Gemeiner Kreuzdorn: Eine invasive Pflanze mit dunklen Beeren

11/08/2024

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Der Gemeine Kreuzdorn (Rhamnus cathartica), auch bekannt als Europäischer Kreuzdorn, ist eine invasive Pflanzenart, die ursprünglich aus Europa und Asien stammt. Wie viele andere exotische invasive Pflanzen entkam auch diese Art aus Gärten und institutionellen Anlagen und verbreitete sich durch Programme zur Förderung der Tierwelt sowie private und kommerzielle Pflanzprojekte. Heute ist der Gemeine Kreuzdorn in weiten Teilen Neuenglands und westwärts bis zu den nördlichen Zentralstaaten verbreitet und dringt sogar bis zu den Rocky Mountains und Kalifornien vor.

Welche Pflanze hat schwarze Beeren?
UNGIFTIGE SCHWARZE BEEREN Bibernell-Rose (Rosa spinosissima) Brombeere (Rubus fruticosus) Schlehdorn (Prunus spinosa) Schwarze Apfelbeere (Aronia melanocarpa) Schwarze Johannisbeere (Ribes nigrum) Schwarze Krähenbeere (Empetrum nigrum) Echter Lorbeer (Laurus nobilis) Holunder (Sambucus nigra)
Inhaltsverzeichnis

Beschreibung des Gemeinen Kreuzdorns

Der Gemeine Kreuzdorn kann als einzelstämmiger oder mehrstämmiger Strauch oder kleiner Baum wachsen und eine durchschnittliche Höhe von etwa sechs Metern oder mehr erreichen. Seine Blätter sind einfach, gegenständig bis fast gegenständig, elliptisch bis eiförmig mit einem schwach gesägten Rand. Die Blattoberseite ist glänzend grün, die Unterseite hellgrün und auffallend kahl (nicht behaart, aber runzelig). Im Sämlingsstadium sind die ersten Blätter gegenständig und rechteckig. Die Knospen haben braunschwarze Schuppen, die eng am Stängel anliegen; einige Endknospen sind zu Dornen umgewandelt.

Welche Pflanze ist mit der Tomate verwandt?
Die Tomate ist eine krautige, einjährige Pflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse. Sie ist eng mit Kartoffel, Aubergine, Tabak und weiteren Nutzpflanzen der Solanaceaen verwandt.

Invasive Eigenschaften des Gemeinen Kreuzdorns

Der Gemeine Kreuzdorn besitzt eine Reihe invasiver Eigenschaften, die zu seiner erfolgreichen Ausbreitung beitragen:

  1. Hohe Samenproduktion und gute Keimfähigkeit: Der Gemeine Kreuzdorn produziert große Mengen an Samen, die über einen längeren Zeitraum keimfähig bleiben können. Die Samen können je nach Boden- und Standortbedingungen zwei bis sechs Jahre im Boden überdauern.
  2. Verbreitung durch Vektoren: Die Samen befinden sich in den dunklen Früchten und werden von Vögeln und anderen Tieren oft über weite Strecken verbreitet. Diese Tiere fressen die Beeren und scheiden die Samen an anderen Orten wieder aus, wodurch sich die Pflanze schnell ausbreiten kann.
  3. Sexuelle Fortpflanzung: Der Gemeine Kreuzdorn ist überwiegend zweihäusig getrenntgeschlechtig, d. h. männliche und weibliche Blüten befinden sich auf getrennten Pflanzen. Für eine erfolgreiche Fortpflanzung sind daher männliche und weibliche Pflanzen in unmittelbarer Nähe erforderlich. Dies könnte erklären, warum der Gemeine Kreuzdorn oft in Gruppen wächst.
  4. Vegetative Fortpflanzung: Der Gemeine Kreuzdorn kann sich auch vegetativ durch Sprossbildung vermehren. Wenn Stängel geschnitten oder abgebrochen werden, treiben sowohl männliche als auch weibliche Pflanzen aus und bilden mehr reproduktive Stängel als der ursprüngliche, ungeschnittene Stängel.
  5. Fehlen natürlicher Feinde: Es gibt kaum natürliche Fressfeinde oder Krankheiten, die das Wachstum, die Entwicklung und die Ausbreitung des Gemeinen Kreuzdorns eindämmen könnten. Dies trägt zu seiner ungehinderten Ausbreitung bei.
  6. Zeitpunkt des Blattaustriebs und -abwurfs: Der Gemeine Kreuzdorn treibt im Frühjahr etwas früher aus als einige einheimische Pflanzen und behält seine Blätter im Herbst etwas länger als die meisten einheimischen Pflanzen. Diese Eigenschaft ermöglicht es ihm, durch Photosynthese mehr Kohlenhydrate und andere Verbindungen in den Blättern zu produzieren und diese Produkte zur Speicherung in die Wurzeln zu transportieren, was ihm einen Vorteil für das Überleben im Winter und das Wachstum im Frühjahr verschafft.
  7. Sonnen- und Schattenverträglichkeit: Der Gemeine Kreuzdorn ist schattentolerant, wächst aber auch in sonnigen Gebieten. Daher ist er häufig auf offenen Feldern, an Feld-, Straßen- und Wegrändern sowie in anderen sonnigen Bereichen anzutreffen.
  8. Fruchtzeit: Der Gemeine Kreuzdorn blüht von Mai bis Juni und bildet von Juli bis September runde, schwarze Früchte mit einem Durchmesser von etwa 6 mm. Wie der Glänzende Kreuzdorn hat auch diese Art längere Blüh- und Fruchtperioden als die meisten einheimischen Pflanzen, was ihren invasiven Erfolg noch verstärkt.

