Welche Erkennungsmerkmale hat der Feldahorn?

Feldahorn: Erkennungsmerkmale und Holzeigenschaften

05/01/2021

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Der Feldahorn (Acer campestre) ist ein heimischer Baum, der oft übersehen wird, aber viele interessante Eigenschaften besitzt. Er ist nicht nur ökologisch wertvoll, sondern liefert auch ein schönes und vielseitiges Holz. In diesem Artikel erfahren Sie alles über die Erkennungsmerkmale des Feldahorns, wie Sie ihn vom Bergahorn unterscheiden können und welche Besonderheiten sein Holz aufweist.

Welche Bäume haben dicke Stämme?
Der große Stamm und die dicke äußere Rinde lassen Baobab-Bäume hoch wachsen, während sie dem Knicken widerstehen. Die dicken Stämme der Baobab-Bäume verleihen ihnen ein unverwechselbares Aussehen. Eine Art, Adansonia digitata, wird bis zu 25 m hoch und kann einen Durchmesser von 10 m erreichen.
Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Feldahorn?

Der Feldahorn, auch Maßholder genannt, ist ein sommergrüner Laubbaum oder Strauch aus der Familie der Ahorngewächse (Aceraceae). Er ist in Europa und Westasien heimisch und wächst häufig an Waldrändern, in Hecken, Gärten und Parks. Im Vergleich zu seinen Verwandten, dem Spitzahorn und dem Bergahorn, bleibt der Feldahorn meist kleiner und erreicht selten Wuchshöhen über 20 Meter. Dies macht ihn zu einem idealen Baum für kleinere Gärten und städtische Umgebungen.

Erkennungsmerkmale des Feldahorns

Um einen Feldahorn sicher zu identifizieren, können Sie auf verschiedene Merkmale achten. Diese lassen sich in vegetative und generative Merkmale unterteilen.

Vegetative Merkmale

Die vegetativen Merkmale beziehen sich auf alle Pflanzenteile außer den Blüten und Früchten, also vor allem auf Blätter, Rinde, Zweige und Knospen.

Rinde und Zweige

Die Rinde des Feldahorns ist braun-grau und weist ein netzrissiges Muster auf. Junge Zweige können auffällige Korkleisten bilden, die wie kleine, erhabene Leisten aussehen. Ein weiteres wichtiges Merkmal ist die Schnittverträglichkeit des Feldahorns. Er treibt auch nach starken Rückschnitten willig wieder aus.

Knospen

Die Winterknospen des Feldahorns sind deutlich kleiner als die von Spitz- oder Bergahorn. Sie sind nur 2 bis 4 Millimeter groß. Die Knospen sind eiförmig und rot-braun gefärbt, oft mit einem dunklen Streifen in der Mitte. Sie sind leicht behaart und liegen eng an den Zweigen an.

Blätter

Die Blätter des Feldahorns sind gegenständig an den Zweigen angeordnet und gestielt. Die Blattspreite ist drei- bis fünflappig und herzförmig. Im Gegensatz zum spitz zulaufenden Spitzahorn haben die Lappen des Feldahorns stumpfe bis rundspitzige Enden. Die Blätter sind 5 bis 8 Zentimeter lang und 5 bis 10 Zentimeter breit. Die Blattoberseite ist dunkelgrün und verkahlend, während die Unterseite graugrün und fein behaart ist. Ein weiteres wichtiges Erkennungsmerkmal sind die Achselbärte auf der Blattunterseite, kleine Haarbüschel in den Blattachseln.

Generative Merkmale

Die generativen Merkmale beziehen sich auf die Blüten und Früchte des Feldahorns.

Welche Heilwirkung hat der Feldahorn?
Auch Hildegard von Bingen schrieb über seine Heilwirkung. Bei ihr wurde der Ahorn als kühlendes und abschwellendes Mittel verwendet. Überall dort, wo am Körper krankhafte Hitze entsteht, könne er als kühlende Auflage die Hitze vermindern (wie bei hitzigen Geschwüren, geschwollene Augen, Fieber und Entzündungen).

Blüten

Der Feldahorn ist einhäusig getrenntgeschlechtig, das heißt, es gibt männliche und weibliche Blüten auf derselben Pflanze. Die grün-gelben Blüten sind klein und unscheinbar und stehen in aufrechten, schirmrispigen Blütenständen zusammen. Die Blütezeit des Feldahorns ist im April und Mai, gleichzeitig mit dem Blattaustrieb.

Früchte

Die Früchte des Feldahorns sind typische Flügelnüsse. Sie bestehen aus zwei Teilfrüchten, die fast waagrecht zueinander stehen. Die einzelnen Flügelnüsse sind 2,5 bis 3 Zentimeter lang und 6 bis 10 Millimeter breit. Sie sind zunächst grün, reifen aber im Herbst bräunlich ab.

