Was kann man in der Nähe von Rhabarber Pflanzen?

Rhabarber und seine idealen Beetnachbarn

21/07/2024

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Rhabarber, ein robustes und mehrjähriges Gemüse, ist bekannt für seine säuerlichen Stängel, die von Frühling bis Frühsommer geerntet werden. Dieser anspruchslose Gartenbewohner, botanisch als Rheum Rhabarbarum bekannt, bereichert jeden Garten mit seiner imposanten Erscheinung und kulinarischen Vielseitigkeit. Doch wer Rhabarber pflanzt, sollte nicht nur auf den richtigen Standort und die Pflege achten, sondern auch die passenden Nachbarn im Beet berücksichtigen. Die Wahl der richtigen Begleitpflanzen kann das Wachstum fördern, Schädlinge fernhalten und sogar den Ertrag steigern. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wissenswerte über die idealen Beetnachbarn für Rhabarber, damit Ihr Gemüsebeet optimal gedeiht und Sie sich über eine reiche Rhabarberernte freuen können.

Was kann man in der Nähe von Rhabarber Pflanzen?
Am besten pflanzen Sie den Rheum Rhabarbarum im Herbst. Für Rhabarber gute Nachbarn sind Obstbäume, Spinat, Kopfsalat, Mangold, niedriges Kohlgemüse und Bohnen. Rhabarber ist eine Dauerkultur, benötigt minimale Pflege und ist winterhart.
Inhaltsverzeichnis

Warum sind die richtigen Beetnachbarn für Rhabarber wichtig?

Wie in jedem Gartenbeet spielt die Nachbarschaft auch beim Rhabarber eine entscheidende Rolle. Pflanzen interagieren miteinander, sei es über den Boden, die Luft oder das Wurzelwerk. Einige Pflanzen können sich gegenseitig positiv beeinflussen, indem sie beispielsweise Schädlinge abwehren, den Boden verbessern oder Nährstoffe bereitstellen. Andere wiederum können konkurrieren, sich gegenseitig im Wachstum behindern oder Krankheiten übertragen. Für den Rhabarber, der als Starkzehrer einen nährstoffreichen Boden bevorzugt und viel Platz benötigt, ist die Wahl der richtigen Beetnachbarn besonders wichtig, um optimale Wachstumsbedingungen zu schaffen und eine reiche Ernte zu gewährleisten. Die richtige Nachbarschaft kann nicht nur die Gesundheit und Vitalität des Rhabarbers fördern, sondern auch die Pflege erleichtern und die Biodiversität im Garten erhöhen.

Gute Nachbarn für Rhabarber: Eine harmonische Partnerschaft im Beet

Glücklicherweise gibt es eine ganze Reihe von Pflanzen, die sich als ausgezeichnete Beetnachbarn für Rhabarber erweisen. Diese Pflanzen profitieren entweder vom Rhabarber oder unterstützen ihn in seinem Wachstum. Zu den besonders empfehlenswerten Nachbarn zählen:

