Wie oft sollte ich mein Hochbeet wässern?

Kräuter im Hochbeet richtig gießen: So geht's!

04/01/2026

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Ein üppiges Kräuterbeet im eigenen Garten ist der Traum vieler Hobbygärtner. Frische Kräuter verfeinern nicht nur unsere Speisen, sondern sind auch eine Freude für die Sinne. Ein Hochbeet bietet dafür ideale Bedingungen, da es eine gute Drainage ermöglicht und die Pflanzen in angenehmer Arbeitshöhe wachsen. Doch gerade im Hochbeet ist die richtige Bewässerung entscheidend für das Gedeihen der Kräuter. Zu viel oder zu wenig Wasser, der falsche Zeitpunkt oder die falsche Methode – all das kann das Wachstum und das Aroma der Pflanzen beeinträchtigen. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wichtige rund um das Thema Kräuter gießen im Hochbeet, damit Ihre Kräuter prächtig gedeihen und Sie eine reiche Ernte genießen können.

Wie oft muss man Kräuter im Hochbeet gießen?
Bonn (dpa/tmn) - Kräuter im Beet brauchen weder viel Dünger noch täglich viel Wasser. Stattdessen sollte man sie nur etwa zweimal wöchentlich kräftig gießen, rät das Bundeszentrum für Ernährung und empfiehlt rund zehn Liter pro Quadratmeter.
Inhaltsverzeichnis

Wie oft sollte man Kräuter im Hochbeet gießen?

Die Frage nach der richtigen Gießhäufigkeit ist zentral für die Pflege von Kräutern im Hochbeet. Entgegen der Annahme, dass tägliches Gießen ideal sei, bevorzugen die meisten Kräuter eine intensive Bewässerung in größeren Abständen. Als Faustregel gilt, Kräuter im Hochbeet etwa zweimal pro Woche kräftig zu gießen. Das Bundeszentrum für Ernährung empfiehlt dabei circa zehn Liter Wasser pro Quadratmeter. Diese Menge sorgt dafür, dass der Boden gut durchfeuchtet wird und die Wurzeln ausreichend Wasser aufnehmen können. Wichtig ist, dass das Wasser bis zu den Wurzeln vordringt und nicht nur die Oberfläche befeuchtet wird.

Warum weniger oft, aber dafür intensiver gießen?

Das Prinzip des intensiven Gießens basiert auf der Beobachtung, dass Kräuter besser gedeihen, wenn sie nicht täglich kleine Wassermengen erhalten. Durch das häufige, oberflächliche Gießen werden die Pflanzen dazu angeregt, flache Wurzeln zu bilden, da das Wasserangebot direkt an der Oberfläche vorhanden ist. Bei einer intensiven, aber selteneren Bewässerung dringen die Pflanzenwurzeln tiefer in den Boden vor, um an das Wasser zu gelangen. Dies führt zu einer besseren Trockenheitsresistenz und widerstandsfähigeren Pflanzen. Zudem verdunstet bei oberflächlicher Bewässerung ein großer Teil des Wassers schnell wieder, während bei einer tiefgründigen Bewässerung das Wasser länger im Boden gespeichert wird und den Pflanzen zur Verfügung steht.

Die richtige Wassermenge für verschiedene Kräuter

Nicht alle Kräuter haben die gleichen Wasserbedürfnisse. Es gibt Unterschiede, die Sie bei der Bewässerung beachten sollten. Grundsätzlich lassen sich Kräuter in solche mit eher geringem und solche mit höherem Wasserbedarf einteilen:

  • Kräuter mit geringem Wasserbedarf: Lavendel, Rosmarin, Salbei, Thymian. Diese mediterranen Kräuter sind an trockenere Bedingungen angepasst und benötigen weniger Wasser. Sie vertragen es sogar eher, wenn der Boden zwischen den Wassergaben etwas antrocknet.
  • Kräuter mit höherem Wasserbedarf: Basilikum, Minze, Zitronenmelisse, Petersilie, Schnittlauch. Diese Kräuter bevorzugen einen gleichmäßig feuchten Boden und benötigen daher etwas mehr Wasser. Gerade Basilikum und Minze sind bekannt für ihren hohen Wasserbedarf und sollten besonders bei warmem Wetter ausreichend gegossen werden.

