Tommy Hilfiger: Stil, Geschichte & Zielgruppe

19/12/2024

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Tommy Hilfiger ist weit mehr als nur ein Markenname; es ist ein echtes Symbol für den klassischen, amerikanischen Stil, der sich über Jahrzehnte hinweg erfolgreich auf dem globalen Modemarkt etabliert hat. Wenn Sie ein Interesse an hochwertigen Accessoires und Bekleidung hegen, führt kaum ein Weg an Tommy Hilfiger und der Schwestermarke Tommy Jeans vorbei. Doch worin genau liegen die Unterschiede zwischen diesen beiden Marken, und was macht ihre Produkte so begehrt? Dieser Artikel beleuchtet die spannende Geschichte, die zugrundeliegende Philosophie und insbesondere die Zielgruppe, die sich für die Mode dieser beiden Mode-Schwergewichte begeistert.

Welche Menschen tragen Tommy Hilfiger?
Tommy Hilfiger: Diese Hauptlinie repräsentiert die Essenz des klassischen, amerikanischen Stils. Sie richtet sich an modebewusste Männer und Frauen, die Wert auf Qualität, zeitloses Design und Eleganz legen.
Inhaltsverzeichnis

Die Geschichte von Tommy Hilfiger

Die Erfolgsgeschichte von Tommy Hilfiger begann im Jahr 1985, als der gleichnamige Designer in New York City das Unternehmen gründete. Seine Vision war es, die amerikanische Mode neu zu definieren. Tommy Hilfiger startete zunächst mit einer Herrenmodekollektion, die rasch für ihren zeitlosen und zugleich modernen Stil bekannt wurde. Unter der kreativen Leitung von Hilfiger als Chefdesigner entwickelte sich die Marke zu einem der weltweit führenden Premium-Lifestyle-Labels.

Das Markenzeichen von Tommy Hilfiger ist die moderne Interpretation des klassischen amerikanischen Stils. Dieser Stil zeichnet sich durch den ikonischen rot-weiß-blauen Logostreifen aus und durch den Mut, traditionelle Designs mit frischen, zeitgenössischen Elementen zu kombinieren. Heute ist die Marke in über 100 Ländern weltweit präsent und bietet ein breites Produktspektrum an, das von Bekleidung und Accessoires bis hin zu Schuhen und Parfüms reicht. Die Marke hat sich einen Namen gemacht, indem sie einen zugänglichen Luxus im mittleren Preissegment anbietet und damit eine breite Käuferschicht anspricht.

Von New York nach Amsterdam: Ein globaler Aufstieg

Die Anfänge von Tommy Hilfiger waren eng mit New York verbunden. Im Jahr 1985 wurde die erste Herrenkollektion des Designers Thomas „Tommy“ J. Hilfiger dank der finanziellen Unterstützung und Lizenzvereinbarungen mit dem indischstämmigen amerikanischen Textilunternehmers Mohan Murjani in New York City auf den Markt gebracht. Murjani, der bereits mit seiner Firma Murjani International die Marke Gloria Vanderbilt Jeans in den USA erfolgreich etabliert hatte, erkannte das Potenzial von Hilfigers Vision. Hilfiger selbst hatte das Unternehmen nach seinem Namen benannt, nachdem er sich bereits ab 1980 mit einer kurzlebigen Modelinie namens Rodeo versucht hatte.

Die Hilfiger-Mode zeichnete sich von Beginn an durch lässige Sportswear mit einem markanten, rechtwinkligen Logo in den Farben Dunkelblau, Rot und Weiß aus. Hilfiger selbst leitete diese Farbkombination vom nautischen Flaggenalphabet ab. Preislich positionierte er seine Mode etwas unterhalb des Hauptkonkurrenten Ralph Lauren und setzte auf medienwirksame Werbung, beispielsweise mit großformatigen Werbeplakaten am Times Square in New York. Der Slogan „The 4 great American designers for men are: R-L, P-E, C-K, T-H.“ (dt. „Die 4 großen amerikanischen Designer für Männer sind: R-L, P-E, C-K, T-H“) war ein kühner Schachzug, mit dem sich der damals noch relativ unbekannte Hilfiger selbstbewusst auf eine Stufe mit den Designgrößen Ralph Lauren, Perry Ellis und Calvin Klein stellte. Dieses Vorgehen war zwar äußerst erfolgreich, brachte Hilfiger aber auch die Missgunst etablierter Designerkollegen und den Ruf eines „rücksichtslosen Self-Promoters“ ein.

