Rosenwasser zum Gurgeln kann bei Halsschmerzen helfen.
  • Entzündungen: Kompressen mit Rosenwasser wirken entzündungshemmend.
  • Nervosität und Stress: Der Duft von Rosenwasser wirkt beruhigend und stimmungsaufhellend. Auch Umschläge mit körperwarmem Rosenwasser können beruhigend wirken.
  • Hautpflege: Rosenwasser wirkt verjüngend, regenerierend und trägt zu einem ebenmäßigen Hautbild bei.

Rosenwasser in der Kosmetik

Rosenwasser ist ein beliebter Bestandteil in Naturkosmetikprodukten. Es wird in Gesichtswassern, Cremes, Duschgels und Bodylotions verwendet. Im Gegensatz zu vielen kommerziellen Produkten, die oft nur synthetische Duftstoffe enthalten, bietet echtes Rosenwasser die volle Bandbreite der natürlichen Wirkstoffe der Rose.

Rosenhydrolate für die Hautpflege:

  • Feuchtigkeitsspendend: Rosenwasser spendet der Haut intensiv Feuchtigkeit und eignet sich hervorragend als Gesichtswasser nach der Reinigung.
  • pH-Wert-regulierend: Es hilft, den natürlichen pH-Wert der Haut wiederherzustellen.
  • Entzündungshemmend: Dank der enthaltenen Gerbstoffe wirkt es entzündungshemmend und ist ideal bei unreiner Haut, Rosazea oder Neurodermitis.
  • Zellschutz: Antioxidantien im Rosenwasser schützen die Hautzellen vor freien Radikalen und beugen Hautalterung vor.
  • Beruhigend: Es beruhigt gereizte Haut, auch nach der Rasur.

Rosenhydrolate für das Haar:

  • Feuchtigkeitspflege: Als Leave-In-Pflege macht Rosenwasser das Haar weich und kämmbar.
  • Kopfhautpflege: Es wirkt entzündungshemmend und regulierend auf der Kopfhaut und kann bei Schuppen und Juckreiz helfen.
  • Glanz und Duft: Es verleiht dem Haar einen angenehmen Duft und natürlichen Glanz.

Rosenwasser in der Küche

In der arabischen, indischen und iranischen Küche ist Rosenwasser ein fester Bestandteil. Es verleiht Gerichten eine blumige und erfrischende Note.

Wie oft darf man Rosenwasser benutzen?
Wie oft kann man Rosenwasser benutzen? Ein Rosenwasser können Sie ruhig mehrmals am Tag verwenden.
  • Indische Küche: In Indien werden Süßspeisen wie Lassi oft mit Rosenwasser verfeinert.
  • Türkische Küche: In der Türkei wird während des Ramadan eine Nachspeise aus Reisblättern in süßer, mit Rosenwasser aromatisierter Milch serviert.
  • Europäische Küche: Auch in Europa findet Rosenwasser Verwendung, beispielsweise in Desserts, Gebäck, Eis und Marzipan. Bekannt sind die Frankfurter Brenten, kleine pralinenartige Süßigkeiten mit Mandeln und Marzipan, die mit Rosenwasser parfümiert werden. Auch in Cocktails kann Rosenwasser eine besondere Geschmacksnote verleihen.

Rosenwasser selber machen – Ein einfaches Rezept

Während echtes Rosenwasser durch aufwendige Destillation gewonnen wird, können Sie zu Hause eine einfachere Variante herstellen, die dennoch viele der wertvollen Eigenschaften der Rose enthält. Dieses selbstgemachte Rosenwasser ist ideal für die Hautpflege und als Aromatisierung in der Küche.

Benötigte Zutaten:

  • Ca. 1-2 Hände voll ungespritzte Rosenblütenblätter (am besten Duftrosen aus dem eigenen Garten oder von einem vertrauenswürdigen Anbieter). Achten Sie darauf, Rosen mit intensivem Duft zu wählen, da diese mehr ätherische Öle enthalten.
  • Destilliertes Wasser (alternativ abgekochtes, abgekühltes Wasser, aber destilliertes Wasser ist ideal, um die Haltbarkeit zu verlängern).

