11/07/2023
Margeriten sind ein echter Klassiker in Gärten und auf Balkonen. Ihre unkomplizierte Art und die strahlenden Blüten machen sie zu Lieblingen vieler Blumenfreunde. Doch auch wenn Margeriten als pflegeleicht gelten, gibt es einige Dinge, die sie so gar nicht mögen. Wer diese kennt und beachtet, wird mit einer besonders reichen und langanhaltenden Blütenpracht belohnt. In diesem Artikel tauchen wir tief in die Welt der Margeriten ein und beleuchten, was diese charmanten Blumen wirklich nicht mögen und wie du ihnen optimale Bedingungen schaffst.

Bevor wir uns den No-Gos in der Margeritenpflege widmen, ist es wichtig zu verstehen, was diese Pflanzen auszeichnet. Margeriten, botanisch Leucanthemum, sind bekannt für ihre Robustheit und Anpassungsfähigkeit. Sie gehören zur Familie der Korbblütler und stammen ursprünglich aus Europa und Asien. Ihre Beliebtheit verdanken sie nicht nur ihrer Schönheit, sondern auch ihrer Anspruchslosigkeit. Dennoch, „anspruchslos“ bedeutet nicht „ohne Ansprüche“. Auch Margeriten haben Bedürfnisse, und wenn diese ignoriert werden, können sie mit kümmerlichem Wachstum und ausbleibender Blüte reagieren.
- Schatten – Ein absolutes Tabu für Margeriten
- Staunässe – Der stille Killer im Wurzelbereich
- Zu schwere Böden – Wurzeln brauchen Luft zum Atmen
- Überdüngung – Weniger ist oft mehr
- Umpflanzen zur falschen Zeit – Stress für die Wurzeln
- Schädlinge und Krankheiten – Schwächung der Pflanze
- Starker Wind ohne Unterstützung – Umknicken und Abbrechen
- Falsche Pflanznachbarn – Konkurrenz und ungünstige Bedingungen
- Winterliche Nässe bei nicht winterharten Sorten – Frostempfindlichkeit
- Zusammenfassende Tabelle: Was Margeriten mögen und nicht mögen
- Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Schatten – Ein absolutes Tabu für Margeriten
Margeriten sind Sonnenanbeter durch und durch. Was sie am wenigsten mögen, ist ein Standort im Schatten. Während sie zwar auch im Halbschatten gedeihen können, entfalten sie ihre volle Pracht nur an einem sonnigen Platz. Ein Mangel an Licht führt dazu, dass die Pflanzen vergeilen, das heißt, sie bilden lange, dünne Triebe und nur wenige oder gar keine Blüten. Die Blüten, die sich dennoch entwickeln, bleiben oft klein und blass. Sonne ist für die Photosynthese unerlässlich, und da Margeriten üppig blühen sollen, benötigen sie reichlich davon. Ideal sind mindestens sechs Stunden direkte Sonneneinstrahlung pro Tag. Wenn du also einen Platz für deine Margeriten suchst, wähle den sonnigsten Bereich in deinem Garten oder auf deinem Balkon. Solltest du nur einen schattigen Standort zur Verfügung haben, sind Margeriten leider nicht die richtige Wahl. In diesem Fall solltest du dich nach Pflanzen umsehen, die Schatten besser vertragen, wie beispielsweise Funkien oder Farne.
