30/04/2023
Oligomere Proanthocyanidine, besser bekannt als OPC, sind sekundäre Pflanzenstoffe, die in den letzten Jahren immer mehr Aufmerksamkeit für ihre potenziellen gesundheitlichen Vorteile erhalten. Auch wenn sie laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) nicht zu den essenziellen Nährstoffen zählen, deuten viele Studien darauf hin, dass OPC positive Auswirkungen auf verschiedene Stoffwechselprozesse haben können. Doch wo steckt eigentlich am meisten OPC drin und wie können wir diese wertvollen Stoffe optimal in unsere Ernährung integrieren?
- Was genau sind OPC?
- Welche Lebensmittel sind besonders reich an OPC?
- OPC-Gehalt im Detail: Vergleich verschiedener Lebensmittel
- Warum sind OPC so gesund?
- Nahrungsergänzungsmittel mit OPC: Eine sinnvolle Ergänzung?
- Fazit: OPC-reiche Ernährung und Nahrungsergänzung
- Häufig gestellte Fragen zu OPC (FAQ)
Was genau sind OPC?
Der Begriff „Oligomere Proanthocyanidine“ mag zunächst kompliziert klingen, lässt sich aber gut aufschlüsseln. „Oligomer“ bedeutet „aus wenigen Bausteinen bestehend“. OPC sind also mittelgroße chemische Strukturen, die aus mehreren kleinen Molekülen zusammengesetzt sind. Sie gehören zu den Polyphenolen und sind eine Vorstufe der Anthocyane. Anthocyane sind die Farbstoffe, die vielen Pflanzen, insbesondere Beeren und Trauben, ihre intensive rote, blaue oder violette Farbe verleihen. In der Natur dienen OPC den Pflanzen als Schutz vor schädlichen Umwelteinflüssen wie UV-Strahlung und Schädlingen.

Welche Lebensmittel sind besonders reich an OPC?
Wenn es um OPC-reiche Lebensmittel geht, gibt es einige klare Favoriten. Zu den besten natürlichen Quellen zählen:
- Traubenkerne: Sie sind eine der konzentriertesten Quellen für OPC.
- Kiefernrinde: Auch Kiefernrindenextrakt ist reich an OPC und wird oft in Nahrungsergänzungsmitteln verwendet.
- Dunkle Beeren: Heidelbeeren, Cranberrys und Preiselbeeren enthalten ebenfalls nennenswerte Mengen an OPC.
- Dunkle Schokolade: Zartbitterschokolade ist eine leckere Quelle für OPC, wobei der Gehalt mit dem Kakaoanteil steigt.
- Rotwein: Auch Rotwein enthält OPC, die aus den Traubenkernen und -schalen während der Weinherstellung freigesetzt werden.
- Äpfel: Vor allem die Schale von Äpfeln enthält OPC.
- Nüsse: Einige Nusssorten, wie z.B. Erdnüsse (insbesondere die roten Häutchen), können ebenfalls OPC liefern.
- Hagebutten: Diese Früchte sind bekannt für ihren hohen Vitamin-C-Gehalt, enthalten aber auch OPC.
- Kokosnüsse: Auch in Kokosnüssen sind OPC enthalten.
- Zimt: Dieses Gewürz enthält ebenfalls geringere Mengen an OPC.
- Tee: Sowohl grüner als auch schwarzer Tee enthalten Polyphenole, darunter auch OPC.
Es ist wichtig zu beachten, dass der OPC-Gehalt in Lebensmitteln variieren kann, abhängig von Faktoren wie Sorte, Anbaugebiet und Verarbeitungsmethoden. Freilandware enthält in der Regel mehr Polyphenole als Produkte aus dem Gewächshaus, da die Pflanzen im Freien stärkeren Umwelteinflüssen ausgesetzt sind und mehr Schutzstoffe bilden.

