Braucht ein Feigenbaum viel Wasser?

Der ideale Standort für Ihren Feigenbaum

25/10/2021

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Ein Feigenbaum im eigenen Garten ist ein wahrer mediterraner Traum. Mit seinen markanten Blättern und den köstlichen Früchten bringt er ein Stück Urlaub nach Hause. Doch wo fühlt sich dieser Exot eigentlich am wohlsten? Die Wahl des richtigen Standorts ist entscheidend für das Wachstum, die Gesundheit und natürlich den Fruchtertrag Ihres Feigenbaums. In diesem Artikel erfahren Sie alles, was Sie wissen müssen, um den perfekten Platz für Ihren Feigenbaum zu finden, egal ob im Garten ausgepflanzt oder im Kübel auf Balkon und Terrasse.

Wann pflanzt man am besten einen Feigenbaum ein?
Wann du deinen Feigenbaum im Garten pflanzen kannst, hängt vom Klima ab, denn erst nach den Frösten fühlt sich die Feige im Beet wohl. Die beste Pflanzzeit für Feigenbäume ist also das Frühjahr. Doch auch bei einer Pflanzung bis zum Frühsommer können die Wurzeln bis zum Winter noch ausreichend anwachsen.
Inhaltsverzeichnis

Der sonnige und warme Lieblingsplatz

Feigenbäume sind Sonnenanbeter! Ursprünglich aus wärmeren Regionen stammend, lieben sie sonnige und warme Standorte. Je mehr Sonne Ihr Feigenbaum bekommt, desto besser kann er wachsen und Früchte entwickeln. Ein Platz, der mindestens sechs bis acht Stunden direkte Sonne pro Tag bietet, ist ideal. Südlagen sind daher besonders empfehlenswert. Die Sonne sorgt nicht nur für Wärme, sondern auch für eine gute Reifung der Feigen, was sich in einem intensiveren Geschmack und einer höheren Süße bemerkbar macht.

Windschutz ist Gold wert

Neben der Sonne spielt auch der Windschutz eine wichtige Rolle. Starke, kalte Winde können die Blätter und jungen Triebe des Feigenbaums schädigen und die Verdunstung erhöhen. Ein windgeschützter Standort, beispielsweise an einer Hauswand oder einer Mauer, ist daher von Vorteil. Die Mauer speichert tagsüber die Wärme der Sonne und gibt sie nachts wieder ab, was das Mikroklima zusätzlich verbessert und dem Feigenbaum zugutekommt. Achten Sie jedoch darauf, dass der Standort trotzdem gut belüftet ist, um Pilzkrankheiten vorzubeugen.

Winterharte Feigenbäume: Eine Option für kältere Regionen?

Wer in Regionen mit strengeren Wintern wohnt, muss nicht auf einen Feigenbaum verzichten. Es gibt winterharte Feigensorten, die besser an kältere Temperaturen angepasst sind. Die Bayernfeige ‘Violetta’ ist ein bekanntes Beispiel, die sogar Temperaturen bis zu -20 Grad Celsius vertragen soll. Allerdings sollte man sich nicht blind auf die Winterhärteangaben verlassen. Auch winterharte Sorten benötigen in kälteren Regionen einen gewissen Schutz, besonders in jungen Jahren.

Überwinterung im Freien mit Schutz

In milden Gegenden oder bei besonders winterharten Sorten kann eine Überwinterung im Freien mit entsprechenden Schutzmaßnahmen möglich sein. Dabei geht es vor allem darum, den Wurzelbereich und die Krone vor starkem Frost zu schützen.

  • Wurzelschutz: Decken Sie den Wurzelbereich großzügig mit einer dicken Schicht Laub, Stroh oder Rindenmulch ab. Dies isoliert den Boden und schützt die Wurzeln vor dem Durchfrieren.
  • Kronenschutz: Die Krone des Feigenbaums kann mit Fichtenreisig, Vlies oder Schilfmatten umwickelt werden. Dies schützt vor Austrocknung durch Wind und Sonne sowie vor Frostschäden an den Trieben. Achten Sie darauf, dass die Abdeckung luftdurchlässig ist, um Staunässe und Schimmelbildung zu vermeiden.

Es ist wichtig zu beachten, dass auch bei geschützter Überwinterung im Freien Frostschäden nicht vollständig ausgeschlossen werden können, insbesondere bei sehr strengen Wintern oder jungen Pflanzen. Beobachten Sie Ihren Feigenbaum daher regelmäßig und passen Sie die Schutzmaßnahmen gegebenenfalls an.

Die Überwinterung im Kübel: Keller oder Garage als Winterquartier

Eine sichere Methode, Feigenbäume durch den Winter zu bringen, ist die Überwinterung im Kübel in einem frostfreien, aber kühlen Raum. Der Keller, die Garage oder ein unbeheizter Wintergarten eignen sich hierfür ideal. Da Feigenbäume im Herbst ihr Laub abwerfen, benötigen sie im Winterquartier kein helles Licht.

