Wann ist der Höhepunkt der Röschenflechte?

Psoriasis vs. Pityriasis: Unterschiede erklärt

18/01/2026

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Viele Menschen erleben im Laufe ihres Lebens Hautveränderungen, die zu Verunsicherung führen können. Zwei häufige Hauterkrankungen, die oft Verwirrung stiften, sind Psoriasis und verschiedene Formen von Pityriasis. Obwohl beide durch schuppige Hautstellen gekennzeichnet sein können, sind ihre Ursachen, ihr Verlauf und ihre Behandlung grundlegend verschieden. Dieser Artikel soll Ihnen helfen, die Unterschiede zwischen Psoriasis, Pityriasis rosea und Pityriasis lichenoides chronica zu verstehen, um Unsicherheiten zu beseitigen und Ihnen das nötige Wissen für informierte Entscheidungen über Ihre Hautgesundheit zu geben.

Wie kann man Röschenflechte schnell loswerden?
In der Regel ist bei einer Röschenflechte keine Behandlung notwendig, denn sie verheilt innerhalb weniger Wochen wieder ganz von allein. In besonders schweren Fällen kann die Abheilung durch entzündungslindernde Medikamente (Antihistaminika oder Kortikosteroide) unterstützt werden.
Inhaltsverzeichnis

Psoriasis vs. Pityriasis Rosea: Was sind die Unterschiede?

Sowohl Psoriasis als auch Pityriasis rosea können schuppige Hautflecken verursachen, doch hier enden die Gemeinsamkeiten fast. Psoriasis ist eine chronische Autoimmunerkrankung, für die es keine Heilung gibt. Sie ist durch entzündete, trockene, rote oder gräuliche und schuppige Flecken gekennzeichnet. In Deutschland sind schätzungsweise Millionen Menschen von Psoriasis betroffen. Pityriasis rosea hingegen ist eine vorübergehende Erkrankung, die in der Regel innerhalb weniger Wochen von selbst abheilt.

Psoriasis im Detail

Psoriasis ist eine komplexe Erkrankung, bei der das Immunsystem fälschlicherweise gesunde Hautzellen angreift. Dieser Angriff beschleunigt den Hauterneuerungsprozess erheblich. Während sich Hautzellen normalerweise in etwa 28 Tagen erneuern, geschieht dies bei Psoriasis in wenigen Tagen. Diese Überproduktion von Hautzellen führt zur Bildung der charakteristischen dicken, schuppigen Plaques.

Es gibt verschiedene Formen der Psoriasis:

  • Plaque-Psoriasis: Die häufigste Form, gekennzeichnet durch trockene, erhabene, rote oder gräuliche Plaques, die jucken und schmerzen können.
  • Guttata-Psoriasis: Oft nach einer bakteriellen Infektion auftretend, zeigt sie sich in Form kleiner, schuppiger, tropfenförmiger Läsionen. Nach Abklingen der Infektion verschwindet sie meist ohne Behandlung.
  • Inverse Psoriasis: Betrifft Hautfalten und kann durch eine Pilzinfektion begünstigt werden. Sie äußert sich durch rote, glatte, entzündete Stellen in Bereichen wie Achselhöhlen, Leisten oder unter den Brüsten.
  • Pustulöse Psoriasis: Rötliche oder verfärbte Haut umgibt weiße Pusteln oder Bläschen, meist an Händen und Füßen. Trotz des Erscheinungsbildes ist diese Form nicht infektiös.
  • Erythrodermische Psoriasis: Eine schwere, seltene Form, die sich durch flammende Rötung über fast den gesamten Körper ausbreitet. Symptome sind starker Juckreiz und Schmerzen, und die Haut kann sich in großen Bahnen ablösen. Sie tritt meist bei Menschen mit Plaque-Psoriasis auf.

Psoriasis verläuft in Schüben, mit Phasen erhöhter Symptomintensität (Flare-ups) und Remissionsphasen, in denen die Symptome abklingen. Obwohl Psoriasis nicht heilbar ist, gibt es viele Möglichkeiten, die Symptome zu lindern und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.

