Wie funktioniert Pflanzengranulat?

Blähton unter Blumenerde: Ja oder Nein?

27/07/2024

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Die Frage, ob man Granulat, insbesondere Blähton, unter Blumenerde verwenden kann, beschäftigt viele Pflanzenliebhaber. Die Antwort ist ein klares Ja! Blähton ist ein äusserst wertvolles Naturprodukt, das in der Pflanzenwelt vielfältig eingesetzt wird und zahlreiche Vorteile bietet, sowohl im Garten als auch für Zimmerpflanzen. Dieser Artikel beleuchtet die positiven Eigenschaften von Blähton und erklärt, wie Sie dieses vielseitige Material optimal für gesunde und prächtige Pflanzen nutzen können.

Ist Blähton gut für Pflanzen?
Vorteile einer Hydrokultur. Blähton gilt als hervorragendes Wurzelmedium. Er gibt den Pflanzen genauso viel Halt wie Erde, lässt ihnen aber noch mehr Spielraum, sich auszubreiten. Das Porensystem des Tongranulats lässt Wasser und Nährstoffe leicht in sich hineinfließen und kann sie gut an die Pflanzen wieder abgeben.
Inhaltsverzeichnis

Was ist Blähton eigentlich?

Blähton, oft auch als Tongranulat bezeichnet, ist ein leichtes, poröses Material, das durch das Brennen von Ton bei hohen Temperaturen hergestellt wird. Dieser Prozess verleiht dem Blähton seine charakteristische Struktur mit vielen kleinen Poren. Diese Poren sind entscheidend für die herausragenden Eigenschaften des Materials, insbesondere seine Fähigkeit, Wasser und Nährstoffe zu speichern und bei Bedarf wieder abzugeben. GarPet Blähton Pflanzgranulat ist ein solches Qualitätsprodukt, das sich sowohl für Hobbygärtner als auch für professionelle Anwender eignet.

Die Vorteile von Blähton unter Blumenerde

Blähton bietet eine Vielzahl von Vorteilen, die ihn zu einer ausgezeichneten Ergänzung für Blumenerde machen:

  • Verbesserte Drainage und Belüftung: Eines der Hauptprobleme bei Topfpflanzen ist Staunässe. Wenn Wasser im Topf steht, können die Wurzeln faulen und die Pflanze geschädigt werden. Blähton wirkt hier als natürliche Drainage. Die Tonkügelchen schaffen Hohlräume im Substrat, durch die überschüssiges Wasser leicht abfliessen kann. Gleichzeitig sorgt die poröse Struktur für eine bessere Belüftung der Wurzeln, was für ein gesundes Wurzelwachstum unerlässlich ist.
  • Speicherung von Wasser und Nährstoffen: Die feinen Poren des Blähtons fungieren wie kleine Wasserspeicher. Sie nehmen Wasser und darin gelöste Nährstoffe auf und geben sie langsam wieder an die Pflanzenwurzeln ab, wenn diese sie benötigen. Dies hilft, Schwankungen im Wasser- und Nährstoffhaushalt zu vermeiden und die Pflanzen gleichmässiger zu versorgen.
  • Strukturstabilität und Langlebigkeit: Blähton ist ein sehr strukturstabiles Material, das nicht verrottet oder sich zersetzt. Im Gegensatz zu manchen organischen Materialien, die mit der Zeit kompostieren und das Substrat verdichten können, behält Blähton seine Form und Funktion über viele Jahre hinweg. Dies macht ihn zu einer langfristigen Investition in die Gesundheit Ihrer Pflanzen.
  • Keimfreiheit und Neutralität: Blähton ist ein anorganisches Material und somit von Natur aus keimfrei. Es bietet keinen Nährboden für Schädlinge oder Pilze und trägt so zu einem gesünderen Pflanzenwachstum bei. Zudem ist Blähton pH-neutral und beeinflusst den Säuregehalt des Bodens nicht negativ.
  • Gewichtsreduktion bei Topfpflanzen: Blähton ist deutlich leichter als herkömmliche Erde. Wenn Sie grosse Topfpflanzen haben, kann die Verwendung von Blähton im unteren Bereich des Topfes das Gesamtgewicht reduzieren und das Umstellen der Pflanzen erleichtern.

Wie verwendet man Blähton richtig unter Blumenerde?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Blähton in Verbindung mit Blumenerde einzusetzen, je nach dem Zweck und der Art der Pflanzen:

1. Blähton als Drainageschicht im Topf

Die häufigste und empfehlenswerteste Anwendung ist die Verwendung von Blähton als Drainageschicht am Boden von Pflanzgefässen. So gehen Sie vor:

  1. Wählen Sie ein Pflanzgefäss mit Abzugslöchern im Boden, um überschüssigem Wasser den Abfluss zu ermöglichen.
  2. Füllen Sie eine Schicht Blähton auf den Boden des Topfes. Die Dicke der Schicht hängt von der Grösse des Topfes ab, sollte aber in der Regel etwa 5-10 cm betragen. Bei sehr grossen Töpfen kann die Drainageschicht auch dicker sein.
  3. Um zu verhindern, dass sich die Blumenerde mit der Zeit in die Drainageschicht mischt und die Drainagewirkung beeinträchtigt, empfiehlt es sich, ein Trennvlies zwischen Blähton und Blumenerde zu legen. Ein Vlies verhindert das Durchrieseln der Erde und hält die Drainageschicht länger funktionsfähig.
  4. Füllen Sie den restlichen Topf mit hochwertiger Blumenerde auf und pflanzen Sie Ihre Pflanzen wie gewohnt ein.

Diese Methode ist besonders empfehlenswert für Pflanzen, die empfindlich auf Staunässe reagieren, wie beispielsweise mediterrane Pflanzen, Kakteen oder Sukkulenten.

