Wie oft muss Lavendel im Sommer gegossen werden?

Lavendel richtig gießen: So geht's!

08/12/2021

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Lavendel, mit seinem betörenden Duft und den wunderschönen violetten Blüten, ist eine Bereicherung für jeden Garten und Balkon. Ursprünglich aus dem sonnenverwöhnten Mittelmeerraum stammend, ist Lavendel an trockene Bedingungen angepasst und benötigt daher vergleichsweise wenig Wasser. Doch wie viel Wasser ist wirklich notwendig und wie oft sollte man Lavendel gießen, damit er prächtig gedeiht? Dieser Artikel gibt Ihnen umfassende Antworten und praktische Tipps zur richtigen Bewässerung von Lavendel.

Wie viel Wasser braucht Lavendel im Sommer?
Im Sommer ist es sehr heiß. Das bedeutet, dass auch die Erde deines Lavendels deutlich schneller austrocknet als beispielsweise im Frühling. Wenn es also sehr heiß ist, ist es möglich, dass dein Lavendel alle zwei bis drei Tage Wasser benötigt.
Inhaltsverzeichnis

Lavendel und sein Wasserbedarf: Weniger ist mehr

In seiner natürlichen Umgebung, den trockenen und felsigen Hängen des Mittelmeerraums, ist Lavendel an Wassermangel angepasst. Er hat gelernt, mit wenig Feuchtigkeit auszukommen und entwickelt sogar bei Trockenheit sein volles Aroma. Dies sollten Sie bei der Pflege Ihres Lavendels berücksichtigen: Übermäßiges Gießen schadet der Pflanze mehr als zu wenig Wasser. Das Motto lautet: Weniger ist mehr!

Lavendel im Beet gießen: Natürliche Trockenheit nutzen

Wenn Sie Lavendel im Beet gepflanzt haben, können Sie sich freuen: In der Regel ist zusätzliches Gießen hier kaum notwendig. Die tiefreichenden Wurzeln des Lavendels erschließen auch tiefere Bodenschichten und versorgen die Pflanze selbst in längeren Trockenperioden mit Feuchtigkeit. Es gibt jedoch Ausnahmen, in denen Sie zum Gießkanne greifen sollten:

  • Anpflanzen: Direkt nach dem Einpflanzen benötigt Lavendel etwas Wasser, um gut anzuwurzeln. Gießen Sie einmal kräftig an, vermeiden Sie aber Staunässe.
  • Extreme Hitzeperioden: Bei anhaltender, extremer Hitze und Trockenheit, insbesondere im Hochsommer, kann der Boden auch in tieferen Schichten austrocknen. Überprüfen Sie dann die Bodenfeuchtigkeit, bevor Sie gießen.

So prüfen Sie die Bodenfeuchtigkeit im Beet:

  1. Stecken Sie einen Finger etwa 5-7 Zentimeter tief in die Erde in der Nähe des Lavendels.
  2. Fühlt sich die Erde in dieser Tiefe trocken an, ist es Zeit zu gießen. Ist sie noch feucht, warten Sie ab.
  3. Beachten Sie auch das Aussehen der Pflanze: Lässt der Lavendel die Blätter hängen oder wirken sie welk, ist dies ein Zeichen für Wassermangel.

Sollte es tatsächlich notwendig sein zu gießen, gehen Sie wie folgt vor:

  • Gießen Sie direkt auf den Boden und vermeiden Sie es, die Blätter und Blüten zu benetzen. Dies beugt Pilzerkrankungen vor.
  • Gießen Sie durchdringend, aber nicht übermäßig. Ein halber Liter Wasser pro größerem Strauch ist in der Regel ausreichend.
  • Wiederholen Sie das Gießen erst, wenn die Erde wieder abgetrocknet ist.

Lavendel im Topf gießen: Regelmäßiger, aber mäßig

Topf-Lavendel benötigt etwas mehr Aufmerksamkeit beim Gießen als Lavendel im Beet. Da das Erdvolumen im Topf begrenzt ist, trocknet die Erde schneller aus. Dennoch gilt auch hier: Weniger ist mehr! Zu viel Wasser ist einer der häufigsten Gründe, warum Topf-Lavendel eingeht.

Wichtige Punkte für die Bewässerung von Topf-Lavendel:

  • Gute Drainage ist entscheidend: Verwenden Sie Töpfe mit ausreichend großen Abzugslöchern, damit überschüssiges Gießwasser ablaufen kann. Eine Drainageschicht aus Tonscherben oder Kies am Topfboden verbessert die Drainage zusätzlich.
  • Fingerprobe: Führen Sie vor jedem Gießen die Fingerprobe durch. Die oberste Erdschicht darf zwischen den Wassergaben antrocknen, aber in 3-4 Zentimetern Tiefe sollte die Erde trocken sein, bevor Sie erneut gießen.
  • Richtig gießen: Gießen Sie kräftig, bis das Wasser aus dem Abzugsloch läuft. Entfernen Sie überschüssiges Wasser aus dem Untersetzer oder Übertopf, um Staunässe zu vermeiden.
  • Gießhäufigkeit: In der Regel reicht es, Topf-Lavendel alle paar Tage zu gießen. An heißen Sommertagen kann es auch täglich notwendig sein, während im Frühjahr und Herbst seltener gegossen werden muss. Passen Sie die Gießhäufigkeit den Wetterbedingungen und dem Standort an.

