23/11/2024
Tomaten gehören zu den beliebtesten Gemüsesorten im heimischen Garten. Ihr aromatischer Geschmack und die vielseitige Verwendungsmöglichkeiten machen sie unverzichtbar. Doch eine reiche Tomatenernte erfordert mehr als nur das Einpflanzen. Die richtige Pflege ist entscheidend, um gesunde Pflanzen und köstliche Früchte zu erhalten. Dieser Artikel führt Sie durch alle wichtigen Aspekte der Tomatenpflege, von der Sortenwahl bis zur Ernte und Schädlingsbekämpfung.

- Die richtige Tomatensorte wählen
- Der ideale Standort für Tomatenpflanzen
- Was Sie für den Tomatenanbau benötigen
- Tomaten aus Saatgut ziehen – Schritt für Schritt
- Tomaten im Garten pflanzen
- Tomatenpflanzen richtig pflegen
- Tomaten ernten – der richtige Zeitpunkt
- Krankheiten und Schädlinge an Tomaten
- Schon gewusst? – Tomaten und Gesundheit
Die richtige Tomatensorte wählen
Die Vielfalt an Tomatensorten ist beeindruckend, und jede Sorte hat ihre eigenen Vorzüge. Für den Hausgarten sind vor allem zwei Haupttypen relevant: Stabtomaten und Strauchtomaten. Stabtomaten wachsen in die Höhe und benötigen eine Stütze, während Strauchtomaten buschiger wachsen und oft kompakter bleiben.
Stabtomaten – ertragreich und vielseitig
Stabtomaten sind ideal für alle, die eine hohe Ernte an großen, aromatischen Tomaten wünschen. Sie eignen sich hervorragend für Salate, Saucen und zum Frischverzehr. Hier einige beliebte Sorten:
- Tomate ‘Alicante’: Eine robuste und widerstandsfähige Sorte, die reichlich Salattomaten liefert. Ideal für Anfänger und Regionen mit wechselhaftem Wetter.
- Tomate ‘Big Boy’: Wie der Name schon sagt, handelt es sich um eine Fleischtomate mit beeindruckender Größe und vollmundigem Geschmack. Perfekt für Burger und Sandwiches.
- Tomate ‘Shirley’: Eine besonders ertragreiche Sorte, die sich durch ihre frühe Reife auszeichnet. Ideal für Regionen mit kurzen Sommern.
- Tomate ‘Gardener’s Delight’: Diese Sorte produziert eine Fülle von würzig-aromatischen Kirschtomaten. Ein Genuss direkt vom Strauch oder in Salaten.
Strauchtomaten – kompakt und pflegeleicht
Strauchtomaten sind eine gute Wahl für kleinere Gärten oder den Anbau in Kübeln auf dem Balkon. Sie sind oft kompakter und benötigen weniger Unterstützung als Stabtomaten. Eine interessante Variante ist:
- Tomate ‘Tumbling Tom’: Eine Hängetomate, die sich perfekt für Kübel und Hängeampeln eignet. Sie produziert leckere Kirschtomaten und ist ein Blickfang auf jedem Balkon.
Der ideale Standort für Tomatenpflanzen
Der Standort spielt eine entscheidende Rolle für das Wachstum und die Gesundheit Ihrer Tomatenpflanzen. Tomaten lieben die Sonne und Wärme. Ein sonniger, windgeschützter Standort ist daher ideal.
Tomaten im Gewächshaus anbauen
Wenn Sie ein Gewächshaus besitzen, können Sie die Tomatensaison deutlich verlängern. Im Gewächshaus können Sie bereits im späten Winter mit der Aussaat beginnen und bis in den späten Herbst hinein ernten. Zudem sind die Pflanzen im Gewächshaus besser vor Regen und vielen Krankheiten, insbesondere der gefürchteten Braunfäule, geschützt. Achten Sie jedoch auf eine gute Belüftung, um Staunässe und Pilzkrankheiten zu vermeiden.
Tomaten im Garten oder Kübel kultivieren
Auch im Garten oder auf dem Balkon können Tomaten prächtig gedeihen. Wählen Sie einen sonnigen Platz, der vor starkem Wind geschützt ist. Der Boden sollte nährstoffreich und gut durchlässig sein.
