Was wird auf La Gomera angebaut?

Grünste Inseln: Vegetation der Kanaren

05/08/2024

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Die Kanarischen Inseln, ein Archipel vulkanischen Ursprungs vor der Küste Nordwestafrikas, sind bekannt für ihr ganzjährig mildes Klima und ihre atemberaubende Landschaft. Oftmals werden sie primär mit sonnenverwöhnten Stränden und vulkanischer Kargheit assoziiert, doch gerade die Vegetation der Inseln ist unglaublich vielfältig und faszinierend. Welche der Kanarischen Inseln aber trägt den Titel der grünsten Insel?

Inhaltsverzeichnis

Die Vielfalt der Kanarischen Vegetation

Die Kanarischen Inseln beheimaten eine bemerkenswerte Bandbreite an Ökosystemen, die sich in ihrer Pflanzenwelt widerspiegeln. Diese Vielfalt ist bedingt durch verschiedene Faktoren wie Höhenlage, Ausrichtung zu den Passatwinden, vulkanische Böden und natürlich das subtropische Klima. Von kargen Küstenlandschaften über üppige Lorbeerwälder bis hin zu hochalpinen Zonen am Teide auf Teneriffa – die Pflanzenvielfalt ist beeindruckend.

Was wird auf La Gomera angebaut?
Auf den Anbauflächen von Mazapeces wurde traditionell Getreide und Hülsenfrüchte angebaut, wie Linsen, Erbsen, Kichererbsen, Weizen, Gerste oder Mais. Heutzutage finden wir Felder für den Eigenbedarf mit Kartoffeln, Weintrauben, Mais und verschiedenen Gemüsesorten.

Lorbeerwälder: Juwelen der Kanaren

Ein besonderes Highlight der kanarischen Vegetation sind die Lorbeerwälder, auch bekannt als Laurisilva. Diese immergrünen Wälder sind Relikte aus dem Tertiär und ähneln der Vegetation, die einst weite Teile Südeuropas und Nordafrikas bedeckte. Sie gedeihen in den feuchten, nebelreichen Lagen der Inseln, vor allem an den Nordhängen, wo die Passatwinde kondensieren. In diesen Wäldern dominieren Lorbeergewächse, Baumheide, Farne und Moose. Sie sind nicht nur wunderschön anzusehen, sondern auch ökologisch wertvoll, da sie zur Wassergewinnung beitragen und einen wichtigen Lebensraum für viele Tierarten darstellen.

Kiefernwälder und Kanarische Kiefer

In höheren Lagen, oberhalb der Lorbeerwälder und unterhalb der alpinen Zonen, finden sich Kiefernwälder. Hier dominiert die Kanarische Kiefer (Pinus canariensis), eine endemische Kiefernart, die perfekt an die Bedingungen der Inseln angepasst ist. Sie ist feuerresistent und kann selbst nach Waldbränden wieder austreiben. Die Kiefernwälder sind lichter als die Lorbeerwälder und bieten einen anderen, aber ebenso reizvollen Landschaftstyp.

Vulkanische Vegetation und Endemiten

Die vulkanischen Böden der Kanaren, obwohl oft karg erscheinend, beherbergen eine spezialisierte vulkanische Vegetation. Pflanzen, die sich an diese Bedingungen angepasst haben, sind oft widerstandsfähig gegen Trockenheit und Nährstoffmangel. Besonders bemerkenswert ist der hohe Anteil an endemischen Pflanzen auf den Kanarischen Inseln. Endemiten sind Arten, die ausschließlich in einem bestimmten Gebiet vorkommen. Die Kanaren haben eine beeindruckende Anzahl solcher Endemiten, was ihre Flora zu einem einzigartigen Schatz macht.

Welche Insel ist die grünste?

Obwohl alle Kanarischen Inseln ihren eigenen botanischen Reiz haben, gibt es doch Inseln, die sich durch eine besonders üppige und vielfältige Vegetation auszeichnen. Betrachtet man die Fläche der Lorbeerwälder und die allgemeine Gründichte, so stechen vor allem zwei Inseln hervor:

La Palma: Die „Isla Bonita“

Oft wird La Palma als die grünste Insel der Kanaren bezeichnet, und das zu Recht. Sie trägt den Beinamen „La Isla Bonita“ (Die schöne Insel) und ist berühmt für ihre üppigen Lorbeerwälder, die sich über weite Teile der Insel erstrecken. Der Nationalpark Caldera de Taburiente im Zentrum der Insel beherbergt nicht nur eine beeindruckende vulkanische Landschaft, sondern auch dichte Lorbeerwälder und Kiefernwälder. Die feuchten Passatwinde und die steilen Hänge La Palmas schaffen ideale Bedingungen für eine üppige Vegetation. La Palma ist ein wahres Paradies für Wanderer und Naturliebhaber, die die Schönheit der kanarischen Flora hautnah erleben möchten.

Teneriffa: Vielfalt auf allen Ebenen

Teneriffa, die größte der Kanarischen Inseln, bietet ebenfalls eine beeindruckende Vielfalt an Vegetation. Während der Süden der Insel eher trocken und sonnenverwöhnt ist, präsentieren sich der Norden und das Anaga-Gebirge im Nordosten in einem satten Grün. Auch auf Teneriffa gibt es ausgedehnte Lorbeerwälder, insbesondere im Anaga-Gebirge und im Teno-Gebirge. Der Teide Nationalpark, der das Zentrum der Insel dominiert, beherbergt eine einzigartige hochalpine Vegetation, die sich an die extremen Bedingungen in großer Höhe angepasst hat. Teneriffa vereint somit verschiedene Vegetationszonen auf einer Insel und bietet eine unglaubliche botanische Vielfalt.

