Bambus-Lookalikes: Zimmer- & Heiliger Bambus im Detail

04/10/2022

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Wer an Bambus denkt, hat oft hohe, schlanke Halme und ein exotisches Flair vor Augen. Doch nicht alles, was wie Bambus aussieht, ist auch Bambus. Tatsächlich gibt es einige Pflanzen, die dem Bambus ähneln, aber botanisch gesehen ganz andere Wege gehen. In diesem Artikel werfen wir einen genaueren Blick auf zwei beliebte Beispiele: den Zimmerbambus und den Heiligen Bambus. Beide erfreuen sich großer Beliebtheit und werden oft als Alternative zum echten Bambus verwendet, doch was unterscheidet sie eigentlich und was macht sie so besonders?

Inhaltsverzeichnis

Zimmerbambus (Pogonatherum paniceum): Bambus-Optik für Innenräume

Der Name „Zimmerbambus“ kann leicht in die Irre führen. Obwohl er im Aussehen tatsächlich an zarten Bambus erinnert, ist der Pogonatherum paniceum, so sein botanischer Name, kein echter Bambus. Er gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist somit nicht einmal entfernt mit den verschiedenen Bambusarten verwandt. Seinen irreführenden Namen verdankt er lediglich seiner optischen Ähnlichkeit mit Bambus, insbesondere seinen feinen, grasartigen Halmen. Diese Ähnlichkeit hat dazu geführt, dass sich der Name „Zimmerbambus“ im deutschen Sprachraum etabliert hat.

Welche Pflanze ähnelt Bambus?
Wuchs. Wie gesagt, erinnert der Zimmerbambus in seinem Wuchs an Bambus. Seine aufrechten Halme werden zwischen 30 und 50 Zentimeter hoch. Nach oben hin verzweigen sie sich immer stärker, sodass sie der Pflanze ein buschiges Aussehen verleihen.

Ursprünglich stammt der Zimmerbambus aus den warmen Regionen Asiens, genauer gesagt aus Indien, Burma, Sri Lanka und China. In seiner natürlichen Umgebung wächst er bevorzugt in feuchten, schattigen Gebieten. Als Zimmerpflanze hat er sich jedoch weltweit verbreitet und erfreut sich großer Beliebtheit. Gerade in Wohnräumen, die ein fernöstliches Ambiente erhalten sollen, ist der Zimmerbambus eine gern gesehene Pflanze. Er bringt einen Hauch von Exotik und natürlicher Frische in jeden Raum.

Zimmerbambus und Katzengras: Eine Verwechslungsgefahr

Ein wichtiger Hinweis für Tierliebhaber: Im Handel wird der Zimmerbambus häufig auch unter der Bezeichnung „Katzengras“ angeboten. Hier ist Vorsicht geboten, denn der „echte“ Katzengras ist eine andere Pflanze, nämlich Cyperus zumula, die zur Familie der Riedgrasgewächse gehört. Obwohl beide Pflanzen ungiftig für Katzen sind und gerne angenagt werden, ist es wichtig, den Unterschied zu kennen, besonders wenn man gezielt Katzengras für seine Samtpfote kaufen möchte. Achten Sie daher beim Kauf von „Katzengras“ genau auf die botanische Bezeichnung, um sicherzustellen, dass Sie die gewünschte Pflanze erhalten.

Welche Pflanzgefäßgröße für einen 1,80 m großen Kunstbaum?
Sie können Pflanzgefäße mit einer Höhe von 90 cm oder 120 cm verwenden. Die Höhe bestimmen Sie anhand der Gesamthöhe Ihres Baumes. Nach der obigen Anleitung eignet sich eine 1,80 m hohe Kunstpflanze am besten für einen Pflanzkübel mit einem Durchmesser von 38 bis 40 cm .

Heiliger Bambus (Nandina domestica): Ein Strauch mit Bambus-Charme

Auch der Heilige Bambus, botanisch Nandina domestica, trägt den Bambus im Namen, ist aber ebenfalls kein echter Bambus. Dieser Strauch stammt ursprünglich aus Asien, genauer gesagt aus Japan, China und Indien. In seiner Heimat findet man ihn häufig an Flussufern und Straßenrändern. Der Name „Heiliger Bambus“ oder auch „Himmelsbambus“ rührt von seiner traditionellen Verwendung in asiatischen Tempelgärten her. Dort wurde er aufgrund seiner Schönheit und symbolischen Bedeutung gerne gepflanzt.

