Welche günstigen Sichtschutzpflanzen gibt es?

Immergrün: Der vielseitige Bodendecker für Ihren Garten

27/10/2024

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Das Immergrün, auch bekannt als Singrün oder Wintergrün, ist eine beliebte Pflanzengattung, die sich durch ihre Robustheit und Vielseitigkeit auszeichnet. Ob als pflegeleichter Bodendecker, zur Begrünung schattiger Bereiche oder als attraktiver Blickfang im Beet – Immergrün ist eine Bereicherung für jeden Garten. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wissenswerte über diese faszinierenden Pflanzen, ihre verschiedenen Arten und Sorten, sowie wertvolle Tipps zur optimalen Pflege und Verwendung.

Welche Pflanzen eignen sich für ein immergrünes Blumenbeet?
AUCH DIESE PFLANZEN EIGNEN SICH FÜR EIN IMMERGRÜNES BLUMENBEET1Schneeforsythie.2Lungenkraut.3Rittersporn.4Stauden-Sonnenblume.5Sonnenbraut.6Sterndolde.7Herbst-Fetthenne.8Akelei.
Inhaltsverzeichnis

Was ist Immergrün?

Der Begriff „Immergrün“ bezeichnet eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae). Charakteristisch für Immergrün ist, wie der Name schon sagt, das immergrüne Laub. Das bedeutet, dass die Pflanzen ihre Blätter auch im Winter behalten und somit ganzjährig für eine grüne Gartenlandschaft sorgen. Es gibt zwei Hauptarten, die in Gärten häufig anzutreffen sind: das Große Immergrün (Vinca major) und das Kleine Immergrün (Vinca minor). Beide Arten stammen ursprünglich aus Europa und Kleinasien und haben sich als robuste und anpassungsfähige Gartenpflanzen etabliert.

Unterschiede zwischen Großem und Kleinem Immergrün

Obwohl beide Arten viele Gemeinsamkeiten aufweisen, gibt es auch einige wesentliche Unterschiede zwischen dem Großen und dem Kleinen Immergrün:

MerkmalGroßes Immergrün (Vinca major)Kleines Immergrün (Vinca minor)
BlütengrößeBis zu 5 cm DurchmesserEtwas kleiner
BlütenstandMeist einzeln, selten zu zweit in den BlattachselnMeist einzeln
BlattgrößeGrößere BlätterKleinere Blätter
WuchsformKriechend, aufsteigendKriechend, teppichbildend
StandortpräferenzWärmere, trockenere GehölzränderKüligere, feuchtere Plätze

Blütezeit und Blüten des Immergrüns

Die Blütezeit des Immergrüns erstreckt sich in der Regel von April bis Mai. In dieser Zeit öffnen sich die attraktiven Blüten, die je nach Art und Sorte in verschiedenen Farbenpracht erstrahlen können. Die Blüten des Großen Immergrüns sind mit einem Durchmesser von bis zu fünf Zentimetern etwas größer als die des Kleinen Immergrüns. Die Blüten stehen meist einzeln, seltener zu zweit, in den Blattachseln. Ihre fünf Kronblätter sind röhrenförmig verwachsen und präsentieren sich in den Farben Blau, Violett oder Weiß. Nach der Befruchtung entwickeln sich Balgfrüchte, die jeweils vier bis acht Samen enthalten.

Sortenvielfalt im Immergrün

Dank der Beliebtheit des Immergrüns gibt es in Gärtnereien eine große Auswahl an Zuchtformen beider Arten. Diese Sorten zeichnen sich durch unterschiedliche Blütenfarben, Blattzeichnungen und Wuchsformen aus. Hier einige Beispiele für beliebte Sorten:

Sorten des Großen Immergrüns (Vinca major):

  • ‘Variegata’: Diese Sorte besticht durch ihre weiß- und gelbrandigen Blätter, die einen schönen Kontrast zum grünen Laub bilden.
  • ‘Alba’: Wie der Name schon sagt, blüht diese Sorte in reinem Weiß und bringt so Helligkeit in schattige Gartenbereiche.
  • ‘Reticulata’: Diese Sorte zeichnet sich durch hellblaue Blüten und gelb geädertes Laub aus, was ihr ein besonders dekoratives Aussehen verleiht.