Pityriasis Rosea im Detail

Pityriasis rosea, auch Röschenflechte genannt, beginnt typischerweise mit einem einzigen, größeren Hautfleck, dem sogenannten Primär- oder Mutterfleck (Herald Patch). Dieser Fleck ist oft oval, leicht erhaben und rosa bis rot, mit einem feinen Schuppenkranz am Rand. Nach einigen Tagen oder Wochen folgen kleinere, sogenannte Tochterflecken, die sich meist am Rumpf, Hals und den oberen Extremitäten ausbreiten.

Pityriasis rosea tritt am häufigsten bei jungen Erwachsenen und Jugendlichen im Alter von 10 bis 35 Jahren auf und ist auch während der Schwangerschaft wahrscheinlicher. Die genaue Ursache ist unbekannt, man vermutet jedoch eine virale Infektion als Auslöser. Im Gegensatz zur Psoriasis ist Pityriasis rosea nicht ansteckend und heilt in der Regel innerhalb von 6 bis 12 Wochen von selbst ab. Symptomlindernde Maßnahmen wie juckreizstillende Cremes oder Antihistaminika können jedoch hilfreich sein.

Was ist die Ursache von Pityriasis rosea?
Die genaue Ursache der Pityriasis rosea ist unklar . Auslöser kann eine Virusinfektion sein, insbesondere bestimmte Stämme des Herpesvirus. Die Erkrankung hat jedoch nichts mit dem Herpesvirus zu tun, das Lippenherpes verursacht. Pityriasis rosea ist nicht ansteckend.

Vergleichstabelle: Psoriasis vs. Pityriasis Rosea

MerkmalPsoriasisPityriasis Rosea
UrsacheAutoimmunerkrankungVermutlich virale Infektion
ChronizitätChronisch, lebenslangVorübergehend, selbstlimitierend
Typische SymptomeDicke, schuppige Plaques, verschiedene Formen, Juckreiz möglichPrimärfleck (Herald Patch), dann kleinere Tochterflecken, milder Juckreiz möglich
DauerLebenslang, Schübe und Remissionen4-12 Wochen
Ansteckend?NeinNein
BehandlungTopische und systemische Medikamente, Lichttherapie, keine Heilung, aber ManagementSymptomlindernd, z.B. juckreizstillende Cremes, heilt von selbst

Psoriasis vs. Pityriasis Lichenoides Chronica: Die feinen Unterschiede

Pityriasis lichenoides chronica (PLC) ist eine weitere Hauterkrankung, die manchmal mit Psoriasis verwechselt wird. PLC ist eine seltene, gutartige Hauterkrankung, die durch kleine, erhabene, schuppige Flecken gekennzeichnet ist. Diese Flecken können rosa, rot oder braun sein und gelegentlich jucken. Im Gegensatz zur Psoriasis, die durch dicke Plaques charakterisiert ist, sind die Läsionen bei PLC eher klein und papulös.

Pityriasis Lichenoides Chronica im Detail

Die genaue Ursache von PLC ist unbekannt, aber es wird vermutet, dass Unregelmäßigkeiten im Immunsystem eine Rolle spielen. Auch Infektionen und genetische Veranlagung werden als mögliche Faktoren diskutiert. PLC verläuft chronisch, wobei neue Läsionen über Wochen und Monate auftreten können. Die Erkrankung neigt dazu, spontan abzuheilen, kann sich aber über Monate oder Jahre hinziehen. Medikamente können helfen, die Symptome zu lindern.

Symptome von Pityriasis Lichenoides Chronica:

  • Hautläsionen: Kleine, erhabene Papeln, die in Farbe und Größe variieren können (rosa, rot, braun). Sie können rund oder oval sein und ein schuppiges oder verkrustetes Aussehen haben.
  • Juckreiz: Häufig, kann von mild bis stark reichen und sich bei Wärme oder Schwitzen verschlimmern.
  • Dauer: Chronischer Verlauf mit Schüben und Remissionen.
  • Verteilung: Symmetrisch am Rumpf, Gesäß, Armen und Beinen, manchmal auch Gesicht, Hals und Kopfhaut.

Psoriasis im Vergleich zu PLC

Obwohl sowohl Psoriasis als auch PLC Hautläsionen und Juckreiz verursachen können, gibt es wesentliche Unterschiede. Psoriasis ist eine häufige Autoimmunerkrankung mit genetischer Veranlagung und bekannten Auslösern, während PLC eine seltene Erkrankung unbekannter Ursache ist. Die Läsionen bei Psoriasis sind typischerweise dicke, rote Plaques mit silbrigen Schuppen, während PLC durch kleinere, papulöse Läsionen gekennzeichnet ist. Auch in der Histologie und Behandlung gibt es Unterschiede.