Feldahorn vs. Bergahorn: Die wichtigsten Unterschiede

Obwohl Feldahorn und Bergahorn beide zur Gattung Acer gehören, gibt es deutliche Unterschiede zwischen ihnen. Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale zusammen:

MerkmalFeldahornBergahorn
WuchshöheMeist kleiner (bis 20 m)Größer (bis 30 m und mehr)
BlattlappenStumpf bis rundspitzigSpitz zulaufend
BlattunterseiteGraugrün, behaart, AchselbärteBläulich-grün, meist kahl, keine Achselbärte
KnospenKlein (2-4 mm)Größer (deutlich über 4 mm)
Flügelwinkel der FrüchteWaagrechtSpitzwinklig
HolzfarbeRötlich-weiß bis hellbraun, dunklerGelblich-weiß bis fast weiß, heller

Das Holz des Feldahorns: Eigenschaften und Verwendung

Das Holz des Feldahorns ist ein wertvolles Nutzholz, obwohl es aufgrund der geringeren Größe des Baumes nicht in großen Mengen verfügbar ist. Es ist schwer, hart und zäh mit einer mittleren Rohdichte von 0,72 g/cm³. Es zeichnet sich durch hohe Elastizitäts- und Festigkeitswerte aus und ist gleichzeitig gut bearbeitbar. Das Holz schwindet nur mäßig und neigt wenig zum Reißen.

Die Farbe des Feldahornholzes ist rötlich-weiß bis hellbraun und dunkelt mit der Zeit leicht nach. Im Unterschied zum sehr hellen Bergahornholz ist es etwas dunkler und wärmer im Farbton. Splint- und Kernholz sind farblich kaum zu unterscheiden, was dem Holz ein gleichmäßiges Aussehen verleiht. Allerdings kann in älteren Bäumen ein graubrauner bis brauner Falschkern auftreten, der die Gleichmäßigkeit beeinträchtigt, aber auch für interessante Farbeffekte im Möbelbau genutzt werden kann.

Feldahornholz wird vor allem für Tischler-, Drechsler- und Schnitzarbeiten verwendet. Es eignet sich hervorragend für Möbel, Furniere, Musikinstrumente, Werkzeugstiele (insbesondere Axtstiele), Spielwaren sowie Haus- und Küchengeräte. Maserwüchsige Stammabschnitte sind besonders begehrt für die Herstellung von hochwertigen Furnieren für exklusive Möbel und Inneneinrichtungen.

Ökologie und Standort

Der Feldahorn ist ökologisch sehr wertvoll. Er ist eine wichtige Futterpflanze für viele Insektenarten, darunter verschiedene Schmetterlingsraupen und Gallmilben. Seine Blüten bieten Nahrung für Bienen und andere Insekten. Zudem ist er ein wichtiger Bestandteil von Hecken und Feldgehölzen und trägt zur Strukturierung der Landschaft bei.

Der Feldahorn ist relativ anspruchslos an den Boden, bevorzugt aber nährstoffreiche, mäßig trockene bis frische Böden. Er wächst sowohl in der Sonne als auch im Halbschatten und ist winterhart. Er meidet jedoch stark saure oder tonige Böden.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie alt wird ein Feldahorn?
Der Feldahorn kann ein Alter von 150 bis über 300 Jahren erreichen.
Wie schnell wächst ein Feldahorn?
Der Feldahorn wächst mäßig schnell. Sein jährlicher Zuwachs liegt bei etwa 20 bis 40 Zentimetern.
Welche Schädlinge und Krankheiten befallen den Feldahorn?
Der Feldahorn ist relativ robust, kann aber von verschiedenen Schädlingen und Krankheiten befallen werden. Häufig sind Gallmilben, die Pflanzengallen auf den Blättern verursachen. Auch der Ahorn-Runzelschorf (Teerfleckenkrankheit) kann auftreten, ist aber meist nur ein ästhetisches Problem. Gelegentlich können auch Blattläuse oder Raupen auftreten.
Ist der Feldahorn bienenfreundlich?
Ja, der Feldahorn ist bienenfreundlich. Seine Blüten bieten Nektar und Pollen für Bienen und andere Insekten.

Fazit

Der Feldahorn ist ein vielseitiger und interessanter Baum, der nicht nur durch seine Erkennungsmerkmale, sondern auch durch sein wertvolles Holz und seine ökologische Bedeutung überzeugt. Ob im Garten, Park oder Wald – der Feldahorn ist eine Bereicherung für jede Umgebung und verdient es, genauer betrachtet zu werden. Achten Sie beim nächsten Spaziergang auf die netzrissige Rinde, die stumpfen Blattlappen und die waagrecht abstehenden Flügelnüsse – vielleicht entdecken Sie ja einen Feldahorn in Ihrer Nähe!

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