Was ist mit Ellen Rimbauer passiert?

Rose Red: Ein reales Spukhaus in Seattle?

23/08/2020

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Viele Liebhaber von spannenden Gruselgeschichten und insbesondere Fans des Meisters des Horrors, Stephen King, fragen sich oft: Existiert das geheimnisvolle und unheilvolle Herrenhaus Rose Red wirklich? Und was geschah mit der tragischen Figur der Ellen Rimbauer, die untrennbar mit diesem Ort verbunden ist? Dieser Artikel taucht tief in die fiktive Welt von Rose Red ein und beleuchtet die Geschichte hinter diesem faszinierenden Spukhaus.

Inhaltsverzeichnis

Wer war Ellen Rimbauer und was geschah ihr in Rose Red?

Ellen Rimbauer ist die zentrale, tragische Figur des Romans „Das Tagebuch der Ellen Rimbauer“ von Ridley Pearson und der darauf basierenden Miniserie „Rose Red“ von Stephen King. Gespielt von Julia Campbell, wird Ellen als eine Frau dargestellt, die zunächst nach Liebe und einem glücklichen Familienleben sucht, sich aber in ein unglückliches Schicksal verstrickt. Sie wird zur tragischen Antagonistin, beeinflusst von den dunklen Kräften, die in Rose Red lauern.

Ist Rose Red ein echtes Haus in Seattle?
Das „Rose Red“-Anwesen, das sich fiktiv im Viertel First Hill in Seattle befindet , ist in Wirklichkeit das „Thornwood Castle“ im Viertel Lakewood in Tacoma, Washington. Es war ABCs letzte May Sweeps-Miniserie. Das Buch stammt von Stephen King.11. Jan. 2025

Ellens Geschichte beginnt im Jahr 1906, als ihr Ehemann, der reiche Ölbaron John Rimbauer, das riesige Herrenhaus Rose Red in Seattle für sie erbauen lässt. Das Haus im Tudor-Gotik-Stil entsteht auf einem 16 Hektar großen Waldgrundstück, das ironischerweise ein ehemaliger indianischer Friedhof ist – ein wiederkehrendes Motiv in Kings Werken. Schon während des Baus ereignen sich unheilvolle Vorfälle: Arbeiter sterben auf mysteriöse Weise, und ein Vorarbeiter wird brutal ermordet.

Nach der Hochzeit reisen die Rimbauers ein Jahr lang um die Welt, während Rose Red fertiggestellt wird. Doch die vermeintliche Traumreise wird für Ellen zum Albtraum. In Afrika erkrankt sie schwer, vermutlich an einer Geschlechtskrankheit, die ihr Mann ihr zugezogen hat. Dort lernt sie Sukeena kennen, eine Stammesangehörige, die sie pflegt und gesund macht. Zwischen den beiden Frauen entsteht eine tiefe Freundschaft, und Sukeena begleitet die Rimbauers zurück nach Amerika, um in Rose Red als Dienerin zu arbeiten.

Ellen und John bekommen zwei Kinder: Adam und April. April wird mit einem deformierten Arm geboren, was Ellen auf ihre Krankheit in Afrika zurückführt. John kümmert sich kaum um Ellen und die Kinder, sondern widmet sich seinem Ölgeschäft und zahlreichen Affären. Ellen findet Trost in Luxus, Kleidern und Rosenbüschen in ihrem Garten. Doch Rose Red birgt dunkle Geheimnisse. Tragödien und mysteriöse Verschwinden häufen sich. Ein Freund Johns stirbt im Solarium an einem Bienenstich, und Johns Geschäftspartner, der von ihm betrogen wurde, erhängt sich vor den Augen der Kinder.

Kurz darauf verschwindet die sechsjährige April spurlos in Rose Red. Sukeena, die auf April aufpassen sollte, ist überzeugt, dass das Haus dafür verantwortlich ist. Ellen weigert sich, Rose Red ohne ihre Tochter zu verlassen. John gibt Sukeena die Schuld und begeht kurz darauf Selbstmord, indem er sich aus einem Fenster des Herrenhauses stürzt. Später wird in der Miniserie angedeutet, dass Ellen und Sukeena ihn ermordet haben könnten.

