Was pflanzt man neben einem Kirschbaum?

Kirschbaum Unterpflanzen: 7 Ideale Pflanzen

29/08/2023

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Ein Kirschbaum im Garten ist eine wahre Freude, besonders im Frühling zur Blütezeit und im Sommer zur Erntezeit. Doch was viele Gartenbesitzer oft vernachlässigen, ist die Gestaltung der Baumscheibe, also der Fläche direkt unter dem Baum. Diese Fläche muss nicht kahl und ungenutzt bleiben. Im Gegenteil, eine durchdachte Unterpflanzung kann nicht nur optisch ansprechend sein, sondern auch dem Kirschbaum selbst zugutekommen. In diesem Artikel stellen wir Ihnen sieben Pflanzen vor, die sich hervorragend als Unterpflanzung für Kirschbäume eignen und erklären, worauf Sie bei der Auswahl achten sollten.

Welche Obstbäume kann man im Herbst Pflanzen?
Im Herbst können alle winterharten Bäume heimischer Sorten gepflanzt werden. Winterharte Bäume sind Pflanzen, die unseren Winter mit Frost und Schnee ohne größere Schäden überstehen. Dazu gehören üblicherweise Apfel, Birne, Quitte, Pflaume; Mirabelle, Süß- und Sauerkirsche sowie Pfirsich.27. Okt. 2020
Inhaltsverzeichnis

Warum eine Unterpflanzung für den Kirschbaum sinnvoll ist

Bevor wir uns den einzelnen Pflanzen widmen, ist es wichtig zu verstehen, warum eine Unterpflanzung überhaupt sinnvoll ist. Eine bepflanzte Baumscheibe bietet gleich mehrere Vorteile:

  • Schutz vor Unkraut: Eine dichte Unterpflanzung verhindert, dass sich unerwünschtes Unkraut breitmachen kann. Unkraut konkurriert mit dem Kirschbaum um Wasser und Nährstoffe.
  • Bodenverbesserung: Bestimmte Pflanzen können den Boden verbessern, indem sie beispielsweise Stickstoff anreichern oder die Bodenstruktur lockern.
  • Nützlingsförderung: Blühende Unterpflanzen ziehen Nützlinge wie Bienen und Schwebfliegen an, die nicht nur den Garten bereichern, sondern auch Schädlinge am Kirschbaum bekämpfen können.
  • Schädlingsabwehr: Einige Pflanzen sondern Duftstoffe ab, die Schädlinge wie Blattläuse vom Kirschbaum fernhalten können.
  • Optische Aufwertung: Eine blühende Unterpflanzung verschönert den Garten und setzt farbliche Akzente unter dem Kirschbaum.

Worauf Sie bei der Pflanzenauswahl achten sollten

Nicht jede Pflanze eignet sich für die Unterpflanzung eines Kirschbaums. Wichtig ist, dass die ausgewählten Pflanzen mit den Lebensbedingungen unter dem Baum zurechtkommen. Ein Kirschbaum wirft Schatten und nimmt den Unterpflanzen Wasser und Nährstoffe weg. Daher sollten Sie Pflanzen wählen, die folgende Eigenschaften aufweisen:

  • Geringer bis mittlerer Nährstoffbedarf: Die Pflanzen sollten nicht zu anspruchsvoll sein, was Nährstoffe betrifft, da der Kirschbaum bereits einen Teil der Ressourcen beansprucht.
  • Geringer bis mittlerer Wasserbedarf: Auch beim Wasser gilt es, Pflanzen zu wählen, die nicht zu viel Feuchtigkeit benötigen, besonders in trockeneren Sommern.
  • Halbschattenverträglichkeit: Unter einem Kirschbaum ist es meist halbschattig. Die Unterpflanzen sollten daher auch im Halbschatten gut gedeihen.
  • Flachwurzelnd: Um die Wurzeln des Kirschbaums nicht zu konkurrieren, sind flachwurzelnde Pflanzen ideal.

7 Pflanz-Ideen für die Kirschbaum-Unterpflanzung

Hier sind sieben Pflanzen, die sich als Unterpflanzung für Ihren Kirschbaum eignen:

1. Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus)

Die Kapuzinerkresse ist eine farbenfrohe und nützliche Wahl für die Unterpflanzung. Ihre leuchtenden gelben bis orangen Blüten setzen schöne Akzente, und sie kann die gesamte Baumscheibe beschatten. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Kapuzinerkresse Blattläuse vom Kirschbaum fernhält. Die Blüten und Blätter der Kapuzinerkresse sind essbar und können Salate und andere Gerichte bereichern. Allerdings ist die Kapuzinerkresse nicht winterhart und muss jedes Jahr neu gesät werden. Dies kann aber auch vorteilhaft sein, da die Baumscheibe so zeitweise frei ist und leichter bearbeitet werden kann.

