Was spricht gegen Nematoden?

Nematoden im Garten bekämpfen: Natürliche Methoden

11/02/2025

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Nematoden, auch bekannt als Fadenwürmer, können im Garten zu einem echten Problem werden. Diese winzigen, oft unsichtbaren Schädlinge befallen die Wurzeln von Pflanzen und können erhebliche Schäden verursachen. Viele Hobbygärtner suchen daher nach effektiven und natürlichen Methoden, um Nematoden zu bekämpfen und ihren Garten gesund zu erhalten.

Was kann man gegen Nematoden tun?
Auch eine Behandlung mit Heißdampf zur Bodendesinfektion hilft gegen Nematoden. Um befallene Flächen im Garten wieder aufzuwerten, bieten sich bei einigen Nematoden-Arten sogenannte Feindpflanzen an. Das können zum Beispiel Senf, Zinnien, Ringelblumen oder Tagetes sein.22. Apr. 2022
Inhaltsverzeichnis

Was sind Nematoden und warum sind sie Schädlinge?

Nematoden sind mikroskopisch kleine, fadenförmige Würmer, die im Boden leben. Die meisten Arten sind harmlos und spielen sogar eine wichtige Rolle im Ökosystem, indem sie organische Stoffe zersetzen und Nährstoffe freisetzen. Einige Arten jedoch, die sogenannten pflanzenparasitären Nematoden, sind Schädlinge. Sie dringen in Pflanzenwurzeln ein und saugen an ihnen, was zu Wachstumsstörungen, Welkeerscheinungen und Ernteausfällen führen kann.

Diese Fadenwürmer sind weiß bis farblos und nur wenige Millimeter klein. Männliche Nematoden haben ein gebogenes Schwanzende und sind in der Regel kleiner als die Weibchen. Ihre Fortbewegung erfolgt durch Längsmuskulatur, die sich vom Kopf bis zum Körperende erstreckt. Durch Zusammenziehen dieser Muskeln können sie sich schlängelnd bewegen und sogar ein Körperende in die Luft strecken. Am Maul besitzen sie kleine Fortsätze, mit denen sie ihre Umgebung abtasten und Nahrung aufnehmen.

Während frei lebende Nematoden sich von Aas, Algen, Fäkalien und Pilzen ernähren, sind es die pflanzenparasitären Arten, die uns Gärtnern Sorgen bereiten. Sie befallen eine Vielzahl von Pflanzen, darunter Gemüse, Obstbäume und Zierpflanzen. Typische Anzeichen für einen Nematodenbefall sind kümmerliches Wachstum, gelbe Blätter, verdickte oder verformte Wurzeln (Wurzelgallen) und ein allgemeiner Rückgang der Pflanzengesundheit.

Haben Nematoden auch Nachteile?
Ernährungsgewohnheiten schädlicher Nematoden Leider sind nicht alle Nematoden ertragreich. Es gibt einige Arten, die sogenannten pflanzenparasitären Nematoden, die sich von Wurzeln im Boden ernähren und so Pflanzenschäden und damit verbundene Probleme verursachen . Pflanzenparasitäre Nematoden: Wurzelgallennematoden.

Pflanzen als natürliche Nematodenbekämpfer

Glücklicherweise gibt es natürliche Methoden zur Nematodenbekämpfung, bei denen Pflanzen eine zentrale Rolle spielen. Bestimmte Pflanzenarten produzieren Substanzen, die Nematoden abtöten oder abwehren können. Diese Eigenschaft können wir uns im Garten zunutze machen, um Nematodenpopulationen auf natürliche Weise zu reduzieren.

Zu den bekanntesten nematodenabweisenden Pflanzen gehören:

  • Studentenblume (Tagetes patula): Besonders die Französische Ringelblume ist für ihre nematodenbekämpfende Wirkung bekannt. Sie produziert ein natürliches Chemikal, das verschiedene Nematodenarten abtötet, insbesondere die Wurzelgallennematoden, die Karotten und viele andere Gemüsepflanzen befallen. Es gibt spezielle Sorten, die besonders effektiv sind, wie z.B. Tangerine, Bolero, Bonita Mixed, Goldie, Gypsy Sunshine, Petite, Petite Harmony, Petite Gold, Scarlet Sophie und Single Gold.
  • Chrysantheme (Chrysanthemum coccineum): Die Gemalte Wucherblume (Painted Daisy) produziert ein botanisches Toxin, das Wurzematoden abtötet. Sie eignet sich hervorragend als Gründüngung zur Bodenverbesserung und Nematodenbekämpfung.
  • Dahlie (Dahlia): Dahlien haben eine nematodenabweisende Wirkung und können helfen, Nematodenpopulationen im Boden zu reduzieren.
  • Rizinus (Ricinus communis): Rizinus ist ebenfalls nematodenabtötend, wenn er als Gründüngung verwendet wird. Allerdings ist Vorsicht geboten, da Rizinus giftig ist.
  • Sesbanie (Sesbania rostrata): Bestimmte Sesbania-Arten, wie z.B. die Sesbania rostrata, können die Populationen des Erdnuss-Wurzelgallennematoden reduzieren.
  • Raps (Brassica napus var. napus): Einige Raps-Sorten wirken nematodenabtötend, wenn sie als Gründüngung eingesetzt werden.
  • Crotalaria spectabilis: Die Crotalaria spectabilis, auch bekannt als Pracht-Kroteralie, ist ebenfalls nematodenabtötend und wird als Gründüngung verwendet.
  • Samtbohne (Mucuna pruriens): Die Samtbohne kann verschiedene Nematodenarten abwehren.

