Ist der Topaz Äpfel eine alte Sorte?

Goldparmäne: Der edle Winterapfel für Kenner

18/01/2026

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Die Goldparmäne, auch bekannt als Wintergoldparmäne oder Goldrenette, ist eine Apfelsorte von bemerkenswerter Geschichte und unverwechselbarem Geschmack. Obwohl sie in modernen Supermärkten seltener zu finden ist, erfreut sie sich bei Liebhabern und Hobbygärtnern großer Beliebtheit. Ihr einzigartiges Aroma und ihre Robustheit machen sie zu einer wertvollen Bereicherung für jeden Obstgarten. Tauchen Sie mit uns ein in die Welt dieser faszinierenden Apfelsorte und entdecken Sie, was die Goldparmäne so besonders macht.

Wie groß wird eine Goldparmäne?
WuchsWuchsmittelstark, aufrecht, gut verzweigtWuchsbreite200 - 300 cmWuchsgeschwindigkeit20 - 40 cm/JahrWuchshöhe300 - 400 cm
Inhaltsverzeichnis

Was macht die Goldparmäne so besonders?

Die Goldparmäne ist weit mehr als nur ein Apfel. Sie ist ein Stück lebendige Geschichte. Ihre Ursprünge reichen bis ins 16. Jahrhundert zurück, vermutlich in die Normandie in Frankreich, wo sie als Zufallssämling entstanden sein soll. Dies macht sie zu einer der ältesten noch existierenden Apfelsorten überhaupt. Ihr französischer Name „Reine des Reinettes“, was so viel wie „Königin der Renetten“ bedeutet, unterstreicht ihre einstige und bis heute anhaltende Wertschätzung. Im Laufe der Jahrhunderte verbreitete sich die Goldparmäne über Europa, fand ihren Weg nach England und Deutschland und wurde besonders in Baden-Württemberg heimisch. Ihre lange Tradition und die Tatsache, dass sie keine moderne Züchtung, sondern ein Naturprodukt ist, verleihen ihr einen besonderen Reiz.

Im Gegensatz zu vielen modernen Züchtungen, die auf Ertrag und Lagerfähigkeit optimiert sind, punktet die Goldparmäne mit ihrem unvergleichlichen Geschmack. Dieser ist es, der sie trotz ihrer etwas anspruchsvolleren Kulturbedingungen für viele Gartenbesitzer so attraktiv macht. Sie ist ein Beweis dafür, dass Qualität und Aroma manchmal wichtiger sind als reine Quantität.

Aussehen und Geschmack: Ein Fest für die Sinne

Die Früchte der Goldparmäne sind mittelgroß und von flachkugeliger Form mit einer breiten, ebenen Kelchfläche. Ihre Schale ist glatt und glänzend, in der Grundfarbe grünlichgelb, die sich zur Reife hin in ein warmes Orange verwandelt. Die Sonnenseite der Äpfel nimmt einen goldenen Farbton an und ist oft mit feinen, rötlichen Streifen überzogen. Diese Farbgebung verleiht ihr ein besonders attraktives Aussehen, das ihrem Namen alle Ehre macht.

Doch das wahre Geheimnis der Goldparmäne liegt im Inneren. Ihr Fruchtfleisch ist gelblich-weiß, knackig-fest und dabei herrlich saftig. Beim Hineinbeißen entfaltet sich ein komplexes Aroma, das süß-säuerliche Noten mit einer feinen, nussigen Würze verbindet. Dieser einzigartige Geschmack macht die Goldparmäne zu einem wahren Genuss, sowohl frisch vom Baum als auch verarbeitet. Schon der Duft der reifen Äpfel ist intensiv und aromatisch, ein Vorgeschmack auf das Geschmackserlebnis, das sie bieten.

Anbau und Pflege der Goldparmäne im eigenen Garten

Der Anbau der Goldparmäne erfordert etwas mehr Aufmerksamkeit als bei manch anderen Apfelsorten, belohnt den Gärtner aber mit einer reichen Ernte köstlicher Früchte. Wichtig ist die Wahl des richtigen Standorts. Als Liebhaberin warmer und heller Lagen bevorzugt die Goldparmäne sonnige Plätze, idealerweise in Weinbaugebieten oder Gunstlagen. In raueren Klimazonen mit wenig Sonne ist der Anbau weniger empfehlenswert.