Wo lässt Tommy Hilfiger fertigen?
Tommy Hilfiger lässt noch immer in einer Fabrik in Bangladesch produzieren, in der im vergangenen Jahr 29 Arbeiter durch einen Brand ums Leben kamen. Im vergangenen Monat bei der Fashion Week in New York wurde Tommy Hilfiger Backstage von ABC News darauf angesprochen.

Der sogenannte 'Preppy'-Look, der auch für Ralph Lauren charakteristisch ist, wurde zu einem Markenzeichen von Hilfiger. Er verlieh seiner Sportswear, die er als „classics with a twist“ (dt. „Klassiker mit dem gewissen Etwas“) bezeichnete, besondere Akzente durch kleine Details wie andersfarbig ausgestickte Knopflöcher, andersfarbige Sakkofutter oder mit Stoff unterlegte Polohemdkrägen. In den Folgejahren erlebte das Unternehmen, auch dank gezielter Werbekampagnen, ein rasantes Wachstum und expandierte in zahlreiche Länder.

Expansion und Herausforderungen

Im Jahr 1988 wurde die Tommy Hilfiger Co., Inc. gegründet. Der Investor Murjani, der in finanzielle Schwierigkeiten geraten war, wurde ausbezahlt, und die an ihn vergebenen Lizenzen und Namensrechte wurden zurückgekauft. Die in Hongkong ansässige Sportswear Holdings Ltd., gegründet von den Unternehmern Silas Chou und Lawrence Stroll, beteiligte sich mehrheitlich am Hilfiger-Konzern. Dies erwies sich als strategisch wertvoll, da Hilfiger vom weitverzweigten Produktions- und Vertriebsnetzwerk der beiden Unternehmer in Asien profitierte. Hilfiger selbst behielt einen Anteil von 22,5 % am Unternehmen.

Die Jahresumsätze stiegen kontinuierlich an: von 28 Mio. US-Dollar im Jahr 1989 auf 100 Mio. US-Dollar im Jahr 1991. 1992 erfolgte der erfolgreiche Börsengang von Tommy Hilfiger an der New Yorker Börse. In den folgenden Jahren wurden die ersten eigenen Hilfiger-Ladengeschäfte eröffnet. Mitte der 1990er Jahre erlangte die Marke Hilfiger und ihre Preppy-Mode unerwartete Popularität in der Hip-Hop-Szene. Sogenannte „Ghetto-Kids“ in Großstädten trugen die Mode in übergroßen Größen (Baggy-Look). Das Unternehmen reagierte darauf, indem es Bekleidung in extragroßen Größen anbot, die Logos vergrößerte und den Preppy-Look etwas vernachlässigte. Als der Rapper Snoop Dogg im März 1994 in der Show Saturday Night Live ein Hilfiger-Shirt trug, eroberte Hilfiger die Rapperszene und den Street-Fashion-Markt, was zu einem weiteren Umsatzanstieg führte. Gleichzeitig sank jedoch das Prestige der Marke, und die ursprüngliche Preppy-Kundschaft wandte sich teilweise ab.

In dieser Zeit wurde auch die sportliche Hilfiger-Athletics-Kollektion eingeführt, Kindermode unter der Marke Hilfiger lanciert und das Lizenzgeschäft mit Accessoires und Heimtextilien ausgebaut. Das erfolgreiche Herrenparfüm Tommy kam 1994 auf den Markt. Ab 1995 wurden von Pepe Jeans produzierte Hilfiger-Jeans angeboten, nachdem Pepe Jeans speziell zu diesem Zweck aufgekauft worden war. Die Umsätze stiegen weiter, und neben zahlreichen Shops-in-Shop in großen Kaufhäusern wurden weitere Hilfiger-Geschäfte eröffnet. 1996 wurde die erste Damenkollektion lanciert und auf der Londoner Modewoche präsentiert. Das Damenparfum Tommy Girl wurde mit Estée Lauder erfolgreich eingeführt, und weitere Düfte folgten.

Ist Tommy Hilfiger eine israelische Marke?
Die Tommy Hilfiger Corporation ist ein von dem US-amerikanischen Modedesigner Tommy Hilfiger 1985 gegründetes, international operierendes Modeunternehmen, welches Artikel im mittleren Preissegment anbietet.

1997 wurde die Europazentrale von Hilfiger, Tommy Hilfiger Europe B.V., in Amsterdam gegründet, und die Marke wurde in Lizenz im europäischen Markt etabliert. Für die europäische Mode, die zu dieser Zeit höher positioniert war als die amerikanische Hilfiger-Mode, wurde ein Designteam in Amsterdam zusammengestellt. 1998 wurde in Europa die Jeans-Kollektion Hilfiger Denim (heute Tommy Jeans) gestartet, und eine Europalizenz für gehobene Herrenmode, Tommy Hilfiger Tailored Clothing, wurde an den Bekleidungsspezialisten Strellson vergeben. Die Tommy Jeans Kollektion debütierte 1999. Ebenso 1999 ging die Webseite tommy.com online, eine Mädchenkollektion wurde angeboten, und der Hilfiger-Jahresumsatz betrug 1,63 Mrd. US-Dollar.

