Wie kann man einen Reneklodenbaum vermehren?

Reineclaudenbaum richtig schneiden: Zeitpunkt & Anleitung

17/02/2022

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Die Reneklode, mit ihren süßen, saftigen Früchten, ist eine beliebte Obstsorte in vielen Gärten. Damit Ihr Reineclaudenbaum jedoch regelmäßig und reichlich trägt, ist der richtige Schnitt entscheidend. Viele Gartenbesitzer fragen sich: Wann ist der beste Zeitpunkt, um einen Reineclaudenbaum zu schneiden und was gilt es dabei zu beachten? Dieser Artikel gibt Ihnen umfassende Antworten und praktische Tipps für den erfolgreichen Schnitt Ihrer Reneklode.

Wann soll man Reineclauden schneiden?
Die Reneklode bevorzugt einen geschützten warmen Standort. Damit der Baum viele Früchte trägt, sollte er regelmässig im Spätherbst / Winter geschnitten werden. Beim Schneiden muss beachtet werden, dass die Blütenknospen an mehrjährigem Holz entstehen.
Inhaltsverzeichnis

Der optimale Zeitpunkt für den Schnitt: Spätherbst und Winter

Der ideale Zeitpunkt, um Ihren Reineclaudenbaum zu schneiden, liegt im Spätherbst oder Winter, genauer gesagt, in der Ruhephase des Baumes. Nachdem die Blätter gefallen sind und bevor der Baum im Frühjahr wieder austreibt, ist die beste Zeit für den jährlichen Schnitt. In dieser Phase sind die Bäume nicht im Wachstum und der Schnitt belastet sie am wenigsten. Zudem ist die Struktur des Baumes ohne Laub besser sichtbar, was das Schneiden erleichtert und präzisere Eingriffe ermöglicht.

Ein Schnitt im Spätherbst, nach der Ernte und dem Laubfall, bietet den Vorteil, dass der Baum genügend Zeit hat, sich bis zum Frühjahr zu erholen. Ein Winterschnitt, an frostfreien Tagen, ist ebenfalls möglich und effektiv. Vermeiden Sie es jedoch, bei starkem Frost zu schneiden, da dies das Holz schädigen kann.

Warum ist der regelmäßige Schnitt so wichtig für Reineclauden?

Der Schnitt ist nicht nur eine kosmetische Maßnahme, sondern ein wichtiger Bestandteil der Pflege von Reineclaudenbäumen und trägt maßgeblich zu einer guten Ernte bei. Hier sind die wichtigsten Gründe, warum Sie Ihren Reineclaudenbaum regelmäßig schneiden sollten:

  • Fruchtansatz fördern: Reineclauden tragen Blütenknospen am mehrjährigen Holz. Ein regelmäßiger Schnitt sorgt dafür, dass genügend junges, aber auch älteres Holz vorhanden ist, um eine optimale Blüten- und Fruchtbildung zu gewährleisten. Durch das Auslichten des Baumes wird zudem sichergestellt, dass genügend Licht und Luft in die Krone gelangen, was die Reifung der Früchte fördert und die Fruchtqualität verbessert.
  • Baumgesundheit erhalten: Ein dichter Baum ist anfälliger für Krankheiten und Schädlinge. Durch den Schnitt wird die Krone gelüftet, was das Abtrocknen von Blättern und Früchten nach Regen beschleunigt und Pilzkrankheiten vorbeugt. Außerdem können Sie beim Schneiden kranke oder beschädigte Äste entfernen und so die Gesundheit des Baumes fördern.
  • Ertrag steigern und Qualität verbessern: Durch den gezielten Schnitt wird der Baum in Form gehalten und die Energie des Baumes auf die Fruchtbildung konzentriert. Dies führt zu höheren Erträgen und größeren, aromatischeren Früchten. Ein regelmäßiger Schnitt verhindert zudem, dass der Baum überaltert und weniger Früchte trägt.
  • Verjüngung des Baumes: Mit der Zeit können Reineclaudenbäume verkahlen und weniger produktiv werden. Ein Verjüngungsschnitt, bei dem ältere, weniger tragfähige Äste entfernt werden, regt den Baum an, neue Triebe zu bilden und wieder vitaler zu werden.

Was ist beim Schneiden von Reineclauden zu beachten?