Wie man nematodenabweisende Pflanzen einsetzt

Die effektivsten Pflanzen zur Nematodenbekämpfung sind die Französische Ringelblume und die Gemalte Wucherblume. Sie sind nicht nur abweisend, sondern töten Nematoden sogar ab. Um diese Pflanzen optimal zu nutzen, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Vorbereitung im Herbst: Entfernen Sie im Herbst nach der Ernte so viele Pflanzenwurzeln wie möglich aus dem Boden.
  2. Bodenbearbeitung im Winter und Frühjahr: Bearbeiten Sie den Boden im Winter und frühen Frühjahr durch Umgraben oder Fräsen. Solarisieren Sie den Boden zusätzlich, um die Nematodenpopulationen weiter zu reduzieren. Dazu bedecken Sie den feuchten Boden mit einer transparenten Folie und lassen ihn für mehrere Wochen in der Sonne liegen. Die Hitzeentwicklung unter der Folie tötet viele Schädlinge, einschließlich Nematoden, ab.
  3. Pflanzung im Frühjahr: Pflanzen Sie im Frühjahr die empfohlenen Sorten der Französischen Ringelblume (oder eine andere nematodenabweisende Pflanze aus der Liste oben) in dichten Reihen oder Beeten im Garten. Der Pflanzabstand sollte etwa 18 cm (7 Zoll) betragen.
  4. Wachstumsphase: Lassen Sie die Pflanzen mindestens zwei Monate lang wachsen. In dieser Zeit geben sie ihre nematodenbekämpfenden Substanzen in den Boden ab.
  5. Einarbeitung in den Boden: Nach der Wachstumsphase mähen oder schneiden Sie die Pflanzen ab und arbeiten sie als Gründüngung in den Boden ein. Achten Sie darauf, die Pflanzen einzuarbeiten oder die Blütenköpfe der Ringelblumen zu entfernen, bevor sie Samen bilden, da sie sonst im nächsten Jahr zu Unkraut werden könnten.
  6. Unkrautfreiheit: Halten Sie den Boden bis zum nächsten Frühjahr unkrautfrei, um eine erneute Nematodeninfektion zu verhindern.

Weitere Maßnahmen zur Nematodenbekämpfung

Neben dem Einsatz nematodenabweisender Pflanzen gibt es weitere Maßnahmen, die zur Reduzierung von Nematodenpopulationen beitragen können:

  • Fruchtfolge: Eine abwechslungsreiche Fruchtfolge kann helfen, den Nematodenbefall zu reduzieren. Bauen Sie in betroffenen Beeten für einige Jahre keine anfälligen Pflanzen an und wechseln Sie zu nematodenresistenten Sorten oder Pflanzen, die Nematoden abwehren.
  • Bodenverbesserung: Ein gesunder, humusreicher Boden ist weniger anfällig für Nematodenbefall. Verbessern Sie die Bodenstruktur durch Einarbeitung von Kompost und organischem Material.
  • Nematizide: Chemische Nematizide sind zwar erhältlich, aber oft giftig und für Hobbygärtner meist nicht zugelassen oder schwer erhältlich. Der Einsatz von natürlichen Methoden ist daher vorzuziehen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Nematoden

Welche Pflanzen helfen am besten gegen Nematoden?

Französische Ringelblumen und Gemalte Wucherblumen sind besonders effektiv. Auch Dahlien, Raps und andere Pflanzen aus der Liste können helfen.

Wie lange dauert es, bis Pflanzen Nematoden abtöten?

Lassen Sie die nematodenabweisenden Pflanzen mindestens zwei Monate im Boden wachsen, bevor Sie sie einarbeiten. Die volle Wirkung entfaltet sich über einen längeren Zeitraum.

Welche Pflanzen befallen Nematoden?
Nematoden als Schädlinge oder Nützlinge Sie befällt die Wurzeln von Spinat, Raps und Rüben. Zuckerrüben bilden bei Nematoden-Befall beispielsweise Seitenwurzeln aus und wachsen langsamer.

Sind Nematoden schädlich für Menschen?

Die meisten Nematoden sind für Menschen harmlos. Pflanzenparasitäre Nematoden befallen nur Pflanzen und stellen keine Gefahr für die menschliche Gesundheit dar.

Kann man Nematoden im Boden sehen?

Nematoden sind sehr klein und mit bloßem Auge kaum sichtbar. Man benötigt in der Regel ein Mikroskop, um sie zu erkennen.

Was tun, wenn der Nematodenbefall sehr stark ist?

Bei starkem Befall kann eine Kombination aus verschiedenen Maßnahmen erforderlich sein, wie z.B. Fruchtfolge, Bodenverbesserung, Solarisation und der Einsatz nematodenabweisender Pflanzen. In extremen Fällen und bei schwerwiegenden Problemen in der Landwirtschaft können auch Nematizide in Betracht gezogen werden, jedoch sollten natürliche Methoden immer Vorrang haben.

Fazit

Die Bekämpfung von Nematoden im Garten kann eine Herausforderung sein, aber mit den richtigen Methoden und etwas Geduld ist es durchaus möglich, diese Schädlinge auf natürliche Weise in Schach zu halten. Der Einsatz von nematodenabweisenden Pflanzen wie der Französischen Ringelblume und der Gemalten Wucherblume ist eine effektive und umweltfreundliche Methode, um Ihren Garten gesund zu erhalten und den Einsatz von chemischen Mitteln zu vermeiden. Nutzen Sie die Kraft der Pflanzen und sagen Sie den Nematoden den Kampf an!

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