  • Obstbäume: Obstbäume, insbesondere Apfelbäume, sind hervorragende Partner für Rhabarber. Der Rhabarber profitiert vom leichten Schattenwurf der Bäume, besonders in heißen Sommern, und die Bäume wiederum profitieren von der Bodenbedeckung durch den Rhabarber, die Unkrautwuchs unterdrückt und den Boden feucht hält. Achten Sie jedoch darauf, dass der Rhabarber ausreichend Licht erhält und nicht vollständig im Schatten des Baumes steht.
  • Spinat: Spinat ist ein idealer, schnellwachsender Begleiter für Rhabarber. Er bedeckt den Boden schnell und verhindert so das Aufkommen von Unkraut, was die Pflege des Rhabarbers erleichtert. Zudem lockert Spinat den Boden auf und verbessert dessen Struktur. Da Spinat und Rhabarber unterschiedliche Nährstoffansprüche haben und zu verschiedenen Zeiten geerntet werden, konkurrieren sie nicht miteinander.
  • Kopfsalat: Ähnlich wie Spinat ist auch Kopfsalat ein schnellwachsender und unkomplizierter Nachbar für Rhabarber. Er spendet dem Boden Schatten, hält ihn kühl und feucht und unterdrückt Unkraut. Kopfsalat kann zwischen den Rhabarberpflanzen oder am Beetrand angebaut werden und sorgt für eine zusätzliche Ernte im Gemüsegarten.
  • Mangold: Mangold ist ein weiteres Blattgemüse, das sich gut mit Rhabarber verträgt. Er ist robust, pflegeleicht und gedeiht auch im Halbschatten, was ihn zu einem idealen Partner für Rhabarber macht, der ebenfalls einen halbschattigen Standort toleriert. Mangold und Rhabarber ergänzen sich gut im Beet und bieten eine abwechslungsreiche Ernte.
  • Niedriges Kohlgemüse: Niedrige Kohlsorten wie Kohlrabi oder Blumenkohl können ebenfalls gute Nachbarn für Rhabarber sein. Sie konkurrieren nicht um die gleichen Nährstoffe und der Rhabarber kann sogar helfen, Kohlweißlinge von den Kohlpflanzen fernzuhalten. Achten Sie jedoch darauf, dass der Kohl ausreichend Platz hat und nicht vom Rhabarber überwuchert wird.
  • Bohnen: Bohnen, insbesondere Buschbohnen, sind wertvolle Stickstofflieferanten für den Boden und können somit auch dem Rhabarber zugutekommen. Sie lockern den Boden auf und verbessern dessen Struktur. Zudem ziehen Bohnen Nützlinge an, die Schädlinge im Gemüsegarten bekämpfen. Pflanzen Sie Bohnen jedoch nicht zu dicht an den Rhabarber, um eine Konkurrenz um Licht und Nährstoffe zu vermeiden.

Pflanzen, die Sie besser nicht neben Rhabarber setzen sollten

Während es viele Pflanzen gibt, die sich positiv auf Rhabarber auswirken, gibt es auch einige, die Sie besser nicht in unmittelbarer Nähe pflanzen sollten. Diese Pflanzen können entweder den Rhabarber im Wachstum behindern, Schädlinge anziehen oder Krankheiten übertragen. Zu den weniger geeigneten Nachbarn zählen:

  • Hochwachsendes Kohlgemüse: Hochwachsende Kohlsorten wie Rosenkohl oder Wirsing können den Rhabarber beschatten und ihm somit Licht und Luft nehmen. Zudem können sie um Nährstoffe und Wasser konkurrieren, was das Wachstum des Rhabarbers beeinträchtigen kann.
  • Sonnenblumen: Sonnenblumen sind zwar wunderschön, aber sie sind auch Starkzehrer und können dem Boden viele Nährstoffe entziehen, die dann dem Rhabarber fehlen könnten. Zudem können sie den Rhabarber beschatten und ihn im Wachstum behindern.
  • Fenchel: Fenchel und Rhabarber vertragen sich generell schlecht im Beet. Fenchel sondert Stoffe ab, die das Wachstum anderer Pflanzen hemmen können, und auch Rhabarber kann unter dieser Nachbarschaft leiden.
  • Lauchgewächse (Zwiebeln, Knoblauch, Lauch): Obwohl Lauchgewächse im Allgemeinen als gute Beetnachbarn gelten, können sie in direkter Nachbarschaft zu Rhabarber zu Problemen führen. Sie können um die gleichen Nährstoffe konkurrieren und den Boden für den Rhabarber ungünstig beeinflussen. Einige Gärtner berichten jedoch von positiven Erfahrungen mit Knoblauch als Nachbar, da er Schädlinge abwehren soll. Hier gilt es, die eigenen Erfahrungen zu sammeln.

