Wie isst man Granadillas?

Granadilla Pflanzen: Standort, Pflege und Ernte

19/07/2024

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Die Granadilla, auch bekannt als Passionsfrucht, ist eine beliebte Kletterpflanze, die für ihr üppiges, leuchtend grünes Laub, ihre auffallend schönen Blüten und ihre köstlichen, saftigen Früchte geschätzt wird. Ihr botanischer Name, Passiflora edulis, birgt eine interessante Geschichte. Entgegen der Vermutung, dass es sich um eine 'verbotene Frucht' handelt, stammt der Name 'Passionsfrucht' von spanischen Missionaren aus dem 16. Jahrhundert. Sie nannten die Pflanze 'Flor de las cinco llagas' (Blume der fünf Wunden), um die Passion und Kreuzigung Christi den Einheimischen in Südamerika, ihrer ursprünglichen Heimat, zu veranschaulichen.

Wie kann ich Granadilla züchten?
Stellen Sie das Anzuchtgefäß an einen hellen und warmen Ort mit 20 bis 25° Celsius und halten Sie die Anzuchterde feucht, aber nicht nass. Bis zur Keimung dauert es dann erfahrungsgemäß zwei bis vier Wochen. Viel Sonne fördert eine reiche Blüte.
Inhaltsverzeichnis

Der ideale Standort für Granadillas

Granadilla-Pflanzen sind sehr wuchsfreudig und benötigen eine stabile Unterstützung wie ein Spalier, einen Zaun, eine Mauer, einen Bogen oder eine Pergola. Um optimal zu gedeihen, bevorzugen sie gemäßigte Temperaturen zwischen 5°C und 30°C. In sehr heißen Regionen ist ein Standort ideal, der hauptsächlich Morgensonne erhält und vor der intensiven Nachmittagshitze geschützt ist. In kälteren Klimazonen sollte die Granadilla an einem warmen, geschützten Ort, beispielsweise an einer sonnigen Mauer, gepflanzt werden. In Regionen mit sehr kalten Wintern können Granadillas in eine Ruhephase eintreten, erholen sich aber im Frühjahr wieder und belohnen Sie mit Schatten und einer reichen Passionsfrucht-Ernte.

Wichtige Standortfaktoren im Überblick:

  • Sonneneinstrahlung: Volle Sonne oder Morgensonne in heißen Gebieten.
  • Temperatur: Gemäßigt (5°C - 30°C), Schutz vor extremer Hitze und Kälte.
  • Unterstützung: Benötigt Spalier, Zaun oder ähnliche Kletterhilfe.
  • Windschutz: Geschützter Standort vor starken Winden.

Granadilla pflanzen: Schritt für Schritt

Granadilla-Pflanzen werden in Gärtnereien als junge, kräftige Pflanzen verkauft, die bereit sind für ihren neuen Standort. Sie entwickeln ein tiefes Wurzelsystem und benötigen eine sehr gute Drainage. Wählen Sie einen Standort in voller Sonne (oder Morgensonne in sehr heißen Gebieten) mit Schutz vor starkem Wind. Bereiten Sie den Boden im Voraus vor, indem Sie ein Loch von 1m x 1m ausheben. Geben Sie reichlich Kompost und eine Handvoll Knochenmehl oder organischen 2:3:2 Dünger sowie Gartenkalk (gemäß Packungsanweisung) zum Aushub hinzu. Mischen Sie alles gründlich und füllen Sie das Loch wieder auf. Die beste Pflanzzeit für Ihre neue Granadilla-Pflanze ist vom späten Winter bis zum mittleren Frühjahr, sobald keine Frostgefahr mehr besteht. Setzen Sie die Pflanze beim Einpflanzen nicht tiefer, als sie im Topf stand.

Pflanzanleitung:

  1. Standortwahl: Sonnig, geschützt, gut drainierter Boden.
  2. Bodenvorbereitung: Großes Pflanzloch (1m x 1m), Kompost, Knochenmehl, Gartenkalk.
  3. Pflanzzeitpunkt: Spätwinter bis mittleres Frühjahr (frostfrei).
  4. Pflanztiefe: Nicht tiefer als im Topf.
  5. Unterstützung anbringen: Vor oder direkt nach dem Pflanzen installieren.
  6. Mulchen: Großzügige Mulchschicht auftragen.

