Welche Pflanzen ziehen Zecken an?

Zeckenmagnete im Garten: Pflanzen, die Schädlinge anziehen

15/11/2024

Rating: 5 (1008 votes)

Zecken sind winzige, aber gefährliche Schädlinge, die unsere Freude an der Natur im eigenen Garten oder bei Ausflügen trüben können. Diese blutsaugenden Kreaturen können eine Vielzahl von Krankheiten übertragen, wie beispielsweise Lyme-Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), was sie zu einer ernstzunehmenden Bedrohung für die Gesundheit macht. Zecken bevorzugen waldreiche Gebiete und hohes Gras, aber wussten Sie, dass bestimmte Arten von Bäumen und Pflanzen diese Schädlinge sogar noch stärker anziehen können? Es ist richtig – einige Pflanzen schaffen den perfekten Lebensraum für Zecken, in dem sie sich wohlfühlen und vermehren können, wodurch das Risiko, sich mit einer von Zecken übertragenen Krankheit zu infizieren, steigt.

Welche Pflanzen ziehen Zecken an?
Bäume mit tief hängenden Ästen: Bäume mit tief hängenden Ästen, wie Fichten und Kiefern , bieten ebenfalls einen attraktiven Lebensraum für Zecken. Denn die Äste bieten den Zecken einen idealen Ort zum Klettern und Warten, bis ein potenzieller Wirt sie streift.
Inhaltsverzeichnis

Welche Pflanzen ziehen Zecken an?

Wenn Sie wissen, welche Pflanzen Zecken anziehen, können Sie Ihren Garten so gestalten, dass er für diese unerwünschten Gäste weniger attraktiv ist. Hier sind einige Arten von Bäumen und Pflanzen, auf die Sie achten sollten:

Bäume mit dichter Krone

Bäume wie Eichen, Hickory und Buchen sind dafür bekannt, dass sie unter ihren dichten Kronen ideale Verstecke für Zecken bieten. Das dichte Blätterdach sorgt für einen kühlen und schattigen Platz, an dem sich die Zecken vor der heißen Sonne schützen und nicht austrocknen. Die hohe Luftfeuchtigkeit unter solchen Bäumen schafft ein optimales Mikroklima für Zecken.

Bäume mit tiefhängenden Ästen

Auch Bäume mit tiefhängenden Ästen, wie Fichten und Kiefern, sind für Zecken sehr attraktiv. Die tiefen Äste bieten den Zecken einen idealen Ort, um hochzuklettern und auf einen potenziellen Wirt zu warten, der an ihnen vorbeistreift. Besonders im Frühjahr und Herbst, wenn Zecken aktiv sind, stellen diese Bäume eine Art „Sprungbrett“ für die Parasiten dar.

Vegetation mit hoher Luftfeuchtigkeit

Bereiche mit viel Feuchtigkeit, wie beispielsweise Farne und andere Arten von Unterholz, können ebenfalls Zecken anlocken. Diese Art von Vegetation bietet eine schattige Umgebung und ausreichend Feuchtigkeit, in der Zecken gut gedeihen können. Dichte, feuchte Vegetation am Boden schafft ein ideales Habitat für Zeckenlarven und -nymphen.

Vegetation, die Wirte anzieht

Einige Pflanzen ziehen auch die Wirte von Zecken an, wie beispielsweise Rehe und Mäuse, und können daher eher Zecken beherbergen. Hohes Gras und Laubstreu bieten beispielsweise Nahrung und Unterschlupf für Rehe, Mäuse und andere Kleintiere. Wenn Sie solche Vegetation in Ihrem Garten haben, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass auch Zecken vorhanden sind, da sie dort leichter an ihre Nahrungsquelle gelangen.

Welchen Geruch hassen Zecken am meisten?
Ätherische Öle gegen Zecken Auch ätherischen Ölen wird nachgesagt, dass sie bei Zecken helfen. Thymian und Eukalyptus mögen die Spinnentiere wohl nicht. Besonders effektiv soll Lavendelöl gegen Zecken wirken.

Welche Pflanzen können Zecken vertreiben?

Während einige Pflanzen Zecken anziehen, gibt es auch solche, die sie auf natürliche Weise abwehren können. Diese Pflanzen verströmen Düfte, die Zecken als unangenehm empfinden und daher meiden. Es ist zwar wichtig zu betonen, dass diese Pflanzen keinen vollständigen Schutz vor Zecken bieten, aber sie können dennoch eine wertvolle Ergänzung zu anderen Präventionsmaßnahmen sein.

Rosmarin und andere natürliche Abwehrmittel

Rosmarin ist eine Pflanze, die für ihren starken Duft bekannt ist, der nicht nur uns Menschen gefällt, sondern auch Zecken abschreckt. Der intensive Geruch des Rosmarins wirkt auf Zecken abschreckend und kann dazu beitragen, sie aus dem Garten fernzuhalten. Auch andere stark riechende Pflanzen wie Lavendel, Thymian und Zitronengeranie werden in der Literatur als zeckenabweisend genannt, obwohl die wissenschaftliche Evidenz hierfür begrenzt ist. Ein Versuch mit diesen Pflanzen im Garten ist aber sicherlich lohnenswert, besonders in Kombination mit anderen Schutzmaßnahmen.

Wie können Sie sich und Ihren Garten vor Zecken schützen?

Um sich und Ihre Familie vor Zecken und den von ihnen übertragenen Krankheiten zu schützen, ist ein umfassender Ansatz wichtig. Neben der Kenntnis der Pflanzen, die Zecken anziehen oder abwehren, gibt es weitere Maßnahmen, die Sie ergreifen können:

  • Halten Sie Ihren Rasen kurz: Kurz gemähter Rasen bietet Zecken weniger Versteckmöglichkeiten und trocknet schneller ab.
  • Entfernen Sie Laubstreu und Gestrüpp: Laub- und Strauchhaufen sind ideale Lebensräume für Zecken und ihre Wirte.
  • Schaffen Sie eine Barriere: Eine Rindenmulch- oder Kiesbarriere zwischen Rasenflächen und Waldgebieten oder hochwachsender Vegetation kann das Eindringen von Zecken in den Garten erschweren.
  • Verwenden Sie Repellentien: Insektenschutzmittel mit Wirkstoffen wie DEET oder Icaridin können auf Haut und Kleidung aufgetragen werden, um Zecken abzuschrecken.
  • Untersuchen Sie sich nach jedem Aufenthalt im Freien: Suchen Sie Ihren Körper und Ihre Kleidung gründlich nach Zecken ab und entfernen Sie diese umgehend mit einer Pinzette oder Zeckenzange.

Fazit

Die Kenntnis der Pflanzen, die Zecken anziehen, und derer, die sie möglicherweise abwehren können, ist ein wichtiger Baustein im Kampf gegen diese Schädlinge. Indem Sie Ihren Garten zeckenunfreundlicher gestalten und zusätzliche Schutzmaßnahmen ergreifen, können Sie das Risiko von Zeckenstichen und Krankheitsübertragungen deutlich reduzieren und Ihren Garten wieder unbeschwert genießen. Denken Sie daran, dass ein umfassender Zeckenschutz mehrere Strategien kombiniert, um die bestmögliche Wirkung zu erzielen. Bei Bedarf können Sie sich auch an professionelle Schädlingsbekämpfer wenden, um Ihr Grundstück gezielt behandeln zu lassen.

Go up