Was ist im Garten zu tun im Februar?

Gartenarbeit im Februar: Vorbereitung auf den Frühling

30/07/2024

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Der Februar markiert im Garten den Übergang vom winterlichen Stillstand zur Vorbereitung auf das kommende Gartenjahr. Auch wenn die Temperaturen oft noch frostig sind, erwacht die Natur langsam zu neuem Leben und es gibt bereits einiges zu tun, um den Grundstein für eine reiche Ernte und eine üppige Blütenpracht zu legen. Dieser Artikel gibt Ihnen einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Gartenarbeiten im Februar, von der Ernte der letzten Wintergemüse bis zur Vorbereitung von Saatgut und dem Vorkeimen von Kartoffeln. Nutzen Sie die ruhigere Zeit, um Ihren Garten fit für das Frühjahr zu machen und sich schon jetzt auf die kommende Saison zu freuen.

Was ist im Garten zu tun im Februar?
GARTENMONAT FEBRUARSaatgut vorbereiten und Kartoffeln vorkeimen lassen. ...Aussaat im Warmen. ...Aussaat ins Beet. ...Das letzte Gemüse ernten. ...Gehölzschnitt – Nur noch bis Ende Februar! ...Blumen und Ziergehölz. ...Die tierischen Mitbewohner nicht vergessen.
Inhaltsverzeichnis

Letzte Ernte und Vorziehen neuer Pflanzen

Wer im Herbst und Winter auf kälteresistente Gemüsesorten gesetzt hat, kann sich auch im Februar noch über eine späte Ernte freuen. Gemüse wie Rosenkohl, Grünkohl, Weißkohl, Feldsalat, Schwarzwurzeln, Topinambur, Wirsing, Winterpostelein und Porree stehen oft noch bereit, um frisch geerntet zu werden. Auch Spinat und Knollensellerie aus dem Gewächshaus können bis in den Februar hinein geerntet werden. Nutzen Sie diese Gelegenheit, um frisches, regionales Gemüse zu genießen, bevor die neue Gartensaison richtig beginnt.

Gleichzeitig ist der Februar der ideale Zeitpunkt, um mit dem Vorziehen neuer Pflanzen im Warmen zu beginnen. Auf der Fensterbank oder im Gewächshaus können die ersten Pflänzchen für die kommende Saison vorbereitet werden. Dies ist besonders wichtig für Gemüsesorten mit einer langen Wachstumsperiode oder solche, die kälteempfindlich sind. Durch das Vorziehen erhalten die Pflanzen einen Wachstumsvorsprung und sind bereit für das Auspflanzen ins Beet, sobald die Temperaturen im Frühling milder werden.

Saatgut vorbereiten und Kartoffeln vorkeimen lassen

Bevor Sie neues Saatgut für die kommende Saison besorgen, ist es ratsam, zunächst Ihre alten Samenbestände zu überprüfen. Sortieren Sie Ihre Samen und machen Sie eine Bestandsaufnahme. So erhalten Sie einen Überblick darüber, welche Samen Sie noch haben und welche Sie gegebenenfalls neu anschaffen müssen. Achten Sie dabei auf das Ablaufdatum der Samen, da die Keimfähigkeit mit der Zeit nachlassen kann. Eine gute Organisation des Saatguts spart nicht nur Geld, sondern auch Zeit und Mühe im Frühjahr.

Ein weiterer wichtiger Schritt im Februar ist das Vorkeimen von Kartoffeln. Wenn Sie Kartoffeln im eigenen Garten anbauen möchten, sollten Sie die Pflanzkartoffeln bereits jetzt zum Vorkeimen vorbereiten. Legen Sie die Kartoffelknollen in Kisten oder Eierkartons und stellen Sie sie an einen hellen und kühlen Ort. Ideal ist ein Raum mit Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad Celsius. Durch das Vorkeimen bilden die Kartoffeln kurze, kräftige Triebe. Dies hat mehrere Vorteile: Die Kartoffelpflanzen werden widerstandsfähiger gegen Schädlinge und Krankheiten, die Ernte wird etwa zwei Wochen früher sein und fällt in der Regel auch reicher aus. Achten Sie darauf, dass die Keime beim späteren Pflanzen nicht beschädigt werden.