Für die Pflanzung im Garten bereiten Sie den Boden vor, indem Sie reichlich Kompost oder abgelagerten Mist einarbeiten. Dies verbessert die Bodenstruktur und versorgt die Pflanzen mit wichtigen Nährstoffen.
Für die Kübelpflanzung verwenden Sie hochwertige Tomaten- und Gemüseerde, idealerweise eine torffreie Variante wie SUBSTRAL® Naturen® Tomaten & Gemüseerde Torffrei. Diese Erde ist speziell auf die Bedürfnisse von Tomaten abgestimmt und sorgt für eine optimale Wasser- und Nährstoffversorgung. Die torffreie Zusammensetzung ist zudem umweltfreundlicher.
Was Sie für den Tomatenanbau benötigen
Bevor Sie mit dem Tomatenanbau starten, sollten Sie sich mit den notwendigen Materialien ausstatten. Hier eine Liste der wichtigsten Utensilien:
- Anzuchttöpfe (9 cm): Für die Voranzucht der Tomatensamen.
- Pflanztöpfe oder Kübel (25-30 cm): Für die spätere Pflanzung, wenn Sie Tomaten im Kübel anbauen möchten.
- Frischhaltefolie: Um die Luftfeuchtigkeit bei der Anzucht zu erhöhen.
- Tomatenerde: Wie SUBSTRAL® Naturen® Tomaten & Gemüseerde Torffrei für eine optimale Nährstoffversorgung.
- Tomatendünger: Spezieller Dünger wie SUBSTRAL® Naturen® Tomaten Nahrung oder SUBSTRAL® Naturen® Tomatendünger für eine ausgewogene Ernährung während der Wachstums- und Fruchtbildungsphase.
- Kompost oder abgelagerter Mist: Zur Bodenverbesserung und Grunddüngung.
- Rankstäbe oder Spiralstäbe: Als Stütze für Stabtomaten.
- Gartenschnur: Zum Anbinden der Tomatentriebe an die Stäbe.
- Steckholz oder Pflanzholz: Zum Vorziehen von Pflanzlöchern.
- Spaten: Zum Umgraben und Vorbereiten des Bodens.
Tomaten aus Saatgut ziehen – Schritt für Schritt
Die Anzucht von Tomaten aus Samen ist eine lohnende Möglichkeit, die Vielfalt der Tomatenwelt zu entdecken und Kosten zu sparen.
- Aussaatzeitpunkt wählen: Für den Anbau im Gewächshaus können Sie bereits im späten Winter (Januar/Februar) mit der Aussaat beginnen. Für den Freilandanbau ist der frühe Frühling (März/April) ideal.
- Anzuchttöpfe vorbereiten: Füllen Sie die kleinen Anzuchttöpfe mit Anzuchterde oder Komposterde.
- Samen aussäen: Legen Sie einen Tomatensamen in die Mitte jedes Topfes und bedecken Sie ihn mit einer dünnen Schicht Erde.
- Angießen und abdecken: Gießen Sie die Töpfe vorsichtig an und decken Sie sie mit Frischhaltefolie ab, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen.
- Warm und hell aufstellen: Stellen Sie die Töpfe an einen warmen (ca. 20-25°C) und hellen Ort, z.B. ins Gewächshaus oder auf eine sonnige Fensterbank.
- Regelmäßig gießen: Halten Sie die Erde gleichmäßig feucht, aber vermeiden Sie Staunässe.
- Folien entfernen: Sobald die Samen gekeimt sind (nach ca. 1-2 Wochen), entfernen Sie die Frischhaltefolie.
- Pikieren: Wenn die Setzlinge etwa 15 cm groß sind und erste echte Blätter entwickelt haben, können Sie sie in größere Töpfe (ca. 9 cm) pikieren oder direkt in Kübel umpflanzen.
- Stabilisieren: Setzen Sie den jungen Pflanzen einen kleinen Rankstab zur Stabilisierung.
Tomaten im Garten pflanzen
Nachdem die Jungpflanzen kräftig genug sind und die Gefahr von Spätfrösten vorüber ist (Mitte Mai bis Anfang Juni), können Sie die Tomaten ins Freiland oder in größere Kübel umpflanzen.
- Boden vorbereiten: Lockern Sie den Boden gründlich auf und arbeiten Sie Kompost oder abgelagerten Mist ein.