Beachten Sie diese Unterschiede bei der Bewässerung und passen Sie die Wassermenge und die Gießhäufigkeit an die jeweiligen Kräuter in Ihrem Hochbeet an.

Der beste Zeitpunkt zum Gießen: Morgens oder abends?

Auch der Zeitpunkt des Gießens spielt eine wichtige Rolle für die Gesundheit Ihrer Kräuter. Ideal ist es, die Kräuter entweder morgens oder abends zu gießen. Das Gießen in der Mittagshitze sollte vermieden werden, da ein Großteil des Wassers verdunstet, bevor es die Wurzeln erreicht. Zudem können Wassertropfen auf den Blättern in der prallen Sonne wie Brenngläser wirken und zu Verbrennungen führen.

Wie oft muss man Kräuter im Hochbeet gießen?
Bonn (dpa/tmn) - Kräuter im Beet brauchen weder viel Dünger noch täglich viel Wasser. Stattdessen sollte man sie nur etwa zweimal wöchentlich kräftig gießen, rät das Bundeszentrum für Ernährung und empfiehlt rund zehn Liter pro Quadratmeter.

Das Gießen am Morgen hat den Vorteil, dass die Pflanzen tagsüber ausreichend Zeit haben, das Wasser aufzunehmen und abzutrocknen. So wird das Risiko von Pilzerkrankungen reduziert. Das Gießen am Abend ist ebenfalls möglich, sollte aber nicht zu spät erfolgen, damit die Blätter über Nacht abtrocknen können. Wenn die Blätter über Nacht feucht bleiben, kann dies die Entstehung von Blattkrankheiten wie Mehltau begünstigen.

So gießen Sie richtig: Direkt an die Wurzeln

Neben der Häufigkeit und dem Zeitpunkt ist auch die Art und Weise des Gießens entscheidend. Wichtig ist, das Wasser direkt auf die Erde über den Wurzeln zu geben und nicht über die Blätter. Das Gießen über die Blätter kann ebenfalls Pilzerkrankungen fördern, da die Blätter länger feucht bleiben und ein ideales Milieu für Pilze bieten.

Verwenden Sie am besten eine Gießkanne mit Brauseaufsatz oder einen Gartenschlauch mit Brausekopf, um das Wasser sanft und gleichmäßig zu verteilen. Vermeiden Sie einen harten Wasserstrahl, der die Erde aufwirbeln und die Wurzeln freilegen könnte. Gießen Sie so lange, bis die Erde gut durchfeuchtet ist, aber vermeiden Sie Staunässe. Staunässe entsteht, wenn der Boden dauerhaft mit Wasser gesättigt ist und die Wurzeln keinen Sauerstoff mehr bekommen. Dies kann zu Wurzelfäule und zum Absterben der Pflanzen führen.

Bewässerungshilfen für das Hochbeet

Gerade im Sommer oder während Urlaubszeiten kann es schwierig sein, die Kräuter im Hochbeet regelmäßig zu gießen. Hier können Bewässerungshilfen eine praktische Lösung sein. Es gibt verschiedene Systeme, die die Bewässerung erleichtern und sicherstellen, dass Ihre Kräuter auch bei Ihrer Abwesenheit ausreichend mit Wasser versorgt werden:

Ollas: Die traditionelle Bewässerungsmethode

Ollas sind Tongefäße aus unglasierter Terrakotta, die in den Boden eingegraben werden und das Wasser langsam und kontinuierlich an die Umgebung abgeben. Sie stammen ursprünglich aus dem spanischen Raum und haben sich als effektive Methode zur Wasserspeicherung und -abgabe bewährt. Ollas werden fast vollständig in die Erde eingegraben, wobei nur der obere Rand herausschaut. Die Öffnung wird mit einem Deckel oder Untersetzer verschlossen, um Verdunstung zu reduzieren und das Eindringen von Schmutz und Kleintieren zu verhindern. Das Wasser wird in die Olla gefüllt und sickert langsam durch die poröse Tonwand in den Boden zu den Wurzeln der Pflanzen. Ollas sind besonders wassereffizient, da das Wasser direkt dort abgegeben wird, wo es benötigt wird, und Verdunstungsverluste minimiert werden.