Umsatzeinbrüche und Verkauf

Mit der Jahrtausendwende begannen die Umsatzzahlen in den USA zu sinken, und die Marke verlor an Anziehungskraft, obwohl die Umsätze in Europa weiter stiegen. Der Aktienpreis fiel von 1999 bis 2000 um bis zu 75 %. 2002 mussten 37 von insgesamt 44 Hilfiger-Geschäften geschlossen werden. Die Flagshipstores in London und Beverly Hills wurden als strategische Fehlentscheidungen eingestuft und ebenfalls geschlossen. Chou und Stroll zogen sich aus dem Unternehmen zurück und investierten in die Modemarke Michael Kors. 2001 wurde die Lizenz für den europäischen Markt für 200 Mio. US-Dollar zurückgekauft. 2002 wurde der erste europäische Hilfiger-Store in Düsseldorf eröffnet. Anfang der 2000er-Jahre schadeten eine Steuerhinterziehungsklage und Klagen von Aktionären dem Unternehmen. Es gab Überlegungen, ob Hilfiger-Mode bei Wal-Mart verkauft werden sollte oder ob Wal-Mart das Unternehmen übernehmen sollte. Im Einzelhandel brachen die Umsätze um bis zu 75 % ein. Die Größen wurden verkleinert, schmalere Silhouetten eingeführt und die Kollektionen verjüngt. 2004 kam die gehobene H Hilfiger Kollektion hinzu, die jedoch 2005 wieder vom Markt genommen wurde.

Ende 2004 kaufte der Konzern die Markenrechte des Modemachers Karl Lagerfeld und erlangte dadurch erneut weltweite Aufmerksamkeit. 2005 übernahm das Investment-Unternehmen Apax Partners die Tommy Hilfiger Corporation zu 80 % für 1,6 Mrd. US-Dollar, nachdem die Umsätze eingebrochen waren. Das Unternehmen wurde vom Aktienmarkt genommen und privatisiert. Die Konzernzentrale wurde Anfang 2006 von New York nach Amsterdam verlegt. Anfang 2010 wurde die mit Hilfe des Designers Peter Som kreierte Hilfiger-Kollektion bei der New York Fashion Week präsentiert und von Kritikern gelobt.

Übernahme durch PVH Corp.

Im März 2010 wurde bekannt, dass der amerikanische Modekonzern Phillips-Van Heusen (PVH), zu dem auch die Marke Calvin Klein gehört, das Unternehmen Hilfiger für umgerechnet 2,2 Mrd. Euro (fast 3 Mrd. US-Dollar) übernehmen wird. Die Marke Karl Lagerfeld war nicht Teil der Transaktion und verblieb bei Apax Partners. Für das Geschäftsjahr 2010 trug die Marke Tommy Hilfiger bei weltweit erwirtschafteten Umsätzen in Höhe von 4,6 Mrd. US-Dollar mit 1,94 Mrd. US-Dollar zum Konzernumsatz von PVH bei.

Wie viel ist Tommy Hilfiger wert?
Tommy Hilfiger: Verleihung der Fashion Awards 21. Im Geschäftsjahr 2021/2022, das im Januar geendet hat, erwirtschaftete Tommy Hilfiger einen Umsatz von etwas über 4,7 Mrd. Dollar (4,3 Mrd. Euro) und lag damit auf dem Stand von 2019/2020.

Heute ist Tommy Hilfiger eine etablierte globale Marke mit einem breiten Portfolio, das von modischer Sportswear über Businesskleidung bis hin zu Accessoires und Düften reicht. Die Marke ist bekannt für ihre Kooperationen mit Prominenten und Influencern, wie beispielsweise Gigi Hadid, und hat sich erfolgreich im digitalen Zeitalter positioniert.

Wer trägt Tommy Hilfiger? Die Zielgruppe

Die Marke Tommy Hilfiger richtet sich an eine breite Zielgruppe, die Wert auf Qualität, klassischen amerikanischen Stil und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis legt. Ursprünglich war die Marke stark im Preppy-Look verwurzelt und sprach damit vor allem eine jüngere, studentische Zielgruppe an. Durch die Expansion in den Hip-Hop-Markt in den 1990er-Jahren erweiterte sich die Zielgruppe erheblich und umfasste nun auch eine urbane, modebewusste Klientel.