Vergleich der Vegetation der Kanarischen Inseln (vereinfacht)

Um einen vereinfachten Überblick zu geben, hier eine Tabelle, die die Vegetation der verschiedenen Kanarischen Inseln grob vergleicht:

InselDominierende VegetationstypenBesonderheiten
La PalmaLorbeerwälder, Kiefernwälder, vulkanische VegetationUmfangreichste Lorbeerwälder, sehr grün, „Isla Bonita“
TeneriffaLorbeerwälder, Kiefernwälder, hochalpine Vegetation, KüstenvegetationGrößte Vielfalt, verschiedene Vegetationszonen, Teide Nationalpark
La GomeraLorbeerwälder, Nebelwälder, KüstenvegetationGut erhaltene Lorbeerwälder im Nationalpark Garajonay
El HierroLorbeerwälder, Wacholderwälder, Kiefernwälder, KüstenvegetationKleine, aber vielfältige Insel, UNESCO-Biosphärenreservat
Gran CanariaKanarischer Kiefernwald, Lorbeerwaldreste, Dünenvegetation, PalmenoasenVielfältige Mikroklimate, Dünen von Maspalomas
FuerteventuraKarge Vegetation, Dünenvegetation, Cardonal-TabaibalTrockenste Insel, Wüstenlandschaften, Aloe Vera Anbau
LanzaroteVulkanische Vegetation, Flechten, Cardonal-Tabaibal, WeinanbauMondlandschaften, einzigartige Pflanzen, Weinanbau in Vulkanasche

Hinweis: Diese Tabelle stellt eine Vereinfachung dar. Die tatsächliche Vegetation ist komplexer und variiert innerhalb der Inseln.

Faktoren, die die Vegetation beeinflussen

Mehrere Faktoren tragen zur Ausprägung der Vegetation auf den Kanarischen Inseln bei:

  • Klima: Das subtropische Klima mit milden Wintern und warmen Sommern ist grundlegend für die Vegetation. Die Passatwinde bringen feuchte Luft mit sich, die an den Nordhängen der Inseln kondensiert und die Lorbeerwälder speist.
  • Höhenlage: Die Höhenlage spielt eine entscheidende Rolle. Mit zunehmender Höhe verändern sich Temperatur und Niederschlag, was zu unterschiedlichen Vegetationszonen führt.
  • Ausrichtung: Die Ausrichtung der Hänge zu den Passatwinden beeinflusst die Niederschlagsmenge und somit die Vegetation. Nordhänge sind in der Regel feuchter und grüner als Südhänge.
  • Vulkanische Böden: Die vulkanischen Böden sind oft nährstoffarm, aber reich an Mineralien. Sie prägen die Zusammensetzung der Vegetation und fördern die Entwicklung spezialisierter Pflanzenarten.

Fazit: La Palma und Teneriffa als grüne Spitzenreiter

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sowohl La Palma als auch Teneriffa zu den grünsten Inseln der Kanaren zählen. La Palma beeindruckt mit ihren ausgedehnten und üppigen Lorbeerwäldern und verdient den Beinamen „Isla Bonita“ voll und ganz. Teneriffa hingegen bietet eine größere Vielfalt an Vegetationszonen, von Lorbeerwäldern bis hin zu hochalpiner Vegetation am Teide. Welche Insel man als die „grünste“ empfindet, mag auch von der persönlichen Präferenz abhängen. Für Liebhaber dichter Lorbeerwälder ist La Palma wahrscheinlich die erste Wahl, während Teneriffa mit seiner botanischen Vielfalt und den unterschiedlichen Landschaftstypen beeindruckt. Alle Kanarischen Inseln sind jedoch ein botanisches Paradies und lohnen eine Erkundung für Naturliebhaber.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Vegetation der Kanarischen Inseln

Welche Art von Vegetation ist typisch für die Kanarischen Inseln?
Typisch sind Lorbeerwälder (Laurisilva), Kiefernwälder (Kanarische Kiefer), vulkanische Vegetation, Küstenvegetation und in höheren Lagen auch alpine Vegetation.
Wo finde ich die schönsten Lorbeerwälder auf den Kanaren?
Die schönsten Lorbeerwälder finden Sie auf La Palma (Nationalpark Caldera de Taburiente), La Gomera (Nationalpark Garajonay), Teneriffa (Anaga-Gebirge, Teno-Gebirge) und El Hierro.
Gibt es endemische Pflanzen auf den Kanarischen Inseln?
Ja, die Kanarischen Inseln haben einen sehr hohen Anteil an endemischen Pflanzenarten, die nur hier vorkommen. Beispiele sind die Kanarische Kiefer, der Drachenbaum und viele weitere.
Wann ist die beste Zeit, um die blühende Vegetation auf den Kanaren zu sehen?
Das ganze Jahr über blühen Pflanzen auf den Kanaren, aber das Frühjahr (März bis Mai) und der Winter (Dezember bis Februar) sind besonders blütenreich. Im Frühjahr blühen viele Wildblumen und Sträucher, im Winter sind es vor allem die Mandelbäume und einige andere Winterblüher.
Sind die Kanarischen Inseln von Waldbränden bedroht?
Ja, Waldbrände sind eine Gefahr, insbesondere in den trockeneren Sommermonaten. Die Kanarische Kiefer ist zwar feuerresistent, aber schwere Brände können dennoch große Schäden anrichten. Es ist wichtig, beim Besuch der Wälder vorsichtig zu sein und kein offenes Feuer zu machen.

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