15/11/2024
Die Calla, mit ihrer eleganten, trichterförmigen Blüte, ist eine Blume, die oft Fragen aufwirft. Ist sie wirklich eine Totenblume, wie mancherorts behauptet? Und wie pflegt man diese exotische Schönheit richtig? Dieser Artikel beleuchtet die vielschichtige Symbolik der Calla, insbesondere im Kontext der Trauerfloristik, und gibt Ihnen wertvolle Tipps zur Pflege, damit Ihre Calla prächtig gedeiht.

Die Calla als Symbol der Trauer: Mehr als nur eine Totenblume
Es stimmt, die Calla hat in der Tat eine lange Tradition als Trauerblume. Ihre würdevolle Erscheinung und die reine, oft weiße Farbe werden häufig mit Abschied und Gedenken assoziiert. Doch die Symbolik der Calla ist weitaus reicher und facettenreicher als nur die des Todes. Sie steht, wie die bereitgestellte Information bestätigt, auch für Unsterblichkeit, Eleganz und Schönheit. Darüber hinaus verkörpert sie Hingabe und sogar Verführung. Diese Bandbreite an Bedeutungen macht die Calla zu einer interessanten und vielseitigen Blume, deren Einsatz über den reinen Traueranlass hinausgeht.
Die Assoziation mit der "Totenblume" rührt wahrscheinlich von ihrer häufigen Verwendung in der Trauerfloristik her. Bei Beerdigungen und Trauerfeiern werden Blumen traditionell eingesetzt, um Gefühle auszudrücken und dem Verstorbenen die letzte Ehre zu erweisen. Blumen sind dabei mehr als nur Dekoration; sie sind Symbole, die Trost spenden und die Einzigartigkeit des Lebens, aber auch die Vergänglichkeit widerspiegeln.
Blumensymbolik in der Trauerkultur: Ein Überblick
Um die Rolle der Calla im Kontext der Trauerfloristik besser zu verstehen, ist es hilfreich, einen Blick auf die allgemeine Blumensymbolik bei Beerdigungen zu werfen. Verschiedene Blumen tragen unterschiedliche Bedeutungen und werden je nach Gefühlslage und Beziehung zum Verstorbenen ausgewählt:
- Rosen: Die Rose ist der unangefochtene Klassiker und steht für Liebe und Hingabe. Dunkelrote und schwarze Rosen symbolisieren tiefe Leidenschaft und Verzweiflung, während hellere Farben wie Weiß Reinheit und Zärtlichkeit, und Gelb Freundschaft ausdrücken. Die Kombination mit Schleierkraut verstärkt oft die zarten und liebevollen Botschaften.
- Nelken: Nelken sind vielseitig und stehen für Freundschaft, Großzügigkeit und Treue. Weiße Nelken symbolisieren Hoffnung, während rote und rosa Nelken Liebe und Freundschaft verkörpern.
- Tulpen: Tulpen stehen für Glück, Schönheit, Vergänglichkeit, aber auch für Zuneigung und Liebe. Ihre vielfältigen Farben ermöglichen eine breite Palette an Ausdrucksmöglichkeiten.
- Narzissen: Narzissen sind Frühlingsboten und symbolisieren Frühling, Fruchtbarkeit, aber auch Schlaf und Tod. In der christlichen Symbolik stehen sie für den Sieg Christi über den Tod. Weiße Narzissen können auch den Brautstand symbolisieren.
- Efeu: Efeu ist ein Symbol der Unsterblichkeit, Auferstehungshoffnung und Freundschaft. Seine immergrünen Blätter und sein Kletterverhalten stehen für Beständigkeit und ewiges Leben. Efeu ist eine häufige Pflanze auf Friedhöfen.
- Lilien: Lilien sind majestätisch und stehen für Unschuld, Hoffnung, Reinheit der Liebe und des Herzens, aber auch für den Tod. Sie verkörpern Gnade und Vergebung und werden oft in weißen Varianten bei Trauerfeiern verwendet.
- Sonnenblumen: Sonnenblumen bringen Fröhlichkeit und Wärme in die Trauerfloristik. Sie symbolisieren Ernte, Wachstum, Entwicklung, Freiheit und gute Wünsche. Sie können als Zeichen der Hoffnung und des Lichts inmitten der Trauer dienen.
- Gerbera: Gerberas sind keine klassischen Trauerblumen im engeren Sinne, werden aber aufgrund ihrer positiven Ausstrahlung gerne in der Trauerfloristik eingesetzt. Sie stehen für Wärme, Kraft und innige Liebe und symbolisieren Hoffnung.
- Chrysanthemen: Chrysanthemen sind in vielen Kulturen eng mit dem Totengedenken verbunden. Sie stehen für Liebe über den Tod hinaus, Aufrichtigkeit, Schicksal und ein langes Leben.