Kapuzinerkresse – Merkmale im Überblick
MerkmalBeschreibung
WuchsformRankend oder kletternd
BlütezeitÜber das gesamte Jahr
StandortSonnig bis halbschattig, feucht, nährstoffreich
PflanzzeitIm Warmen im April vorziehen, ab Mai auspflanzen
PflegeFeuchthalten, anfänglich Unkraut entfernen
NutzenHält Blattläuse fern, Blüten essbar

2. Knoblauch (Allium sativum)

Knoblauch und anderes Zwiebelgemüse wie Zwiebeln oder Lauch sind eine gute Wahl für eine nicht-dauerhafte Unterpflanzung. Sie stecken die Zwiebeln oder Knollen im Frühjahr und können den Knoblauch im Herbst ernten. Auch Knoblauch hält Blattläuse fern und ist somit ein doppelter Gewinn für Ihren Kirschbaum. Zusätzlich können Sie den geernteten Knoblauch in der Küche verwenden.

Knoblauch – Merkmale im Überblick
MerkmalBeschreibung
ArtEinjährig kultiviertes Zwiebelgemüse
BlätterBis 30 cm lang
StandortSonnig bis halbschattig, durchlässige Erde, mittlerer Nährstoffbedarf
PflanzzeitIm Frühjahr stecken
PflegeMulchen, feucht halten, Unkraut entfernen
NutzenVerzehrbar, hält Blattläuse fern

3. Maiglöckchen (Convallaria majalis)

Maiglöckchen sind charmante Frühblüher, die mit ihren zarten weißen Blüten und dem süßen Duft den Frühling unter Ihrem Kirschbaum einläuten. Sie bilden einen dichten Bodendecker und können mit anderen Frühblühern wie Schneeglöckchen, Krokussen, Tulpen und Narzissen kombiniert werden. Es wird sogar gesagt, dass Maiglöckchen Kirschen vor der Monilia-Spitzendürre schützen sollen. Beachten Sie jedoch, dass Maiglöckchen giftig sind und nicht zusammen mit Bärlauch gepflanzt werden sollten, um Verwechslungen zu vermeiden.

Maiglöckchen – Merkmale im Überblick
MerkmalBeschreibung
WuchsformRhizompflanze, bis 20 cm hoch
BlütezeitFrühling, weiße Blüten
FrüchteRote Beeren (giftig!)
StandortHalbschattig bis schattig, feucht, durchlässige Erde
PflanzzeitHerbst oder Frühjahr
PflegeMulchen, feucht halten, im Frühjahr düngen, Pflanzen teilen
NutzenBodendecker, Schutz vor Monilia-Spitzendürre (vermutet)

4. Pfefferminze (Mentha x piperita)

Pfefferminze ist nicht nur ein beliebtes Küchenkraut, sondern auch eine nützliche Unterpflanze für Kirschbäume. Ihre ätherischen Öle sollen den Kirschbaum widerstandsfähiger gegen äußere Einflüsse machen. Zusätzlich ist Pfefferminze essbar und eignet sich hervorragend für Tees. Allerdings breitet sich Pfefferminze stark aus und kann ohne Wurzelsperre schnell die Baumscheibe verlassen und in angrenzende Beete wuchern. Wenn Sie Pfefferminze pflanzen, sollten Sie dies berücksichtigen und gegebenenfalls eine Wurzelsperre verwenden.

Pfefferminze – Merkmale im Überblick
MerkmalBeschreibung
WuchsformKriechend, viele Ausläufer
DuftCharakteristischer Minzduft
BlütezeitSommer, lila Blüten
StandortSonnig bis halbschattig, nicht zu trocken, durchlässige Erde
PflanzzeitHerbst oder Frühjahr
PflegeNicht austrocknen lassen, Rückschnitt für kompakteres Wachstum
NutzenStärkt Widerstandskraft des Kirschbaums, essbar

5. Roter Fingerhut (Digitalis purpurea)

Der Rote Fingerhut ist eine auffällige und heimische Wildstaude, die mit ihren hohen Blütenkerzen einen Blickfang unter dem Kirschbaum bildet. Er soll Gummifluss am Kirschbaum vorbeugen. Allerdings ist der Rote Fingerhut giftig, und Vorsicht ist geboten, wenn Kinder oder Haustiere im Garten spielen. Der Rote Fingerhut ist oft nur zweijährig, sät sich aber gerne selbst aus. Wenn Sie dies nicht wünschen, sollten Sie Verblühtes rechtzeitig entfernen.