Sorten des Kleinen Immergrüns (Vinca minor):

  • ‘Alba’: Im Gegensatz zur gleichnamigen Sorte des Großen Immergrüns hat diese ‘Alba’-Variante sehr große, weiße Blüten, die besonders auffällig sind.
  • ‘Rubra’: Diese Sorte präsentiert sich mit rotvioletten Blüten und setzt so farbliche Akzente im Garten.
  • ‘Azurea Plena’: Für Liebhaber gefüllter Blüten ist diese Sorte ideal. Sie blüht in einem schönen Blau und wirkt besonders üppig.
  • ‘Multiplex’: Auch diese Sorte bietet gefüllte Blüten, jedoch in einem intensiven Purpurrot.

Der ideale Standort und Boden für Immergrün

Immergrün ist eine relativ anspruchslose Pflanze, die jedoch unter optimalen Bedingungen besonders gut gedeiht. Der ideale Standort für Immergrün ist ein lichter Schatten, beispielsweise unter Laubbäumen und Sträuchern. Hier ist der Boden in der Regel locker und nährstoffreich, was dem Immergrün entgegenkommt. Das Große Immergrün bevorzugt etwas wärmere und trockenere Gehölzränder, während das Kleine Immergrün auch an kühleren und feuchteren Plätzen gut wächst. Der Boden sollte idealerweise locker und durchlässig sein, um Staunässe zu vermeiden. Ein nährstoffreicher Boden fördert das Wachstum und die Blütenbildung.

Pflege des Immergrüns

Immergrün ist bekannt für seine Pflegeleichtigkeit. Einmal etabliert, benötigt es kaum Aufmerksamkeit. Hier einige grundlegende Pflegetipps:

  • Gießen: In trockenen Perioden sollte Immergrün regelmäßig gegossen werden, besonders in den ersten Wochen nach der Pflanzung. Später ist es relativ trockenheitstolerant.
  • Düngen: Eine Düngung im Frühjahr mit einem Langzeitdünger oder Kompost kann das Wachstum fördern, ist aber nicht zwingend erforderlich.
  • Schneiden: Ein Rückschnitt ist in der Regel nicht notwendig. Bei Bedarf können Sie jedoch lange Triebe einkürzen oder die Pflanze auslichten, um sie in Form zu halten oder die Ausbreitung zu begrenzen.
  • Vermehrung: Immergrün lässt sich leicht durch Stecklinge oder Teilung vermehren.

Immergrün im Garten verwenden

Die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten machen Immergrün zu einer beliebten Wahl für verschiedene Gartenbereiche:

  • Bodendecker: Aufgrund seines dichten Wuchses und seiner Fähigkeit, sich schnell auszubreiten, ist Immergrün ein hervorragender Bodendecker. Es unterdrückt Unkraut und sorgt für eine grüne Fläche, auch in schattigen Bereichen, wo Rasen oft schlecht wächst.
  • Grabgestaltung: Immergrün eignet sich hervorragend für die Grabgestaltung, da es pflegeleicht und immergrün ist und somit das Grab dauerhaft ansprechend aussehen lässt.
  • Unterpflanzung von Gehölzen: Immergrün harmoniert gut mit Gehölzen und Sträuchern und kann als attraktive Unterpflanzung verwendet werden.
  • Beetgestaltung: Auch im Beet kann Immergrün als Strukturpflanze oder zur Auflockerung von Pflanzungen eingesetzt werden.
  • Hangbefestigung: Mit seinen kriechenden Trieben kann Immergrün zur Hangbefestigung beitragen und Erosion verhindern.