IPM-Bekämpfungsstrategien für Gemeinen Kreuzdorn

Es gibt verschiedene integrierte Pflanzenschutzmanagement (IPM)-Strategien zur Bekämpfung des Gemeinen Kreuzdorns:

  1. Kulturelle Maßnahmen: Überwachen Sie Ihr Grundstück regelmäßig auf Gemeinen Kreuzdorn, idealerweise im Juni und September. Vorbeugung ist eine wichtige kulturelle Maßnahme. Pflanzen oder fördern Sie die Anpflanzung dieser Art nicht. Informieren Sie andere (z. B. Kunden oder Nachbarn) über die Gefahren dieser Schädlinge.
  2. Mechanische Maßnahmen: Ausreißen, Ausgraben und Schneiden. Ziehen Sie leicht zu entfernende Pflanzen von Hand aus. Für größere Pflanzen können Sie eine Unkrautwurzelzange verwenden. Das Schneiden im Frühjahr oder Frühsommer verlangsamt das Wachstum und reduziert die Fähigkeit zur Blütenbildung. Wiederholtes monatliches Schneiden ist effektiver, um die Pflanze zu schwächen und die Blüten- und Fruchtproduktion zu hemmen. Mechanische Maßnahmen können das ganze Jahr über durchgeführt werden, die besten Zeiten sind jedoch die Monate vor oder während der Blüte.
  3. Biologische Bekämpfung: Bisher sind keine Insekten, Milben oder kommerziell erhältlichen Krankheitserreger als wirksame biologische Bekämpfungsmittel bekannt.
  4. Chemische Bekämpfung: Die beste Zeit für chemische Bekämpfung ist kurz vor der Blüte. Die Anwendung von Herbiziden im Juli, August und bis Mitte September ist ebenfalls sehr effektiv, da in diesen Monaten der Abwärtstransport von Kohlenhydraten zu den Wurzeln stattfindet, was die Aufnahme von Herbiziden in die Wurzeln verbessert. Bei chemischer Bekämpfung kann Glyphosat verwendet werden. Für die Stumpfbehandlung schneiden Sie den Kreuzdorn bodennah ab und tragen Sie sofort reines Glyphosat auf den frischen Stumpf auf. Für die Blattanwendung eignet sich Glyphosat ebenfalls, besonders bei mehrstämmigen Pflanzen. Beachten Sie, dass in Feuchtgebieten zugelassene Herbizide verwendet werden müssen.