Wie der Zimmerbambus verdankt auch der Heilige Bambus seinen Namen der Ähnlichkeit mit dem echten Bambus. Es sind vor allem die Blätter und deren Anordnung, die an Bambus erinnern. Botanisch gesehen gehört der Heilige Bambus jedoch zur Familie der Berberitzengewächse (Berberidaceae) und zur Gattung Nandina, deren einziger Vertreter er ist. Man spricht hier von einer monotypischen Gattung. Trotz der fehlenden Verwandtschaft zum Bambus erfreut sich der Heilige Bambus großer Beliebtheit als Zierstrauch in Gärten und Parks. Er ist winterhart und bietet mit seinem farbwechselnden Laub und den roten Beeren im Herbst und Winter einen attraktiven Blickfang.

Welche Nachteile hat Bambus als Sichtschutz?
Echte Nachteile hat Bambus als Sichtschutz im Grunde nicht. Problematisch ist höchstes der Durst der Pflanze im Sommer. Die feinen Blätter brauchen viel Wasser. Im Winter reagieren sie empfindlich auf Wind.3. Feb. 2022

Vergleich: Zimmerbambus vs. Heiliger Bambus

Um die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Zimmerbambus und Heiligem Bambus besser zu verstehen, hier eine vergleichende Übersicht:

MerkmalZimmerbambus (Pogonatherum paniceum)Heiliger Bambus (Nandina domestica)
Botanische FamilieSüßgräser (Poaceae)Berberitzengewächse (Berberidaceae)
WuchsformGrasartige Pflanze mit zarten HalmenStrauch
VerwendungZimmerpflanze, „Katzengras“-AlternativeZierstrauch für Gärten und Parks
WinterhärteNicht winterhartWinterhart
BlätterFeine, grasartige BlätterFiederartige Blätter, die sich im Herbst rot färben
BesonderheitenOft als „Katzengras“ verkauft, aber nicht das „echte“ KatzengrasTrägt rote Beeren im Herbst/Winter, monotypische Gattung
HerkunftIndien, Burma, Sri Lanka, ChinaJapan, China, Indien

Fazit: Bambus-Flair ohne Bambus

Sowohl der Zimmerbambus als auch der Heilige Bambus sind hervorragende Beispiele dafür, wie Pflanzen uns mit ihrem Aussehen täuschen können. Obwohl sie beide den Namen „Bambus“ tragen und optisch an echten Bambus erinnern, sind sie botanisch gesehen völlig unterschiedliche Pflanzen. Der Zimmerbambus ist ein Süßgras, das sich ideal als pflegeleichte Zimmerpflanze eignet und ein exotisches Flair in Innenräume bringt. Der Heilige Bambus hingegen ist ein winterharter Strauch, der mit seinem attraktiven Laub und den roten Beeren im Garten oder Park begeistert.

Wenn Sie also auf der Suche nach dem Bambus-Look sind, aber vielleicht keinen echten Bambus pflanzen möchten oder können, sind Zimmerbambus und Heiliger Bambus eine ausgezeichnete Wahl. Sie bieten die gewünschte Optik, sind in der Regel pflegeleicht und bringen auf ihre eigene Weise einen Hauch von fernöstlicher Ästhetik in Ihr Zuhause oder Ihren Garten.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Sind Zimmerbambus und Heiliger Bambus echte Bambusarten?
Nein, weder Zimmerbambus noch Heiliger Bambus sind botanisch gesehen echte Bambusarten. Zimmerbambus gehört zur Familie der Süßgräser, Heiliger Bambus zu den Berberitzengewächsen. Ihre Namen verdanken sie lediglich ihrer optischen Ähnlichkeit mit Bambus.
Woher stammen Zimmerbambus und Heiliger Bambus?
Zimmerbambus stammt aus Indien, Burma, Sri Lanka und China. Heiliger Bambus ist in Japan, China und Indien beheimatet.
Sind Zimmerbambus und Heiliger Bambus pflegeleicht?
Ja, beide Pflanzen gelten als relativ pflegeleicht. Zimmerbambus bevorzugt einen hellen Standort ohne direkte Mittagssonne und regelmäßige Wassergaben. Heiliger Bambus ist anspruchsloser und gedeiht an sonnigen bis halbschattigen Standorten. Er ist winterhart und benötigt kaum Pflege.
Kann ich Zimmerbambus als Katzengras verwenden?
Zimmerbambus wird oft als „Katzengras“ verkauft, ist aber nicht das „echte“ Katzengras (Cyperus zumula). Beide sind für Katzen ungiftig und werden gerne angenagt. Wenn Sie gezielt Katzengras für Ihre Katze suchen, achten Sie auf die botanische Bezeichnung.

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