Wie kann ich mein Hochbeet im Urlaub bewässern?
BEI GROSSEN HOCHBEETEN UND BESONDERS IM URLAUB KANNST DU MIT VERSCHIEDENEN METHODEN DAFÜR SORGEN, DASS DEINE HOCHBEETE BESTENS MIT WASSER VERSORGT WERDEN:1Für kürzere Abwesenheiten genügen Bewässerungshilfen mit Wasserspeicher.2Bei längerer Abwesenheit eignen sich automatische Bewässerungssysteme.

Flaschenaufsätze und PET-Flaschen-Bewässerung

Eine einfachere Alternative zu Ollas sind spezielle Flaschenaufsätze aus Ton oder Kunststoff, die auf handelsübliche Wasserflaschen aufgeschraubt werden. Die Flasche wird mit Wasser gefüllt, der Aufsatz aufgeschraubt und die Flasche umgekehrt mit dem Aufsatz voran in die Erde gesteckt. Der Aufsatz gibt das Wasser nach und nach an den Boden ab. Auch PET-Flaschen lassen sich einfach in Bewässerungshilfen umfunktionieren. Bohren Sie dazu im unteren Drittel der Flasche seitlich ein kleines Loch und graben Sie die Flasche mit dem Hals nach unten in die Erde ein. Befüllen Sie die Flasche mit Wasser. Der Verschluss kann zur Regulierung der Wasserabgabemenge dienen: Fest zugeschraubt läuft kein Wasser aus, locker aufgeschraubt tropft es langsam heraus.

Automatische Bewässerungssysteme: Drip Irrigation

Für eine noch komfortablere und effizientere Bewässerung, insbesondere in trockenen Regionen, empfiehlt sich der Einsatz von automatischen Bewässerungssystemen, insbesondere der Tropfbewässerung (Drip Irrigation). Diese Systeme leiten das Wasser gezielt und dosiert direkt zu den Wurzeln der Pflanzen. Dadurch wird Wasser gespart, Verdunstungsverluste minimiert und die Pflanzen optimal mit Feuchtigkeit versorgt. Es gibt verschiedene Arten von Tropfbewässerungssystemen, die sich für Hochbeete eignen:

  • Tropfschläuche: Diese Schläuche haben in regelmäßigen Abständen kleine Öffnungen, aus denen das Wasser tropfenweise austritt. Sie werden entlang der Pflanzenreihen verlegt und geben das Wasser direkt an die Wurzeln ab.
  • Sprinkler: Obwohl Sprinkler einfach zu installieren sind, sind sie für Hochbeete weniger ideal, da sie das Laub benetzen können, was Pilzerkrankungen begünstigt. Zudem kommt es zu höheren Verdunstungsverlusten im Vergleich zur Tropfbewässerung.
  • Garden Grid: Systeme wie der Garden Grid, der speziell für Hochbeete entwickelt wurde, bieten eine besonders gleichmäßige Wasserverteilung. Sie bestehen aus einem Gitter mit vorgebohrten Löchern, das auf das Hochbeet gelegt wird und eine gleichmäßige Bewässerung in jedem Bereich des Beetes gewährleistet.