Ist die Goldparmäne eine alte Apfelsorte?
Die Goldparmäne ist eine der ältesten Apfelsorten überhaupt. Sie entstand wahrscheinlich im 16. Jahrhundert in der Normandie in Frankreich als Zufallssämling. Dort wurde sie schnell zu einer geschätzten und beliebten Sorte.

Der Boden sollte humus- und nährstoffreich sowie gut durchlässig sein. Staunässe verträgt die Goldparmäne nicht. Schwere Böden können mit Sand verbessert werden, während magere Böden durch die Zugabe von Humus oder organischem Dünger aufgewertet werden sollten. Die Pflanzung als Hochstamm ist für die Goldparmäne besonders gut geeignet, da dies die Belüftung der Baumkrone fördert und das Risiko von Pilzkrankheiten reduziert. Zudem bietet ein Hochstamm Lebensraum für viele Nützlinge im Garten.

Ein regelmäßiger Schnitt ist für die Goldparmäne unerlässlich. Durch das Ausdünnen der Baumkrone wird sichergestellt, dass genügend Licht und Luft an die Früchte gelangen, was sich positiv auf deren Reife und Qualität auswirkt. Zudem beugt ein regelmäßiger Schnitt der Vergreisung des Baumes vor und fördert die Bildung von Fruchtholz.

Wie die meisten Apfelbäume benötigt auch die Goldparmäne einen Befruchter in der Nähe, um regelmäßig Früchte zu tragen. Geeignete Befruchtersorten sind beispielsweise andere alte Apfelsorten wie Boskoop oder Gravensteiner. Achten Sie darauf, dass in Ihrem Garten oder in der Nachbarschaft mindestens ein passender Befruchterbaum steht.

Die Düngung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Pflege der Goldparmäne. Im Frühjahr sollte ein organischer Langzeitdünger um die Baumscheibe herum eingearbeitet werden. Während des Sommers kann zusätzlich Kompost oder ein weiterer organischer Dünger gegeben werden, um den Baum mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen.

Ernte und Lagerung: So bleiben die Äpfel lange frisch

Die Erntezeit der Goldparmäne erstreckt sich von Mitte September bis Anfang Oktober. Der ideale Zeitpunkt zum Pflücken ist gekommen, wenn sich der Fruchtstiel leicht vom Zweig lösen lässt. Ein weiteres Zeichen der Reife ist der charakteristische Duft, den die Äpfel verströmen.

Obwohl die Goldparmäne auch frisch vom Baum genießbar ist, entfaltet sie ihr volles Aroma erst nach einer gewissen Lagerzeit. Daher wird sie auch oft als Winterapfel bezeichnet. Die Lagerung sollte an einem kühlen, dunklen und gut belüfteten Ort erfolgen, idealerweise im Keller. Die optimale Temperatur liegt bei etwa 4 °C und die Luftfeuchtigkeit bei etwa 98 Prozent. Vermeiden Sie die Lagerung im Kühlhaus, da dies zu dunklen Flecken auf der Schale führen kann.

Wie groß wird eine Goldparmäne?
WuchsWuchsmittelstark, aufrecht, gut verzweigtWuchsbreite200 - 300 cmWuchsgeschwindigkeit20 - 40 cm/JahrWuchshöhe300 - 400 cm

Für die Lagerung werden die Äpfel am besten einlagig in Kisten gelegt. Beschädigte oder angefaulte Früchte sollten aussortiert werden, um die Ausbreitung von Fäulnis zu verhindern. Unter optimalen Bedingungen können Goldparmänen bis Januar oder Februar gelagert werden. Auch wenn die Schale während der Lagerung leicht schrumpelig werden kann, beeinträchtigt dies den Geschmack der Äpfel nicht.