Das ideale Winterquartier: Kühl und dunkel

Die ideale Temperatur im Winterquartier liegt zwischen null und zehn Grad Celsius. Wärmere Temperaturen können den Stoffwechsel des Baumes anregen und zu einem verfrühten Austrieb führen, der dann im Frühjahr frostgefährdet wäre. Ein dunkler Standort ist in der Regel ausreichend, da der Feigenbaum in dieser Ruhephase kein Licht benötigt.

Gießen im Winter: Weniger ist mehr

Im Winterquartier benötigt der Feigenbaum nur sehr wenig Wasser. Gießen Sie nur so viel, dass der Wurzelballen nicht vollständig austrocknet. Zu viel Feuchtigkeit kann zu Wurzelfäule führen. Kontrollieren Sie die Feuchtigkeit des Bodens regelmäßig und gießen Sie sparsam nach Bedarf. Auch im Winter können Dürreschäden auftreten, wenn der Wurzelballen zu stark austrocknet.

Schädlingskontrolle im Winterquartier

Achten Sie im Winterquartier regelmäßig auf Anzeichen von Schädlingen oder Pilzkrankheiten. Gerade in geschlossenen Räumen können sich Schädlinge wie Spinnmilben oder Schildläuse schnell vermehren. Kontrollieren Sie Blätter und Triebe auf Befall und greifen Sie gegebenenfalls rechtzeitig ein.

Der richtige Platz im Frühjahr: Licht und kühle Temperaturen

Der Frühling ist eine kritische Phase für Feigenbäume. Sie treiben früh aus und die jungen Triebe sind sehr frostempfindlich. Wenn Sie Ihren Feigenbaum im Kübel überwintert haben, sollten Sie ihn ab Ende Februar langsam an die Außenbedingungen gewöhnen.

Langsame Gewöhnung an das Außenklima

Stellen Sie den Feigenbaum zunächst an einen hellen, aber kühlen Platz, beispielsweise in einen unbeheizten Wintergarten oder ein Gewächshaus. Vermeiden Sie zunächst direkte Mittagssonne. Ab Mitte März können Sie den Feigenbaum bei mildem Wetter tagsüber auch schon ins Freie stellen, holen ihn aber bei Frostgefahr nachts wieder hinein. So gewöhnt er sich langsam an die veränderten Bedingungen und die jungen Triebe werden abgehärtet.

Schutz vor Spätfrösten

Behalten Sie die Wettervorhersage im Frühjahr genau im Auge. Spätfröste können die jungen Triebe und Blütenansätze des Feigenbaums schädigen und die Ernte gefährden. Bei Frostgefahr sollten Sie den Feigenbaum kurzfristig mit Vlies oder Folie abdecken oder ihn wieder ins Haus holen. Sobald keine Frostgefahr mehr besteht, kann der Feigenbaum dauerhaft im Freien bleiben und seinen Sommerstandort einnehmen.

Fragen & Antworten zum Feigenbaum Standort

Welche Erde ist die richtige für Feigenbäume?
Feigenbäume bevorzugen einen durchlässigen, humosen und nährstoffreichen Boden. Eine gute Kübelpflanzenerde oder eine Mischung aus Gartenerde, Kompost und Sand ist ideal. Staunässe sollte unbedingt vermieden werden.
Kann ich einen Feigenbaum auch auf dem Balkon pflanzen?
Ja, Feigenbäume eignen sich sehr gut für die Kübelhaltung auf dem Balkon oder der Terrasse. Wählen Sie einen ausreichend großen Kübel und achten Sie auf einen sonnigen und windgeschützten Standort.
Wann ist die beste Pflanzzeit für Feigenbäume?
Die beste Pflanzzeit für Feigenbäume ist das Frühjahr oder der Herbst. Im Frühjahr gepflanzte Bäume haben ausreichend Zeit, um bis zum Winter anzuwachsen. Im Herbst gepflanzte Bäume können sich über den Winter etablieren und im Frühjahr durchstarten.
Wie oft muss ich einen Feigenbaum düngen?
Feigenbäume sind Starkzehrer und benötigen regelmäßige Düngergaben. Düngen Sie während der Wachstumsperiode von April bis August alle zwei bis vier Wochen mit einem geeigneten Dünger für Obstbäume oder Kübelpflanzen. Im Winter ist keine Düngung erforderlich.

Mit dem richtigen Standort und etwas Pflege können Sie sich schon bald über eine reiche Feigenernte aus Ihrem eigenen Garten freuen. Beachten Sie die Bedürfnisse Ihres Feigenbaums und wählen Sie einen Platz, der ihm optimale Bedingungen bietet. So steht einem gesunden Wachstum und einer üppigen Fruchtausbildung nichts mehr im Wege.

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