Welche Pflanzen bestäuben Bienen?

Bienenfreundliche Pflanzen: Ein Paradies für Bestäuber

25/07/2024

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Bienen sind unverzichtbare Helfer in unserem Ökosystem und spielen eine entscheidende Rolle bei der Bestäubung vieler Pflanzen. Ohne ihre fleißige Arbeit wäre die Vielfalt in unseren Gärten und Landschaften stark gefährdet. Dieser Artikel gibt Ihnen einen umfassenden Überblick über bienenfreundliche Pflanzen, mit denen Sie Ihren Garten in ein Paradies für diese wichtigen Bestäuber verwandeln können. Wir zeigen Ihnen, welche Blumen, Kräuter, Gehölze und Wildpflanzen wertvolle Nahrungsquellen und Lebensräume für Bienen bieten, und wie Sie aktiv zum Bienenschutz beitragen können.

Welche Pflanzen bestäuben Bienen?
Tabelle: Bienenfreundliche Blumen, Kräuter und WildpflanzenBlumenBlütezeitKräuterDahlie (Sterndahlie)Juli bis OktoberKatzenminzeEisenkrautJuli bis OktoberKorianderRingelblumeJuni bis SeptemberLavendelKlatschmohnMai bis JuliMinze
Inhaltsverzeichnis

Die Bedeutung der Bestäubung durch Bienen

Die Bestäubung ist ein fundamentaler Prozess für die Fortpflanzung der meisten Pflanzen. Sie bezeichnet die Übertragung von Pollen vom männlichen Teil der Blüte (Staubbeutel) zum weiblichen Teil (Narbe). Erst durch diese Übertragung kann die Befruchtung stattfinden, aus der sich Samen und Früchte entwickeln. Während einige Pflanzen auf Wind oder Wasser zur Bestäubung setzen, sind viele andere auf die Hilfe von Insekten angewiesen. Hier kommen Bienen ins Spiel, aber auch Hummeln, Schmetterlinge, Käfer und Fliegen leisten ihren Beitrag. In Deutschland sind jedoch die Bienen die mit Abstand wichtigsten Bestäuber.

Bienen sind im Garten unersetzlich. Ihre Effizienz bei der Bestäubung ist unübertroffen und kann von anderen Insekten, wie Wespen oder Schmetterlingen, nicht kompensiert werden. Ohne die Bestäubung durch Bienen würden viele Pflanzen keine Früchte tragen, und die Artenvielfalt wäre bedroht. Nicht nur die Biodiversität, sondern auch unsere Ernährungssicherung hängt maßgeblich von diesen fleißigen Insekten ab.

Was Bienen essen: Nektar und Pollen

Der Speiseplan von Bienen ist relativ einfach, aber lebensnotwendig: Er besteht hauptsächlich aus Nektar und Pollen. Nektar ist eine zuckerhaltige Flüssigkeit, die Bienen als Energielieferant dient. Pollen hingegen ist reich an Proteinen und wird vor allem zur Aufzucht der Larven verwendet. Diese beiden Nahrungsquellen sind essentiell für das Überleben und die Entwicklung der Bienen.

Es gibt verschiedene Bienenarten in Deutschland, die sich in ihren Ernährungsgewohnheiten unterscheiden. Einige, wie die Honigbiene und viele Wildbienenarten, sind Generalisten. Sie sind nicht auf bestimmte Pflanzenarten spezialisiert und können an einer Vielzahl von Blüten Nahrung finden. Andere Arten sind Spezialisten und fliegen nur bestimmte Pflanzenarten an. Diese Spezialisierung macht sie besonders effizient bei der Bestäubung dieser spezifischen Pflanzen.

Bienenfreundliche Blumen, Kräuter und Wildpflanzen

Bienen werden von den leuchtenden Farben der Blüten angezogen. Daher ist eine Vielfalt an Blühpflanzen in Ihrem Garten entscheidend. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass nicht jede Blüte gleich ist. Viele moderne Züchtungen, insbesondere solche mit gefüllten Blüten, bieten wenig oder gar keine Nahrung für Bestäuber. Informieren Sie sich daher vorab, welche Pflanzen wirklich bienenfreundlich sind.

Ideal ist die Wahl von heimischen Pflanzen und ein artenreicher Garten mit Früh- und Spätblühern. So stellen Sie sicher, dass das ganze Jahr über Nahrung für Bienen und andere Insekten vorhanden ist. Neben Blumen und Kräutern sollten Sie auch Sträucher und Bäume berücksichtigen. Auch Wildblumen und -kräuter sind wertvoll, da sie zusätzliche Nahrungsquellen und Lebensräume bieten, oft ohne viel Pflegeaufwand.

