24/01/2026
Der Herbst steht vor der Tür und mit ihm die farbenprächtige Pracht der Herbstastern. Diese unkomplizierten und winterharten Stauden sind in Gärtnereien und Supermärkten allgegenwärtig und erfreuen sich großer Beliebtheit. Obwohl das Frühjahr die ideale Pflanzzeit ist, lockt die aktuelle Blütenpracht zum sofortigen Kauf. Doch Herbstastern sind mehr als nur eine saisonale Dekoration – sie sind pflegeleicht, vielseitig und eine wertvolle Nahrungsquelle für Insekten.

Alles Wissenswerte über Herbstastern
Herbstastern, botanisch als Aster bekannt, präsentieren sich in einer beeindruckenden Sortenvielfalt. Ihre Wuchshöhe variiert beträchtlich, von zierlichen 20 Zentimetern bis hin zu stattlichen 1,50 Metern. Besonders bemerkenswert ist ihre lange Blütezeit, die von September bis weit in den November hinein reicht. In dieser Zeit verwandeln sie jeden Garten in ein farbenfrohes Refugium und bieten einen willkommenen Kontrast zur herbstlichen Tristesse.
Neben ihrer ästhetischen Bereicherung sind Herbstastern von immenser ökologischer Bedeutung. Sie dienen als wichtige Nahrungsquelle für Insekten, insbesondere für Schmetterlinge, die im Herbst noch aktiv sind und sich für den Winter stärken müssen. Ihre späte Blütezeit macht sie zu einer unverzichtbaren Unterstützung für die heimische Fauna.
Zu den bekanntesten und beliebtesten Aster-Sorten in unseren Gärten zählen:
- Aster ageratoides
- Aster dumosus (Kissenaster)
- Aster novae-angliae (Raublatt-Aster)
- Aster novi-belgii (Glattblatt-Aster)
Der ideale Standort für Herbstastern
Herbstastern sind Sonnenanbeter und bevorzugen einen sonnigen Standort, um ihre volle Blütenpracht zu entfalten. Ein Platz in der vollen Sonne ist daher ideal. Der Boden sollte nährstoffreich und gut durchlässig sein. Obwohl sie die Sonne lieben, zeigen sich Herbstastern auch tolerant gegenüber halbschattigen Plätzchen. Allerdings sollte man hierbei beachten, dass ihre Blühfreudigkeit in schattigeren Lagen etwas geringer ausfallen kann. Für eine üppige Blütenfülle und gesunde Pflanzen ist ein sonniger Standort jedoch stets die beste Wahl.
Herbstastern richtig pflanzen
Da Herbstastern in der Regel als Containerpflanzen angeboten werden, genießen Gartenfreunde den Vorteil, sie ganzjährig pflanzen zu können, solange der Boden nicht gefroren ist. Dennoch empfiehlt sich das Frühjahr als optimaler Pflanzzeitpunkt. Eine Frühjahrspflanzung gibt den jungen Pflanzen ausreichend Zeit, bis zum Winter kräftige Wurzeln zu bilden und sich optimal an ihrem neuen Standort zu etablieren. Dies stärkt ihre Winterhärte und fördert ein gesundes Wachstum im folgenden Jahr.
Beim Pflanzen von Herbstastern sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Ob in Gruppenpflanzungen, als farbenfrohe Beeteinfassung oder als Solitärpflanzen – Herbstastern setzen in jedem Garten Akzente. Besonders eindrucksvoll wirken Gruppen verschiedenfarbiger und verschiedenhoher Sorten, die ein lebendiges und abwechslungsreiches Bild erzeugen. Achten Sie beim Pflanzen auf einen ausreichenden Pflanzabstand, damit sich die einzelnen Pflanzen optimal entwickeln können und ausreichend Platz zum Wachsen haben. Als Faustregel gilt, etwa ein Drittel der erwarteten Wuchshöhe als Pflanzabstand zu wählen.
Herbstastern aussäen
Wer Herbstastern aus Samen ziehen möchte, hat die Möglichkeit zur Aussaat. Diese kann prinzipiell ganzjährig erfolgen, erfordert jedoch eine Voranzucht im Haus oder Gewächshaus. Hierbei sollten die Temperaturen konstant zwischen 18° und 21°C liegen, um optimale Keimbedingungen zu gewährleisten. Die Anzucht in Innenräumen ermöglicht eine kontrollierte Umgebung und schützt die jungen Keimlinge vor ungünstigen Witterungseinflüssen.
Eine Direktsaat ins Freiland ist ab dem zeitigen Frühjahr möglich, sobald die Temperaturen steigen und keine Frostgefahr mehr besteht. Allerdings ist die Erfolgsrate bei der Direktsaat oft geringer als bei der Voranzucht, da die Bedingungen im Freiland weniger kontrollierbar sind und junge Sämlinge anfälliger für Schädlinge und Krankheiten sein können.
