Welcher Baum zieht Hornissen an?

Hornissen im Garten: Welche Bäume sie anziehen

19/11/2024

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Hornissen, die größten heimischen Wespen, sind beeindruckende Insekten, die oft missverstanden werden. Viele Gartenbesitzer fragen sich, welche Pflanzen diese imposanten Tiere anlocken. Während Hornissen oft an Obstbäumen zu finden sind, gibt es auch andere Gehölze, die sie besonders im Spätsommer magisch anziehen. Dieser Artikel beleuchtet, welche Bäume und Sträucher für Hornissen von Interesse sind und warum.

Welcher Baum zieht Hornissen an?
Unsere größte Wespe, die Hornisse, ist jedoch überwiegend an saftigem Obst, oft Fallobst, zu finden, wo sie sich sehr gut beobachten lässt. Doch abseits vom Nahrungsparadies Obstwiese kommt es besonders im Spätsommer auch zu Hornissenansammlungen in Sträuchern, vor allem im Flieder, aber auch an Birken und Eschen.
Inhaltsverzeichnis

Welche Bäume und Sträucher ziehen Hornissen an?

Entgegen der Erwartung, dass Hornissen primär von süßen Früchten angezogen werden, beobachten Experten immer wieder Hornissenansammlungen an bestimmten Bäumen und Sträuchern, insbesondere im Spätsommer. Ein besonders beliebter Strauch ist der Flieder. Auch an Birken und Eschen lassen sich Hornissen häufiger beobachten. Dies mag zunächst verwundern, besonders wenn gleichzeitig reichlich Fallobst als Nahrungsquelle zur Verfügung steht.

Beobachtungen zeigen, dass Hornissen an diesen Gehölzen ein besonderes Verhalten zeigen: Sie schaben mit ihren kräftigen Kiefern an der dünnen Rinde, um die darunterliegenden Saftleitbahnen freizulegen. An diesen Stellen treten dann Pflanzensafttropfen aus, die die Hornissen genüsslich auflecken. Dieses Verhalten ist auch dann zu beobachten, wenn ausreichend Obst vorhanden ist, was darauf hindeutet, dass der Pflanzensaft Inhaltsstoffe enthält, die im Obst nicht oder nicht in ausreichender Menge vorhanden sind.

Warum nagen Hornissen am Holz?
Vielmehr nagen diese Insekten am Holz, um daraus zerkaut mit ihrem Speichel Baumaterial für ihre Nester und Bruthöhlen zu formen. Sind die Tiere also auf Ihren Stühlen oder Tischen, dem Dach oder auf anderen Holzelementen im Garten länger zugange, stillen sie nicht ihren Hunger, sondern bauen an ihren Nestern.

Warum suchen Hornissen Pflanzensaft?

Während Wespen ihren Kohlenhydratbedarf gerne durch zuckerhaltige Speisen decken, bevorzugen Hornissen neben Obst auch Pflanzensäfte. Es wird vermutet, dass die Pflanzensäfte für Hornissen wichtige Nährstoffe oder Mineralien enthalten, die über das Obst hinausgehen. Welche spezifischen Inhaltsstoffe dies sind, ist noch nicht abschließend geklärt, aber die Beobachtung des Verhaltens der Hornissen an Flieder, Birke und Esche ist eindeutig.

Ein weiterer interessanter Aspekt ist, dass die Saftleckstellen, die von den Hornissen geschaffen werden, auch andere Insekten anziehen, insbesondere Fliegen. Diese Fliegen wiederum werden gerne von den Hornissen erbeutet und gefressen. Somit erschließen sich die Hornissen an diesen Stellen nicht nur eine Quelle für Pflanzensaft, sondern auch eine zusätzliche Eiweißquelle in Form der Fliegen. Eiweiß ist besonders wichtig für die Aufzucht der Hornissenlarven.

Nisten Hornissen in Bäumen?
Über die Europäische Hornissen (Vespa crabro) Sie nisten in Baumhöhlen und auf Dachböden und ernähren sich von pflanzlicher Kost sowie tierischem Eiweiß. Leider sind die heimischen Hornissen in vielen Regionen bereits selten geworden. Da Hornissen gefährdet sind, stehen sie unter besonderem Naturschutz.

Schaden Hornissen den Bäumen und Sträuchern?

