Wie giftig ist das Tränende Herz?

Tränendes Herz: Winterhart & Pflegeleicht

09/08/2024

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Das Tränende Herz (Lamprocapnos spectabilis), auch bekannt unter Namen wie Flammendes Herz oder Herzerlstock, ist eine beliebte und bezaubernde Staude, die mit ihren herzförmigen Blüten jeden Garten bereichert. Ihre romantische Ausstrahlung und die relativ einfache Pflege machen sie zu einem Favoriten vieler Gartenliebhaber. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wissenswerte rund um das Tränende Herz, von der Winterhärte über die richtige Pflege bis hin zur Vermehrung.

Wie pflege ich eine Herzblume?
Herzblumen wachsen am optimalen Standort ohne große Pflege und erfreuen Jahr für Jahr mit bezaubernden Blütenrispen. Wichtig ist, dass der Boden nie austrocknet, die Staude keinen Konkurrenzdruck von anderen Pflanzen erfährt und Sie nach der Blüte das Laub schonen.
Inhaltsverzeichnis

Was ist das Tränende Herz?

Das Tränende Herz ist eine winterharte Staude, die ihren Namen den einzigartigen, herzförmigen Blüten verdankt. Diese hängen an bogigen Trieben und ähneln kleinen, herabfallenden Herzen. Die Blüten präsentieren sich klassischerweise in Rosa- und Weißtönen, wobei es auch reinweiße Züchtungen gibt. Ursprünglich stammt das Tränende Herz aus Asien und hat sich in europäischen Gärten als attraktive und pflegeleichte Zierpflanze etabliert. Je nach Sorte erreicht diese Staude eine Höhe und Breite von etwa 60 bis 80 Zentimetern, was sie zu einer idealen Besetzung für Staudenbeete und halbschattige Gartenbereiche macht.

Ist das Tränende Herz winterhart?

Ja, das Tränende Herz ist ausgesprochen winterhart. In unseren Breitengraden übersteht es die kalte Jahreszeit problemlos im Freien und benötigt keinen speziellen Winterschutz. Dies ist einer der großen Vorteile dieser Staude, da sie im Frühjahr zuverlässig wieder austreibt und mit ihrer Blütenpracht erfreut. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass das Tränende Herz, obwohl winterhart, empfindlich auf Winternässe reagieren kann. Staunässe im Winter sollte unbedingt vermieden werden, da sie zu Wurzelfäule führen kann. Ein gut durchlässiger Boden ist daher auch im Winter von Vorteil. Sollten Sie in einer Region mit sehr strengen Wintern und gleichzeitig sehr feuchten Böden leben, kann eine leichte Abdeckung mit Reisig oder Laub in besonders kalten Phasen zusätzlichen Schutz bieten, ist aber in der Regel nicht notwendig.

Der optimale Standort für das Tränende Herz

Das Tränende Herz bevorzugt einen Standort im lichten Halbschatten. Ein Platz unter Bäumen oder am Rand von Gehölzen ist ideal, da hier die Staude vor der prallen Mittagssonne geschützt ist. Direkte, intensive Sonneneinstrahlung kann zu Verbrennungen der Blätter führen und die Blütezeit verkürzen. Ein Schattengarten ist ebenfalls ein geeigneter Standort, solange es nicht zu dunkel ist. Zu viel Schatten kann dazu führen, dass die Blütenbildung nachlässt. Der Boden sollte nährstoffreich, humos und gut durchlässig sein. Schwere, lehmige Böden sollten vor dem Pflanzen mit Kompost und Sand verbessert werden, um die Drainage zu gewährleisten und Staunässe zu vermeiden. Das Tränende Herz mag es gerne gleichmäßig feucht, aber nicht nass. Der Boden sollte also nie vollständig austrocknen, aber auch nicht dauerhaft unter Wasser stehen.

Pflanzung des Tränenden Herzens

Die beste Pflanzzeit für das Tränende Herz ist das Frühjahr oder der Herbst. Im Frühjahr gepflanzt, hat die Staude ausreichend Zeit, sich bis zum Winter zu etablieren. Bei einer Herbstpflanzung sollte darauf geachtet werden, dass die Pflanze vor dem ersten Frost noch gut anwurzeln kann. Graben Sie ein Pflanzloch, das etwa doppelt so groß ist wie der Wurzelballen. Lockern Sie den Boden im Pflanzloch gut auf und mischen Sie Kompost unter die Erde, um den Nährstoffgehalt zu erhöhen. Setzen Sie das Tränende Herz so tief ein, wie es zuvor im Topf stand. Füllen Sie das Pflanzloch mit Erde auf und drücken Sie diese leicht an. Gießen Sie die Pflanze nach dem Einpflanzen gründlich an. Da sich das Tränende Herz nach der Blütezeit gerne ins Erdreich zurückzieht, ist es ratsam, Begleitpflanzen in der Nähe zu setzen, die im Sommer und Herbst blühen. So vermeiden Sie unschöne Lücken im Beet. Geeignete Begleitpflanzen sind beispielsweise Funkien (Hosta), Astilben oder Herbstanemonen.

