Was wächst in Lappland?

Herbstliche Schätze Lapplands: Beeren und Pilze

23/12/2024

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Wenn der Sommer langsam Abschied nimmt und die Tage kürzer werden, verwandelt sich Lappland in ein Paradies für Naturliebhaber und Feinschmecker. Der Herbst zieht mit einem Farbenspiel aus Orange, Rot und Gelb in die Wälder ein und kündigt die Zeit der reichen Ernte an. Es ist die Saison der Beeren und Pilze, die in Hülle und Fülle in der unberührten Natur Lapplands wachsen. Diese Jahreszeit bietet nicht nur eine visuelle Pracht, sondern auch die Möglichkeit, die gesunden und köstlichen Gaben des Waldes selbst zu entdecken und zu sammeln.

Welche Beeren gibt es in Lappland?
Außer Blaubeeren wachsen im Wald auch Preiselbeeren: Puolukka auf finnisch. Die Beeren leuchten knallrot zwischen den immergrünen Blättern ihrer Büsche. Nach den ersten Frostnächten entfalten sie jetzt ihren säuerlich-süßen Geschmack. Je weiter wir nach oben und Richtung Gipfel kommen, umso weniger Bäume umgeben uns.
Inhaltsverzeichnis

Beerenvielfalt in Lappland

Lappland ist berühmt für seine reiche Beerenauswahl. Die saubere Luft und die langen Sonnentage im Sommer, gefolgt von kühlen Nächten, schaffen ideale Bedingungen für das Wachstum von Beeren mit intensivem Geschmack und hohem Nährstoffgehalt. Bereits im August beginnen die ersten Beeren zu reifen, aber der Höhepunkt der Beerensaison liegt im September und Oktober. Zu den bekanntesten und beliebtesten Beeren Lapplands gehören:

  • Blaubeeren (Vaccinium myrtillus): Sie sind wohl die häufigsten Beeren im lappländischen Wald. Die kleinen, dunkelblauen Beeren sind reich an Vitaminen und Antioxidantien und schmecken herrlich süß. Sie wachsen auf niedrigen Sträuchern und sind oft in großen Mengen zu finden.
  • Preiselbeeren (Vaccinium vitis-idaea): Auch bekannt als Kronsbeeren, zeichnen sich Preiselbeeren durch ihren leicht säuerlichen und erfrischenden Geschmack aus. Sie leuchten rot zwischen den immergrünen Blättern ihrer Büsche und sind besonders nach den ersten Frostnächten köstlich.
  • Moltbeeren (Rubus chamaemorus): Die Moltbeere, auch als „Gold Lapplands“ bezeichnet, ist eine besondere Rarität. Sie wächst nur in den nördlichen Breitengraden und ist für ihren einzigartigen, süß-säuerlichen Geschmack und ihre goldgelbe Farbe bekannt. Da pro Stängel nur eine Beere wächst, ist der Ertrag gering und die Moltbeere entsprechend kostbar.
  • Heidelbeeren (Vaccinium uliginosum): Ähnlich wie Blaubeeren, aber oft etwas größer und milder im Geschmack. Heidelbeeren wachsen ebenfalls auf niedrigen Sträuchern und sind eine willkommene Ergänzung zu Blaubeeren und Preiselbeeren.

Die Königin der Beeren: Moltbeere

Die Moltbeere verdient besondere Aufmerksamkeit. Ihr Spitzname „Gold Lapplands“ kommt nicht von ungefähr. Diese exklusive Beere ist nicht nur geschmacklich ein Highlight, sondern auch ökologisch wertvoll und wirtschaftlich bedeutsam für die Region. Ihr Anbau ist schwierig, daher wird sie fast ausschließlich wild gesammelt. Die Moltbeere reift im Spätsommer und Herbst und ist ein wahres Superfood, reich an Vitamin C und Antioxidantien.

Der Geschmack der Moltbeere ist einzigartig – eine Mischung aus süß, säuerlich und leicht herb, mit einem Hauch von Honig. Sie eignet sich hervorragend für Marmeladen, Desserts, Säfte und Liköre. In Lappland wird die Moltbeere traditionell in vielen Gerichten verwendet und gilt als Delikatesse.