Aussaat im Warmen: Microgreens und Gemüse vorziehen

Der Februar ist die perfekte Zeit für die Aussaat im Warmen. Auf der Fensterbank oder im Gewächshaus können Sie verschiedene Pflanzen vorziehen. Besonders einfach und schnell wachsen Kresse, Sprossen und Microgreens. Diese vitaminreichen Keimlinge können bereits nach wenigen Tagen geerntet werden und sind eine gesunde Ergänzung auf dem Speiseplan. Für die Anzucht von Microgreens benötigen Sie lediglich eine flache Schale, etwas Anzuchterde und Samen. Halten Sie die Erde feucht und stellen Sie die Schale an einen hellen Ort.

Auch langsam wachsende und kälteempfindliche Gemüsesorten wie Auberginen, Paprika und Chili können bereits ab Mitte Februar im Warmen vorgezogen werden. Diese Pflanzen benötigen eine längere Entwicklungszeit und profitieren von einem frühen Start. Verwenden Sie für die Aussaat Pflanztöpfe oder Anzuchtschalen und achten Sie auf ausreichend Abstand zwischen den Samen. Die Samen sollten mit einer dünnen Schicht Erde bedeckt und leicht feucht gehalten werden. Ein heller Standort ist wichtig für das Wachstum der jungen Pflänzchen. Lüften Sie den Raum regelmäßig, um Stauluft zu vermeiden, aber vermeiden Sie kalte Zugluft.

Sobald die Sämlinge etwas größer sind und sich gegenseitig bedrängen, sollten sie in größere Gefäße umgepflanzt werden. Dieser Schritt wird als Pikieren bezeichnet. Setzen Sie die Pflänzchen dabei etwas tiefer in die Erde, das fördert die Wurzelbildung. Ins Freiland dürfen die vorgezogenen Pflanzen jedoch erst, wenn keine Frostgefahr mehr besteht, in der Regel nach den Eisheiligen Mitte Mai. Bis dahin sollten die Jungpflanzen regelmäßig abgehärtet werden, indem man sie an milden Tagen stundenweise ins Freie stellt, um sie an die Außenbedingungen zu gewöhnen.

Aussaat im Frühbeet: Schutz für frühe Kulturen

Für eine frühe Ernte im Garten bietet das Frühbeet im Februar eine ideale Möglichkeit zur Aussaat. Ein Frühbeet ist ein umrandetes Beet, das mit einer transparenten Abdeckung, meist aus Glas oder Kunststoff, versehen ist. Durch die Sonneneinstrahlung erwärmt sich die Luft im Frühbeet und es entsteht ein geschützter Raum, der vor Wind und Frost schützt. Im Frühbeet können bereits im Februar verschiedene Gemüsesorten und Kräuter ausgesät werden, darunter Kohlrabi, Wirsing, Salat, Rettich, Porree, Radieschen, Endivien, Spinat, Zwiebeln, Kohl, Erbsen und Küchenkräuter wie Dill oder Bohnenkraut.

Die Aussaat im Frühbeet ermöglicht eine frühere Ernte als die Direktsaat ins Freiland. Wichtig ist die regelmäßige Lüftung des Frühbeets, besonders an milden Tagen. Denn Wärme und hohe Luftfeuchtigkeit können Pilzbefall begünstigen. Öffnen Sie die Abdeckung des Frühbeets, um für eine gute Luftzirkulation zu sorgen und die Temperatur zu regulieren. An kalten Tagen sollte das Frühbeet jedoch geschlossen bleiben, um die Wärme zu halten.

Direkt ins Freiland können im Februar nur wenige, besonders kälteresistente Gemüsesorten ausgesät werden, wie Spinat, Radieschen oder Ackerbohnen. Diese Gemüse vertragen auch frostige Temperaturen und können bereits früh im Jahr gesät werden, um eine frühe Ernte zu ermöglichen. Achten Sie bei der Direktsaat im Freiland auf den Zustand des Bodens. Er sollte nicht gefroren und nicht zu nass sein.

Gehölzschnitt: Nur noch bis Ende Februar!

Der Winter ist die ideale Zeit für den Gehölzschnitt. Bäume und Sträucher können im Winter am besten beschnitten werden, da sie sich in der Ruhephase befinden und keine Blätter tragen. Außerdem stört man zu dieser Zeit keine brütenden Vögel. Der Gehölzschnitt sollte jedoch bis Ende Februar abgeschlossen sein, da ab März die Vegetationsperiode beginnt und die Vögel mit dem Nestbau beginnen.