Pflege des Tränenden Herzens

Am optimalen Standort ist das Tränende Herz eine pflegeleichte Staude. Dennoch gibt es einige wichtige Punkte, die Sie beachten sollten, um eine üppige Blüte und gesundes Wachstum zu fördern:

Gießen

Das Tränende Herz benötigt eine gleichmäßige Wasserversorgung. In längeren Trockenperioden sollte regelmäßig gegossen werden, damit der Boden nicht austrocknet. Besonders wichtig ist dies während der Blütezeit und im Frühjahr, wenn die Pflanze austreibt. Vermeiden Sie jedoch Staunässe, da diese zu Wurzelfäule führen kann. Gießen Sie am besten morgens oder abends und direkt an die Wurzeln, um die Blätter trocken zu halten und Pilzkrankheiten vorzubeugen.

Ist das Tränende Herz winterhart?
Das Tränende Herz ist winterhart, zieht sich jedoch nach der Blütezeit im Frühsommer zurück und kann im Spätsommer oder Herbst erneut austreiben. Es ist wichtig, den Standort während seiner Ruhephase nicht zu stören und Staunässe zu vermeiden, um die Gesundheit der Pflanze zu gewährleisten.

Düngung

Eine regelmäßige Düngung ist beim Tränenden Herz nicht zwingend erforderlich. Es genügt in der Regel, alle zwei bis drei Jahre etwas Kompost in die Erde einzuarbeiten. Kompost versorgt die Pflanze mit wichtigen Nährstoffen und verbessert gleichzeitig die Bodenstruktur. Bei Bedarf kann im Frühjahr zusätzlich ein organischer Dünger gegeben werden. Verzichten Sie auf Mineraldünger, da diese zu einer Überdüngung führen und die Pflanze anfälliger für Krankheiten machen können.

Rückschnitt

Welke Blüten sollten regelmäßig ausgeputzt werden, um die Bildung neuer Blüten zu fördern und die Pflanze vital zu halten. Mit etwas Glück kann es so im August sogar zu einer zweiten Blüte kommen. Schneiden Sie die Blütenstände direkt unterhalb der verblühten Blüten ab. Wichtig ist, dass Sie die Stängel und Blätter nach der Blüte nicht abschneiden. Das Tränende Herz zieht sich nach der Blütezeit in den Boden zurück und speichert Nährstoffe in seinen Speicherorganen. Die Blätter und Stängel sind dabei wichtig für die Photosynthese und die Nährstoffspeicherung. Erst wenn das Laub vollständig vertrocknet ist, kann es entfernt werden. Dies ist meist im Spätsommer oder Herbst der Fall.

Krankheiten und Schädlinge

Das Tränende Herz ist relativ robust gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Bei ungünstigen Bedingungen, wie Staunässe oder zu feuchter Witterung, kann es jedoch zu Pilzkrankheiten kommen. Achten Sie daher auf einen guten Standort und vermeiden Sie Staunässe. Gelegentlich können Schnecken an den Blättern fressen. In diesem Fall können Schneckenkorn oder natürliche Schneckenabwehrmittel eingesetzt werden.

Blütezeit und Sorten des Tränenden Herzens

Die Blütezeit des Tränenden Herzens erstreckt sich von etwa Ende April bis Juni. In dieser Zeit erfreut die Staude mit ihren charakteristischen, herzförmigen Blüten. Die klassischen Sorten zeigen Blüten in Rosa oder Pink mit weißen Akzenten. Es gibt aber auch reinweiße Sorten, die ebenfalls sehr beliebt sind. Zu den bekannten Sorten gehören beispielsweise:

  • 'Alba' (reinweiß blühend)
  • 'Spectabilis' (klassisch rosa-weiß)
  • 'Gold Heart' (gelbes Laub, rosa-weiße Blüten)
  • 'Valentine' (tiefrote Blüten)

Die Wahl der Sorte hängt vom persönlichen Geschmack und den Gegebenheiten des Gartens ab. Die unterschiedlichen Sorten variieren nicht nur in der Blütenfarbe, sondern auch in der Laubfarbe und der Wuchshöhe. Informieren Sie sich vor dem Kauf über die spezifischen Eigenschaften der jeweiligen Sorte, um die passende Pflanze für Ihren Garten zu finden.

Vermehrung des Tränenden Herzens

Das Tränende Herz lässt sich auf verschiedene Arten vermehren:

Selbstaussaat

Wenn Sie verblühte Blüten stehen lassen, kann sich das Tränende Herz durch Selbstaussaat vermehren. Die Samen reifen im Spätsommer und fallen dann zu Boden. Im Frühjahr keimen die Samen und es entstehen neue Pflanzen. Diese Methode ist einfach und natürlich, kann aber etwas Zeit in Anspruch nehmen, bis die neuen Pflanzen blühfähig sind.