Vergleichstabelle: Psoriasis vs. Pityriasis Lichenoides Chronica

MerkmalPityriasis Lichenoides Chronica (PLC)Psoriasis
UrsacheUnbekannt, vermutlich ImmunstörungGenetische Veranlagung, Immunstörung, Umweltfaktoren
ErscheinungsbildKleine, schuppige, rosa bis rote PapelnDicke, rote Plaques mit silbrigen Schuppen
VerteilungSchübe, die über Zeit abheilenChronisch, persistierend
BegleitsymptomeJuckreizJuckreiz, Gelenkschmerzen (Psoriasis-Arthritis)
HistologieDichtes Entzündungsinfiltrat, epidermale VeränderungenEpidermale Hyperplasie, Entzündungsinfiltrate
BehandlungTopische Kortikosteroide, Phototherapie, systemische MedikamenteTopische Kortikosteroide, Phototherapie, orale Medikamente, Biologika

Gemeinsamkeiten zwischen Psoriasis, Pityriasis Rosea und Pityriasis Lichenoides Chronica

Trotz der Unterschiede gibt es auch einige Gemeinsamkeiten zwischen diesen Hauterkrankungen:

  • Hautläsionen: Alle drei Erkrankungen können erhabene, schuppige Läsionen auf der Haut verursachen, die rot, rosa oder bräunlich erscheinen können.
  • Juckreiz: Juckreiz ist ein häufiges Symptom bei allen drei Erkrankungen, obwohl der Schweregrad variieren kann. Bei Pityriasis rosea ist er oft milder als bei Psoriasis oder PLC.
  • Chronizität: Sowohl Psoriasis als auch PLC können einen chronischen Verlauf haben, wobei die Symptome über Monate oder Jahre anhalten. Pityriasis rosea ist hingegen immer vorübergehend.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist der Hauptunterschied zwischen Psoriasis und Pityriasis?
Der Hauptunterschied liegt in der Ursache und Chronizität. Psoriasis ist eine chronische Autoimmunerkrankung, während Pityriasis rosea eine vorübergehende Erkrankung unbekannter (vermutlich viraler) Ursache ist, die von selbst abheilt. Pityriasis lichenoides chronica ist ebenfalls chronisch, aber seltener und durch andere Arten von Hautläsionen gekennzeichnet als Psoriasis.
Ist Pityriasis ansteckend?
Nein, weder Pityriasis rosea noch Pityriasis lichenoides chronica sind ansteckend. Psoriasis ist es ebenfalls nicht.
Kann Psoriasis geheilt werden?
Nein, Psoriasis ist derzeit nicht heilbar. Es gibt jedoch viele wirksame Behandlungen, um die Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern.
Wie werden diese Bedingungen behandelt?
Die Behandlung hängt von der jeweiligen Erkrankung ab. Psoriasis wird mit topischen Cremes, Salben, Lichttherapie, oralen Medikamenten und Biologika behandelt. Pityriasis rosea benötigt meist keine Behandlung und heilt von selbst. Symptome wie Juckreiz können gelindert werden. Pityriasis lichenoides chronica kann mit topischen Kortikosteroiden, Phototherapie oder systemischen Medikamenten behandelt werden.
Wann sollte ich einen Arzt aufsuchen?
Wenn Sie Hautveränderungen bemerken, insbesondere schuppige Flecken, die jucken oder schmerzen, ist es ratsam, einen Arzt oder Hautarzt aufzusuchen. Eine korrekte Diagnose ist wichtig, um die richtige Behandlung zu erhalten und andere Hauterkrankungen auszuschließen.

Es ist wichtig zu betonen, dass dieser Artikel nur zu Informationszwecken dient und keine professionelle medizinische Beratung ersetzen kann. Wenn Sie Bedenken bezüglich Ihrer Hautgesundheit haben, suchen Sie bitte einen qualifizierten Arzt auf, um eine genaue Diagnose und einen individuellen Behandlungsplan zu erhalten. Eine frühzeitige Diagnose und angemessene Behandlung können helfen, die Symptome zu lindern und Ihre Lebensqualität zu verbessern.

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