Tipps für die optimale Beetplanung mit Rhabarber

Um die Vorteile der guten Nachbarschaft für Rhabarber optimal zu nutzen, sollten Sie bei der Beetplanung einige Punkte beachten:

  • Ausreichend Platz: Rhabarber benötigt viel Platz zum Wachsen. Planen Sie pro Pflanze etwa einen Quadratmeter Fläche ein, damit sich der Rhabarber optimal entwickeln kann und seine Nachbarn nicht überwuchert.
  • Abstand zu Bäumen und Sträuchern: Achten Sie darauf, dass der Rhabarber nicht zu dicht an Bäume oder Sträucher gepflanzt wird, um eine Konkurrenz um Wasser und Nährstoffe zu vermeiden. Ein Abstand von mindestens 1-2 Metern ist empfehlenswert.
  • Fruchtfolge beachten: Auch wenn Rhabarber eine Dauerkultur ist, sollten Sie die Fruchtfolge im restlichen Beet berücksichtigen. Wechseln Sie die Standorte der einjährigen Gemüsearten jährlich, um den Boden gesund zu erhalten und Krankheiten vorzubeugen.
  • Mischkultur nutzen: Die Mischkultur, also der Anbau verschiedener Pflanzenarten im selben Beet, ist eine bewährte Methode, um die Vorteile der guten Nachbarschaft zu nutzen. Kombinieren Sie Rhabarber mit den oben genannten guten Nachbarn, um ein vitales und ertragreiches Gemüsebeet zu schaffen.

Rhabarber richtig pflanzen und pflegen

Neben der Wahl der richtigen Beetnachbarn sind auch der Standort, die Pflanzung und die Pflege entscheidend für ein gesundes Wachstum und eine reiche Ernte des Rhabarbers.

Standort

Rhabarber bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen und windgeschützten Standort. Je sonniger der Standort, desto süßer werden die Stängel. Der Boden sollte durchlässig, humus- und nährstoffreich sein und einen pH-Wert von etwa 7 aufweisen. Staunässe verträgt Rhabarber nicht, daher ist eine gute Drainage wichtig.

Pflanzung

Die beste Pflanzzeit für Rhabarber ist der Herbst oder das Frühjahr. Graben Sie ein ausreichend großes Pflanzloch, das etwa doppelt so groß ist wie der Wurzelballen. Setzen Sie den Rhabarber so tief ein, dass die Knospen knapp unter der Erdoberfläche liegen. Füllen Sie das Pflanzloch mit Erde auf und gießen Sie die Pflanze gut an. Achten Sie auf einen ausreichenden Pflanzabstand von etwa 1 Meter zu anderen Rhabarberpflanzen oder größeren Gewächsen.

Pflege

Rhabarber ist relativ pflegeleicht, benötigt aber dennoch regelmäßige Aufmerksamkeit:

  • Gießen: Rhabarber benötigt besonders in trockenen Perioden ausreichend Wasser. Gießen Sie regelmäßig, aber vermeiden Sie Staunässe. Eine Mulchschicht aus Rasenschnitt oder Stroh hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten.
  • Düngen: Rhabarber ist ein Starkzehrer und benötigt regelmäßige Düngergaben. Im Frühjahr und nach der Ernte können Sie den Rhabarber mit Kompost, Hornspänen oder organischem Dünger versorgen.
  • Ernten: Rhabarber kann ab dem zweiten oder dritten Standjahr geerntet werden. Die Erntezeit beginnt im April und endet traditionell am 24. Juni (Johannistag). Nach diesem Zeitpunkt steigt der Oxalsäuregehalt in den Stängeln, und sie sollten nicht mehr verzehrt werden. Drehen Sie die Stängel vorsichtig aus der Pflanze heraus, anstatt sie abzuschneiden. Entfernen Sie die Blätter, da sie giftig sind. Ernten Sie pro Pflanze maximal ein Drittel der Stängel, damit die Pflanze genügend Kraft für den Wiederaustrieb hat.
  • Rückschnitt: Nach der Ernte im Juni können Sie den Rhabarber zurückschneiden, indem Sie alte und beschädigte Blätter entfernen. Ein Rückschnitt nach dem 24. Juni fördert die Ruhephase der Pflanze.
  • Teilen und Vermehren: Rhabarber kann durch Teilung vermehrt werden. Teilen Sie ältere Pflanzen im Herbst oder Frühjahr, um sie zu verjüngen und zu vermehren.

