31/01/2026
Die Frage, ob man Geranien und Lavendel zusammen pflanzen kann, beschäftigt viele Gartenliebhaber. Beide Pflanzen erfreuen sich großer Beliebtheit auf Balkonen und in Gärten, doch passen sie auch als Pflanzpartner zusammen? Dieser Artikel beleuchtet die Vorzüge und potenziellen Herausforderungen einer gemeinsamen Pflanzung und gibt Ihnen wertvolle Tipps für eine erfolgreiche Kombination.

- Geranien und Lavendel: Ein harmonisches Duo?
- Vorteile der gemeinsamen Pflanzung von Geranien und Lavendel
- Worauf Sie bei der gemeinsamen Pflanzung achten sollten
- Geranien oder Pelargonien? Ein kleiner Exkurs
- Welche Geranien-Arten eignen sich für die Kombination mit Lavendel?
- Lavendel-Sorten für die Pflanzpartnerschaft mit Geranien
- Fazit: Geranien und Lavendel – Eine empfehlenswerte Kombination
- Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Geranien und Lavendel: Ein harmonisches Duo?
Grundsätzlich lässt sich die Frage, ob Geranien und Lavendel zusammen gepflanzt werden können, mit einem klaren Ja beantworten. Beide Pflanzenarten haben ähnliche Ansprüche an ihren Standort und die Pflege, was sie zu idealen Partnern im Blumenkasten oder Beet macht. Sie ergänzen sich nicht nur optisch hervorragend, sondern können sich auch gegenseitig positiv beeinflussen.
Ähnliche Standortansprüche als Grundlage für eine gelungene Partnerschaft
Sowohl Geranien als auch Lavendel lieben sonnige Standorte. Sie benötigen mindestens sechs Stunden Sonnenschein täglich, um üppig zu blühen und gesund zu wachsen. Ein halbschattiger Standort ist für beide Pflanzen weniger geeignet und kann zu einer geringeren Blütenbildung und Anfälligkeit für Krankheiten führen.
Auch hinsichtlich des Bodens haben Geranien und Lavendel ähnliche Präferenzen. Beide bevorzugen einen durchlässigen und eher trockenen Boden. Staunässe vertragen beide Pflanzen schlecht und kann Wurzelfäule verursachen. Ein gut drainierter Boden ist daher essenziell für das Gedeihen beider Arten. Lavendel bevorzugt sogar eher magere, kalkhaltige Böden, während Geranien etwas nährstoffreicher sein dürfen. Dennoch lassen sich diese Unterschiede in der Regel gut durch die Wahl des richtigen Substrats und eine angepasste Düngung ausgleichen.
Optische Harmonie und vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten
Geranien und Lavendel sind nicht nur pflegeleichte, sondern auch äußerst dekorative Pflanzen. Ihre unterschiedlichen Wuchsformen und Blütenfarben ermöglichen vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten im Garten und auf dem Balkon. Die aufrecht wachsenden Geranien bilden einen schönen Kontrast zu den filigranen, ährenförmigen Blütenständen des Lavendels.

Die Farbpalette beider Pflanzen ist breit gefächert. Geranien blühen in zahlreichen Farben von Weiß über Rosa und Rot bis hin zu Violett und Orange. Lavendel besticht vor allem durch seine typischen violetten bis blauen Blüten, aber es gibt auch Sorten in Weiß oder Rosa. Durch die Kombination verschiedener Farbvarianten können Sie reizvolle Akzente setzen und ein abwechslungsreiches Blütenmeer schaffen.
Vorteile der gemeinsamen Pflanzung von Geranien und Lavendel
Neben der optischen Harmonie bietet die gemeinsame Pflanzung von Geranien und Lavendel auch praktische Vorteile:
- Insektenschutz: Sowohl Geranien als auch Lavendel enthalten ätherische Öle, die eine abweisende Wirkung auf bestimmte Insekten haben. Insbesondere Duftgeranien und Lavendel können Mücken, Wespen und andere lästige Insekten fernhalten. Lavendel lockt zudem nützliche Insekten wie Bienen und Schwebfliegen an, die zur Bestäubung beitragen und Schädlinge bekämpfen.
- Schutz vor Schädlingen: Der intensive Duft des Lavendels kann einige Schädlinge abwehren, die sich gerne an Geranien zu schaffen machen, wie beispielsweise Blattläuse. Umgekehrt können Geranien dazu beitragen, bestimmte Schädlinge vom Lavendel fernzuhalten.
- Bodenverbesserung: Lavendel kann dazu beitragen, den Boden aufzulockern und die Drainage zu verbessern, was auch Geranien zugutekommt.
- Verlängerung der Blütezeit: Durch die Kombination von Geranien und Lavendel können Sie die Blütezeit in Ihrem Garten oder auf Ihrem Balkon verlängern. Geranien blühen in der Regel von Mai bis Oktober, während Lavendel seine Hauptblütezeit im Sommer hat. So haben Sie über einen längeren Zeitraum hinweg Freude an blühenden Pflanzen.
Worauf Sie bei der gemeinsamen Pflanzung achten sollten
Damit die gemeinsame Pflanzung von Geranien und Lavendel erfolgreich ist, sollten Sie einige Punkte beachten:
- Ausreichend Platz: Geben Sie beiden Pflanzen ausreichend Platz, um sich optimal zu entwickeln. Pflanzen Sie sie nicht zu dicht nebeneinander, damit sie sich nicht gegenseitig bedrängen.
- Richtige Pflanzgefäße: Wählen Sie ausreichend große Pflanzgefäße mit Abzugslöchern, um Staunässe zu vermeiden. Für Balkonkästen eignen sich sowohl Geranien als auch Lavendel gut.