Staunässe – Der stille Killer im Wurzelbereich
Ein weiteres großes Problem für Margeriten ist Staunässe. Obwohl sie regelmäßige Wassergaben benötigen, vertragen sie es überhaupt nicht, wenn ihre Wurzeln dauerhaft im Wasser stehen. Staunässe führt zu Sauerstoffmangel im Boden, was wiederum Wurzelfäule verursachen kann. Faulende Wurzeln können keine Nährstoffe mehr aufnehmen, und die Pflanze stirbt langsam ab. Besonders gefährdet sind Margeriten in Töpfen und Kübeln, da hier das Wasser leichter gestaut werden kann. Um Staunässe zu vermeiden, ist eine gute Drainage unerlässlich. Achte darauf, dass deine Pflanzgefäße immer über Abzugslöcher verfügen, durch die überschüssiges Wasser ablaufen kann. Eine Drainageschicht am Boden des Topfes, beispielsweise aus Blähton oder Kies, kann zusätzlich helfen, Staunässe zu verhindern. Beim Gießen gilt die Devise: Weniger ist mehr. Gieße Margeriten lieber seltener, dafür aber durchdringend. Die Erde sollte zwischen den Wassergaben immer leicht abtrocknen. Ein einfacher Fingertest hilft dir dabei, den richtigen Zeitpunkt zum Gießen zu bestimmen: Fühlt sich die oberste Erdschicht trocken an, ist es Zeit zu gießen.
Zu schwere Böden – Wurzeln brauchen Luft zum Atmen
Margeriten bevorzugen einen lockeren, durchlässigen Boden. Was sie gar nicht mögen, sind schwere, lehmige Böden, die dazu neigen, Wasser zu speichern und zu verdichten. In solchen Böden bekommen die Wurzeln nicht genug Luft, was wiederum zu Wurzelfäule und Wachstumsstörungen führen kann. Wenn dein Gartenboden sehr schwer ist, solltest du ihn vor dem Pflanzen von Margeriten unbedingt verbessern. Arbeite Sand, Kompost oder Humus in den Boden ein, um ihn aufzulockern und die Drainage zu verbessern. Auch im Topf ist die Wahl des richtigen Substrats entscheidend. Verwende eine hochwertige Blumenerde, die gut durchlässig ist und gleichzeitig ausreichend Nährstoffe enthält. Spezielle Kräuter- oder Gemüseerde kann ebenfalls geeignet sein, da diese oft eine etwas gröbere Struktur aufweisen und somit eine bessere Belüftung der Wurzeln gewährleisten.
Überdüngung – Weniger ist oft mehr
Obwohl Margeriten keine ausgesprochenen Starkzehrer sind, benötigen sie dennoch eine gewisse Nährstoffversorgung, um üppig zu blühen. Was sie jedoch überhaupt nicht mögen, ist eine Überdüngung. Zu viel Dünger, insbesondere Stickstoffdünger, kann dazu führen, dass die Pflanzen zwar üppiges Laub bilden, aber nur wenige Blüten entwickeln. Außerdem macht eine Überdüngung die Pflanzen anfälliger für Schädlinge und Krankheiten. Dünge Margeriten daher maßvoll und verwende am besten einen Blumendünger in der empfohlenen Dosierung. Eine Düngung im Frühjahr zu Beginn der Wachstumsperiode und eine weitere Düngung im Sommer, wenn die Hauptblütezeit beginnt, sind in der Regel ausreichend. Organische Dünger, wie Kompost oder Hornspäne, sind oft eine gute Wahl, da sie die Nährstoffe langsam freisetzen und das Risiko einer Überdüngung geringer ist. Vermeide es, Margeriten mit frischem Mist oder unverdünntem Kompost zu düngen, da diese oft zu scharf sind und die Wurzeln schädigen können.