Stellen Sie sicher, dass die Kletterhilfe stabil genug ist, um das Gewicht der Pflanze zu tragen. Granadilla-Pflanzen können bis zu 6 Meter hoch werden und durch das üppige Laub und die Früchte recht schwer werden. Lassen Sie sie nicht an anderen Pflanzen oder Bäumen wachsen, da sie diese schnell überwuchern können. Anfänglich müssen Sie den Haupttrieb möglicherweise mit einem weichen Band an der Kletterhilfe befestigen, aber sobald die kleinen Ranken an den Trieben sich festhalten, ist die Pflanze selbstständig. Wenn Sie mehrere Pflanzen setzen, halten Sie einen Pflanzabstand von 1,5 Metern ein. Tragen Sie eine großzügige Mulchschicht auf, um die Wurzeln kühl und den Boden feucht zu halten.

Pflege der Granadilla-Pflanze

Granadillas bevorzugen einen feuchten Boden, vertragen aber keine Staunässe. Eine gute Drainage ist daher entscheidend, und ein reiner Lehmboden ist ungeeignet. Während der Reifezeit der Früchte ist eine gründliche und tiefe Bewässerung besonders wichtig. Wenn der Boden in dieser Phase austrocknet, können die Früchte schrumpfen oder abfallen.

Bewässerung:

  • Regelmäßig gießen: Boden feucht halten, aber Staunässe vermeiden.
  • Tiefgründig wässern: Besonders während der Fruchtentwicklung.
  • Drainage beachten: Gut drainierter Boden ist essenziell.

Granadillas sind schnellwüchsige Pflanzen mit einem hohen Nährstoffbedarf. Zu Beginn der Wachstumsperiode, im Juli/August, düngen Sie die Pflanzen mit einem organischen 2:3:2 Dünger. Im Dezember verwenden Sie einen organischen 3:1:5 Dünger und im April einen organischen 8:1:5 oder 6:3:4 Dünger. Zusätzlich kann während der aktiven Wachstumsperiode monatlich ein organischer Flüssigdünger mit Mikronährstoffen verabreicht werden, um Mangelerscheinungen vorzubeugen.

Düngungsschema:

MonatDünger
Juli/AugustOrganischer 2:3:2 Dünger
DezemberOrganischer 3:1:5 Dünger
AprilOrganischer 8:1:5 oder 6:3:4 Dünger
Monatlich (Wachstumsperiode)Organischer Flüssigdünger mit Mikronährstoffen

Ernte der Granadillas

Die ersten Früchte sind etwa 6-9 Monate nach der Pflanzung erntereif. Ab dem zweiten Jahr produziert Ihre Granadilla-Pflanze in der Regel zwei Ernten pro Jahr – eine reichliche Sommerernte von November bis Januar und eine leichtere Winterernte im Juni und Juli. Ernten Sie die Früchte, wenn sie vollständig entwickelt und dunkelviolett gefärbt sind. Sie sollten sich leicht vom Stiel lösen, wenn Sie die Pflanze sanft schütteln. Reife Früchte fallen manchmal auch von selbst ab, was die Ernte erleichtert. Die Früchte werden runzelig, wenn sie reifen, und sind dann am besten! Ernten Sie die Früchte am frühen Morgen, bevor die Hitze des Tages einsetzt. Das Fruchtfleisch ist der essbare Teil und schmeckt köstlich, wenn es direkt aus der Schale gelöffelt wird. Es ist auch beliebt in Torten und Desserts, insbesondere Pavlova. Das Fruchtfleisch kann zu Getränken hinzugefügt werden, entweder frisch oder als Sirup. Es ist reich an Vitaminen A und C und Antioxidantien, und die Samen sind eine ausgezeichnete Quelle für Ballaststoffe.

Wie kann ich eine Grenadilla anbauen?
Standort. Ein Kalthaus ist ideal für die Kultur der Grenadilla. Sonne und Wärme fördern die Blütenbildung, allerdings dürfen die Temperaturen nicht über 40 Grad Celsius steigen, sonst stellt die Pflanze ihr Wachstum ein. Während der warmen Sommermonate kann man Passiflora ligularis also ruhig nach draußen stellen.

Erntehinweise:

  • Erntezeitpunkt: 6-9 Monate nach Pflanzung, zwei Ernten jährlich (Sommer und Winter).
  • Reifezeichen: Dunkelviolette Farbe, leichtes Ablösen, runzelige Schale.
  • Erntemethode: Schütteln oder Aufsammeln gefallener Früchte.
  • Beste Erntezeit: Früher Morgen.

Beschneidung der Passionsfrucht

Im frühen Frühjahr entfernen Sie alle abgestorbenen und kranken Triebe und lichten übermäßiges Wachstum aus. Schneiden Sie gesunde Triebe um etwa ein Drittel zurück, um neues, kräftiges Wachstum und eine reiche Fruchtbildung zu fördern. Granadillas bilden nur an neuen Trieben Früchte, daher ist der Schnitt unerlässlich.

