02/03/2022
Mit einer Papaya holen Sie sich tropisches Flair in Ihr Zuhause und können sich das ganze Jahr über auf leckere, große Früchte freuen. Diese dekorative Pflanze lässt sich sowohl draußen im Kübel als auch drinnen kultivieren. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wichtige zur Pflanzung und Pflege der Papayapflanze.

- Wissenswertes über die Papaya (Carica papaya)
- Standort und Boden für die Papayapflanze
- Papaya pflanzen: Schritt für Schritt
- Papaya pflegen: Gießen und Düngen
- Papaya schneiden: Nicht notwendig
- Papayas ernten, lagern und verarbeiten
- Nährwerte und Inhaltsstoffe der Papaya
- Papaya überwintern
- Schädlinge und Krankheiten
- Papaya aus Kernen ziehen
Wissenswertes über die Papaya (Carica papaya)
Die Papaya, auch bekannt als „Melonenbaum“, gehört zur Familie der Melonenbaumgewächse und stammt ursprünglich aus den tropischen Regionen Amerikas. Im 19. Jahrhundert brachten die Portugiesen sie nach Europa. Unsere Bloomify Papaya blüht ganzjährig, sodass Sie das ganze Jahr über Früchte ernten können. Da sie selbstbefruchtend ist, genügt eine einzelne Pflanze für eine reiche Ernte. Ihre cremefarbenen Blüten, die in langen Rispen wachsen, sind bei Bienen sehr beliebt. Die Früchte können bis zu 20 cm lang werden und haben im reifen Zustand eine leuchtend orange-gelbe Farbe. Die Papaya zeichnet sich durch ihre ungewöhnliche Wuchsform aus: Sie bildet einen unverzweigten Stamm, an dessen Krone sich handgroße, gelappte Blätter befinden, die ihr ein palmenartiges Aussehen verleihen. Optisch erinnert sie an eine Mischung aus Palme und Feige.

Standort und Boden für die Papayapflanze
Der ideale Standort
Als Tropenbewohnerin liebt die Papaya Wärme und benötigt dauerhaft Temperaturen über 15 Grad Celsius. Daher ist die Kübelkultur ideal, um sie im Winter an einen warmen Ort umzustellen. Grundsätzlich bevorzugt die Papaya einen hellen, warmen und windgeschützten Standort mit hoher Luftfeuchtigkeit. Regelmäßiges Besprühen der Blätter mit Wasser ist daher empfehlenswert. Direkte, intensive Sonneneinstrahlung kann zu Sonnenbrand auf den Blättern führen, daher ist ein Platz im lichten Schatten oder Halbschatten optimal. Ideal ist ein Standort, der morgens und nachmittags Sonne, aber während der Mittagszeit Schatten erhält, beispielsweise durch andere Pflanzen oder Bäume. Wintergärten und Gewächshäuser sind ebenfalls hervorragend für die Papayapflanzen-Kultur geeignet. Auch in hellen Wohnräumen kann die Papaya gedeihen. Bei guter Pflege und ausreichend Platz kann sie bis zu 3 Meter hoch werden, bleibt im Topf aber meist kleiner.
Die richtige Erde
Die Papaya benötigt einen nährstoffreichen, lockeren und gut durchlässigen Boden. Staunässe verträgt sie überhaupt nicht. Um diese zu vermeiden, sollte der Topf Drainagelöcher haben und die Erde gut drainiert sein. Hochwertige Pflanzerde mit Humusanteil ist sehr gut geeignet. Achten Sie darauf, dass die Erde Blähton, Kies oder Lavasplit enthält oder mischen Sie diese Materialien bei Bedarf selbst unter. Sand kann ebenfalls die Durchlässigkeit verbessern. Eine Drainageschicht aus grobem Kies, Tonscherben oder Blähton am Topfboden ist empfehlenswert. Verwenden Sie torffreie Pflanzerde, um die Moore zu schützen. Auch Bloomify Pflanzerde ist torffrei und ideal für Ihre Papaya.
Papaya pflanzen: Schritt für Schritt
Wählen Sie für die Papaya einen ausreichend großen Topf, damit die Wurzeln genügend Platz haben. Zu Beginn sollte der Topf jedoch nicht überdimensioniert sein, da die Pflanze sonst ihre Energie in das Wurzelwachstum investiert und das Höhenwachstum sowie die Blüten- und Fruchtbildung vernachlässigt werden. Ein Topf, der 3 bis 5 cm größer im Durchmesser ist als der vorherige, ist ausreichend. Topfen Sie Ihre Papaya jährlich um oder spätestens, wenn Wurzeln aus den Topflöchern wachsen. Ältere Pflanzen benötigen nicht jedes Jahr einen größeren Topf, aber eine jährliche Gabe frischer, nährstoffreicher Erde ist ratsam.