Blaubeeren und Preiselbeeren: Klassiker des Waldes

Blaubeeren und Preiselbeeren sind die Allrounder unter den lappländischen Waldbeeren. Sie sind vielseitig verwendbar und in großen Mengen vorhanden. Blaubeeren eignen sich hervorragend zum direkten Verzehr, für Kuchen, Muffins, Smoothies und natürlich für Blaubeermarmelade. Preiselbeeren hingegen werden oft zu Kompott, Soßen oder Saft verarbeitet, da ihr säuerlicher Geschmack besonders gut zu herzhaften Gerichten passt, beispielsweise zu Wild oder Rentierfleisch. Auch als Beilage zu Pfannkuchen oder im Joghurt sind Preiselbeeren eine leckere und gesunde Wahl.

Was wächst in Lappland?
In den Wäldern wachsen Beeren und Pilze in Hülle und Fülle. Neben Blaubeeren, Heidelbeeren und Preiselbeeren die schon im August reif sind, kann man hier auch die bekannten Moltbeeren die nur in den Breitengraden Lapplands wachsen sammeln.

Pilzreichtum in Lappland

Neben Beeren ist der Herbst in Lappland auch die Zeit der Pilze. Die feuchten Wälder bieten ideale Bedingungen für eine Vielzahl von Pilzarten. Das Sammeln von Pilzen ist in Lappland eine beliebte Freizeitbeschäftigung und eine Möglichkeit, die Natur intensiv zu erleben. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass nicht alle Pilze essbar sind und eine gute Kenntnis der Pilzarten unerlässlich ist, um Vergiftungen zu vermeiden. Im Zweifelsfall sollte man nur Pilze sammeln, die man sicher identifizieren kann oder sich von erfahrenen Pilzsammlern beraten lassen.

Typische Pilze: Rotkappe, Steinpilz & Co.

In Lappland gibt es eine beeindruckende Vielfalt an Speisepilzen. Zu den bekanntesten und beliebtesten gehören:

  • Rotkappe (Leccinum rufum): Die Rotkappe ist ein typischer Pilz Lapplands und oft in Birkenwäldern zu finden. Sie ist leicht an ihrem orange-roten Hut und dem weiß-grauen Stiel mit dunklen Schuppen zu erkennen. Die Rotkappe ist ein schmackhafter Speisepilz, der sich gut für Pilzgerichte aller Art eignet.
  • Steinpilz (Boletus edulis): Der Steinpilz, auch Herrenpilz genannt, ist ein Klassiker unter den Speisepilzen und auch in Lappland anzutreffen. Er zeichnet sich durch seinen braunen Hut und den bauchigen, hellen Stiel aus. Sein nussiger Geschmack und sein festes Fleisch machen ihn zu einem begehrten Pilz für Feinschmecker.
  • Pfifferling (Cantharellus cibarius): Der Pfifferling, auch Eierschwamm genannt, ist ein weiterer beliebter Speisepilz, der in Lappland wächst. Er hat eine goldgelbe Farbe und einen trichterförmigen Hut. Sein pfeffriger Geschmack verleiht vielen Gerichten eine besondere Note.
  • Birkenpilz (Leccinum scabrum): Der Birkenpilz ist eng mit der Rotkappe verwandt und ebenfalls häufig in Birkenwäldern zu finden. Er hat einen braunen bis grauen Hut und einen weißlichen Stiel mit dunklen Schuppen. Auch der Birkenpilz ist essbar und vielseitig verwendbar.
  • Butterpilz (Suillus luteus): Der Butterpilz ist an seinem schleimigen, braunen Hut und dem gelben Stielring erkennbar. Er ist ein guter Speisepilz, sollte aber vor der Zubereitung von seiner schleimigen Huthaut befreit werden.