Schnittmaßnahmen:

  • Zeitpunkt: Frühes Frühjahr.
  • Zweck: Entfernung von totem und krankem Holz, Auslichten, Förderung neuen Wachstums.
  • Schnittart: Rückschnitt gesunder Triebe um ein Drittel.

Begleitpflanzen für Granadillas

Passionsfrucht-Blüten können nicht durch Wind bestäubt werden und sind auf bestäubende Insekten, insbesondere Bienen, angewiesen. Das Pflanzen einer Vielfalt von Blumen und blühenden Kräutern in der Nähe Ihrer Granadilla lockt bestäubende Insekten an – dies ist entscheidend für eine gute Fruchtbildung. Gute Begleitpflanzen sind Kartoffeln, Mangold und Spinat, Karotten, Erdbeeren, Auberginen, Salat, Majoran, Melisse, Ringelblumen und Zwiebelgewächse. Schlechte Begleitpflanzen sind Mais und Süßkartoffeln.

Gute und schlechte Nachbarn:

Gute BegleitpflanzenSchlechte Begleitpflanzen
Kartoffeln, Mangold, Spinat, Karotten, Erdbeeren, Auberginen, Salat, Majoran, Melisse, Ringelblumen, ZwiebelgewächseMais, Süßkartoffeln

Granadillas im Topf anbauen

Granadillas gedeihen auch gut in großen Töpfen, sofern sie eine Kletterhilfe haben. Achten Sie auf eine gute Drainage im Topf und verwenden Sie hochwertige Blumenerde. Die restlichen Pflegehinweise sind ähnlich wie bei ausgepflanzten Granadillas.

Die Süße Granadilla (Passiflora ligularis)

Neben der Passiflora edulis gibt es auch die Süße Granadilla (Passiflora ligularis). Diese Art unterscheidet sich in einigen Punkten. Sie bildet die größten Früchte aller Passionsblumen und wird besonders für den Maracuja-Saft angebaut. Ihre Blätter sind fast herzförmig und nicht gefingert wie bei der Passiflora edulis. Die Blüten sind bis zu 10 Zentimeter groß mit weiß-lila gestreiften Strahlenkränzen. Die Süße Granadilla wächst langsamer und weniger stark schlingend als ihre Verwandten. Unreife Früchte sind blaugrün mit kleinen grünlich-weißen Punkten, reife Früchte haben eine glänzend orangegelbe Schale. Die Früchte werden gerne frisch mit den Samen als Dessert gegessen.

Pflege der Süßen Granadilla:

  • Standort: Viel Sonne, im Sommer auch im Freien möglich, aber vor Frost schützen.
  • Boden: Genügsam, aber Staunässe und kalkhaltiges Gießwasser vermeiden.
  • Bewässerung: Gleichmäßig feucht halten, Trockenheit vermeiden.
  • Düngung: April bis Oktober wöchentlich mit Flüssigdünger.
  • Schnitt: Lange Triebe von April bis Juni einkürzen.
  • Überwinterung: Hell bei 5 bis 15°C, Wassergabe reduzieren, aber Wurzelballen nicht austrocknen lassen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie lange leben Granadilla-Pflanzen?
Granadillas haben eine durchschnittliche Lebensdauer von 3 Jahren, können aber bei guter Pflege auch länger leben. Achten Sie auf Anzeichen von nachlassendem Wachstum oder Fruchtbildung und ersetzen Sie ältere Pflanzen gegebenenfalls.
Wann ist die beste Zeit, um Granadillas zu pflanzen?
Die beste Pflanzzeit ist vom späten Winter bis zum mittleren Frühjahr, sobald keine Frostgefahr mehr besteht.
Wie oft muss ich Granadillas gießen?
Granadillas sollten regelmäßig gegossen werden, um den Boden feucht zu halten, aber Staunässe zu vermeiden. Während der Fruchtentwicklung ist eine ausreichende Wasserversorgung besonders wichtig.
Welchen Dünger benötigen Granadillas?
Verwenden Sie organische Dünger, abgestimmt auf die Wachstumsphasen. Ein detailliertes Düngeschema finden Sie im Abschnitt 'Düngung der Granadilla-Pflanze'.
Muss man Granadillas beschneiden?
Ja, ein jährlicher Rückschnitt im Frühjahr ist wichtig, um neues Wachstum und eine reiche Fruchtbildung zu fördern.
Kann man Granadillas im Topf anbauen?
Ja, Granadillas gedeihen auch im Topf, benötigen aber eine Kletterhilfe und regelmäßige Pflege.

Mit diesen Tipps und Informationen steht einer erfolgreichen Granadilla-Ernte nichts mehr im Wege! Genießen Sie die exotische Schönheit und die köstlichen Früchte dieser faszinierenden Kletterpflanze in Ihrem eigenen Garten.

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