Wo wächst kaki persimon?

Kaki, Persimone und Sharon: Unterschiede und Anbau

17/12/2024

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Wenn der Spätherbst Einzug hält und die Tage kürzer werden, erfreuen wir uns an farbenfrohen Früchten, die uns die Natur schenkt. Darunter finden sich auch die köstlichen, orangefarbenen Früchte, die uns mit ihrem süßen Geschmack an sonnige Tage erinnern: Kaki, Persimone und Sharon. Doch was verbirgt sich hinter diesen Namen und wo liegen die Unterschiede? Dieser Artikel nimmt Sie mit auf eine Entdeckungsreise durch die Welt der Kakifrüchte und beleuchtet Herkunft, Unterschiede und Anbau dieser exotischen Köstlichkeiten.

Ist der Kaki Fuyu winterhart?
Trotz ihrer Frostbeständigkeit bis -15°C empfehlen wir jungen Pflanzen einen leichten Winterschutz. Die widerstandsfähige Sorte 'Fuyu' ist zuverlässig gegen Schädlinge und Pilzkrankheiten. Im Freiland gepflanzt erreicht der Baum, je nach Pflege, Schnitt und Standort, eine Höhe von ca. 3-5 Metern.
Inhaltsverzeichnis

Kaki, Persimone, Sharon – Eine Familie, viele Namen

Obwohl sie oft verwechselt werden, stammen Kaki, Persimone und Sharon von derselben Pflanzenart ab: Diospyros kaki, dem Kakibaum, einem Mitglied der Familie der Ebenholzgewächse. Ursprünglich in Asien beheimatet, bevorzugt dieser Laubbaum warme Klimazonen und gedeiht prächtig in tropischen und subtropischen Regionen. Die Früchte dieses Baumes sind es, die wir als Kaki, Persimone oder Sharon kennen. Die Unterschiede liegen dabei weniger in der Art selbst, sondern vielmehr in den verschiedenen Sorten und Anbauweisen.

Der Ursprung: Die Kaki

Die Kaki, oft auch als Kakipflaume bezeichnet, gilt als die ursprüngliche Form dieser Frucht. Sie präsentiert sich meist in einer eher runden Gestalt und nimmt im Reifeprozess eine intensive Farbpalette von Dunkelorange bis hin zu einem satten Rötlich an. Ihre Haut ist robust und lederartig, die ein sehr weiches, fast puddingartiges Fruchtfleisch umschließt. Ein charakteristisches Merkmal der Kaki sind die bis zu acht schwarz-braunen Kerne, die sich nach erfolgreicher Befruchtung im Inneren bilden können. Ein wichtiger Punkt bei der Kaki ist der Reifegrad: Unreife Kakis enthalten Tannine, Gerbstoffe, die ein unangenehm pelziges Gefühl im Mund hinterlassen. Daher sollte man die Kaki erst im vollreifen Zustand genießen. Um die Kaki zu essen, empfiehlt es sich, sie zu schälen oder das weiche Fruchtfleisch, ähnlich wie bei einer Kiwi, auszulöffeln. Im Handel begegnet man unter dem Namen „Kaki“ häufig der Sorte ‘Tipo’, die hauptsächlich in China, Korea und Japan angebaut wird.

Persimone und Sharon: Kultivierte Weiterentwicklungen

Sowohl die Persimone als auch die Sharon sind Zuchtformen, also spezielle Sorten, die aus der Kaki hervorgegangen sind. Die Persimone, oft unter dem Sortennamen ‘Rojo Brillante’ im Handel zu finden, stammt meist aus Spanien und zeichnet sich durch eine länglich-ovale Form und eine gelbliche Farbe aus. Im Gegensatz zur ursprünglichen Kaki kann die Persimone mitsamt ihrer Schale verzehrt werden, ähnlich wie ein Apfel. Allerdings können auch Persimonen noch Kerne enthalten. Die Sharonfrucht hingegen ist eine Markenbezeichnung und wird vorwiegend in der Sharon-Ebene in Israel angebaut. Die zugrundeliegende Sorte ist ‘Triumph’. Sie unterscheidet sich von der Persimone durch ihre flachere, kleinere Form, die an eine orange-gelbe Tomate erinnert. Die Sharon besitzt eine dünnere Schale als die Kaki, ist kernlos und hat ein festeres Fruchtfleisch. Ein entscheidender Vorteil von Persimone und Sharon ist das Fehlen von Gerbstoffen. Dadurch können sie auch in unreifem Zustand gegessen werden, ohne ein pelziges Gefühl zu verursachen. Dieser Verlust der Tannine ist jedoch oft auf eine Nachbehandlung mit einem Reifegas wie Ethylen zurückzuführen, ähnlich wie es bei Bananen üblich ist. Ohne diese Behandlung wären auch Persimone und Sharon in unreifem Zustand kaum genießbar. Beide Varianten, Persimone und Sharon, zeichnen sich durch eine längere Haltbarkeit im Vergleich zur Kaki aus. Manche Feinschmecker bemängeln jedoch, dass sie geschmacklich nicht ganz an das intensive Aroma einer natürlich gereiften Kaki heranreichen. Eines haben jedoch alle drei gemeinsam: Sie verwöhnen den Gaumen mit einer unvergleichlichen Süße und einem fruchtigen Geschmack.