- Pflanzlöcher ausheben: Heben Sie Pflanzlöcher im Abstand von ca. 50-60 cm aus. Bei Stabtomaten etwas mehr Abstand einplanen.
- Setzlinge abhärten: Bevor Sie die Setzlinge auspflanzen, sollten Sie sie etwa eine Woche lang abhärten. Stellen Sie die Töpfe tagsüber ins Freie und abends wieder herein, um sie an die Außenbedingungen zu gewöhnen.
- Pflanzen einsetzen: Setzen Sie die Tomatenpflanzen etwas tiefer in die Pflanzlöcher, als sie zuvor im Topf standen. Dies fördert die Bildung von zusätzlichen Wurzeln am Stängel und macht die Pflanzen stabiler.
- Angießen: Gießen Sie die Pflanzen nach dem Einpflanzen gründlich an.
- Stütze anbringen: Bringen Sie bei Stabtomaten sofort Rankstäbe oder Spiralstäbe an und binden Sie die jungen Triebe locker an.
Tomatenpflanzen richtig pflegen
Die richtige Pflege ist das A und O für eine reiche Tomatenernte. Dazu gehören vor allem regelmäßiges Gießen und eine kontinuierliche Nährstoffversorgung.
Gießen – gleichmäßig und bedarfsgerecht
Tomaten benötigen eine gleichmäßige Wasserversorgung, besonders während der Fruchtbildung. Der Boden sollte immer leicht feucht sein, aber vermeiden Sie Staunässe, da diese zu Wurzelfäule führen kann. Gießen Sie am besten morgens oder abends direkt an die Wurzeln und vermeiden Sie es, die Blätter zu benetzen, um Pilzkrankheiten vorzubeugen.
Ein Mulchschicht aus Kompost oder Stroh um die Pflanzen herum hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten und das Wachstum von Unkraut zu unterdrücken. In heißen Sommern kann tägliches Gießen erforderlich sein, besonders bei Kübelpflanzen, da diese schneller austrocknen.
Düngen – für kräftiges Wachstum und reiche Ernte
Tomaten sind Starkzehrer und benötigen eine regelmäßige Düngung, um optimal zu wachsen und viele Früchte zu bilden.
- Grunddüngung: Bei der Pflanzung im Garten sorgt die Einarbeitung von Kompost oder Mist für eine gute Grundversorgung.
- Nachdüngung: Ab der Blütezeit und während der Fruchtbildung sollten Sie regelmäßig nachdüngen. Verwenden Sie dafür einen speziellen Tomatendünger, wie SUBSTRAL® Naturen® Tomaten Nahrung oder SUBSTRAL® Naturen® Tomatendünger. Diese Dünger sind auf die Bedürfnisse von Tomaten abgestimmt und enthalten die richtigen Nährstoffe im optimalen Verhältnis. Flüssigdünger können alle 1-2 Wochen mit dem Gießwasser ausgebracht werden.
Ausgeizen – für eine bessere Fruchtreife bei Stabtomaten
Beim Ausgeizen werden die Seitentriebe, die in den Blattachseln von Stabtomaten wachsen, regelmäßig entfernt. Dies fördert die Bildung weniger, aber dafür größerer und früher reifender Früchte.
Brechen Sie die Seitentriebe einfach mit den Fingern aus, solange sie noch klein sind. Bei Strauchtomaten ist das Ausgeizen in der Regel nicht erforderlich, da sie von Natur aus buschiger wachsen und mehr Früchte an kleineren Trieben bilden.
Köpfen – das Wachstum begrenzen
Um die Energie der Pflanze auf die Fruchtbildung zu konzentrieren, können Sie Stabtomaten köpfen, sobald sich etwa fünf bis sieben Fruchtstände gebildet haben. Dabei wird die Triebspitze oberhalb des obersten Fruchtstandes abgeknipst. Dies stoppt das weitere Höhenwachstum und fördert die Reifung der vorhandenen Früchte.
Tomaten ernten – der richtige Zeitpunkt
Die Erntezeit von Tomaten hängt von der Sorte und dem Klima ab. Im Gewächshaus können Sie bereits ab Juni/Juli ernten, im Freiland meist ab August.
Der richtige Zeitpunkt für die Ernte ist gekommen, wenn die Tomaten ihre sortentypische Farbe erreicht haben und leicht weich sind. Sie sollten sich leicht vom Stiel lösen lassen. Vollreife Tomaten haben das beste Aroma und den höchsten Vitamingehalt.