2. Blähton untergemischt in die Blumenerde

Eine weitere Möglichkeit ist, Blähton direkt unter die Blumenerde zu mischen. Dies ist besonders sinnvoll, um die Bodenstruktur insgesamt zu verbessern und die Wasserspeicherfähigkeit zu erhöhen. Für Topfpflanzen können Sie etwa 10-20% Blähton unter die Blumenerde mischen. Im Gartenboden, zur Verbesserung schwerer, lehmiger Böden, können Sie 5-10% Tongranulat unter die Erde mischen, wie es auch für die Freilandkultivierung empfohlen wird.

Diese Methode ist ideal, um die Erde lockerer und luftiger zu machen und gleichzeitig die Wasserspeicherung zu optimieren. Sie eignet sich für eine Vielzahl von Pflanzen, sowohl im Topf als auch im Garten.

3. Blähton als Substrat für Hydrokulturen

Blähton eignet sich auch hervorragend als Substrat für Hydrokulturen. Bei dieser Anbaumethode werden Pflanzen nicht in Erde, sondern in Wasser und Nährlösung kultiviert. Blähton dient dabei als reines Trägermaterial, das den Wurzeln Halt gibt und gleichzeitig eine gute Belüftung gewährleistet. Die raue Oberfläche des Blähtons bietet den Wurzeln einen guten Halt und ermöglicht eine optimale Sauerstoffversorgung.

Für Hydrokulturen wird der Blähton in spezielle Hydrokulturgefässe gefüllt und die Pflanzen werden darin eingesetzt. Die Nährstoffversorgung erfolgt über eine spezielle Hydrokulturlösung, die dem Wasser zugegeben wird.

Welche Korngrösse ist die richtige?

Blähton ist in verschiedenen Korngrössen erhältlich, typischerweise in den Körnungen 4-8 mm und 8-16 mm. Die Wahl der richtigen Korngrösse hängt von der Art der Anwendung und der Grösse der Pflanzen ab.

  • Körnung 4-8 mm: Diese feinere Körnung eignet sich besonders gut für Jungpflanzen, Stecklinge und Pflanzen mit feinen Wurzeln. Sie bietet eine gute Stabilität und einen engen Kontakt zu den Wurzeln.
  • Körnung 8-16 mm: Die gröbere Körnung ist ideal für grössere Pflanzen und als Drainageschicht in Töpfen. Sie sorgt für eine besonders gute Belüftung und Drainage und ist auch für Hydrokulturen gut geeignet.

Für die meisten Anwendungen im Hobbygartenbereich ist eine Körnung von 8-16 mm eine gute Wahl. Für Jungpflanzen oder spezielle Anwendungen kann die feinere Körnung jedoch vorteilhafter sein.

Zusammenfassende Vorteile von Blähton

VorteilBeschreibung
DrainageVerhindert Staunässe und Wurzelfäule.
BelüftungFördert die Sauerstoffversorgung der Wurzeln.
WasserspeicherungSpeichert Wasser und Nährstoffe und gibt sie langsam ab.
StrukturstabilitätVerrottet nicht und behält seine Struktur über lange Zeit.
KeimfreiheitHygienisch und frei von Schädlingen und Pilzen.
VielseitigkeitGeeignet für Drainageschichten, Bodenverbesserung und Hydrokulturen.
Geringes GewichtErleichtert das Handling von Topfpflanzen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Blähton unter Blumenerde

Kann ich Blähton wiederverwenden?
Ja, Blähton ist sehr langlebig und kann mehrfach verwendet werden. Vor der Wiederverwendung sollte er jedoch gereinigt werden, um eventuelle Salzablagerungen oder Krankheitserreger zu entfernen. Sie können den Blähton einfach mit Wasser abspülen oder ihn sogar kurz abkochen.
Muss ich Blähton düngen?
Blähton selbst enthält keine Nährstoffe und muss daher nicht gedüngt werden. Die Nährstoffversorgung der Pflanzen erfolgt über die Blumenerde oder, bei Hydrokulturen, über die Nährlösung.
Welche Pflanzen profitieren besonders von Blähton?
Grundsätzlich profitieren alle Pflanzen von den positiven Eigenschaften des Blähtons. Besonders empfehlenswert ist die Verwendung jedoch für Pflanzen, die empfindlich auf Staunässe reagieren, wie mediterrane Pflanzen, Kakteen, Sukkulenten, Orchideen und viele Zimmerpflanzen.
Wo kann ich Blähton kaufen?
Blähton ist in Gartencentern, Baumärkten und online erhältlich. Achten Sie auf Qualität und wählen Sie ein Produkt, das speziell für den Gartenbau geeignet ist, wie beispielsweise GarPet Blähton Pflanzgranulat.
Kann ich Blähton auch für den Rasen verwenden?
Ja, Blähton kann auch zur Verbesserung des Rasenbodens eingesetzt werden. Er lockert den Boden auf, verbessert die Drainage und die Belüftung und kann so zu einem gesünderen und dichteren Rasen beitragen. Dafür wird Blähton in den Oberboden eingearbeitet oder beim Vertikutieren in die Rasenfläche eingebracht.

Fazit

Die Verwendung von Blähton unter Blumenerde ist eine äusserst sinnvolle Massnahme, um die Gesundheit und das Wachstum Ihrer Pflanzen zu fördern. Ob als Drainageschicht im Topf, untergemischt in die Erde oder als Substrat für Hydrokulturen – Blähton ist ein vielseitiges und wertvolles Naturprodukt, das in keinem Garten fehlen sollte. Nutzen Sie die Vorteile von Blähton und erfreuen Sie sich an gesunden und prächtigen Pflanzen!

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