OPC-Gehalt im Detail: Vergleich verschiedener Lebensmittel
Um eine bessere Vorstellung davon zu bekommen, wo am meisten OPC enthalten ist, hilft ein Blick auf konkrete Zahlen. Studien haben den OPC-Gehalt in verschiedenen Lebensmitteln untersucht. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über den ungefähren OPC-Gehalt pro 100 Gramm einiger ausgewählter Lebensmittel:
| Lebensmittel | OPC-Gehalt pro 100g (ungefähr) | Quelle |
|---|---|---|
| Rotwein | 46 mg | (1) |
| Heidelbeeren | 44 mg | (1) |
| Erdbeeren | 42 mg | (1) |
| Preiselbeeren | Hoch (bis zu 70% Phenole, davon ein hoher Anteil Proanthocyanidine) | (2) |
| Traubenkerne | Sehr hoch (genaue Werte variieren stark) | Text |
| Kiefernrinde | Hoch (genaue Werte variieren stark) | Text |
| Dunkle Schokolade (hoher Kakaoanteil) | Variabel, aber nennenswert | Text |
Es ist zu erkennen, dass Beeren und Rotwein zu den Lebensmitteln mit einem relativ hohen OPC-Gehalt zählen. Traubenkerne und Kiefernrinde sind jedoch noch deutlich konzentriertere Quellen und werden daher häufig für die Herstellung von Nahrungsergänzungsmitteln verwendet.
Warum sind OPC so gesund?
OPC werden eine Vielzahl von positiven Wirkungen auf die Gesundheit zugeschrieben. Sie sind vor allem bekannt für ihre stark antioxidative Wirkung. Das bedeutet, dass sie freie Radikale im Körper neutralisieren können und somit Zellen vor oxidativem Stress schützen. Dieser Schutzmechanismus kann sich positiv auf verschiedene Bereiche auswirken:
- Schutz der Blutgefäße: OPC können dazu beitragen, die Blutgefäße vor oxidativen Schäden zu schützen und ihre Elastizität zu erhalten.
- Entzündungshemmende Wirkung: OPC können Entzündungsprozesse im Körper reduzieren.
- Stärkung des Immunsystems: Es wird vermutet, dass OPC das Immunsystem unterstützen können.
- Positive Effekte auf Cholesterin, Haut und Haare: Regelmäßige Einnahme von OPC kann sich positiv auf den Cholesterinspiegel, das Hautbild und die Haargesundheit auswirken.
- Potenzielle Vorbeugung von Alzheimer: Einige Studien deuten darauf hin, dass Polyphenole aus Traubenkernen möglicherweise die Entstehung von Alzheimer hinauszögern könnten.
- Linderung von PMS-Beschwerden: OPC könnten bei regelmäßiger Einnahme dazu beitragen, prämenstruelle Beschwerden zu lindern.
- Allergie-Linderung: Es gibt Hinweise darauf, dass OPC die Histaminausschüttung hemmen und somit allergischen Symptomen entgegenwirken können.
Nahrungsergänzungsmittel mit OPC: Eine sinnvolle Ergänzung?
Auch wenn eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse die Basis für eine gute Versorgung mit sekundären Pflanzenstoffen sein sollte, kann es in manchen Fällen sinnvoll sein, auf Nahrungsergänzungsmittel mit OPC zurückzugreifen. Dies gilt insbesondere, wenn man:
- Einen erhöhten Bedarf an Antioxidantien hat (z.B. bei Stress, sportlicher Aktivität).
- Bestimmte Lebensmittel, die reich an OPC sind, nicht regelmäßig oder in ausreichender Menge verzehrt.
- Gezielt die potenziellen gesundheitlichen Vorteile von OPC nutzen möchte.
Viele Nahrungsergänzungsmittel mit OPC basieren auf Traubenkernextrakt, da dieser eine besonders hohe Konzentration an OPC aufweist. Auch Kiefernrindenextrakt ist eine gängige Quelle. Produkte wie Synomed OPC Kapseln oder AOX® OPC Präparat aus Traubenkernmehl und Apfelfaser sind Beispiele für hochwertige OPC-Präparate. Traubenkernmehl selbst, wie es von der Winzerin Christine Saahs empfohlen wird, kann ebenfalls eine gute Quelle für OPC sein und lässt sich vielseitig in der Küche verwenden.