Der beste Zeitpunkt zum Pflanzen
Grundsätzlich können Sie Ihre Papaya ganzjährig pflanzen. Im Winter muss sie dann direkt ins Winterquartier umziehen. Der Frühling ist jedoch der ideale Zeitpunkt, da die Pflanze dann in ihre Wachstumsphase startet und direkt in frische Erde wurzeln kann.
Benötigte Materialien
- Humusreiche und durchlässige Pflanzerde
- Optional: Sand, Kies, Blähton oder Lavasplit zur Verbesserung der Durchlässigkeit
- Drainagematerial: Grober Kies, Lavasplit, Tonscherben, Blähton
- Pflanzgefäß
- Kleine Schaufel
- Optional: Langzeitdünger
- Optional: Gartenvlies
Anleitung zum Pflanzen
- Legen Sie eine 5 bis 10 cm dicke Drainageschicht auf den Topfboden.
- Optional: Bedecken Sie die Drainageschicht mit Gartenvlies, um das Auswaschen der Erde zu verhindern.
- Füllen Sie etwas Pflanzerde ein.
- Optional: Mischen Sie Langzeitdünger unter die Erde.
- Nehmen Sie die Papaya vorsichtig aus dem alten Topf und entfernen Sie so viel alte Erde wie möglich, ohne die Wurzeln zu beschädigen.
- Setzen Sie die Pflanze mittig in den neuen Topf und achten Sie darauf, dass sie nicht tiefer sitzt als zuvor. Zu tiefes Pflanzen kann zu Fäulnis führen.
- Füllen Sie den Topf mit Erde auf, drücken Sie diese leicht an und gießen Sie die Papaya anschließend großzügig.
- Füllen Sie gegebenenfalls abgesackte Erde nach und mulchen Sie die Oberfläche.
Papaya pflegen: Gießen und Düngen
Papayapflanzen sind grundsätzlich pflegeleicht, vorausgesetzt, der Standort ist warm, windgeschützt und luftfeucht. Regelmäßiges Besprühen mit kalkarmem Wasser ist wichtig. Auch das richtige Gießen und Düngen sind entscheidend für die Papayapflege.
Richtig gießen
Die Erde sollte nie vollständig austrocknen, aber Staunässe ist unbedingt zu vermeiden. Ideal ist eine leicht feuchte Erde. Gießen Sie mäßig, aber regelmäßig. Wenn die oberen 2 bis 3 cm der Erde trocken sind, ist es Zeit zum Gießen. Kontrollieren Sie regelmäßig den Untersetzer auf Wasseransammlungen und entfernen Sie überschüssiges Wasser. Gießen Sie am besten morgens und von unten, ohne den Stamm zu befeuchten, um Fäulnis vorzubeugen. So können die Wurzeln das Wasser aufnehmen, bevor es verdunstet.

Papaya düngen
Für die Fruchtbildung benötigen Papayapflanzen viele Nährstoffe. Verwenden Sie organischen Langzeitdünger oder Flüssigdünger. Langzeitdünger kann im Frühjahr beim Pflanzen in die Erde eingemischt und im Juli erneut ausgebracht werden. Verteilen Sie den Dünger auf der Erdoberfläche und arbeiten Sie ihn oberflächlich ein, ohne die Wurzeln zu beschädigen. Flüssigdünger wird von Mai bis Oktober alle 2 bis 4 Wochen über das Gießwasser verabreicht. Verzichten Sie auf mineralische Kunstdünger wie Blaukorn, da diese zu scharf für Papayas sein können.
Papaya schneiden: Nicht notwendig
Papayapflanzen müssen nicht geschnitten werden. Sie wachsen als gerader Stamm und können mit dem Alter eine leicht verzweigte Krone entwickeln. Schnittmaßnahmen sind daher überflüssig. Absterbende untere Blätter sind ein natürlicher Teil des Wachstums. Vermeiden Sie es, die Spitze zu kappen, um Seitentriebe zu fördern, da dies meist nicht funktioniert und Krankheitserreger eindringen können.
Papayas ernten, lagern und verarbeiten
Bei guter Pflege und optimalem Standort können Papayapflanzen ganzjährig blühen und Früchte tragen. Da sie selbstbefruchtend sind, reicht eine einzelne Pflanze für die Ernte. Die gelben Blüten entwickeln sich zu großen, gelb-orangen Früchten mit süßem, melonenartigem Aroma.
Papaya bestäuben
Im Freien übernehmen Wind und Insekten die Bestäubung. In Innenräumen müssen Sie möglicherweise mit einem weichen Pinsel nachhelfen. Streichen Sie vorsichtig über die Staubgefäße und übertragen Sie die Pollen auf den Stempel in der Blütenmitte.
Wann ist die Papaya reif?
Reife Früchte haben eine leuchtend gelb-orange Schale, die bei Druck leicht nachgibt. Durch Drehen lässt sich die reife Frucht leicht lösen. Lassen Sie die Früchte lieber etwas länger an der Pflanze, da das Aroma nach der Ernte nicht mehr nachreift.