Warum darf man Kaki nicht in den Kühlschrank?
Einkaufstipps und Lagerung Sollten sich die Kakis noch hart anfühlen, einfach einige Tage im Kühlschrank nachreifen lassen. Unreife Früchte enthalten einen Stoff, der einen unangenehmen, pelzigen Belag auf der Zunge verursachen kann.

Wo wächst die Kaki ‘Rojo Brillante’ und welcher Kakibaum ist der beste für den Garten?

Die Sorte ‘Rojo Brillante’ erfreut sich großer Beliebtheit und gilt neben der Sharon als eine der besten Kakisorten. Sie gehört zu den Persimonen (Kaki-Gruppe 2). Ihr Name, „leuchtend rot“, beschreibt treffend die Farbe der reifen Frucht, wobei das Rot in unseren Breitengraden eher in ein leuchtendes Rotorange übergeht. Die Früchte der ‘Rojo Brillante’ sind groß, manchmal leicht gerippt, und zeichnen sich durch ein sehr saftiges und zuckersüßes Fruchtfleisch aus. Im reifen Zustand ist das Fruchtfleisch leicht mürbe, aber dennoch bissfest und kann problemlos wie ein Apfel verzehrt werden. Überreife Früchte sind noch saftiger, aber dann kaum noch direkt essbar, da der Saftfluss schwer zu kontrollieren ist. Die einzelnen Früchte können ein Gewicht von bis zu 300 Gramm erreichen. Die Ernte der ‘Rojo Brillante’ erfolgt kurz vor der vollständigen Reife, da die Früchte dann noch fest und gut lager- und transportierbar sind. Wird zu früh geerntet, kann der Nachreifeprozess sehr lange dauern. Hier kann ein einfacher Trick helfen: Die Lagerung zusammen mit Äpfeln. Äpfel sondern das Reifegas Ethylen ab, das den Nachreifeprozess der Kakis beschleunigt. ‘Rojo Brillante’ wird vermehrt in südeuropäischen Ländern, aber auch in Frankreich angebaut. In der spanischen Region Valencia werden die qualitativ hochwertigsten und wohlschmeckendsten Früchte dieser Sorte unter dem Markennamen „Persimone®“ vertrieben. Diese Früchte sind sofort verzehrfertig und dennoch angenehm fest.

Mediterranes Flair im eigenen Garten mit ‘Rojo Brillante’

Die Sorte ‘Rojo Brillante’ ist nicht nur für ihren Geschmack bekannt, sondern auch für ihre Robustheit. Sie kann in unseren Breiten drei bis vier Meter hoch werden und ist erstaunlich winterhart. Temperaturen von -15 bis -20°C hält sie problemlos stand. Daher ist der Anbau im eigenen Garten auch in gemäßigten Klimazonen möglich. Ein windgeschützter Standort ist jedoch von Vorteil. In den ersten Jahren empfiehlt es sich, die junge Pflanze im Winter zusätzlich zu schützen, bis sie sich im Garten etabliert hat. ‘Rojo Brillante’ ist eine veredelte und selbstfruchtbare Sorte. Das bedeutet, dass Sie nur eine Pflanze im Garten benötigen, um in den Genuss der köstlichen Früchte zu kommen. Mit einer Kaki ‘Rojo Brillante’ holen Sie sich ein Stück mediterranes Lebensgefühl in Ihren Garten und können sich im Herbst auf eine reiche Ernte freuen.

Häufig gestellte Fragen zu Kaki, Persimone und Sharon

Was ist der Unterschied zwischen Kaki, Persimone und Sharon?
Kaki ist die Ursprungsform, Persimone und Sharon sind Zuchtformen. Sie unterscheiden sich in Form, Farbe, Hautbeschaffenheit, Kernen und dem Gehalt an Gerbstoffen (Tanninen). Persimone und Sharon sind meist milder im Geschmack und weniger adstringierend.
Wann ist eine Kaki reif?
Eine Kaki ist reif, wenn sie eine intensive Farbe angenommen hat (dunkelorange bis rötlich) und auf leichten Druck nachgibt. Das Fruchtfleisch sollte weich sein. Unreife Kakis sind hart und enthalten Tannine, die ein pelziges Gefühl im Mund verursachen.
Wie lagert man Kakis, Persimonen und Sharons?
Reife Kakis, Persimonen und Sharons sind nicht sehr lange haltbar. Sie sollten kühl gelagert und innerhalb weniger Tage verzehrt werden. Unreife Persimonen und Sharons können bei Zimmertemperatur nachreifen. Die Lagerung zusammen mit Äpfeln beschleunigt den Reifeprozess.
Kann man die Schale von Persimone und Sharon mitessen?
Ja, die Schale von Persimone und Sharon ist dünn und kann problemlos mitgegessen werden. Bei der Kaki ist die Schale dicker und wird oft entfernt.

Fazit

Kaki, Persimone und Sharon sind köstliche und vielseitige Früchte, die den Herbst geschmacklich bereichern. Ob als frischer Snack, im Obstsalat oder in Desserts – die süßen Früchte sind eine Bereicherung für jeden Speiseplan. Mit der Wahl der richtigen Sorte, wie der robusten und selbstfruchtbaren ‘Rojo Brillante’, können Sie sich sogar im eigenen Garten an diesen exotischen Köstlichkeiten erfreuen und ein Stück mediterranes Flair genießen.

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