Immergrün vs. Kirschlorbeer und Glanzmispel: Eine ökologische Betrachtung

Im Zusammenhang mit der Frage nach passenden Pflanzen im Garten wird oft auch die ökologische Bedeutung verschiedener Arten diskutiert. Im Text wird der Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) kritisch betrachtet. Obwohl Kirschlorbeer ebenfalls immergrün ist und in Gärten beliebt ist, bietet er der heimischen Fauna kaum einen Mehrwert. Insekten interessieren sich kaum für die Blüten, und auch andere Tiere profitieren wenig von dieser Pflanze. Zudem neigt Kirschlorbeer dazu, sich invasiv zu verbreiten und heimische Arten zu verdrängen. Die Glanzmispel (Photinia) wird im Text zwar nicht negativ bewertet, aber es ist wichtig zu bedenken, dass auch hier die ökologische Bedeutung im Vergleich zu heimischen Arten begrenzt sein kann.

Immergrün hingegen kann eine ökologisch wertvollere Alternative sein, insbesondere das Kleine Immergrün, da es heimischer ist und zumindest für einige Insekten eine Nahrungsquelle darstellen kann. Wenn Sie Wert auf einen ökologisch wertvollen Garten legen, ist es ratsam, bei der Pflanzenauswahl auch die Bedeutung für die heimische Tierwelt zu berücksichtigen und gegebenenfalls auf heimische Alternativen zurückzugreifen.

Häufig gestellte Fragen zum Immergrün (FAQ)

Ist Immergrün giftig?

Ja, Immergrün ist leicht giftig. Alle Pflanzenteile enthalten Alkaloide, die bei Verzehr zu Magen-Darm-Beschwerden führen können. Daher sollte man beim Umgang mit Immergrün Vorsicht walten und insbesondere Kinder und Haustiere davon abhalten, Pflanzenteile zu essen.

Was eignet sich am besten als Sichtschutz?
Immergrüne Bäume als Sichtschutz Immergrüne Bäume bieten das ganze Jahr über Sichtschutz und tragen zur Gestaltung eines lebendigen Gartens bei. Arten wie die Kirschlorbeer Baum oder Stechpalmen sind hierfür besonders geeignet und bedürfen zudem nur geringer Pflege.

Wie schnell wächst Immergrün?

Immergrün wächst mäßig schnell. Es breitet sich durch kriechende Triebe aus und bildet nach und nach dichte Teppiche. Die genaue Wachstumsgeschwindigkeit hängt von den Standortbedingungen und der Art bzw. Sorte ab.

Kann man Immergrün im Topf pflanzen?

Ja, Immergrün kann auch im Topf oder Kübel gepflanzt werden. Wählen Sie ein ausreichend großes Gefäß und verwenden Sie eine gute Kübelpflanzenerde. Achten Sie auf eine gute Drainage, um Staunässe zu vermeiden. Im Topf benötigt Immergrün regelmäßige Wassergaben und Düngung.

Welche Pflanzen passen gut zu Immergrün?

Immergrün ist ein vielseitiger Partner für viele andere Pflanzen. Gut passen beispielsweise Schattenstauden wie Funkien (Hosta), Elfenblumen (Epimedium) oder Farne. Auch Frühblüher wie Schneeglöckchen (Galanthus) oder Winterlinge (Eranthis hyemalis) lassen sich gut mit Immergrün kombinieren. Immergrün kann auch als Unterpflanzung von Gehölzen und Sträuchern dienen.

Wie vermehrt man Immergrün?

Immergrün lässt sich relativ einfach durch Stecklinge oder Teilung vermehren. Stecklinge werden im Frühjahr oder Sommer von jungen Trieben geschnitten und in feuchte Erde gesteckt. Die Teilung erfolgt im Frühjahr oder Herbst, indem man größere Pflanzen ausgräbt und den Wurzelballen teilt.

Fazit

Immergrün ist eine wunderbare Bereicherung für jeden Garten. Seine immergrünen Blätter, die attraktiven Blüten und seine Pflegeleichtigkeit machen es zu einem beliebten Bodendecker und einer vielseitigen Pflanze für verschiedene Gartenbereiche. Ob im Schatten unter Bäumen, im Beet oder im Topf – Immergrün ist eine robuste und attraktive Wahl, die das ganze Jahr über Freude bereitet. Wenn Sie einen pflegeleichten und vielseitigen Bodendecker suchen, der auch in schattigen Bereichen gedeiht, dann ist Immergrün die perfekte Wahl.

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