Die beste Bewässerungsmethode für Ihr Hochbeet wählen

Welche Bewässerungsmethode die beste für Ihr Hochbeet ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Größe des Beetes, den angebauten Kräutern, dem Klima und Ihren persönlichen Vorlieben. Für kleinere Hochbeete und einen geringeren Wasserbedarf können Ollas oder Flaschenaufsätze ausreichend sein. Für größere Hochbeete oder in trockenen Regionen sind automatische Tropfbewässerungssysteme oder Systeme wie der Garden Grid empfehlenswert, da sie eine effiziente und gleichmäßige Bewässerung gewährleisten und Ihnen Zeit und Wasser sparen können. Achten Sie bei der Auswahl eines Bewässerungssystems auf eine einfache Installation, eine zuverlässige Funktion und eine gute Wasserverteilung. Testen Sie vor allem vor längerer Abwesenheit die Funktion des Systems, um sicherzustellen, dass Ihre Kräuter während Ihrer Abwesenheit optimal versorgt sind.

Häufig gestellte Fragen zum Gießen von Kräutern im Hochbeet (FAQ)

Wie oft muss ich Kräuter im Hochbeet gießen?

In der Regel sollten Sie Kräuter im Hochbeet etwa zweimal pro Woche intensiv gießen. Die genaue Häufigkeit hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab, wie der Art der Kräuter, dem Wetter und der Bodenbeschaffenheit. Überprüfen Sie regelmäßig die Bodenfeuchtigkeit und passen Sie die Gießhäufigkeit entsprechend an.

Wann ist die beste Zeit zum Gießen von Kräutern?

Die beste Zeit zum Gießen ist morgens oder abends. Vermeiden Sie das Gießen in der Mittagshitze, um Verdunstungsverluste zu minimieren und Blattverbrennungen zu vermeiden.

Was ist die beste Bewässerungsmethode für Hochbeete?
Automatische Bewässerungssysteme, insbesondere Tropfbewässerungssysteme, leiten das Wasser direkt an die Pflanzenwurzeln und minimieren so Verdunstung und Abfluss. Dieser gezielte Ansatz spart Wasser, senkt die Nebenkosten und unterstützt nachhaltige Gartenarbeit.

Welche Kräuter brauchen mehr Wasser?

Kräuter wie Basilikum, Minze, Zitronenmelisse, Petersilie und Schnittlauch haben einen höheren Wasserbedarf als mediterrane Kräuter wie Lavendel, Rosmarin, Salbei und Thymian.

Wie erkenne ich, ob meine Kräuter zu viel oder zu wenig Wasser bekommen?

Zu wenig Wasser: Die Blätter hängen schlaff herab, die Erde ist trocken und rissig. Zu viel Wasser: Die Blätter werden gelb oder braun, die Erde ist dauerhaft feucht und es kann zu Staunässe kommen.

Kann ich auch Leitungswasser zum Gießen verwenden?

Ja, in der Regel können Sie Leitungswasser zum Gießen von Kräutern verwenden. Regenwasser ist jedoch oft die bessere Wahl, da es weicher ist und weniger Kalk enthält. Wenn Ihr Leitungswasser sehr kalkhaltig ist, können Sie es vor dem Gießen abstehen lassen oder mit Regenwasser mischen.

Fazit: Richtig gießen für gesunde und aromatische Kräuter

Die richtige Bewässerung ist ein entscheidender Faktor für das erfolgreiche Gärtnern mit Kräutern im Hochbeet. Indem Sie die Bedürfnisse der verschiedenen Kräuterarten berücksichtigen, den richtigen Gießzeitpunkt wählen und die passende Bewässerungsmethode anwenden, können Sie sicherstellen, dass Ihre Kräuter optimal gedeihen und Ihnen eine reiche Ernte an aromatischen und gesunden Kräutern bescheren. Experimentieren Sie mit verschiedenen Methoden und beobachten Sie Ihre Pflanzen aufmerksam, um die perfekte Bewässerungsstrategie für Ihr Kräuterhochbeet zu finden. Mit etwas Übung und den richtigen Tipps werden Sie bald zum Kräuter-Gieß-Experten und können die Vielfalt und den Geschmack Ihrer selbstgezogenen Kräuter in vollen Zügen genießen.

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