Anleitung:

  1. Rosenblüten vorbereiten: Pflücken Sie die Rosenblüten am besten an einem warmen, sonnigen Tag, da sie dann besonders aromatisch sind. Entfernen Sie die weißen Spitzen der Blütenblätter, da diese Bitterstoffe enthalten können.
  2. Blütenblätter übergießen: Geben Sie die Rosenblütenblätter in ein hitzebeständiges Gefäß (z.B. eine Schüssel oder einen Topf) und übergießen Sie sie mit so viel destilliertem Wasser, dass sie gerade bedeckt sind.
  3. Ziehen lassen: Decken Sie das Gefäß ab und lassen Sie die Blütenblätter mindestens 24 Stunden im Wasser ziehen. Je länger die Ziehzeit, desto intensiver wird das Rosenwasser. Sie können es auch bis zu 48 Stunden ziehen lassen.
  4. Filtern: Filtern Sie das Rosenwasser anschließend durch ein feines Sieb oder ein Tuch, um die Blütenblätter zu entfernen. Drücken Sie die Blütenblätter leicht aus, um möglichst viel Flüssigkeit zu gewinnen.
  5. Abfüllen: Füllen Sie das fertige Rosenwasser in saubere, luft- und wasserdichte Fläschchen ab. Dunkle Glasflaschen sind ideal, um das Rosenwasser vor Licht zu schützen.

Tipps für Ihr selbstgemachtes Rosenwasser:

  • Verwenden Sie Duftrosen für ein besonders aromatisches Rosenwasser. Sorten wie Damaszenerrosen oder Zentifolien sind ideal.
  • Achten Sie auf ungespritzte Rosen, besonders wenn Sie das Rosenwasser für Kosmetik oder Lebensmittel verwenden möchten.
  • Destilliertes Wasser verlängert die Haltbarkeit des Rosenwassers.
  • Bewahren Sie das selbstgemachte Rosenwasser im Kühlschrank auf, um die Haltbarkeit zu maximieren und einen erfrischenden Effekt bei der Anwendung zu erzielen.
  • Verwenden Sie Ihr selbstgemachtes Rosenwasser innerhalb von einigen Wochen, da es keine Konservierungsstoffe enthält und daher nicht so lange haltbar ist wie gekauftes Rosenwasser.

Wann benutze ich Rosenwasser? – Anwendungsbereiche im Überblick

Rosenwasser ist ein wahrer Allrounder und kann vielseitig eingesetzt werden:

  • Als Gesichtswasser: Nach der Reinigung aufsprühen oder mit einem Wattepad auftragen.
  • Als Haarspülung oder Leave-In-Pflege: Nach dem Waschen ins feuchte Haar sprühen.
  • Als beruhigendes Körperspray: Bei Bedarf auf die Haut sprühen, besonders nach dem Sonnenbad oder bei gereizter Haut.
  • Für Kompressen und Umschläge: Getränkte Tücher auf die betroffenen Stellen auflegen.
  • In der Küche: Zum Aromatisieren von Desserts, Gebäck, Getränken und herzhaften Gerichten.
  • Als Badezusatz: Ein Schuss Rosenwasser im Badewasser sorgt für ein entspannendes und duftendes Badeerlebnis.
  • Als Raumspray: Verdünnt mit Wasser als natürliches Raumspray für einen angenehmen Rosenduft.

Haltbarkeit und Lagerung von Rosenwasser

Echtes, destilliertes Rosenwasser ohne Konservierungsstoffe hat eine Haltbarkeit von etwa einem Jahr. Selbstgemachtes Rosenwasser ist aufgrund des fehlenden Destillationsprozesses und der fehlenden Konservierung kürzer haltbar, in der Regel einige Wochen bis wenige Monate, besonders wenn es nicht im Kühlschrank gelagert wird.

Tipps zur Lagerung:

  • Kühl lagern: Bewahren Sie Rosenwasser, insbesondere selbstgemachtes, im Kühlschrank auf, um die Haltbarkeit zu verlängern und die Frische zu bewahren.
  • Dunkel lagern: Schützen Sie Rosenwasser vor direkter Sonneneinstrahlung und lagern Sie es am besten in dunklen Glasflaschen.
  • Luftdicht verschließen: Achten Sie darauf, dass die Flasche gut verschlossen ist, um Verunreinigungen und Oxidation zu vermeiden.