- Geeignete Erde: Verwenden Sie eine hochwertige Blumenerde oder eine spezielle Kräutererde für Lavendel. Achten Sie auf eine gute Drainage, indem Sie beispielsweise eine Schicht Kies oder Blähton auf den Boden des Pflanzgefäßes geben.
- Bewässerung: Gießen Sie Geranien und Lavendel regelmäßig, aber mäßig. Lassen Sie die Erde zwischen den Wassergaben leicht antrocknen. Vermeiden Sie Staunässe unbedingt. Lavendel verträgt Trockenheit besser als Geranien, daher ist es ratsam, eher sparsam zu gießen.
- Düngung: Geranien haben einen höheren Nährstoffbedarf als Lavendel. Düngen Sie Geranien während der Blütezeit regelmäßig mit einem Blumendünger. Lavendel benötigt weniger Dünger und kommt in der Regel mit einer jährlichen Kompostgabe im Frühjahr aus.
- Rückschnitt: Regelmäßiges Ausputzen verwelkter Blüten fördert die Blütenbildung bei Geranien. Lavendel sollte nach der Blüte zurückgeschnitten werden, um einen kompakten Wuchs zu erhalten und die nächste Blüte anzuregen.
- Überwinterung: Geranien sind nicht winterhart und müssen frostfrei überwintert werden. Lavendel ist winterhart, aber in rauen Lagen oder im Kübel empfiehlt sich ein Winterschutz.
Geranien oder Pelargonien? Ein kleiner Exkurs
Oftmals werden die Begriffe Geranien und Pelargonien synonym verwendet, was botanisch jedoch nicht korrekt ist. Die im Handel erhältlichen Beet- und Balkonpflanzen, die wir als Geranien kennen, sind eigentlich Pelargonien. Echte Geranien, auch Storchschnabel genannt, sind eine eigene Pflanzengattung und ähneln den Pelargonien zwar im Aussehen, haben aber unterschiedliche Eigenschaften und Ansprüche.
Für die Frage der gemeinsamen Pflanzung mit Lavendel spielt diese Unterscheidung jedoch keine große Rolle, da die Pflegeansprüche von Pelargonien und Lavendel sehr ähnlich sind.
Welche Geranien-Arten eignen sich für die Kombination mit Lavendel?
Grundsätzlich eignen sich alle Arten von Pelargonien für die Kombination mit Lavendel. Besonders beliebt sind:
- Hängegeranien (Pelargonium peltatum): Mit ihren langen, herabhängenden Trieben sind sie ideal für Balkonkästen und Hängeampeln. Sie bilden einen schönen Kontrast zum aufrechten Wuchs des Lavendels.
- Stehende Geranien (Pelargonium zonale): Sie wachsen aufrecht und buschig und sind sehr blühfreudig. Ihre Blütenvielfalt ist enorm und bietet viele Gestaltungsmöglichkeiten in Kombination mit Lavendel.
- Duftgeranien (Pelargonium graveolens und andere): Sie verströmen einen angenehmen Duft und wirken zusätzlich insektenabweisend. Ihre Blätter und Blüten sind sogar essbar und können in der Küche verwendet werden.
Lavendel-Sorten für die Pflanzpartnerschaft mit Geranien
Auch bei Lavendel gibt es verschiedene Sorten, die sich gut für die gemeinsame Pflanzung mit Geranien eignen. Beliebte Sorten sind:
- Echter Lavendel (Lavandula angustifolia): Er ist winterhart und duftet intensiv. Es gibt verschiedene Sorten mit unterschiedlichen Blütenfarben und Wuchshöhen.
- Schopflavendel (Lavandula stoechas): Er blüht früher als der Echte Lavendel und hat auffällige, schopfartige Blütenstände. Er ist etwas weniger winterhart und bevorzugt einen besonders sonnigen und warmen Standort.
- Lavandin (Lavandula x intermedia): Er ist eine Kreuzung aus Echtem Lavendel und Speiklavendel und wächst sehr kräftig. Er duftet ebenfalls intensiv und ist gut winterhart.
Fazit: Geranien und Lavendel – Eine empfehlenswerte Kombination
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Geranien und Lavendel eine wunderbare Pflanzpartnerschaft eingehen. Sie harmonieren optisch, haben ähnliche Ansprüche an Standort und Pflege und können sich gegenseitig positiv beeinflussen. Mit den richtigen Pflegetipps steht einer erfolgreichen und blütenreichen Kombination im Garten oder auf dem Balkon nichts im Wege.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
- Kann ich Geranien und Lavendel im gleichen Topf pflanzen?
- Ja, das ist möglich. Achten Sie jedoch auf einen ausreichend großen Topf und eine gute Drainage, um Staunässe zu vermeiden.
- Welche Erde eignet sich am besten für Geranien und Lavendel?
- Eine hochwertige Blumenerde oder Kräutererde ist geeignet. Mischen Sie etwas Sand oder Kies unter, um die Durchlässigkeit zu verbessern.
- Wie oft muss ich Geranien und Lavendel gießen?
- Gießen Sie regelmäßig, aber mäßig. Lassen Sie die Erde zwischen den Wassergaben leicht antrocknen. Vermeiden Sie Staunässe.
- Müssen Geranien und Lavendel gedüngt werden?
- Geranien benötigen während der Blütezeit regelmäßige Düngergaben. Lavendel kommt mit weniger Dünger aus und benötigt in der Regel nur eine jährliche Kompostgabe.
- Sind Geranien und Lavendel winterhart?
- Geranien sind nicht winterhart und müssen frostfrei überwintert werden. Lavendel ist winterhart, benötigt aber in rauen Lagen oder im Kübel möglicherweise einen Winterschutz.