Nach Johns Tod leben Ellen und Sukeena mit dem Dienstpersonal in Rose Red. Ellen hält ein spiritistisches Séancen ab und glaubt fortan, dass sie unsterblich wird, wenn sie das Haus immer weiter ausbaut. Die Psychologin Madame Stravinsky erklärt ihr, dass Rose Red böse Männer tötet und Frauen gefangen nimmt, um sie vor dem Bösen zu schützen. Doch sie warnt Ellen auch vor den vampirartigen Eigenschaften des Hauses.

Ellen verwendet das Vermögen ihres Mannes, um Rose Red unaufhörlich zu erweitern, in der Hoffnung, April zurückzubekommen. Sie glaubt, Stimmen zu hören, die ihr dies versprechen, wenn sie einen hohen Turm baut. Doch das Haus fordert weiterhin Opfer. Menschen verschwinden und werden Teil von Rose Red. Nach dem Tod ihres Mannes gibt Ellen rauschende Feste in Rose Red. Bei einem dieser Feste verschwindet die Schauspielerin Deanna Petrie spurlos, was den Ruf des Hauses als Spukhaus endgültig festigt. Jahre später verschwindet auch Sukeena.

Um 1950 verschwindet auch Ellen selbst. Sie wird zuletzt gesehen, wie sie verwirrt durch die Gänge von Rose Red wandert. Nach Ellens Verschwinden bewohnen nur noch Diener das Haus, doch sie verlassen es bald aus Angst. Adams Rimbauer, der das Haus erbt, lebt kurzzeitig mit seiner Frau dort, erlebt paranormale Phänomene und verlässt Rose Red wieder. Das Haus verfällt und wird lange Zeit verlassen.

Insgesamt sollen 26 Menschen in Rose Red gestorben oder verschwunden sein. Interessanterweise tötete das Haus angeblich nur Männer, während Frauen verschwanden und Teil des Hauses wurden. Das Böse in Rose Red soll eine obsessive Zuneigung zu Ellen entwickelt haben und alle beseitigt haben, die ihr nahestanden, aus Eifersucht. Sogar Ellen wurde schließlich vom Haus „verschlungen“.

Ist Rose Red ein reales Haus in Seattle?

Nein, Rose Red ist kein reales Haus in Seattle. Es ist ein fiktives Herrenhaus, das für den Roman und die Miniserie von Stephen King erschaffen wurde. Obwohl die Geschichte in Seattle spielt und Anspielungen auf reale Orte in Seattle enthält, existiert Rose Red in der Realität nicht. Die Geschichte von Rose Red ist jedoch von realen Spukhäusern inspiriert, insbesondere vom Winchester Mystery House in Kalifornien, das ebenfalls für seine endlose Bauweise und unheimliche Atmosphäre bekannt ist.

Was geschah mit Ellen Rimbauer?

In der fiktiven Welt von Rose Red verschwand Ellen Rimbauer um 1950 spurlos in ihrem Haus. Es wird angedeutet, dass sie Teil des Hauses wurde, möglicherweise gefangen in seinen Mauern als eine Art Geist oder Teil der paranormalen Energie, die Rose Red ausmacht. Ihre tragische Geschichte ist eng mit dem Schicksal des Hauses verwoben. Ihre Suche nach Liebe und Glück endete in Isolation und dem Verlust ihrer Tochter, was sie anfällig für den Einfluss des unheilvollen Rose Red machte.

Fazit

Rose Red ist ein faszinierendes und beunruhigendes Beispiel für ein fiktives Spukhaus, das in der Welt des Horrors Kultstatus erlangt hat. Obwohl es nicht real ist, regt es die Fantasie an und wirft Fragen nach der Natur des Bösen und der Tragödie menschlicher Schicksale auf, gefangen in den Mauern eines Ortes, der mehr als nur ein Haus zu sein scheint. Die Geschichte von Ellen Rimbauer und Rose Red bleibt eine fesselnde Gruselgeschichte, die die Leser und Zuschauer noch lange nach dem Lesen oder Sehen in ihren Bann zieht.

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