Was ist der Rainbow Loom?

Rainbow Loom: Der bunte Bastelspaß für Kinder

21/04/2023

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Der Rainbow Loom hat in den letzten Jahren Kinderzimmer und Schulhöfe im Sturm erobert. Was aber verbirgt sich hinter diesem bunten Trendspielzeug? Dieser Artikel beleuchtet die Geschichte, die Funktionsweise und alles Wissenswerte rund um den Rainbow Loom.

Inhaltsverzeichnis

Was ist der Rainbow Loom?

Der Rainbow Loom ist ein Bastelwerkzeug, das aus einer Kunststoffplatte mit versetzt angeordneten Stiften besteht. Diese Stifte dienen dazu, kleine, farbige Gummibänder aufzuspannen und mit einer speziellen Häkelnadel, dem sogenannten Rainbow Loom Hook, zu verbinden. Durch diese Technik entstehen vielfältige Muster und Formen, die zu Armbändern, Anhängern, Figuren und vielem mehr verarbeitet werden können. Die Anordnung der Verkettungen folgt mathematischen Prinzipien, die bereits von dem Mathematiker Hermann Brunn beschrieben wurden. Ein typisches Set enthält neben dem Loom Board und dem Hook auch Kunststoffclips zum Verschließen der Bänder und eine große Auswahl an bunten Gummibändern.

Was ist der Rainbow Loom?
Rainbow Loom ist ein kleiner Webstuhl aus Kunststoff, mit dem bunte Gummibänder zu Armbändern und Anhängern verbunden werden. Er wurde im Jahr 2011 von Cheong Choon Ng in Novi (Michigan) entwickelt. Bis September 2014 wurden nach Herstellerangaben drei Millionen Sets der Rainbow Looms verkauft.

Das Besondere am Rainbow Loom ist seine Einfachheit und Vielseitigkeit. Auch ohne das Steckbrett lassen sich mit etwas Geschick und den Fingern beeindruckende Ergebnisse erzielen. Diese Flexibilität macht den Rainbow Loom zu einem idealen Spielzeug für kreative Kinder und Jugendliche.

Die Geschichte des Rainbow Loom

Die Erfindung des Rainbow Loom ist eine echte Erfolgsgeschichte. Hinter dem Trendspielzeug steckt Cheong Choon Ng, ein chinesischstämmiger Einwanderer aus Malaysia. Ng kam 1991 in die USA, um Maschinenbau an der Wichita State University zu studieren. Nach seinem Abschluss arbeitete er als Crashtest-Ingenieur für Nissan. Die Idee zum Rainbow Loom kam ihm, als er seine Töchter beim Basteln mit Gummibändern beobachtete. Er wollte ihnen ein Werkzeug bauen, das das Erstellen von Schmuck und Figuren erleichtern sollte.

Sein erster Prototyp, den er „Twistz Bandz“ nannte, war noch sehr einfach: eine Holzplatte mit Reißzwecken und Zahnarztsonden als Haken. Seine Familie ermutigte ihn, die Idee weiterzuentwickeln und zu vermarkten. Mit einem Startkapital von 10.000 Dollar ließ Ng in China Einzelteile produzieren und setzte die ersten Rainbow Looms im Juni 2011 zu Hause mit seiner Frau zusammen. Der Name wurde von „Twist Band“ zu „Rainbow Loom“ geändert, da es bereits ein gleichnamiges Haarband gab. Der Name „Rainbow Loom“ wurde von seinem Bruder und seiner Nichte vorgeschlagen und passte perfekt zu den bunten Gummibändern.

Die ersten Versuche, den Rainbow Loom im Handel zu verkaufen, waren jedoch wenig erfolgreich. Viele Kunden verstanden nicht sofort, wie das Produkt funktionierte. Der Durchbruch gelang Ng durch Online-Videos. Er erstellte eine Website und produzierte Lehrvideos, in denen seine Töchter und seine Nichte die Anwendung des Rainbow Loom demonstrierten. Diese Videos zeigten die vielfältigen Möglichkeiten und machten den Rainbow Loom verständlich und begehrenswert. Im Sommer 2012 kamen die ersten Bestellungen von Händlern, darunter die US-Kette Learning Express Toys. Der Erfolg setzte sich fort, und 2013 begann die Handelskette Michaels mit dem Testverkauf, bevor sie den Rainbow Loom in allen 1.100 US-Filialen anbot. Im August 2013 war der Rainbow Loom bereits bei 600 Einzelhändlern erhältlich.

