04/05/2023
Der Sommer ist eine Zeit des üppigen Wachstums im Garten. Sowohl Gemüsepflanzen als auch der Rasen benötigen in dieser Phase die richtigen Nährstoffe, um gesund und kräftig zu bleiben. Doch welcher Dünger ist der richtige für die Sommermonate? Und was gilt es bei hohen Temperaturen zu beachten? Dieser Artikel gibt Ihnen umfassende Antworten und praktische Tipps für die optimale Düngung Ihres Gartens im Sommer.

Gemüsepflanzen im Sommer richtig düngen
Gemüse ist nicht gleich Gemüse – und das gilt auch für den Nährstoffbedarf. Man unterscheidet Gemüsepflanzen nach ihrem Bedarf in Schwachzehrer, Mittelzehrer und Starkzehrer. Diese Einteilung ist entscheidend für die Wahl des richtigen Düngers und die Häufigkeit der Düngung.
Schwachzehrer, Mittelzehrer, Starkzehrer: Was bedeutet das?
Schwachzehrer benötigen nur wenige Nährstoffe und kommen oft mit dem Grundnährstoffgehalt des Bodens aus. Mittelzehrer haben einen moderaten Bedarf und Starkzehrer benötigen eine reichliche Nährstoffversorgung, um optimal zu wachsen und Früchte zu bilden.
| Nährstoffbedarf | Gemüsearten | Beispiele |
|---|---|---|
| Schwachzehrer | Geringer Nährstoffbedarf | Kräuter, Feldsalat, Radieschen |
| Mittelzehrer | Moderater Nährstoffbedarf | Möhren, Mangold, Fenchel, Salat, Kohlrabi |
| Starkzehrer | Hoher Nährstoffbedarf | Tomaten, Kartoffeln, Gurken, Zucchini, Kürbis, Kohl |
Für die Düngung im Sommer bedeutet das: Starkzehrer benötigen zusätzliche Düngergaben während der Wachstumsperiode, während Schwachzehrer oft keine zusätzliche Düngung benötigen. Mittelzehrer profitieren von einer mäßigen Düngung.
Welcher Dünger für Gemüsepflanzen im Sommer?
Für die Düngung von Gemüse im Sommer eignen sich verschiedene Düngerarten. Eine gute Wahl für alle Gemüsearten ist organischer Naturdünger. Dieser versorgt die Pflanzen schonend und nachhaltig mit Nährstoffen und verbessert gleichzeitig die Bodenqualität. Ein Beispiel dafür ist der Kölle Bio Naturdünger, ein rein organischer NPK-Dünger, der das Wachstum, die Fruchtbildung und die Vitalität der Pflanzen fördert.
Für Starkzehrer wie Tomaten, Paprika, Zucchini und Auberginen gibt es Spezialdünger wie Tomatendünger. Dieser ist speziell auf die Bedürfnisse dieser Gemüsearten abgestimmt und enthält einen höheren Anteil an Kalium, was die Blüten- und Fruchtbildung fördert und die Pflanzen widerstandsfähiger gegen Krankheiten macht.
Tipps zur Gemüsedüngung im Sommer:
- Bodenart beachten: Leichte Sandböden speichern weniger Nährstoffe als schwere Lehmböden. Auf Sandböden ist eine regelmässigere Düngung erforderlich.
- Mulchen: Eine Mulchschicht aus Rasenschnitt, Stroh oder Rindenmulch hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten und die Nährstoffe länger verfügbar zu machen.
- Regelmässig düngen: Vor allem Starkzehrer sollten während der Wachstumsperiode regelmässig mit Dünger versorgt werden. Beachten Sie die Dosierungsanleitung des Düngers.
- Nicht überdüngen: Zu viel Dünger kann schädlich für die Pflanzen sein und die Umwelt belasten. Halten Sie sich an die empfohlene Dosierung.
Rasendüngung im Sommer bei Hitze
Auch der Rasen benötigt im Sommer Pflege und Nährstoffe. Regelmässiges Mähen und eine angepasste Düngung sorgen für einen dichten, grünen und widerstandsfähigen Rasen. Doch was ist bei der Rasendüngung im Sommer, insbesondere bei Hitze, zu beachten?
Rasen mähen und düngen im Sommer: Ein Zusammenspiel
Regelmässiges Mähen ist im Sommer wichtig, um den Rasen dicht und gesund zu halten. In der Regel sollte der Rasen im Sommer einmal pro Woche gemäht werden. Bei feucht-warmem Wetter wächst der Rasen schneller und muss möglicherweise häufiger gemäht werden. Bei Hitze und Trockenheit verlangsamt sich das Wachstum, und das Mähen sollte reduziert oder ganz eingestellt werden. Denn bei hohen Temperaturen sind die Gräser an den Schnittstellen empfindlicher und können leicht verbrennen.

