02/02/2025
Die Kokardenblume, auch bekannt als Gaillardia, ist eine unermüdliche und farbenprächtige Bereicherung für jeden Garten. Mit ihren strahlenden Blüten, die an kleine Kokarden erinnern, bringt sie von Sommer bis Herbst lebendige Farbtupfer in Beete, Rabatten und Kübel. Diese pflegeleichte Staude ist nicht nur ein Blickfang, sondern auch eine wertvolle Nahrungsquelle für Bienen und andere nützliche Insekten. In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie alles Wichtige rund um das Pflanzen und Pflegen der Kokardenblume, damit auch Ihr Garten in voller Blütenpracht erstrahlen kann.

Was ist die Kokardenblume?
Die Kokardenblume gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und stammt ursprünglich aus den Prärien Nord- und Südamerikas. Es gibt etwa 30 verschiedene Arten, darunter einjährige, zweijährige und mehrjährige Sorten. Besonders beliebt sind die großblumigen Sorten der Gaillardia grandiflora, die sich durch ihre üppigen Blüten und leuchtenden Farben auszeichnen. Die Farbpalette reicht von leuchtendem Gelb über Orange und Rot bis hin zu tiefen Burgundertönen. Viele Sorten bieten auch zweifarbige Blüten mit gelben Spitzen oder Rändern. Die Blütezeit der Kokardenblume erstreckt sich in der Regel von Juni bis zum ersten Frost, was sie zu einer wahren Dauerblüherin macht. Ihre Wuchshöhe variiert je nach Sorte zwischen 30 und 70 cm, wobei sie buschig wächst und eine Blattrosette direkt über dem Boden bildet.
Der richtige Standort und Boden
Die Kokardenblume liebt die Sonne! Ein sonniger Standort ist entscheidend für eine üppige Blütenpracht und ein gesundes Wachstum. Je mehr Sonne die Pflanze bekommt, desto reicher wird sie blühen. Auch an den Boden stellt die Kokardenblume keine allzu hohen Ansprüche, bevorzugt aber einen nährstoffreichen und gut durchlässigen Boden. Staunässe verträgt sie hingegen nicht gut, da dies zu Wurzelfäule führen kann. Schwere, lehmige Böden sollten daher vor dem Pflanzen mit etwas Kies oder Sand aufgelockert werden, um die Drainage zu verbessern. Ein leicht sandiger bis lehmig-sandiger Boden ist ideal für die Kokardenblume. Auch in Steingärten fühlt sie sich wohl, da diese Standorte oft von Natur aus gut drainiert sind.
Kokardenblume pflanzen
Die beste Zeit, um Kokardenblumen zu pflanzen oder umzupflanzen, ist das Frühjahr, idealerweise von März bis Mai. So haben die Pflanzen ausreichend Zeit, bis zum Sommeranfang kräftige Wurzeln zu bilden und sich zu etablieren. Gehen Sie beim Pflanzen wie folgt vor:
- Bodenvorbereitung: Lockern Sie den Boden am gewählten Standort gründlich auf und entfernen Sie Unkraut und Steine. Bei Bedarf können Sie den Boden mit etwas Kompost oder Hornspänen anreichern, um die Nährstoffversorgung zu verbessern. Bei schweren Böden arbeiten Sie zusätzlich Kies oder Sand ein.
- Pflanzlöcher ausheben: Graben Sie Pflanzlöcher, die etwas größer sind als die Wurzelballen der Kokardenblumen.
- Pflanzen einsetzen: Setzen Sie die Kokardenblumen vorsichtig in die Pflanzlöcher. Achten Sie darauf, dass die Oberkante des Wurzelballens mit der Erdoberfläche abschließt oder minimal darunter liegt. Pflanzen Sie die Kokardenblumen nicht tiefer, als sie zuvor im Topf standen.
- Pflanzabstand beachten: Für eine optimale Entwicklung und um Krankheiten vorzubeugen, ist ein Pflanzabstand von 30 bis 40 cm empfehlenswert. So haben die Pflanzen genügend Platz, um sich auszubreiten und ihre volle Schönheit zu entfalten.