Die Produktion der Sets erfolgt in China, während Ng von einem Lagerhaus in der Nähe seines Wohnortes den Handel überwacht. Um der großen Nachfrage gerecht zu werden, kooperierte Ng 2013 mit The Beadery und Toner Plastics, um den „Wonder Loom“ zu produzieren, eine in den USA hergestellte Version des Rainbow Loom, die über Wal-Mart verkauft wurde. Im April 2014 brachte Ng eine kleinere, mobile Version des Rainbow Loom auf den Markt, den „Monster Tail“. Seit 2014 ist der Rainbow Loom auch in Deutschland erhältlich und erfreut sich großer Beliebtheit.

Anleitung: Rainbow Loom Armbänder selber machen

Mit dem Rainbow Loom lassen sich kinderleicht wunderschöne Armbänder und andere Accessoires herstellen. Hier ist eine einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung für ein grundlegendes Armband:

  1. Schritt 1: Nimm ein Gummiband und lege es diagonal um zwei Stifte auf dem Loom. Achte darauf, dass die mittlere Stiftreihe etwas höher ist als die äußeren Reihen.
  2. Schritt 2: Nimm ein andersfarbiges Gummiband und lege es diagonal vom rechten Stift zum mittleren Stift.
  3. Schritt 3: Lege ein weiteres Gummiband diagonal um den mittleren und den rechten Stift.
  4. Schritt 4: Wiederhole diese Schritte bis zum Ende des Looms. Du kannst eine Farbreihenfolge einhalten, um ein schönes Muster zu erzielen.
  5. Schritt 5: Am Ende des Looms nimm ein Gummiband und lege es in Form einer Acht um zwei Finger. Falte die Acht zusammen.
  6. Schritt 6: Setze das zusammengefaltete Band über den mittleren Stift am Ende des Looms.
  7. Schritt 7: Drehe den Loom um. Nimm den Rainbow Loom Hook und führe ihn durch das gefaltete Band unter das darunterliegende Gummiband.
  8. Schritt 8: Ziehe das untere Gummiband über den Stift.
  9. Schritt 9: Lege das gezogene Gummiband diagonal über den benachbarten Stift.
  10. Schritt 10: Wiederhole die Schritte 7-9 für alle Gummibänder auf dem Loom, bis du am Anfang angekommen bist.
  11. Schritt 11: Befestige einen Clip am letzten Gummiband. Löse das Armband vorsichtig vom Loom und verschließe den Clip mit dem anderen Ende des Armbands.

Fertig ist dein erstes selbstgemachtes Rainbow Loom Armband! Mit etwas Übung und Kreativität kannst du bald komplexere Muster und Designs erstellen.

Sind Loom-Bänder noch modern?
Die von einem Malaysier Cheong Choon Ng erfundenen Bastelringe aus Gummi, sogenannte Loom Bands (Loombänder), sind inzwischen auch in Deutschland bei vielen Kindern und Jugendlichen sehr beliebt und längst zum einem Trend geworden.

Rezeption und Sicherheitshinweise

Der Rainbow Loom erfreut sich ungebrochener Beliebtheit, besonders bei Kindern und Jugendlichen. Die bunten Armbänder sind nicht nur ein modisches Accessoire, sondern fördern auch die Kreativität, Feinmotorik und Konzentration. Durch die zahlreichen Anleitungen und Tutorials im Internet gibt es immer wieder neue Inspirationen und Gestaltungsmöglichkeiten.

Trotz der positiven Aspekte gibt es auch Warnungen im Zusammenhang mit dem Rainbow Loom. Es gab Berichte über Unfälle, bei denen Kinder durch umherfliegende Gummibänder Augenverletzungen erlitten oder durch zu eng umwickelte Finger Durchblutungsstörungen hatten. Ein generelles Problem ist die Recyclingfähigkeit der Gummibänder, die meist nicht recycelbar sind und somit die Umwelt belasten können. Zudem besteht die Gefahr, dass Kleinkinder die Gummibänder oder fertigen Armbänder verschlucken und ersticken.