Beispiel für ein IPM-Verfahren zur Bekämpfung des Gemeinen Kreuzdorns

  1. Identifizieren Sie den Gemeinen Kreuzdorn korrekt. Informieren Sie Ihre Nachbarn und andere über Ihre Maßnahmen und deren Gründe.
  2. Ziehen Sie Pflanzen von Hand aus, solange es physisch möglich ist, bevor der Kreuzdorn Beeren (Samen) produziert – idealerweise vor Juli.
  3. Verwenden Sie eine Unkrautwurzelzange für schwer zu ziehende Pflanzen, vorzugsweise vor Juli.
  4. Pflanzen, die sich nicht durch Ziehen oder Ausgraben entfernen lassen, können bodennah abgeschnitten werden. Tragen Sie sofort Glyphosat-Herbizid auf den frischen Stumpf auf. Die Stumpfbehandlung ist besonders effektiv von Juli bis Mitte September.
  5. Wenn eine Stumpfbehandlung im Sommer nicht möglich ist, schneiden Sie die Pflanze im Frühjahr/Frühsommer in einer Höhe von 15-30 cm ab. Lassen Sie den Stumpf wieder austreiben und schneiden Sie ihn dann im Juli, August oder Anfang September bodennah ab und behandeln Sie den frischen Stumpf mit Glyphosat.
  6. Die Blattanwendung von Glyphosat ist am besten für mehrstämmige Pflanzen geeignet, die jahrelang wiederholt geschnitten wurden oder nicht ausgegraben wurden. Die Blattanwendung ist am effektivsten zwischen Juli und Mitte September.
  7. Die Stumpfbehandlung bei kaltem Wetter (November bis Februar) reduziert das Risiko der Kontamination von Nichtzielpflanzen und kann besonders bei stark verwachsenen Pflanzenbeständen nützlich sein.
  8. Das obige Beispiel kann an die jeweiligen Standortbedingungen und den Grad des Befalls angepasst werden.

Zusammenfassende Tabelle der Bekämpfungsmethoden

MethodeBeschreibungBeste ZeitEffektivität
Kulturelle MaßnahmenPrävention, Überwachung, AufklärungGanzjährigHoch (präventiv)
Mechanische MaßnahmenAusreißen, Ausgraben, SchneidenVor und während der Blüte (Frühjahr/Sommer)Mittel bis hoch (bei konsequenter Anwendung)
Biologische BekämpfungNicht verfügbarN/AN/A
Chemische BekämpfungGlyphosat-Herbizide (Stumpf- oder Blattanwendung)Sommer/Herbst (Juli bis Mitte September), Winter (Stumpf)Hoch (bei korrekter Anwendung)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie erkenne ich den Gemeinen Kreuzdorn?
Der Gemeine Kreuzdorn hat gegenständige bis fast gegenständige Blätter, dunkle Beeren und oft Dornen an den Triebenden. Die Blätter sind glänzend grün mit gesägten Rändern.
Warum ist der Gemeine Kreuzdorn invasiv?
Er produziert viele Samen, wird durch Vögel verbreitet, wächst schnell, ist schattenverträglich und hat keine natürlichen Feinde.
Wie kann ich den Gemeinen Kreuzdorn bekämpfen?
Effektive Methoden sind manuelles Ausreißen, Ausgraben, regelmäßiges Schneiden und die Anwendung von Glyphosat-Herbiziden auf Stümpfe oder Blätter.
Wann ist die beste Zeit zur Bekämpfung?
Mechanische Bekämpfung ist im Frühjahr und Sommer effektiv. Chemische Bekämpfung mit Glyphosat ist im Sommer, Herbst oder Winter (Stumpfbehandlung) am wirksamsten.
Ist der Gemeine Kreuzdorn in Deutschland auch ein Problem?
Ja, der Gemeine Kreuzdorn gilt auch in Deutschland als problematische, invasive Art und kann heimische Ökosysteme beeinträchtigen.

Fazit

Der Gemeine Kreuzdorn ist eine invasive Pflanze, die erhebliche Probleme in verschiedenen Ökosystemen verursachen kann. Durch das Verständnis seiner Eigenschaften und die Anwendung geeigneter IPM-Bekämpfungsstrategien können Sie dazu beitragen, die Ausbreitung dieser Pflanze zu kontrollieren und die Gesundheit Ihrer Gärten und der Umwelt zu schützen. Regelmäßige Überwachung, präventive Maßnahmen und konsequente Bekämpfung sind entscheidend für den langfristigen Erfolg im Kampf gegen den Gemeinen Kreuzdorn.

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