Tipps zum Beeren- und Pilzesammeln in Lappland

Das Sammeln von Beeren und Pilzen in Lappland ist ein unvergessliches Erlebnis. Hier sind einige Tipps, die Ihnen bei Ihrem Sammelabenteuer helfen können:

  • Informieren Sie sich: Machen Sie sich mit den essbaren Beeren- und Pilzarten vertraut, die in Lappland vorkommen. Es gibt zahlreiche Bestimmungsbücher und Online-Ressourcen, die Ihnen dabei helfen können.
  • Ausrüstung: Packen Sie einen Korb oder Eimer zum Sammeln ein, sowie ein Messer zum Reinigen der Pilze direkt im Wald. Tragen Sie wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk, da das Gelände uneben und feucht sein kann.
  • Respektieren Sie die Natur: Sammeln Sie nur so viel, wie Sie tatsächlich benötigen und beschädigen Sie die Natur nicht. Lassen Sie keine Abfälle im Wald zurück und respektieren Sie den Lebensraum von Tieren und Pflanzen.
  • Sicherheit geht vor: Verlassen Sie die markierten Wege nicht ohne Ortskenntnis und informieren Sie jemanden über Ihre geplante Route. Achten Sie auf das Wetter und seien Sie vorbereitet auf plötzliche Wetterumschwünge. Im Umgang mit Pilzen gilt: Nur sammeln, was Sie sicher kennen!
  • Genießen Sie die Erfahrung: Das Sammeln von Beeren und Pilzen ist mehr als nur die Nahrungssuche. Es ist eine Möglichkeit, die Ruhe und Schönheit der lappländischen Natur zu genießen, Stress abzubauen und sich aktiv zu erholen.

Fragen und Antworten zum Beeren- und Pilzesammeln in Lappland

Wann ist die beste Zeit zum Beeren- und Pilzesammeln in Lappland?
Die Beerensaison beginnt im August und erreicht ihren Höhepunkt im September und Oktober. Die Pilzsaison startet ebenfalls im Spätsommer und dauert bis in den Herbst hinein, oft bis zum ersten Schnee.
Wo finde ich die meisten Beeren und Pilze?
Beeren wachsen in fast allen Waldtypen Lapplands, besonders häufig in Kiefern- und Birkenwäldern. Moltbeeren bevorzugen Moorgebiete. Pilze sind oft in feuchten Wäldern, unter Bäumen und in der Nähe von Wasserläufen zu finden.
Darf man in Lappland Beeren und Pilze frei sammeln?
Ja, in Finnland gilt das Jedermannsrecht (Jokamiehenoikeudet), das es jedem erlaubt, sich frei in der Natur zu bewegen und Beeren, Pilze und Wildblumen für den Eigenbedarf zu sammeln, solange man die Natur respektiert und keinen Schaden anrichtet.
Gibt es giftige Beeren oder Pilze, die man verwechseln könnte?
Es gibt einige giftige Beeren, die essbaren Beeren ähneln können, aber in den typischen Sammelgebieten Lapplands sind Verwechslungen eher selten. Bei Pilzen ist die Gefahr größer. Es ist wichtig, sich gut auszukennen und im Zweifelsfall einen Experten zu Rate zu ziehen. Es gibt auch Apps und Kurse zur Pilzbestimmung.
Was mache ich, wenn ich zu viele Beeren oder Pilze gesammelt habe?
Beeren und Pilze lassen sich gut konservieren. Beeren können eingefroren, zu Marmelade oder Saft verarbeitet werden. Pilze können getrocknet, eingelegt oder ebenfalls eingefroren werden. So können Sie die Köstlichkeiten Lapplands auch außerhalb der Saison genießen.

Der Herbst in Lappland ist eine magische Zeit, um die Natur in ihrer vollen Pracht zu erleben und die gesunden und schmackhaften Geschenke des Waldes zu entdecken. Ob beim entspannten Waldspaziergang, bei einer Wanderung oder beim Angeln – das Sammeln von Beeren und Pilzen ist eine bereichernde Erfahrung für Jung und Alt und ein echtes Highlight eines Lappland-Aufenthalts.

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