Beim Schneiden von Reineclauden gibt es einige wichtige Punkte zu beachten, um den Baum nicht zu schädigen und den gewünschten Erfolg zu erzielen:

  • Blütenknospen am mehrjährigen Holz: Wie bereits erwähnt, bilden Reineclauden ihre Blütenknospen am mehrjährigen Holz. Das bedeutet, dass Sie beim Schneiden darauf achten müssen, nicht zu viel altes Holz zu entfernen, da Sie sonst die Blütenansätze für das nächste Jahr entfernen könnten. Konzentrieren Sie sich stattdessen auf das Auslichten der Krone und das Entfernen von übermäßig dichtem oder nach innen wachsendem Holz.
  • Schnittführung: Verwenden Sie scharfes und sauberes Werkzeug, um glatte Schnittflächen zu erzeugen. Schneiden Sie Äste immer knapp über einem nach außen gerichteten Auge oder Seitentrieb ab. So fördern Sie das Wachstum in die gewünschte Richtung und verhindern, dass sich Wassertriebe bilden.
  • Auslichtungsschnitt: Das Ziel des Schnittes sollte ein Auslichtungsschnitt sein. Entfernen Sie dabei:
    • Tote und kranke Äste: Diese sollten immer zuerst entfernt werden.
    • Nach innen wachsende Äste: Sie nehmen Licht weg und behindern die Belüftung der Krone.
    • Sich kreuzende Äste: Sie scheuern aneinander und können sich gegenseitig beschädigen.
    • Steiltriebe (Wassertriebe): Sie wachsen senkrecht nach oben, tragen kaum Früchte und nehmen dem Baum unnötig Kraft.
    • Zu dicht stehende Äste: Lichten Sie die Krone aus, um Licht und Luft hineinzulassen.
  • Schnittstärke: Der Schnitt sollte moderat sein. Entfernen Sie nicht mehr als ein Drittel des gesamten Holzes auf einmal, um den Baum nicht zu überfordern. Bei älteren, stark verkahlten Bäumen kann ein stärkerer Verjüngungsschnitt über mehrere Jahre verteilt erfolgen.

Reineclaude, Pflaume, Zwetsche und Mirabelle: Was unterscheidet sie?

Die Bezeichnungen Reineclaude, Pflaume, Zwetsche und Mirabelle werden oft synonym verwendet oder verwechselt. Tatsächlich handelt es sich aber um verschiedene Kulturformen der Art Prunus domestica, die sich vor allem in ihren äußeren Fruchtmerkmalen unterscheiden. Hier eine kurze Übersicht:

FruchtnameFruchtformFruchtfarbeFruchtfleischSteinfestigkeitBesonderheiten
ReineclaudeKugeligGrünlich-gelb (meist)Saftig, süßSchlecht löslichGrößer als Mirabelle, kleiner als Pflaume
PflaumeEiförmig bis länglichBlau, rot, gelb, violettSaftig, süß bis säuerlichLöst sich meist gutGrößer als Reineclaude und Mirabelle
ZwetscheLänglich-ovalBlauviolettFest, weniger saftigGut löslichIdeal zum Backen und Einkochen
MirabelleKugeligGelb bis orangeSaftig, süßGut löslichKleinste der Gruppe, aromatischer Geschmack

Diese Tabelle zeigt, dass es deutliche Unterschiede in Aussehen und Eigenschaften der Früchte gibt, obwohl sie alle zur selben Art gehören. Die Reneklode zeichnet sich durch ihre kugelige Form, die meist grünlich-gelbe Farbe und das sehr süße, saftige Fruchtfleisch aus, das sich schlecht vom Stein löst.

Häufig gestellte Fragen zum Reineclauden-Schnitt

Kann ich meinen Reineclaudenbaum auch im Sommer schneiden?
Ein Sommerschnitt ist grundsätzlich möglich, wird aber eher für Erziehungsmaßnahmen oder zur Begrenzung des Wachstums empfohlen. Der Hauptschnitt sollte jedoch im Spätherbst oder Winter erfolgen.
Wie stark sollte ich meinen jungen Reineclaudenbaum schneiden?
Bei jungen Bäumen ist ein Erziehungsschnitt wichtig, um den Kronenaufbau zu fördern. Achten Sie darauf, eine gute Leittriebverlängerung zu etablieren und die Seitentriebe entsprechend zu kürzen. Der Schnitt sollte anfangs etwas stärker sein, um das Wachstum anzuregen.
Was mache ich, wenn ich den Schnitt im Winter verpasst habe?
Wenn Sie den Winterschnitt verpasst haben, können Sie den Schnitt auch noch im frühen Frühjahr nachholen, bevor der Austrieb beginnt. Allerdings kann ein später Schnitt zu einer geringeren Ernte führen.
Brauche ich spezielle Werkzeuge für den Reineclauden-Schnitt?
Für den Schnitt benötigen Sie eine scharfe Gartenschere für dünnere Äste und eine Astschere oder Säge für dickere Äste. Achten Sie auf saubere und scharfe Werkzeuge, um den Baum nicht unnötig zu belasten.

Fazit: Der richtige Schnitt für reiche Renekloden-Ernte

Der regelmäßige und fachgerechte Schnitt ist essenziell für eine reiche Ernte und gesunde Reineclaudenbäume. Indem Sie den Schnitt im Spätherbst oder Winter durchführen und die wichtigsten Prinzipien des Auslichtungsschnittes beachten, schaffen Sie die besten Voraussetzungen für süße und saftige Reineclauden aus Ihrem eigenen Garten. Nehmen Sie sich die Zeit für den Schnitt und belohnen Sie sich mit einer reichen Ernte!

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