Inhaltsstoffe und ihre Wirkung im Detail

Die Wirkung von Rosenwasser beruht auf einer Kombination verschiedener wertvoller Inhaltsstoffe, die in unterschiedlicher Konzentration vorhanden sind. Dazu gehören:

  • Ätherische Öle: Auch wenn das Rosenöl bei der Destillation abgetrennt wird, enthält Rosenwasser winzige Spuren ätherischer Öle wie Citronellol und Geraniol, die für den charakteristischen Duft verantwortlich sind und antiseptische und beruhigende Eigenschaften besitzen.
  • Flavonoide: Diese sekundären Pflanzenstoffe wirken antioxidativ und schützen die Zellen vor freien Radikalen, die Hautalterungsprozesse beschleunigen können.
  • Tannine (Gerbstoffe): Tannine haben entzündungshemmende, antibakterielle und adstringierende (zusammenziehende) Eigenschaften. Sie können gereizte Haut beruhigen und straffen.
  • Vitamine: Rosenwasser enthält Spuren von Vitaminen, insbesondere Vitamin C, das ebenfalls antioxidativ wirkt, die Kollagenproduktion fördert und die Hautelastizität verbessert.
  • Aminosäuren: Verschiedene Aminosäuren im Rosenwasser sind wichtig für die Hautgesundheit. Sie unterstützen die Kollagenbildung, Zellreparatur und Feuchtigkeitsversorgung der Haut.
  • Pektine: Diese Kohlenhydrate wirken feuchtigkeitsspendend und hautberuhigend und können zu weichem Haar beitragen.

Häufig gestellte Fragen zu Rosenwasser (FAQ)

Ist Rosenwasser für jeden Hauttyp geeignet?
Ja, Rosenwasser ist in der Regel sehr gut verträglich und für alle Hauttypen geeignet, auch für empfindliche Haut. Besonders trockene, reife und gereizte Haut profitiert von seinen feuchtigkeitsspendenden und beruhigenden Eigenschaften.
Kann ich Rosenwasser auch bei Akne verwenden?
Ja, Rosenwasser kann bei Akne unterstützend wirken. Seine entzündungshemmenden und antibakteriellen Eigenschaften können helfen, Hautunreinheiten zu reduzieren. Es ist jedoch kein Wundermittel und sollte in Kombination mit einer geeigneten Hautpflegeroutine verwendet werden.
Wie lange ist selbstgemachtes Rosenwasser haltbar?
Selbstgemachtes Rosenwasser ohne Konservierungsstoffe ist im Kühlschrank gelagert in der Regel einige Wochen bis maximal zwei Monate haltbar. Achten Sie auf Veränderungen in Geruch oder Aussehen – bei Anzeichen von Verderb sollte es nicht mehr verwendet werden.
Wo kann ich hochwertiges Rosenwasser kaufen?
Hochwertiges Rosenwasser finden Sie in Apotheken, Reformhäusern, Bioläden und online. Achten Sie auf die Inhaltsstoffe und wählen Sie Produkte, die reines Rosenhydrolat ohne Zusätze enthalten. Bio-Qualität ist empfehlenswert.
Kann ich jede Rosensorte für Rosenwasser verwenden?
Für Rosenwasser eignen sich am besten Duftrosen wie Damaszenerrosen, Zentifolien oder Apothekerrosen. Wichtig ist, dass die Rosen ungespritzt sind, besonders wenn Sie das Rosenwasser für Kosmetik oder Lebensmittel verwenden möchten. Auch Wildrosen können verwendet werden.

Fazit: Rosenwasser – Natürliche Pflege für Schönheit und Wohlbefinden

Rosenwasser selber machen ist eine einfache Möglichkeit, die vielfältigen Vorteile dieses natürlichen Wundermittels zu nutzen. Ob für die Hautpflege, das Haar, die Küche oder als Hausmittel – Rosenwasser ist ein echter Allrounder. Mit seinem zarten Duft und seinen wohltuenden Eigenschaften ist es eine Bereicherung für jeden Haushalt. Probieren Sie es aus und entdecken Sie die rosigen Aussichten für Ihre Schönheit und Ihr Wohlbefinden!

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