Obwohl die Hornissen mit ihren Kiefern an der Rinde der Gehölze nagen, ist der Schaden für die Pflanzen in der Regel minimal und unbedenklich. Die Bissspuren, die durch das Abschaben der Rinde entstehen, sind oberflächlich und schädigen den Flieder, die Birke oder die Esche nicht nachhaltig. Innerhalb weniger Wochen nach den Besuchen der Hornissen beginnen die Bissspuren zu verheilen und werden durch Überwallung geschlossen. Im Folgejahr können die Sträucher und Bäume ihre volle Blütenpracht und Vitalität wieder entfalten.

Weitere interessante Fakten über Hornissen

Hornissen sind faszinierende Lebewesen, über die es noch viel zu entdecken gibt. Hier sind einige weitere interessante Fakten, die Ihnen helfen können, diese großen Wespen besser zu verstehen:

  • Friedfertige Riesen: Trotz ihrer Größe sind Hornissen im Allgemeinen friedfertiger als viele andere Wespenarten. Sie greifen Menschen nur an, wenn sie sich bedroht fühlen oder ihr Nest in Gefahr sehen. Unprovoziert stechen Hornissen in der Regel nicht.
  • Verhaltensregeln im Umgang mit Hornissen: Um ein friedliches Zusammenleben mit Hornissen zu gewährleisten, sollten Sie einige Verhaltensregeln beachten. Vermeiden Sie hektische Bewegungen in der Nähe von Hornissen und versperren Sie ihnen nicht den Flugweg. Erschütterungen am Nest sollten unbedingt vermieden werden.
  • Nestbau und Lebenszyklus: Hornissenköniginnen beginnen im Frühjahr mit dem Nestbau. Sie bevorzugen dunkle, geschützte Orte wie Baumhöhlen, aber auch Rollladenkästen, Dachböden oder Schuppen. Ein Hornissenvolk erreicht im Spätsommer seinen Höhepunkt und kann dann mehrere hundert Tiere umfassen. Im Herbst stirbt das Volk ab, nur die begatteten Jungköniginnen überwintern.
  • Holz als Baumaterial: Hornissen nagen an Holz, um daraus Baumaterial für ihre Nester herzustellen. Das zerkleinerte Holz wird mit Speichel vermischt und zu einem papierartigen Material verarbeitet, aus dem die Waben des Nestes gebaut werden.
  • Streng geschützt: Die heimische Hornisse steht unter Naturschutz. Es ist verboten, Hornissen zu töten oder ihre Nester zu zerstören. Bei Problemen mit einem Hornissennest sollte man sich an Naturschutzbehörden oder Fachleute wenden.
  • Hornissenstich: Ein Hornissenstich ist zwar schmerzhaft, aber für gesunde Menschen in der Regel nicht gefährlicher als ein Bienen- oder Wespenstich. Das Hornissengift ist nicht toxischer, enthält aber Acetylcholin, was den Stich subjektiv schmerzhafter macht. Allergiker sollten jedoch vorsichtig sein und im Falle einer allergischen Reaktion einen Arzt aufsuchen.

Fazit

Hornissen sind faszinierende und nützliche Insekten, die einen wichtigen Beitrag zum ökologischen Gleichgewicht leisten. Sie sind nicht nur an Obstbäumen, sondern auch an bestimmten Bäumen und Sträuchern wie Flieder, Birke und Esche zu finden, wo sie Pflanzensaft als zusätzliche Nahrungsquelle nutzen. Mit dem richtigen Wissen und Verständnis können wir friedlich mit diesen beeindruckenden Tieren in unseren Gärten zusammenleben und ihre Anwesenheit sogar genießen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Sind Hornissen gefährlich?
Nein, Hornissen sind für gesunde Menschen in der Regel nicht gefährlich. Sie sind friedfertiger als viele andere Wespenarten und stechen nur bei Bedrohung.
Was tun bei einem Hornissennest im Garten?
Ruhe bewahren! Hornissen sind geschützt. Bei Problemen mit einem Nest wenden Sie sich an Naturschutzbehörden oder Hornissenberater, bevor Sie selbst Maßnahmen ergreifen.
Warum nagen Hornissen an Holz?
Hornissen nagen an Holz, um daraus Baumaterial für ihre Nester herzustellen. Sie verwenden das zerkleinerte Holz vermischt mit Speichel für den Nestbau.
Was fressen Hornissen?
Hornissen ernähren sich von Insekten, Pflanzensäften und Obst. Sie sind wichtige Schädlingsbekämpfer und tragen zur Bestäubung bei.
Wie kann man Hornissen im Garten unterstützen?
Schaffen Sie einen naturnahen Garten mit blühenden Pflanzen und Totholzbereichen. Verzichten Sie auf Insektizide und tolerieren Sie Hornissen in Ihrem Garten.

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