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Inhaltsstoffe der Gummibänder, insbesondere bei Nachahmerprodukten. Es wurde befürchtet, dass diese giftige Stoffe enthalten könnten. Die Stiftung Warentest untersuchte 2014 exemplarisch Produkte verschiedener Hersteller auf Schadstoffe wie Phthalate und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Erfreulicherweise wurden in den Stichproben keine problematischen Stoffe gefunden. Dennoch ist es ratsam, beim Kauf auf Qualität zu achten und Produkte von seriösen Herstellern zu bevorzugen.

Rechtliche Aspekte

Cheong Choon Ng hat den Rainbow Loom patentieren lassen und hält mehrere Patente in verschiedenen Ländern. Im August 2013 ging er gerichtlich gegen Wettbewerber vor, die seiner Meinung nach Designelemente des Rainbow Loom kopiert hatten. Die Klagen richteten sich gegen Unternehmen wie Zenacon LLC (FunLoom), LaRose Industries LLC (Cra-Z-Loom) und Toys “R” Us als Vertriebspartner von Cra-Z-Loom.

Sind Loom-Bänder noch modern?

Auch wenn der Hype um den Rainbow Loom seinen Höhepunkt vielleicht überschritten hat, sind Loom-Bänder immer noch aktuell und bei vielen Kindern beliebt. Die Vielfalt an Farben, Mustern und Gestaltungsmöglichkeiten sorgt dafür, dass der Bastelspaß nicht so schnell nachlässt. Zudem gibt es immer wieder neue Trends und Techniken im Rainbow Loom Bereich, die die Kreativität anregen. Die Gummibänder bestehen meist aus Silikon- oder Synthesekautschuk und werden oft in Sets mit Anhängern und weiterem Zubehör angeboten.

Das Landesamt für Verbraucherschutz Niedersachsen (LAVES) hat 2014 Loombänder und Loombänder-Sets untersucht und dabei Parameter wie Weichmacher, Schwermetalle, Lösungsmittel und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe geprüft. Auch die Farbechtheit und der Gehalt an allergenen Duftstoffen wurden analysiert. Die Untersuchungen dienten dazu, die Sicherheit der Produkte zu gewährleisten und Verbraucher vor gesundheitlichen Risiken zu schützen.

Wie viele Looms braucht man für ein Armband?
Man benötigt dafür nur einen Loom (so wird das Gestell genannt), viele bunte Gummibändchen und einen Haken sowie Clips, um die fertigen Bänder festzustecken.

Fazit

Der Rainbow Loom ist mehr als nur ein kurzlebiger Trend. Er ist ein kreatives und vielseitiges Spielzeug, das Kindern und Jugendlichen Spaß macht und gleichzeitig wichtige Fähigkeiten fördert. Mit etwas Sorgfalt und Beachtung der Sicherheitshinweise steht dem bunten Bastelvergnügen nichts im Wege.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Wie viele Looms braucht man für ein Armband?

Für die meisten Armbänder benötigt man nur einen Rainbow Loom. Es gibt jedoch auch größere Projekte, für die man mehrere Looms miteinander verbinden kann, um größere Flächen zu gestalten.

Welche Materialien werden für Loom-Bänder verwendet?

Loom-Bänder bestehen meist aus Silikon- oder Synthesekautschuk. Es gibt auch Varianten aus anderen Materialien, aber diese sind weniger verbreitet.

Sind Loom-Bänder sicher für Kinder?

Ja, wenn man qualitativ hochwertige Produkte von seriösen Herstellern verwendet und die Sicherheitshinweise beachtet. Achten Sie darauf, dass Kinder die Gummibänder nicht verschlucken und vermeiden Sie es, die Bänder zu eng um Finger oder andere Körperteile zu wickeln.

Wo kann man Rainbow Loom Sets kaufen?

Rainbow Loom Sets sind in Spielzeugläden, Bastelläden, ऑनलाइन-Shops und in vielen Supermärkten erhältlich.

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