Rhabarbersorten: Vielfalt für jeden Garten

Es gibt eine Vielzahl von Rhabarbersorten, die sich in Geschmack, Farbe und Erntezeitpunkt unterscheiden. Einige beliebte Sorten sind:

  • Frambozen Red: Eine frühreife Sorte mit intensivem Himbeeraroma und roter Farbe. Eher hoher Oxalsäuregehalt, daher frühe Ernte empfohlen.
  • Holsteiner Blut: Eine weitere beliebte, rotfleischige Sorte mit gutem Geschmack. Ebenfalls eher hoher Oxalsäuregehalt.
  • Canada Red: Eine Sorte mit geringerem Oxalsäuregehalt, die auch später in der Saison noch geerntet werden kann. Milder im Geschmack.
  • Goliath: Bekannt für seinen sehr geringen Oxalsäuregehalt und späte Erntezeit. Sehr große Stängel.
  • Victoria: Eine klassische, robuste Sorte mit gutem Ertrag und ausgewogenem Geschmack.

Die Wahl der richtigen Sorte hängt von Ihren persönlichen Vorlieben und den Anbaubedingungen in Ihrem Garten ab.

Fazit: Mit den richtigen Nachbarn zum Rhabarberglück

Rhabarber ist eine dankbare und ertragreiche Gemüsepflanze, die mit den richtigen Beetnachbarn noch besser gedeiht. Durch die Wahl von guten Nachbarn wie Obstbäumen, Spinat, Kopfsalat, Mangold, niedrigem Kohlgemüse und Bohnen können Sie das Wachstum fördern, Schädlinge abwehren und den Ertrag steigern. Vermeiden Sie hingegen ungünstige Nachbarn wie hochwachsendes Kohlgemüse, Sonnenblumen, Fenchel und Lauchgewächse in direkter Nähe. Mit einer durchdachten Beetplanung, der richtigen Pflege und der Auswahl der passenden Sorte steht einer reichen Rhabarberernte nichts mehr im Wege. Genießen Sie die Vielfalt dieses vielseitigen Gemüses in Ihren Lieblingsrezepten und lassen Sie sich von der Schönheit und dem Nutzen des Rhabarbers im eigenen Garten begeistern!

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Rhabarber und seinen Nachbarn

Kann ich Rhabarber in Kübeln pflanzen?
Ja, Rhabarber kann auch in Kübeln gepflanzt werden, benötigt aber ausreichend Platz. Wählen Sie einen großen Kübel mit mindestens 40-50 Litern Fassungsvermögen und sorgen Sie für eine gute Drainage. Kübelrhabarber benötigt regelmäßige Wassergaben und Düngung.
Wie lange kann Rhabarber geerntet werden?
Die traditionelle Erntezeit für Rhabarber endet am 24. Juni (Johannistag). Nach diesem Zeitpunkt steigt der Oxalsäuregehalt in den Stängeln. Einige Sorten mit geringerem Oxalsäuregehalt können jedoch auch später noch geerntet werden.
Sind die Blätter von Rhabarber giftig?
Ja, die Blätter von Rhabarber sind giftig und sollten nicht verzehrt werden. Entfernen Sie die Blätter vor der Zubereitung der Stängel und entsorgen Sie sie sicherheitshalber im Kompost oder Biomüll.
Wie vermehre ich Rhabarber?
Rhabarber wird in der Regel durch Teilung vermehrt. Teilen Sie ältere Pflanzen im Herbst oder Frühjahr mit einem scharfen Spaten und pflanzen Sie die Teilstücke an einem neuen Standort ein.
Welchen Dünger benötigt Rhabarber?
Rhabarber ist ein Starkzehrer und benötigt regelmäßige Düngergaben. Verwenden Sie im Frühjahr und nach der Ernte Kompost, Hornspäne oder organischen Dünger, um den Nährstoffbedarf zu decken.

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