Es ist jedoch wichtig, auf die Qualität der Nahrungsergänzungsmittel zu achten. Seriöse Hersteller wie Synomed legen Wert auf laborgeprüfte Qualität und verwenden hochwertige Extrakte wie exGrape® Seed. Zusätzlich können weitere wertvolle Inhaltsstoffe wie Rutin, Quercetin, Resveratrol, Hesperidin und Vitamin C die Wirkung von OPC synergistisch unterstützen, wie es beispielsweise bei OPC Forte Premium der Fall ist.

Fazit: OPC-reiche Ernährung und Nahrungsergänzung
OPC sind wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe mit einem breiten Spektrum an potenziellen gesundheitlichen Vorteilen. Eine Ernährung, die reich an Obst, Gemüse, Beeren und Nüssen ist, liefert bereits eine gute Basis für die OPC-Versorgung. Um den OPC-Gehalt in der Ernährung gezielt zu erhöhen, sind Traubenkerne, dunkle Beeren, dunkle Schokolade und Rotwein besonders empfehlenswert. Nahrungsergänzungsmittel mit OPC, insbesondere auf Basis von Traubenkern- oder Kiefernrindenextrakt, können eine sinnvolle Ergänzung sein, um eine optimale Versorgung sicherzustellen und die potenziellen gesundheitlichen Vorteile von OPC voll auszuschöpfen. Achten Sie dabei auf hochwertige Produkte und lassen Sie sich bei Bedarf von einem Arzt oder Ernährungsberater beraten.
Häufig gestellte Fragen zu OPC (FAQ)
- Was sind OPC?
- OPC steht für Oligomere Proanthocyanidine. Es handelt sich um sekundäre Pflanzenstoffe, die zu den Polyphenolen gehören und in vielen Pflanzen vorkommen. Sie sind bekannt für ihre antioxidative Wirkung.
- In welchen Lebensmitteln ist am meisten OPC enthalten?
- Besonders reich an OPC sind Traubenkerne, Kiefernrinde, dunkle Beeren (wie Heidelbeeren und Cranberrys), dunkle Schokolade und Rotwein. Auch Äpfel, Nüsse, Hagebutten, Kokosnüsse, Zimt und Tee enthalten OPC.
- Wie viel OPC sollte man täglich zu sich nehmen?
- Es gibt keine offizielle Empfehlung für die tägliche OPC-Zufuhr. Die DGE schätzt, dass wir durch eine gemischte Kost 50 bis 100 mg Flavonoide (zu denen OPC gehören) pro Tag aufnehmen. Bei Bedarf und zur gezielten Nutzung der gesundheitlichen Vorteile können auch höhere Dosierungen über Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sein. Lassen Sie sich hierzu am besten von einem Arzt oder Ernährungsberater beraten.
- Sind OPC-Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll?
- Ja, in bestimmten Fällen können OPC-Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sein, z.B. bei erhöhtem Bedarf, bei unausgewogener Ernährung oder zur gezielten Unterstützung der Gesundheit. Sie können eine praktische Möglichkeit sein, eine höhere Dosis OPC zu sich zu nehmen, als es allein über die Ernährung möglich wäre.
- Was sagen Ärzte zu OPC?
- Ärzte und Ernährungsexperten erkennen zunehmend die potenziellen gesundheitlichen Vorteile von OPC an. Traubenkernmehl, eine reiche Quelle für OPC, wird von einigen Ärzten als wertvolle Ergänzung zu einer gesunden Ernährung empfohlen, insbesondere aufgrund seiner hohen antioxidativen Kapazität und potenziellen positiven Auswirkungen auf Blutgefäße, Entzündungen und das Immunsystem.