- Pflanzlöcher auffüllen und angießen: Füllen Sie die Pflanzlöcher mit frischer, lockerer Qualitäts-Blumenerde auf. Drücken Sie die Erde leicht an und gießen Sie die Pflanzen anschließend kräftig an. Dies hilft den Wurzeln, sich schnell mit dem Boden zu verbinden.
Tipp: Verwenden Sie beim Pflanzen von Kokardenblumen hochwertige Blumenerde. Diese ist in der Regel optimal auf die Bedürfnisse von blühenden Pflanzen abgestimmt und sorgt für ein gesundes Wachstum und eine reiche Blüte.
Kokardenblume pflegen
Die Kokardenblume ist eine relativ pflegeleichte Staude, die jedoch mit der richtigen Pflege noch üppiger blüht und längerlebig ist.
Gießen
Halten Sie die Kokardenblumen gleichmäßig feucht, besonders während der Blütezeit und an heißen Sommertagen. Gießen Sie am besten in den Morgenstunden, damit die Blätter bis zum Abend abtrocknen können und Pilzkrankheiten vorgebeugt wird. Vermeiden Sie jedoch Staunässe unbedingt, da dies zu Wurzelfäule führen kann. Passen Sie die Gießmenge an die Witterungsbedingungen und den Standort an. Eine Mulchschicht aus Rindenmulch oder Kies kann helfen, die Feuchtigkeit im Boden zu halten und das Unkrautwachstum zu reduzieren.
Düngen
Für eine üppige Blütenpracht benötigt die Kokardenblume ausreichend Nährstoffe. Im Frühjahr, zu Beginn der Wachstumsperiode, sollten Sie die Pflanzen mit einem Langzeitdünger versorgen. Alternativ können Sie während der Blütezeit alle zwei Wochen einen organisch-mineralischen Flüssigdünger dem Gießwasser beigeben. Achten Sie dabei auf die Dosierungsanleitung des Herstellers. Eine Überdüngung sollte vermieden werden.
Verblühtes entfernen
Das regelmäßige Entfernen von Verblühtem fördert die Bildung neuer Blütenknospen und verlängert die Blütezeit der Kokardenblume. Schneiden Sie verwelkte Blütenstände einfach direkt unterhalb des Blütenkopfes ab. So wird die Pflanze angeregt, ihre Energie in die Produktion neuer Blüten zu investieren.
Rückschnitt im Herbst
Im September, nach der Hauptblütezeit, sollten Sie die Kokardenblumen kurz über dem Boden abschneiden. Dieser Rückschnitt regt die Bildung neuer Grundtriebe und -knospen an und trägt so zur Verlängerung der Lebensdauer der Staude bei. Die abgeschnittenen Pflanzenteile können kompostiert werden, sofern sie nicht von Krankheiten befallen sind.
Kokardenblume vermehren
Kokardenblumen lassen sich auf zwei Arten vermehren: durch Teilung und durch Aussaat.
Teilung
Die Teilung ist eine einfache und effektive Methode, um Kokardenblumen zu vermehren. Der beste Zeitpunkt für die Teilung ist das Frühjahr, idealerweise im März oder April, wenn die Pflanzen gerade mit dem Austrieb beginnen. Graben Sie die Kokardenblume vorsichtig aus und teilen Sie den Wurzelballen mit einem scharfen Spaten oder Messer in mehrere Stücke. Jedes Teilstück sollte über ausreichend Wurzeln und Triebknospen verfügen. Pflanzen Sie die Teilstücke anschließend an den gewünschten Stellen im Garten ein. Die Teilung verjüngt die Pflanzen und fördert ihre Blühfreudigkeit.
Aussaat
Die Vermehrung durch Aussaat ist ebenfalls möglich, erfordert aber etwas mehr Geduld. Die Samen können im Frühjahr (März bis Mai) direkt ins Freiland oder in Saatschalen vorgezogen werden. Für die Direktsaat bereiten Sie den Boden wie beim Pflanzen vor und säen die Samen dünn aus. Bedecken Sie die Samen nur leicht mit Erde und halten Sie den Boden feucht. Bei der Vorkultur in Saatschalen säen Sie die Samen in Anzuchterde aus und stellen die Saatschalen an einen hellen und warmen Ort. Die Keimdauer beträgt in der Regel 1 bis 2 Wochen. Sobald die Sämlinge groß genug sind, können sie pikiert und später ins Freiland ausgepflanzt werden. Beachten Sie, dass durch Aussaat vermehrte Kokardenblumen möglicherweise nicht sortenecht sind und in Farbe und Blüteform von der Mutterpflanze abweichen können.