Umpflanzen zur falschen Zeit – Stress für die Wurzeln
Margeriten sind relativ robust und vertragen einiges, aber was sie nicht mögen, ist das Umpflanzen zur falschen Zeit. Das Umpflanzen bedeutet Stress für die Pflanzen, insbesondere für die Wurzeln. Wenn du Margeriten umpflanzen möchtest, beispielsweise von einem Topf ins Beet oder in einen größeren Topf, solltest du dies am besten im Frühjahr oder im Herbst tun, wenn die Pflanzen nicht in voller Blüte stehen. In diesen Jahreszeiten sind die Temperaturen milder, und die Pflanzen haben ausreichend Zeit, sich an den neuen Standort zu gewöhnen und neue Wurzeln zu bilden, bevor die nächste Blühperiode beginnt. Vermeide es, Margeriten während der heißen Sommermonate oder im Winter umzupflanzen, da dies die Pflanzen unnötig belastet und ihr Wachstum beeinträchtigen kann. Beim Umpflanzen solltest du außerdem darauf achten, die Wurzeln so wenig wie möglich zu beschädigen. Grabe die Pflanze vorsichtig aus, lockere den Wurzelballen etwas auf und setze sie dann in das vorbereitete Pflanzloch oder den neuen Topf. Gieße die Margerite nach dem Umpflanzen gut an, um das Anwachsen zu fördern.

Schädlinge und Krankheiten – Schwächung der Pflanze
Auch wenn Margeriten generell widerstandsfähig sind, können sie von Schädlingen und Krankheiten befallen werden. Was sie besonders wenig mögen, ist ein starker Befall, der ihre Gesundheit und Vitalität beeinträchtigt. Zu den häufigsten Schädlingen, die Margeriten befallen können, gehören Blattläuse, Schnecken und Minierfliegen. Krankheiten wie Mehltau oder Grauschimmel können ebenfalls auftreten, insbesondere bei feuchter Witterung und schlechter Belüftung. Kontrolliere deine Margeriten regelmäßig auf Anzeichen von Schädlingen oder Krankheiten. Bei einem leichten Befall reichen oft schon einfache Maßnahmen, wie das Abspritzen der Pflanzen mit Wasser oder das Entfernen befallener Blätter. Bei einem stärkeren Befall können biologische Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Achte darauf, die Pflanzen nicht zu dicht zu pflanzen und für eine gute Belüftung zu sorgen, um das Risiko von Pilzkrankheiten zu minimieren. Regelmäßiges Ausputzen verblühter Blüten fördert nicht nur die Neubildung von Blüten, sondern hilft auch, Krankheiten vorzubeugen.
Starker Wind ohne Unterstützung – Umknicken und Abbrechen
Hohe Margeritensorten, wie die Wiesenmargerite, können bei starkem Wind leicht umknicken oder abbrechen. Was sie daher nicht mögen, ist ein ungeschützter Standort, an dem sie dem Wind voll ausgesetzt sind. Gerade nach Regenschauern, wenn die Blütenköpfe schwer vom Wasser sind, ist die Gefahr des Umknickens besonders groß. Wenn du hohe Margeritensorten pflanzt, solltest du ihnen einen windgeschützten Standort wählen oder sie rechtzeitig stützen. Bambusstäbe oder Pflanzenstützen können helfen, die Pflanzen aufrecht zu halten und vor Windbruch zu schützen. Auch eine Pflanzung in der Nähe von Mauern oder Hecken kann einen gewissen Windschutz bieten. Niedrigere Margeritensorten sind in der Regel weniger windempfindlich und benötigen keine zusätzliche Stütze.
Falsche Pflanznachbarn – Konkurrenz und ungünstige Bedingungen
Margeriten sind im Allgemeinen gesellige Pflanzen, die sich gut mit vielen anderen Blumen vertragen. Dennoch gibt es auch falsche Pflanznachbarn, die ihnen das Leben schwer machen können. Was sie nicht mögen, ist die Konkurrenz von starkwüchsigen Pflanzen, die ihnen Licht, Wasser und Nährstoffe streitig machen. Vermeide es, Margeriten in unmittelbarer Nähe von Pflanzen zu pflanzen, die sehr dominant wachsen oder ähnliche Ansprüche an Boden und Standort haben. Gute Pflanznachbarn für Margeriten sind hingegen Pflanzen, die ähnliche Bedürfnisse haben und sich in ihrer Größe und Wuchsform ergänzen. Lavendel, Salbei, Katzenminze und Schleierkraut sind beispielsweise gute Begleiter für Margeriten im Beet. Auch auf dem Balkon lassen sich Margeriten gut mit anderen Sommerblumen kombinieren, wie beispielsweise Petunien, Geranien oder Verbenen.