Wie lange dauert es, bis Tränende Herzen blühen?
Im Gegensatz zu seiner Verwandten Dicentra cuccularia ist Dicentra eximia, allgemein bekannt als wildes Tränendes Herz, eine unserer am längsten blühenden und anpassungsfähigsten Frühlingsblumen. Die Blüten erscheinen Mitte bis Ende April und bleiben bis August und September an der Pflanze haften.

Aussaat

Alternativ können Sie die trockenen Samen einsammeln und im Herbst im Beet aussäen. Die Samen benötigen eine Kälteperiode, um zu keimen, daher ist die Herbstaussaat ideal. Säen Sie die Samen etwa 1-2 cm tief in die Erde und halten Sie den Boden feucht. Im Frühjahr sollten die Samen keimen.

Stecklinge

Eine besonders einfache Methode zur Vermehrung ist die Stecklingsvermehrung. Schneiden Sie dafür im Frühjahr einen Trieb der Pflanze ab und stellen Sie ihn in ein mit Wasser gefülltes Glas. Achten Sie darauf, dass der Steckling mindestens ein paar Blätter hat. Innerhalb weniger Wochen sollten sich neue Wurzeln bilden. Sobald die Wurzeln ausreichend entwickelt sind, kann der Steckling in einen Topf mit Erde gepflanzt werden.

Teilung

Die Teilung ist beim Tränenden Herz weniger empfehlenswert als bei anderen Stauden. Das Tränende Herz wächst am liebsten ungestört am selben Standort und reagiert empfindlich auf Störungen der Wurzeln. Wenn eine Teilung dennoch notwendig sein sollte, beispielsweise um eine zu groß gewordene Pflanze zu verkleinern, sollte dies erst nach einigen Jahren erfolgen. Graben Sie die Pflanze vorsichtig aus und teilen Sie den Wurzelballen mit einem scharfen Messer oder Spaten. Achten Sie darauf, dass jede Teilpflanze noch ausreichend Wurzeln und Triebe besitzt. Pflanzen Sie die Teilpflanzen an den gewünschten Standorten wieder ein und gießen Sie sie gut an.

Giftigkeit des Tränenden Herzens

Alle Teile des Tränenden Herzens, insbesondere die Wurzeln, sind giftig. Die Pflanze enthält Alkaloide, die bei Verzehr zu Vergiftungserscheinungen führen können. Symptome einer Vergiftung können Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Hautreizungen sein. Kinder und Haustiere sollten daher von der Pflanze ferngehalten werden. Bei der Gartenarbeit im Umgang mit dem Tränenden Herz ist es ratsam, Handschuhe zu tragen, da der austretende Pflanzensaft Hautreizungen verursachen kann. Sollte es dennoch zu Hautkontakt kommen, waschen Sie die betroffene Stelle gründlich mit Wasser und Seife ab. Bei versehentlichem Verzehr von Pflanzenteilen sollte ein Arzt konsultiert werden.

Fazit

Das Tränende Herz ist eine wunderschöne und pflegeleichte Staude, die mit ihren einzigartigen Blüten jeden Garten bereichert. Ihre Winterhärte und die relativ einfache Pflege machen sie zu einer idealen Wahl für Gartenanfänger und erfahrene Gärtner gleichermaßen. Mit den richtigen Standortbedingungen und etwas Aufmerksamkeit wird das Tränende Herz Ihnen viele Jahre lang Freude bereiten. Achten Sie auf einen halbschattigen Standort, einen nährstoffreichen und gut durchlässigen Boden sowie eine gleichmäßige Wasserversorgung. Und denken Sie daran, bei der Gartenarbeit Handschuhe zu tragen, um Hautirritationen zu vermeiden. Mit diesen Tipps können Sie die volle Pracht des Tränenden Herzens in Ihrem Garten genießen!

FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Tränenden Herz

FrageAntwort
Ist das Tränende Herz winterhart?Ja, das Tränende Herz ist sehr winterhart und benötigt keinen speziellen Winterschutz.
Welchen Standort bevorzugt das Tränende Herz?Einen Standort im lichten Halbschatten oder Schatten. Direkte Mittagssonne sollte vermieden werden.
Wann blüht das Tränende Herz?Die Blütezeit ist von etwa Ende April bis Juni.
Wie oft muss ich das Tränende Herz gießen?Regelmäßig gießen, besonders in Trockenperioden, aber Staunässe vermeiden.
Muss ich das Tränende Herz düngen?Eine Düngung ist nicht zwingend erforderlich. Kompost alle 2-3 Jahre ist ausreichend.
Ist das Tränende Herz giftig?Ja, alle Teile des Tränenden Herzens sind giftig, insbesondere die Wurzeln.
Wie vermehre ich das Tränende Herz?Durch Selbstaussaat, Aussaat, Stecklinge oder Teilung (Teilung weniger empfehlenswert).
Muss ich das Tränende Herz schneiden?Welke Blüten ausputzen, aber Stängel und Blätter erst nach dem vollständigen Vertrocknen entfernen.

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