Kokardenblume im Garten verwenden
Die Kokardenblume ist ein vielseitiger Gartenbewohner, der in verschiedenen Gartenbereichen und -stilen eine gute Figur macht.
Beete und Rabatten
In Staudenbeeten und Rabatten sorgt die Kokardenblume für leuchtende Farbakzente. Setzen Sie sie in Gruppen von vier bis fünf Pflanzen, um ihre volle Schönheit zu entfalten. Kombinieren Sie sie mit anderen sonnenliebenden Stauden wie Salbei (Salvia), Sonnenhut (Echinacea) oder Großblumigem Mädchenauge (Coreopsis grandiflora), um ein harmonisches Gesamtbild zu schaffen. Die Kokardenblume eignet sich auch hervorragend für Wildblumengärten und naturnahe Pflanzungen, da sie Bienen und andere Insekten anzieht.
Steingärten und Kübel
Niedrig wachsende Sorten der Kokardenblume sind ideal für Steingärten und Terrassenbeete. Auch in Kübeln und Balkonkästen gedeihen sie gut, sofern diese ausreichend groß sind und über eine gute Drainage verfügen. So können Sie die farbenfrohe Blütenpracht auch auf Balkonen und Terrassen genießen.
Schnittblumen
Höher wachsende Sorten der Kokardenblume, wie beispielsweise die rotgelbe ‚Fackelschein’ oder die orange ‚Tokajer’, eignen sich hervorragend als Schnittblumen für die Vase. Ihre Blütenstiele halten sich in der Vase 10 bis 14 Tage und bringen sommerliche Frische in Ihr Zuhause. Schneiden Sie die Blüten am besten am frühen Morgen, wenn sie gerade aufgeblüht sind.
Bienenweide
Die Kokardenblume ist eine wertvolle Pollenquelle für Bienen und Hummeln und zieht diese magisch an. Wenn Sie einen bienenfreundlichen Garten gestalten möchten, sollte die Kokardenblume auf keinen Fall fehlen. Sie trägt nicht nur zur Artenvielfalt bei, sondern sorgt auch für eine lebendige Atmosphäre im Garten.
Fragen und Antworten zur Kokardenblume
Wann pflanzt man Kokardenblume um?
Der beste Zeitpunkt, um Kokardenblumen umzupflanzen, ist das Frühjahr, idealerweise von März bis Mai. Zu dieser Zeit beginnen die Pflanzen neu auszutreiben und können sich an ihrem neuen Standort gut etablieren.
Wie vermehrt man Kokardenblume?
Kokardenblumen können durch Teilung oder durch Aussaat vermehrt werden. Die Teilung erfolgt am besten im Frühjahr, während die Aussaat im Frühjahr oder Sommer möglich ist.
Welche Pflanzen passen gut zu Kokardenblumen?
Gute Pflanzpartner für Kokardenblumen sind unter anderem Salbei (Salvia), Sonnenhut (Echinacea), Großblumiges Mädchenauge (Coreopsis grandiflora) und andere sonnenliebende Stauden.
Wie lange blüht die Kokardenblume?
Die Blütezeit der Kokardenblume erstreckt sich in der Regel von Juni bis zum ersten Frost, was sie zu einer besonders langanhaltenden Blühpflanze macht.
Fazit
Die Kokardenblume ist eine unkomplizierte und attraktive Staude, die mit ihren leuchtenden Blüten jeden Garten bereichert. Mit der richtigen Pflege und dem passenden Standort wird sie Ihnen über viele Jahre hinweg Freude bereiten und Ihren Garten in ein farbenfrohes Blütenmeer verwandeln. Ob im Beet, im Steingarten oder im Kübel – die Kokardenblume ist ein echter Allrounder und eine Bereicherung für jeden Gartenliebhaber.