Tabelle: Bienenfreundliche Blumen, Kräuter und Wildpflanzen

BlumenBlütezeitKräuterBlütezeitWildblumen & -kräuterBlütezeit
BartblumeAugust bis SeptemberFenchelJuli bis AugustAcker-WitwenblumeMai bis August
BorretschMai bis SeptemberKapuzinerkresseJuli bis OktoberAkeleiMai bis September
Dahlie (Sterndahlie)Juli bis OktoberKatzenminzeMai bis AugustAsterAugust bis November
EisenkrautJuli bis OktoberKorianderJuni bis AugustBeinwellMai bis August
RingelblumeJuni bis SeptemberLavendelJuli bis SeptemberEhrenpreisApril bis September
KlatschmohnMai bis JuliMinzeJuli bis SeptemberGänseblümchenMärz bis Oktober
KornblumeJuni bis JuliOreganoJuli bis SeptemberGlockenblumeJuni bis August
MargeriteJuni bis AugustRosmarinMai bis JuniHornkleeMai bis September
SchmuckkörbchenJuli bis SeptemberSalbeiJuni bis JuliJohanniskrautJuni bis September
SonnenblumeJuli bis SeptemberThymianMai bis OktoberKriechender GünselMai bis Juni
StockroseJuli bis SeptemberYsopJuli bis AugustLilieJuni bis September
StundentenblumeJuni bis AugustZitronenmelisseJuni bis AugustMannstreuJuli bis August

Gemüsepflanzen als Nahrungsquelle für Insekten

Auch Gemüsepflanzen können wertvolle Blüten für Bienen und andere Insekten hervorbringen. Einjährige Gemüsesorten wie Zucchini, Kürbisse, Gurken, Auberginen, Tomaten, Paprika und Bohnen blühen bereits im ersten Jahr. Einige dieser Kulturen, wie Bohnen und Gurken, sind sogar auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen, um Früchte zu entwickeln. Wenn Sie also Gemüse anbauen, profitieren nicht nur die Bienen, sondern auch Sie durch eine reichere Ernte.

Zweijährige Gemüsepflanzen wie Wurzelgemüse oder Mangold blühen erst im zweiten Jahr. Sie können diese Pflanzen blühen lassen und so eigenes Saatgut gewinnen. Besonders Doldenblütler wie Möhren sind für spezialisierte Bienenarten sehr attraktiv.

Bienenfreundliche Gehölze: Bäume und Sträucher

Gehölze, also Bäume und Sträucher, sind ebenfalls wichtige Bestandteile eines bienenfreundlichen Gartens. Sie bieten Schutz und Lebensraum für viele Tiere, darunter auch Bienen. Baumhöhlen und Totholz dienen Wildbienen als Nistplätze. Da Wildbienen oft nicht weit von ihrem Nest entfernt nach Nahrung suchen, sind Gehölze in der Nähe von Blühpflanzen besonders wertvoll.

Zudem blühen viele Gehölze jedes Jahr und bieten so eine zuverlässige Nahrungsquelle für Bienen und andere Bestäuber.

Tabelle: Bienenfreundliche Gehölze für den Garten

BäumeBlütezeitSträucherBlütezeit
ApfelbaumApril bis MaiBrombeereJuni bis August
BergahornApril bis MaiHaselnussJanuar bis April
BirnenbaumApril bis MaiHimbeereMai bis August, je nach Sorte
EberescheMai bis JuniJohannnisbeereApril bis Mai
EsskastanieJuni bis JuliFeuerdornMai bis Juni
FelsenbirneApril bis MaiSchleheApril
KornelkirscheMärz bis AprilSchneeballMai bis Juni
LindeJuliStachelbeereAril bis Mai
PflaumeApril bis MaiWeißdornMai bis Juni
RosskastanieMaiWilder WeinJuli bis September
WeideMärz bis MaiWinterheideMärz bis April

Pflanzen, die Sie vermeiden sollten

Leider gibt es auch Pflanzen, die in Gärten häufig vorkommen, aber keinen oder nur geringen Wert für Bienen und andere Insekten haben. Einige sind sogar schädlich oder invasiv. Blumen mit gefüllten Blüten, wie viele moderne Rosenzüchtungen, Pfingstrosen, Dahlien, Chrysanthemen, Hortensien oder Kamelien, bieten oft keine Nahrung, da ihnen die Staubblätter fehlen oder schwer zugänglich sind. Obwohl sie Insekten durch ihre Farben anlocken, führen sie diese in die Irre.

Auch bei Gehölzen gibt es kritische Arten. Rhododendren, insbesondere viele exotische Arten, bieten wenig ökologischen Wert und können sogar giftig sein. Forsythien blühen zwar prächtig gelb im Frühling, liefern aber meist keinen Nektar oder Pollen. Kirschlorbeer ist als immergrüne Hecke beliebt, bietet aber ebenfalls keine Nahrung für Insekten und ist zudem giftig.

Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass nicht jede Pflanze im Garten automatisch bienenfreundlich ist. Achten Sie auf eine möglichst große Pflanzenvielfalt und bevorzugen Sie heimische Arten. So schaffen Sie ein wertvolles Biotop für Bienen und andere nützliche Insekten.

Fazit: Schaffen Sie ein Bienenparadies!

Indem Sie bienenfreundliche Pflanzen in Ihrem Garten auswählen, leisten Sie einen wertvollen Beitrag zum Schutz dieser wichtigen Bestäuber. Eine vielfältige Bepflanzung mit Blumen, Kräutern, Gemüsepflanzen und Gehölzen, die zu unterschiedlichen Zeiten blühen, sichert das Nahrungsangebot für Bienen über die gesamte Saison. Verzichten Sie auf Pflanzen mit gefüllten Blüten und auf ökologisch wenig wertvolle oder gar schädliche Arten. Mit der richtigen Pflanzenauswahl verwandeln Sie Ihren Garten in ein blühendes Paradies für Bienen und fördern die Artenvielfalt in Ihrer Umgebung.

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