Beim Gehölzschnitt ist es wichtig, auf die richtigen Bedingungen zu achten. Bei Temperaturen unter minus fünf Grad Celsius sollte der Schnitt auf einen milderen Tag verschoben werden, da das Holz bei Frost spröde wird und leichter bricht. Ein regelmäßiger Schnitt ist für viele Obstbäume und Beerensträucher wichtig, um ihre Gesundheit und Vitalität zu erhalten und eine reiche Obsternte zu fördern. Beim Schnitt werden alle toten und kranken Zweige bis zum gesunden Holz zurückgeschnitten. Achten Sie auf eine lichte und luftige Krone, damit alle Pflanzenteile ausreichend Sonne und Luft bekommen. Dies beugt Pilzerkrankungen vor.

Ein besonderer Tipp für Obstbäume: Entfernen Sie unbedingt die „Fruchtmumien“ des letzten Jahres, die noch am Baum hängen oder auf dem Boden liegen. Diese vertrockneten Früchte können Pilzerkrankungen übertragen und sollten daher entfernt werden, um die Gesundheit des Baumes zu gewährleisten.

Blumen und Ziergehölze: Farbtupfer im Wintergarten

Auch im Bereich der Blumen und Ziergehölze gibt es im Februar einiges zu tun. An frostfreien Tagen können Stauden, Ziersträucher und Rosenstöcke in den Garten gepflanzt werden. Nutzen Sie die milderen Tage, um neue Farbtupfer in Ihren Garten zu bringen. Auch verblühte Topfpflanzen wie die Christrose können jetzt ins Freie gepflanzt werden, sofern der Boden nicht gefroren ist. Wenn Sie eine Zimmerpflanze ins Freie pflanzen möchten, empfiehlt es sich, diese zunächst phasenweise abzuhärten. Stellen Sie die Pflanze an milden Tagen stundenweise ins Freie, um sie an die veränderten Bedingungen zu gewöhnen.

Für Gräser ist jetzt der richtige Zeitpunkt für den Rückschnitt. Schneiden Sie die Gräser handbreit über dem Boden zurück. Das Schnittgut kann zum Mulchen oder als Füllung für ein Hochbeet verwendet werden. Auch bei Ziersträuchern, die im Sommer blühen, kann ein leichter Auslichtungsschnitt vorgenommen werden.

Die tierischen Mitbewohner nicht vergessen: Nistkästen und Frühblüher

Auch die tierischen Mitbewohner im Garten sollten im Februar nicht vergessen werden. Ab März beginnen die ersten Vögel, wie Meisen, bereits mit dem Nestbau. Daher ist es sinnvoll, jetzt noch schnell Nistkästen an Bäumen zu befestigen, um den Vögeln einen geeigneten Brutplatz anzubieten. Nistkästen sollten an einem ruhigen und geschützten Ort aufgehängt werden, der vor direkter Sonneneinstrahlung und starkem Wind geschützt ist. Alle bewährten Nistkästen können außerdem noch gereinigt oder instandgesetzt werden, bevor die neuen gefiederten Mieter einziehen. Entfernen Sie alte Nester und reinigen Sie den Nistkasten mit einer Bürste und warmem Wasser.

Auch für unsere sechsbeinigen Nachbarn, die Insekten, können Sie im Februar aktiv werden. Wenn Sie im Herbst das Pflanzen von Frühblüher-Zwiebeln versäumt haben, können Sie dies jetzt noch nachholen. Pflanzen Sie Zwiebeln von Schneeglöckchen, Krokussen, Winterlingen und Blausternchen. Diese Frühblüher bieten den ersten Insekten im Frühjahr, wie Bienen und Hummeln, eine wichtige Nahrungsquelle nach dem Winter.

Ruhe vor dem Sturm: Genießen Sie die Gartenruhe

Wenn alle Arbeiten im und ums Beet herum abgeschlossen sind, dann heißt es im Februar auch einmal Füße stillhalten und noch ein wenig die Ruhe im Garten genießen. Die Natur bereitet sich auf den Frühling vor und auch im Garten herrscht eine besondere Atmosphäre der Stille und des Wartens. Nutzen Sie diese Zeit, um sich zu entspannen, Gartenpläne für das kommende Jahr zu schmieden oder einfach die winterliche Gartenlandschaft zu genießen. Im März geht es dann mit dem Vorziehen und der Aussaat richtig los und der Garten erwacht endgültig zu neuem Leben. Freuen Sie sich auf die kommende Gartensaison und die vielen schönen Stunden, die Sie in Ihrem Garten verbringen werden.

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