Herbstastern vermehren durch Wurzelteilung
Die einfachste und effektivste Methode zur Vermehrung von Herbstastern ist die Wurzelteilung. Diese Methode ist nicht nur unkompliziert, sondern verjüngt gleichzeitig die Pflanzen und fördert ihre Vitalität. Der beste Zeitpunkt für die Wurzelteilung ist das zeitige Frühjahr, kurz bevor der neue Austrieb beginnt. Alternativ ist auch eine Teilung im Herbst nach der Blüte möglich, wobei die Frühjahrsteilung in der Regel bevorzugt wird, da die Pflanzen so mehr Zeit haben, sich bis zum Winter zu erholen.
Um Herbstastern durch Wurzelteilung zu vermehren, gehen Sie folgendermaßen vor:
- Graben Sie die Aster vorsichtig aus der Erde aus.
- Entfernen Sie überschüssige Erde von den Wurzeln, um die Struktur besser zu erkennen.
- Teilen Sie den Wurzelballen mit einem scharfen Messer oder Spaten. Achten Sie darauf, dass jede Teilpflanze ausreichend Wurzeln und Triebe besitzt.
- Pflanzen Sie die Teilstücke an den gewünschten Stellen im Garten wieder ein.
- Gießen Sie die neu gepflanzten Herbstastern gründlich an.
Lubera-Tipp: Generell empfiehlt es sich, Herbstastern alle 2 bis 3 Jahre zu teilen. Diese regelmäßige Teilung beugt nicht nur der Alterung der Pflanzen vor, sondern sorgt auch für eine üppigere Blüte und gesunde, vitale Herbstastern.
Pflege-Tipps für gesunde Herbstastern
Herbstastern sind grundsätzlich pflegeleichte Stauden, die mit wenig Aufwand viel Freude bereiten. Dennoch gibt es einige wichtige Pflegehinweise, die Sie beachten sollten, um gesunde und blühfreudige Pflanzen zu erhalten.
Gießen
Gerade im Sommer haben Herbstastern einen erhöhten Wasserbedarf. Es ist wichtig, sie regelmäßig und ausreichend zu gießen, besonders während längerer Trockenperioden. Dabei ist es jedoch entscheidend, die richtige Gießmethode zu wählen. Herbstastern bevorzugen es, von unten gegossen zu werden. Vermeiden Sie es, die Blätter und Blüten von oben zu gießen, da dies die Entstehung von Pilzkrankheiten wie Mehltau begünstigen kann.
Auch Staunässe vertragen Herbstastern nicht gut. Gießen Sie daher lieber alle paar Tage kräftig, anstatt täglich nur wenig Wasser zu geben. So können die Wurzeln das Wasser optimal aufnehmen und die Pflanzen bleiben gesund und vital.
Schneiden
Nach der Blütezeit, in der Regel im späten Herbst oder Winter, sollten Herbstastern zurückgeschnitten werden. Schneiden Sie die Stängel ebenerdig zurück, um die Pflanzen für den Winter vorzubereiten und die Selbstaussaat zu verhindern, falls dies nicht gewünscht ist. Der Rückschnitt fördert zudem einen gesunden Neuaustrieb im Frühjahr.
Winterhärte
Herbstastern sind in der Regel winterhart und benötigen keinen speziellen Winterschutz. Lediglich junge, frisch gepflanzte Herbstastern können in sehr kalten Regionen von einer leichten Abdeckung mit Laub oder Reisig profitieren. Diese schützende Schicht hilft, die jungen Wurzeln vor Frostschäden zu bewahren.
Schädlinge und Krankheiten bei Herbstastern
Erfreulicherweise sind Herbstastern wenig anfällig für Schädlinge. Gelegentlich können Blattläuse auftreten, die jedoch in der Regel keinen größeren Schaden anrichten.
Etwas anfälliger sind Herbstastern hingegen für Krankheiten, insbesondere für Mehltau und die Asternwelke, eine Pilzkrankheit. Mehltau zeigt sich durch einen weißen, mehlartigen Belag auf den Blättern. Asternwelke erkennen Sie an schlaffen Blättern, die sich auch nach dem Gießen nicht wieder aufrichten. Bei einem Befall mit Asternwelke ist der Einsatz eines speziellen Pflanzenschutzmittels ratsam, um die Ausbreitung der Krankheit zu stoppen.
Mit der richtigen Pflege und Standortwahl sind Herbstastern jedoch robuste und langlebige Gartenbewohner, die Ihnen Jahr für Jahr mit ihrer farbenprächtigen Blütenpracht Freude bereiten werden. Nutzen Sie die Gelegenheit und holen Sie sich diese Herbstschönheiten in Ihren Garten!