Wenn im Herbst die Temperaturen sinken und die Tomaten nicht mehr reifen, können Sie die unreifen Früchte ernten und nachreifen lassen. Legen Sie die grünen Tomaten an einen warmen, dunklen Ort, z.B. in eine Papiertüte zusammen mit einem Apfel oder einer Banane. Das von diesen Früchten abgegebene Ethylen beschleunigt den Reifeprozess.
Krankheiten und Schädlinge an Tomaten
Tomaten können von verschiedenen Krankheiten und Schädlingen befallen werden. Eine gute Pflege und Vorbeugung sind wichtig, um Probleme zu vermeiden.
Pilzkrankheiten
Pilzkrankheiten wie Braunfäule, Samtflecken, Stängelfäule und Dürrfleckenkrankheit sind häufige Probleme bei Tomaten, besonders bei feuchtem Wetter.
Vorbeugende Maßnahmen:
- Gesunde Pflanzen: Achten Sie auf gesunde Jungpflanzen und widerstandsfähige Sorten.
- Gute Belüftung: Sorgen Sie für eine gute Belüftung im Gewächshaus und ausreichend Abstand zwischen den Pflanzen im Freiland.
- Blätter trocken halten: Gießen Sie nur an die Wurzeln und vermeiden Sie es, die Blätter zu benetzen.
- Pflanzenstärkung: Stärken Sie die Pflanzen mit natürlichen Mitteln wie SUBSTRAL® Naturen® Grundstoff Lecithin Konzentrat.
Bekämpfung:
- Befallene Pflanzenteile entfernen: Schneiden Sie befallene Blätter und Früchte sofort ab und entsorgen Sie sie im Hausmüll (nicht auf dem Kompost).
- Fungizide: Bei starkem Befall können Sie auf zugelassene Fungizide wie SUBSTRAL® Celaflor® Gemüse-Pilzfrei Saprol zurückgreifen. Beachten Sie dabei die Anwendungshinweise des Herstellers.
Schädlinge
Schädlinge wie Spinnmilben, Blattläuse und Weiße Fliege können Tomatenpflanzen ebenfalls schädigen.
Vorbeugende Maßnahmen:
- Regelmäßige Kontrolle: Kontrollieren Sie Ihre Pflanzen regelmäßig auf Schädlinge.
- Nützlinge fördern: Fördern Sie Nützlinge wie Marienkäfer und Florfliegen, die sich von Blattläusen ernähren.
- Pflanzenstärkung: Gesunde Pflanzen sind weniger anfällig für Schädlinge.
Bekämpfung:
- Abspritzen: Bei leichtem Befall können Sie Schädlinge mit einem Wasserstrahl abspritzen.
- Pflanzliche Mittel: Verwenden Sie pflanzliche Mittel wie Neemöl oder Schmierseifenlösung.
- Insektizide: Bei starkem Befall können Sie auf zugelassene Insektizide zurückgreifen. Beachten Sie dabei die Anwendungshinweise des Herstellers und wählen Sie Produkte, die Nützlinge schonen.
Echter Mehltau
Echter Mehltau zeigt sich durch einen weißen, mehlartigen Belag auf den Blättern. Auch hier helfen vorbeugende Maßnahmen wie eine gute Belüftung und Pflanzenstärkung. Bei Befall können Sie ebenfalls Fungizide einsetzen.
Schon gewusst? – Tomaten und Gesundheit
Tomaten sind nicht nur lecker, sondern auch sehr gesund. Sie sind reich an Vitaminen (insbesondere Vitamin C und B-Vitamine) und Spurenelementen. Besonders wertvoll ist der rote Farbstoff Lycopin, ein starkes Antioxidans, das freie Radikale fängt und somit Zellschäden vorbeugen kann. Lycopin wird eine krebsvorbeugende Wirkung zugeschrieben und soll das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. Der Gehalt an Carotin und Lycopin ist für die rote Farbe der Tomaten verantwortlich.
Mit der richtigen Pflege und etwas Aufmerksamkeit können auch Sie eine reiche und gesunde Tomatenernte erzielen. Genießen Sie den Geschmack frischer, selbst angebauter Tomaten!