Verwendungsmöglichkeiten der Goldparmäne

Die Goldparmäne ist ein vielseitiger Apfel, der sowohl frisch verzehrt als auch in der Küche verwendet werden kann. Ihr ausgewogener süß-säuerlicher Geschmack und das feste Fruchtfleisch machen sie zu einem idealen Tafelapfel für den Rohgenuss. Sie ist besonders bekömmlich und gilt als allergikerfreundlich.

Darüber hinaus eignet sich die Goldparmäne hervorragend zum Backen von Kuchen und Torten. Ihr Aroma bleibt auch beim Erhitzen erhalten und verleiht Gebäck eine besondere Note. Auch für die Zubereitung von Apfelmus, Kompott, Saft oder Gelee ist sie bestens geeignet. Wer seine Äpfel länger haltbar machen möchte, kann die Goldparmäne auch zu Dörräpfeln verarbeiten. Diese sind ein gesunder und leckerer Snack für die Wintermonate.

Vor- und Nachteile der Goldparmäne auf einen Blick

Wie jede Apfelsorte hat auch die Goldparmäne ihre Vor- und Nachteile:

VorteileNachteile
Einzigartiger, nussig-würziger GeschmackAnspruchsvoller Standort (warm, sonnig)
Alte, traditionsreiche SorteAnfällig für bestimmte Krankheiten und Schädlinge (Apfelschorf, Mehltau, etc.)
Gute Lagerfähigkeit als WinterapfelErfordert regelmäßigen Schnitt und Pflege
Vielseitige Verwendung in der KücheNicht ideal für raue Klimazonen
AllergikerfreundlichNicht für den kommerziellen Anbau optimiert

Häufig gestellte Fragen zur Goldparmäne

Wie groß wird ein Goldparmäne Baum?
Ein Goldparmäne Baum erreicht eine Höhe von etwa 3 bis 4 Metern und eine Breite von bis zu 3 Metern. Dies macht ihn auch für kleinere Gärten geeignet.
Wie schmeckt die Goldparmäne?
Die Goldparmäne zeichnet sich durch einen süß-säuerlichen Geschmack mit einer feinen, nussigen Würze aus. Ihr Aroma ist komplex und sehr angenehm.
Ist die Goldparmäne eine alte Apfelsorte?
Ja, die Goldparmäne ist eine der ältesten Apfelsorten der Welt. Ihre Geschichte reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück.
Woher stammt die Goldparmäne?
Die Goldparmäne stammt vermutlich aus der Normandie in Frankreich, wo sie als Zufallssämling entstanden ist.
Wie lagert man Goldparmäne Äpfel richtig?
Goldparmäne Äpfel sollten kühl, dunkel und bei hoher Luftfeuchtigkeit gelagert werden, idealerweise im Keller bei etwa 4 °C. Lagern Sie sie einlagig in Kisten und vermeiden Sie das Kühlhaus.

Fazit: Die Goldparmäne – eine Bereicherung für jeden Garten

Die Goldparmäne ist eine Apfelsorte mit Charakter und Geschichte. Ihr unverwechselbarer Geschmack, ihre Robustheit und ihre lange Tradition machen sie zu einer wertvollen Bereicherung für jeden Garten, der Wert auf Qualität und Aroma legt. Auch wenn sie etwas mehr Aufmerksamkeit in der Pflege benötigt als moderne Züchtungen, belohnt sie den Gärtner mit einer reichen Ernte köstlicher Winteräpfel, die sowohl frisch als auch verarbeitet ein wahrer Genuss sind. Wer auf der Suche nach einer besonderen Apfelsorte mit einzigartigem Geschmackserlebnis ist, sollte die Goldparmäne unbedingt in Betracht ziehen. Sie ist ein lebendiges Zeugnis der Vielfalt und des Reichtums alter Obstsorten und ein Genuss für alle Sinne.

Für Gartenbesitzer, die eine pflegeleichtere Alternative suchen, gibt es jedoch auch andere empfehlenswerte Apfelsorten. Eine gute Option ist beispielsweise 'Krügers Dickstiel', eine ebenfalls schmackhafte Sorte, die weniger anfällig für Krankheiten und Schädlinge ist.

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