Ernte und Lagerung
Ernten Sie die Papaya, indem Sie sie drehen, sobald sie reif ist. Lagern Sie sie bei Zimmertemperatur an einem kühlen, trockenen Ort für 3 bis 5 Tage oder im Kühlschrank für 7 bis 10 Tage. Papayas lassen sich auch gut einfrieren: Schälen Sie sie, entfernen Sie die Kerne, schneiden Sie sie in Würfel und frieren Sie sie vor, bevor Sie sie in Behälter umfüllen.

Verarbeitung
Frisch geerntet schmecken Papayas am besten. Halbieren Sie sie, entfernen Sie die Kerne und löffeln Sie das Fruchtfleisch aus. Alternativ können Sie die Schale entfernen und das Fruchtfleisch in Stücke schneiden. Papayas eignen sich hervorragend für Obstsalate, Müsli, Smoothies, Marmelade, Konfitüre und herzhafte Salate.
Nährwerte und Inhaltsstoffe der Papaya
Papayas sind kalorien- und fettarm und reich an Mineralstoffen wie Magnesium und Zink sowie Vitaminen, insbesondere Vitamin A und C. Enzyme und Ballaststoffe fördern die Verdauung.
Nährwerte pro 100g
| Nährstoff | Wert |
|---|---|
| Kalorien | 36 kcal |
| Fett | 0,1 g |
| Kohlenhydrate | 7 g |
| Eiweiß | 0,5 g |
Papaya überwintern
Winterhärte und Winterquartier
Papayapflanzen sind nicht winterhart und benötigen ganzjährig Temperaturen über 15 Grad Celsius. Kurzzeitig vertragen sie Temperaturen unter 10 Grad, dies sollte aber nicht dauerhaft sein. Spätestens wenn die Nachttemperaturen unter 12 Grad fallen, muss die Papaya ins Winterquartier. Ideal sind warme Wintergärten, Gewächshäuser oder helle Treppenhäuser mit 15 bis 18 Grad Celsius. Helle, kühle Schlaf- oder Badezimmer sind ebenfalls geeignet. Bei zu dunklen Standorten kann eine Pflanzenlampe helfen. Achten Sie auf hohe Luftfeuchtigkeit und vermeiden Sie Heizungsnähe und Zugluft. Wassergefüllte Schalen oder regelmäßiges Besprühen mit kalkarmem Wasser erhöhen die Luftfeuchtigkeit. Kontrollieren Sie die Pflanze im Winterquartier regelmäßig auf Schädlinge wie Spinnmilben und Wollläuse.
Pflege im Winter
Im Winter wird die Papaya nicht gedüngt und weniger gegossen. Gießen Sie etwa alle 7 bis 10 Tage sparsam und prüfen Sie vor dem Gießen die Bodenfeuchtigkeit mit dem Finger. Die Erde sollte nicht vollständig austrocknen.
Schädlinge und Krankheiten
Bei guter Pflege sind Papayapflanzen robust. Mehltau kann bei feuchter Witterung auftreten. Nasse und kalte Bedingungen können Pilzkrankheiten und Fäulnis begünstigen. Im Winterquartier und bei niedriger Luftfeuchtigkeit können Schädlinge wie Spinnmilben auftreten. Staunässe ist der größte Feind der Papaya und führt schnell zu Wurzelfäulnis. Eine gute Drainage und durchlässige Erde sind daher entscheidend. Entfernen Sie überschüssiges Gieß- und Regenwasser aus dem Untersetzer und stellen Sie die Pflanze bei Starkregen geschützt auf.
Papaya aus Kernen ziehen
Die Anzucht einer Papaya aus Kernen ist relativ einfach. Verwenden Sie Kerne einer reifen Frucht. Die Papaya sollte gelb sein und bei Druck leicht nachgeben. Entfernen Sie die Kerne, befreien Sie sie vom Fruchtfleisch und rubbeln Sie die gallertartige Hülle ab, da diese keimhemmende Substanzen enthält. Lassen Sie die Kerne einige Stunden trocknen und pflanzen Sie sie dann in Anzuchterde, etwa einen halben Zentimeter tief. Verwenden Sie pro Topf nur einen Kern. Befeuchten Sie die Erde leicht und stellen Sie den Topf an einen warmen, hellen Ort mit mindestens 25 Grad Celsius, idealerweise in ein Mini-Gewächshaus. Lüften Sie regelmäßig, um Schimmel zu vermeiden. Die Keimung dauert etwa zwei Wochen. Nachdem sich die ersten richtigen Blätter gebildet haben, können Sie die jungen Papayas in normale Blumenerde umtopfen. Im Sommer bevorzugt die Papaya einen sonnigen, windgeschützten Standort im Freien. Im Winter benötigt sie einen hellen Standort mit etwa 15 Grad Celsius. Düngen Sie von April bis September wöchentlich mit Flüssigdünger.