- Orchideen: Orchideen symbolisieren Schönheit, Reichtum und Macht. Als Schnittblumen drücken sie Bewunderung aus. Ihre Vielfalt und ihr Überlebenswille können auch Cleverness symbolisieren.
- Veilchen: Veilchen sind zart und zurückhaltend und stehen für Bescheidenheit, Unschuld und Verschwiegenheit. Ihre dezente Schönheit kann Trost spenden.
- Vergissmeinnicht: Der Name dieser Blume spricht für sich: Vergissmeinnicht stehen für Abschied, Treue und Erinnerung in der Liebe. Sie sind ein Symbol des Gedenkens und der ewigen Verbundenheit.
Ist die Calla winterhart? Wichtige Pflegetipps
Neben der Symbolik ist die Pflege der Calla ein wichtiger Aspekt für Blumenliebhaber. Eine häufig gestellte Frage ist, ob die Calla winterhart ist. Die Antwort ist leider nein, zumindest nicht in unseren Breitengraden. Calla, botanisch Zantedeschia, vertragen keinen Frost. Auch wenn einige Sorten als "winterhart" deklariert werden, überstehen sie nur sehr milde Winter im Boden. Temperaturen unter 10 °C sind für die Zwiebeln kritisch.
Daher ist es wichtig, die Calla-Zwiebeln im Frühjahr zu setzen, sobald keine Frostgefahr mehr besteht, auch keine Nachtfröste. Um die Blütezeit zu verlängern, können Sie die Zwiebeln bereits ab März im Topf vorziehen.

Calla richtig überwintern: Schritt für Schritt
Wenn Ihre Calla den Sommer über im Gartenbeet verbracht hat, sollten Sie die Zwiebeln spätestens Anfang Oktober ausgraben, bevor der erste Frost kommt. Gehen Sie dabei vorsichtig vor, um die Zwiebeln nicht zu beschädigen. Eine Grabegabel ist hierfür ideal. Entfernen Sie das Laub und säubern Sie die Zwiebeln. Sortieren Sie beschädigte oder kranke Zwiebeln aus und legen Sie die gesunden zum Trocknen aus. Unzureichend getrocknete Zwiebeln sind anfällig für Schimmel und Fäulnis.
Das Winterquartier sollte dunkel und trocken sein, mit einer Temperatur zwischen 10 und 15 °C. Ein Keller ist oft ideal, aber auch Gartenhäuser oder Garagen können geeignet sein, sofern sie frostfrei bleiben. Lagern Sie die Zwiebeln nicht gestapelt und nicht zu dicht nebeneinander, um Druckstellen zu vermeiden. Kontrollieren Sie die Zwiebeln regelmäßig während des Winters.
Weitere Pflegetipps für gesunde Callas
- Standort: Callas bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit durchlässigem, humosem Boden.
- Gießen: Während der Wachstums- und Blütezeit benötigen Callas viel Wasser. Halten Sie den Boden stets feucht, aber vermeiden Sie Staunässe. In der Ruhephase im Winter benötigen sie kaum Wasser.
- Düngen: Während der Wachstumsphase können Sie Callas regelmäßig mit einem Blumendünger versorgen, um die Blütenbildung zu fördern.
- Pflanzzeit: Pflanzen Sie die Zwiebeln im Frühjahr etwa 10-15 cm tief in die Erde.
Häufige Fragen zur Calla
- Ist die Calla eine Totenblume?
- Ja, die Calla wird oft als Totenblume bezeichnet und häufig in der Trauerfloristik verwendet. Ihre Symbolik geht aber über den Tod hinaus und umfasst auch Eleganz, Schönheit und Unsterblichkeit.
- Sind Callas winterhart?
- Nein, Callas sind nicht winterhart und müssen im Winter frostfrei überwintert werden. Die Zwiebeln sollten im Herbst ausgegraben und im Frühjahr wieder gepflanzt werden.
- Welchen Standort bevorzugen Callas?
- Callas bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort.
- Wie oft muss man Callas gießen?
- Während der Wachstums- und Blütezeit sollten Callas regelmäßig und reichlich gegossen werden, sodass der Boden immer feucht ist.
Fazit: Die Calla – Eine Blume mit vielschichtiger Bedeutung
Die Calla ist mehr als nur eine Totenblume. Ihre elegante Erscheinung und reiche Symbolik machen sie zu einer faszinierenden Blume mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Ob als würdevoller Schmuck bei Trauerfeiern oder als elegante Dekoration im Garten oder Zuhause – die Calla zieht Blicke auf sich und verleiht jedem Anlass eine besondere Note. Mit der richtigen Pflege, insbesondere der Beachtung ihrer Frostempfindlichkeit, können Sie sich lange an der Schönheit dieser außergewöhnlichen Blume erfreuen.