Tipp für Topf-Lavendel: Wählen Sie einen ausreichend tiefen Topf, da Lavendel Tiefwurzler ist. Flache Gefäße sind weniger geeignet.

Wie lange kann Lavendel ohne Wasser auskommen?

Die Frage, wie lange Lavendel ohne Wasser auskommt, lässt sich nicht pauschal beantworten, da dies von verschiedenen Faktoren abhängt:

  • Standort: An einem sonnigen, heißen Standort verdunstet mehr Wasser, und der Lavendel benötigt möglicherweise früher Wasser als an einem schattigeren Platz.
  • Bodenbeschaffenheit: Sandige Böden speichern weniger Wasser als lehmige Böden. Lavendel in sandigen Böden benötigt möglicherweise häufiger Wasser.
  • Pflanzengröße und Alter: Junge Lavendelpflanzen und frisch gepflanzter Lavendel benötigen tendenziell etwas mehr Wasser als ältere, etablierte Pflanzen.
  • Wetterbedingungen: Bei Regenwetter oder hoher Luftfeuchtigkeit benötigt Lavendel weniger zusätzliches Wasser.

Im Beet kann etablierter Lavendel in der Regel problemlos eine Woche oder länger ohne Wasser auskommen, vorausgesetzt, es gibt keine extreme Hitzewelle. Topf-Lavendel ist empfindlicher und sollte nicht länger als einige Tage ohne Wasser bleiben, insbesondere im Sommer.

Die beste Methode, um den Wasserbedarf Ihres Lavendels zu bestimmen, ist die regelmäßige Überprüfung der Bodenfeuchtigkeit und die Beobachtung der Pflanze selbst. Reagieren Sie rechtzeitig auf Anzeichen von Wassermangel, aber vermeiden Sie übermäßiges Gießen.

Häufige Fragen zum Gießen von Lavendel

Kann man Lavendel zu viel gießen?

Ja, definitiv! Übermäßiges Gießen ist einer der größten Fehler bei der Lavendelpflege. Staunässe führt zu Wurzelfäule, die die Pflanze schädigt und sogar zum Absterben bringen kann. Achten Sie immer auf eine gute Drainage und gießen Sie erst, wenn die Erde abgetrocknet ist.

Was passiert, wenn Lavendel zu wenig Wasser bekommt?

Wenn Lavendel zu wenig Wasser bekommt, zeigt er dies durch hängende Blätter und Blüten, sowie durch ein welkes Aussehen. In diesem Fall sollten Sie die Pflanze gießen. Lavendel ist jedoch sehr widerstandsfähig und erholt sich in der Regel schnell wieder, wenn er Wasser bekommt. Kurzzeitiger Wassermangel schadet ihm weniger als dauerhafte Staunässe.

Muss man Lavendel im Winter gießen?

Auch im Winter benötigt Lavendel Wasser, wenn auch deutlich weniger als im Sommer. Im Beet ist Gießen im Winter in der Regel nicht notwendig, es sei denn, es gibt längere Trockenperioden ohne Schnee oder Regen. Topf-Lavendel sollte auch im Winter bei Bedarf mäßig gegossen werden, besonders an frostfreien Tagen. Achten Sie darauf, dass die Erde nicht vollständig austrocknet, aber vermeiden Sie Staunässe, die im Winter besonders schädlich ist.

Welches Wasser ist am besten zum Gießen von Lavendel?

Regenwasser ist ideal zum Gießen von Lavendel, da es kalkfrei und weich ist. Leitungswasser ist in der Regel auch geeignet, sollte aber nicht zu kalkhaltig sein. Wenn Ihr Leitungswasser sehr hart ist, können Sie es vor dem Gießen abstehen lassen oder mit Regenwasser mischen.

Fazit: Lavendel richtig gießen – ein Kinderspiel

Mit den richtigen Tipps und etwas Fingerspitzengefühl ist das Gießen von Lavendel keine Kunst. Merken Sie sich: Weniger ist mehr! Achten Sie auf eine gute Drainage, prüfen Sie regelmäßig die Bodenfeuchtigkeit und gießen Sie mäßig und bedarfsgerecht. So können Sie sich lange an Ihrem duftenden und blühfreudigen Lavendel erfreuen.

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