Winterliche Nässe bei nicht winterharten Sorten – Frostempfindlichkeit
Nicht alle Margeriten sind winterhart. Viele der beliebten Gartenmargeriten-Sorten sind zwar mehrjährig, aber nicht vollständig frosthart. Was sie im Winter besonders wenig mögen, ist winterliche Nässe in Kombination mit Frost. Die feuchte Erde gefriert und kann die Wurzeln schädigen. Wenn du nicht winterharte Margeriten im Garten hast, solltest du sie im Herbst auf den Winter vorbereiten. Schneide die Pflanzen zurück und decke den Wurzelbereich mit einer Schicht Mulch oder Reisig ab, um sie vor Frost zu schützen. Margeriten in Töpfen und Kübeln sollten am besten an einem frostfreien, aber kühlen Ort überwintert werden, beispielsweise in einem Keller oder einer Garage. Gieße die Pflanzen im Winter nur sparsam, um ein Austrocknen zu verhindern, aber vermeide Staunässe. Sobald die Temperaturen im Frühjahr wieder steigen und keine starken Fröste mehr zu erwarten sind, können die Margeriten wieder ins Freie gestellt werden.
Zusammenfassende Tabelle: Was Margeriten mögen und nicht mögen
| Was Margeriten mögen | Was Margeriten nicht mögen |
|---|---|
| Sonnigen Standort | Schatten |
| Gut durchlässigen Boden | Staunässe |
| Regelmäßige, aber mäßige Wassergaben | Übermäßige Bewässerung |
| Mäßige Düngung | Überdüngung |
| Umpflanzen im Frühjahr oder Herbst | Umpflanzen während der Blütezeit oder im Winter |
| Schutz vor starkem Wind (für hohe Sorten) | Ungeschützter, windiger Standort (für hohe Sorten) |
| Gute Pflanznachbarn | Starkwüchsige Konkurrenzpflanzen |
| Winterschutz (für nicht winterharte Sorten) | Winterliche Nässe und Frost (für nicht winterharte Sorten) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
- Kann ich Margeriten auch im Schatten pflanzen?
- Nein, Margeriten bevorzugen einen sonnigen Standort. Im Schatten gedeihen sie nicht gut und blühen kaum.
- Wie oft muss ich Margeriten gießen?
- Gieße Margeriten regelmäßig, aber vermeide Staunässe. Die Erde sollte zwischen den Wassergaben leicht abtrocknen.
- Muss ich Margeriten düngen?
- Ja, Margeriten profitieren von einer mäßigen Düngung. Verwende einen Blumendünger in der empfohlenen Dosierung im Frühjahr und Sommer.
- Sind Margeriten winterhart?
- Nicht alle Margeriten sind winterhart. Achte auf die Sortenbezeichnung. Nicht winterharte Sorten sollten im Winter geschützt oder frostfrei überwintert werden.
- Wie kann ich Staunässe bei Margeriten vermeiden?
- Verwende Pflanzgefäße mit Abzugslöchern und eine Drainageschicht. Achte auf einen durchlässigen Boden und gieße mäßig.
Margeriten sind wahrlich unkomplizierte und dankbare Blumen, die mit ihrer fröhlichen Ausstrahlung jeden Garten und Balkon bereichern. Wenn du ihre wenigen, aber wichtigen Vorlieben berücksichtigst und die genannten Fehler vermeidest, steht einer üppigen und langanhaltenden Blütenpracht nichts im Wege. Mit ein wenig Aufmerksamkeit und der richtigen Pflege werden dich deine Margeriten den ganzen Sommer über mit ihren strahlenden Blüten erfreuen und zeigen, dass auch „pflegeleichte“ Pflanzen eine liebevolle Hand und ein bisschen Know-how zu schätzen wissen.