Roter Fingerhut – Merkmale im Überblick
MerkmalBeschreibung
WuchsformStaude, bis 1 Meter hoch, oft zweijährig
BlütenGlockenförmig, lila
StandortHalbschattig, durchlässiger, nicht zu trockener Boden
PflanzzeitGanzjährig, am besten Herbst oder Frühjahr
PflegeMulchen, feucht halten, Verblühtes entfernen (bei Bedarf)
NutzenVorbeugung gegen Gummifluss (vermutet)
Achtung: Giftig!

6. Schnittlauch (Allium schoenoprasum)

Schnittlauch ist ein weiteres Zwiebelgewächs, das sich gut als Unterpflanzung eignet. Seine lila Blüten ziehen zahlreiche Insekten an und bieten somit Nahrung für Nützlinge. Wie Knoblauch und Kapuzinerkresse hält auch Schnittlauch Blattläuse fern. Schnittlauch ist mehrjährig und kann immer wieder geerntet werden, um Speisen zu würzen. Durch regelmäßiges Zurückschneiden bleibt er kompakt und treibt immer wieder neu aus.

Schnittlauch – Merkmale im Überblick
MerkmalBeschreibung
WuchsformHorstbildend, mehrjährig
BlütenLila, insektenfreundlich
StandortSonnig bis halbschattig, durchlässige, nährstoffreiche Erde
PflanzzeitFrühjahr bis Herbst
PflegeMulchen, nicht austrocknen lassen, regelmäßig zurückschneiden
NutzenHält Blattläuse fern, Blätter und Blüten essbar, insektenfreundlich

7. Zitronenmelisse (Melissa officinalis)

Zitronenmelisse verströmt einen angenehmen zitronigen Duft und ist eine Bereicherung für jeden Garten. Sie wird gerne von Insekten besucht und soll die Abwehrkräfte des Kirschbaumes stärken. Zitronenmelisse ist mehrjährig und kann für Tees und andere Gerichte verwendet werden. Durch regelmäßigen Rückschnitt bleibt sie buschig und verhindert eine zu starke Ausbreitung.

Zitronenmelisse – Merkmale im Überblick
MerkmalBeschreibung
WuchsformStaude, bis 1 Meter hoch, mehrjährig, buschig
DuftZitronig
BlütenKlein, weiß, insektenfreundlich
StandortSonnig bis halbschattig, durchlässiger Boden
PflanzzeitFrühjahr
PflegeNicht austrocknen lassen, Rückschnitt für buschiges Wachstum, mulchen
NutzenStärkt Abwehrkräfte des Kirschbaumes, essbar, insektenfreundlich

Häufig gestellte Fragen zur Kirschbaum-Unterpflanzung

Muss die Baumscheibe überhaupt bepflanzt werden?
Nein, es ist nicht zwingend notwendig. Sie können die Baumscheibe auch einfach mulchen oder mit Gras und Wildkräutern bewachsen lassen. Eine bewusste Bepflanzung bietet jedoch zusätzliche Vorteile, wie Schädlingsabwehr und optische Aufwertung.
Kann ich auch andere Pflanzen unter den Kirschbaum pflanzen?
Ja, die hier vorgestellten Pflanzen sind nur eine Auswahl. Achten Sie bei der Wahl anderer Pflanzen auf die genannten Kriterien: geringer bis mittlerer Nährstoff- und Wasserbedarf, Halbschattenverträglichkeit und flaches Wurzelwachstum. Bodendecker wie Günsel oder Waldsteinie sind ebenfalls gute Optionen.
Wie pflege ich die Unterpflanzung?
Die Pflege ist je nach Pflanze unterschiedlich. Achten Sie auf eine ausreichende Wasserversorgung, besonders in trockenen Perioden. Entfernen Sie regelmäßig Unkraut, bis die Unterpflanzung dicht genug ist. Manche Pflanzen profitieren von einer Mulchschicht. Bei stark wuchernden Pflanzen wie Pfefferminze kann eine Wurzelsperre sinnvoll sein.
Schadet die Unterpflanzung dem Kirschbaum?
Nein, im Gegenteil. Eine gut gewählte Unterpflanzung kann dem Kirschbaum sogar zugutekommen, indem sie Schädlinge abwehrt, Nützlinge anlockt und den Boden verbessert. Wichtig ist, dass die Unterpflanzen nicht zu stark mit dem Kirschbaum um Wasser und Nährstoffe konkurrieren.

Eine Unterpflanzung für den Kirschbaum ist eine tolle Möglichkeit, den Garten zu verschönern und gleichzeitig den Baum zu unterstützen. Mit der richtigen Pflanzenauswahl können Sie eine harmonische und nützliche Kombination schaffen, die Ihnen lange Freude bereiten wird. Probieren Sie es aus und verwandeln Sie die Baumscheibe Ihres Kirschbaums in ein blühendes Paradies!

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