Die Düngung des Rasens im Sommer sollte ebenfalls an die Wachstumsbedingungen angepasst werden. Bei optimalen Wachstumsbedingungen kann der Rasen regelmässig gedüngt werden. Bei Hitze und Trockenheit sollte die Düngung reduziert oder pausiert werden. Denn unter Hitzestress kann der Rasen die Nährstoffe nicht optimal aufnehmen, und eine Überdüngung kann zu Schäden führen.
Welcher Dünger für Rasen im Sommer?
Für die Rasendüngung im Sommer eignen sich Langzeitdünger. Diese geben die Nährstoffe langsam und gleichmässig über einen längeren Zeitraum ab und versorgen den Rasen so bedarfsgerecht. Es gibt sowohl mineralische als auch organische Langzeitdünger. Organische Dünger sind besonders schonend für den Rasen und verbessern zusätzlich den Boden.
Ein Beispiel für einen organischen Langzeitdünger für den Rasen ist der Plantura Bio-Rasendünger. Dieser Dünger ist speziell für die Anwendung im Frühjahr und Sommer geeignet und sorgt für einen sattgrünen Rasen, der Moos und Unkraut verdrängt.
Tipps zur Rasendüngung im Sommer:
- Düngen bei kühleren Temperaturen: Düngen Sie den Rasen idealerweise am frühen Morgen oder am Abend, wenn die Temperaturen kühler sind. So vermeiden Sie Hitzestress für den Rasen.
- Nach dem Mähen düngen: Düngen Sie den Rasen am besten direkt nach dem Mähen. So können die Nährstoffe besser in den Boden eindringen.
- Ausreichend wässern: Nach der Düngung sollte der Rasen ausreichend gewässert werden, um den Dünger einzuwaschen und die Nährstoffaufnahme zu fördern.
- Bei Hitze Düngung reduzieren: Bei anhaltender Hitze und Trockenheit sollte die Düngung reduziert oder pausiert werden. Warten Sie bis kühlere und feuchtere Bedingungen herrschen.
Der richtige Zeitpunkt für die letzte Düngung
Viele Gartenbesitzer fragen sich, wann der richtige Zeitpunkt für die letzte Düngung im Jahr ist. Die letzte Düngung ist wichtig, um den Rasen und die Pflanzen auf den Winter vorzubereiten und ihnen einen guten Start ins nächste Frühjahr zu ermöglichen.
Letzte Rasendüngung im Herbst
Die letzte Rasendüngung sollte im Herbst erfolgen, idealerweise zwischen Juni und Oktober. Der genaue Zeitpunkt hängt vom verwendeten Dünger ab. Für die Herbstrasendüngung eignen sich spezielle Herbstrasendünger, die einen höheren Anteil an Kalium enthalten. Kalium stärkt die Zellwände der Gräser und erhöht die Frosthärte.
Organische Herbstrasendünger wie der Plantura Bio-Herbstrasendünger können bis in den Oktober ausgebracht werden. Mineralische oder organisch-mineralische Langzeitdünger sollten nicht zu spät im Herbst ausgebracht werden, da sie sonst zu Auswaschungen ins Grundwasser oder zu Frostschäden führen können.

Letzte Gemüsedüngung im Spätsommer
Die letzte Düngung von Gemüsepflanzen hängt von der jeweiligen Gemüseart und der Erntezeit ab. Früh geerntete Gemüsearten wie Radieschen oder Salat benötigen keine späte Düngung mehr. Spät geerntete Gemüsearten wie Kohl oder Kürbis können bis in den Spätsommer hinein gedüngt werden, um die Fruchtreife zu fördern.
Generell gilt: Die letzte Düngung sollte rechtzeitig vor der Ernte erfolgen, damit die Pflanzen die Nährstoffe noch aufnehmen können und die Früchte gut ausreifen. Beachten Sie die Wartezeiten der Dünger, insbesondere bei Gemüse, das kurz vor der Ernte steht.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann man bei Hitze düngen?
Ja, aber mit Vorsicht. Bei extremer Hitze und Trockenheit sollte die Düngung reduziert oder pausiert werden, da die Pflanzen unter Stress stehen und die Nährstoffe nicht optimal aufnehmen können. Düngen Sie idealerweise bei kühleren Temperaturen am Morgen oder Abend und wässern Sie anschliessend ausreichend.
Welchen Dünger sollte man im Sommer verwenden?
Für Gemüse eignen sich organische Naturdünger oder Spezialdünger für bestimmte Gemüsearten (z.B. Tomatendünger). Für Rasen sind Langzeitdünger, idealerweise organische Langzeitdünger, eine gute Wahl.
Wann düngt man das letzte Mal im Jahr?
Die letzte Rasendüngung sollte im Herbst erfolgen, zwischen Juni und Oktober. Die letzte Gemüsedüngung hängt von der Gemüseart und der Erntezeit ab, erfolgt aber in der Regel im Spätsommer.
Wie oft sollte man den Rasen düngen?
In der Regel wird der Rasen zwei- bis dreimal im Jahr gedüngt: im Frühjahr, im Frühsommer und im Herbst. Die Häufigkeit hängt vom Bodentyp und dem verwendeten Dünger ab.
Fazit
Die richtige Düngung im Sommer ist entscheidend für einen gesunden und üppigen Garten. Beachten Sie die unterschiedlichen Nährstoffbedürfnisse von Gemüse und Rasen und wählen Sie den passenden Dünger. Achten Sie bei der Düngung im Sommer auf die Temperaturen und passen Sie die Düngung bei Hitze und Trockenheit an. Mit den richtigen Dünge-Strategien können Sie sich auf eine reiche Ernte und einen prächtigen Rasen im Sommer freuen!