Heute spricht Tommy Hilfiger sowohl junge als auch ältere Menschen an, die einen gepflegten, aber dennoch lässigen Stil bevorzugen. Die Marke ist beliebt bei Konsumenten, die sich im mittleren Preissegment bewegen und dennoch Wert auf Markenqualität und ein modisches Statement legen. Durch die verschiedenen Kollektionen, von Tommy Hilfiger über Tommy Jeans bis hin zu Tommy Hilfiger Tailored, deckt die Marke ein breites Spektrum an Stilrichtungen und Anlässen ab. Tommy Jeans richtet sich dabei eher an eine jüngere, trendorientierte Zielgruppe, während die Hauptlinie Tommy Hilfiger und Tommy Hilfiger Tailored eine etwas reifere und klassischere Klientel anspricht.

Insgesamt lässt sich sagen, dass Tommy Hilfiger Menschen anspricht, die einen selbstbewussten, positiven und optimistischen Lebensstil verkörpern und dies auch durch ihre Kleidung zum Ausdruck bringen möchten. Die Marke steht für einen zugänglichen Luxus, der es einer breiten Bevölkerungsschicht ermöglicht, Teil der Welt von Tommy Hilfiger zu sein.

Welche Menschen tragen Tommy Hilfiger?
Tommy Hilfiger: Diese Hauptlinie repräsentiert die Essenz des klassischen, amerikanischen Stils. Sie richtet sich an modebewusste Männer und Frauen, die Wert auf Qualität, zeitloses Design und Eleganz legen.

Tommy Hilfiger vs. Tommy Jeans: Was ist der Unterschied?

Obwohl beide Marken aus dem Hause Tommy Hilfiger stammen, gibt es klare Unterschiede zwischen Tommy Hilfiger und Tommy Jeans. Tommy Hilfiger, die Hauptlinie, repräsentiert den klassischen amerikanischen Stil in seiner Reinform. Die Kollektionen umfassen ein breites Spektrum an Bekleidung, von Poloshirts und Hemden über Strickwaren und Jacken bis hin zu Anzügen und Abendgarderobe. Der Stil ist eher elegant, zeitlos und preppy-inspiriert, mit einem Fokus auf hochwertige Materialien und Verarbeitung.

Tommy Jeans hingegen ist die jüngere, lässigere Schwestermarke. Der Fokus liegt hier klar auf Jeanswear und sportlicher Streetwear. Die Kollektionen sind trendorientierter, urbaner und oft von der Popkultur und aktuellen Modetrends inspiriert. Tommy Jeans spricht eine jüngere Zielgruppe an, die einen unkomplizierten, coolen und individuellen Stil bevorzugt. Während Tommy Hilfiger für den klassischen amerikanischen Traum steht, verkörpert Tommy Jeans eher einen modernen, urbanen und jugendlichen Lifestyle.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

  • Frage 1: Ist Tommy Hilfiger eine israelische Marke?
    Antwort: Nein, Tommy Hilfiger ist eine amerikanische Marke, die 1985 in New York gegründet wurde. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich seit 2006 in Amsterdam, Niederlande. Seit 2010 gehört Tommy Hilfiger zum amerikanischen Modekonzern PVH Corp.
  • Frage 2: Wo lässt Tommy Hilfiger produzieren?
    Antwort: Tommy Hilfiger produziert seine Kleidung weltweit, vor allem in Asien. Wie viele andere Modeunternehmen arbeitet Tommy Hilfiger mit Fabriken in Ländern wie Bangladesch zusammen. Das Unternehmen betont jedoch die Bedeutung von fairen Arbeitsbedingungen und setzt sich für ethische und nachhaltige Produktionspraktiken ein.
  • Frage 3: Was ist der typische Stil von Tommy Hilfiger?
    Antwort: Der typische Stil von Tommy Hilfiger ist der klassische amerikanische Stil, der sich durch eine Mischung aus Preppy-Elementen, Sportswear und zeitloser Eleganz auszeichnet. Markenzeichen sind der ikonische rot-weiß-blaue Logostreifen und die Verwendung hochwertiger Materialien.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Tommy Hilfiger und Tommy Jeans zwei starke Marken innerhalb des Modeuniversums darstellen, die unterschiedliche Zielgruppen ansprechen und jeweils einen einzigartigen Stil verkörpern. Während Tommy Hilfiger für zeitlose Eleganz und amerikanischen Klassiker steht, bedient Tommy Jeans die jüngere, trendbewusste Generation mit lässiger Streetwear und Jeansmode. Beide Marken haben jedoch gemeinsam, dass sie für Qualität, modisches Design und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis stehen und damit eine breite Käuferschicht weltweit begeistern.

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