Sind Luftpflanzen gut für das Büro?

Efeutute: Giftig für Erwachsene? Pflege & Sortenvielfalt

06/01/2026

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Die Efeutute, wissenschaftlich als Epipremnum aureum bekannt, erfreut sich als robuste und pflegeleichte Zimmerpflanze großer Beliebtheit. Ihre dekorativen Blätter und die Fähigkeit, in verschiedenen Umgebungen zu gedeihen, machen sie zu einem Favoriten in Wohnungen und Büros. Doch oft taucht die Frage auf: Ist die Efeutute eigentlich giftig, insbesondere für Erwachsene? Dieser Artikel beleuchtet die potenzielle Giftigkeit, gibt umfassende Pflegetipps und stellt Ihnen die faszinierende Sortenvielfalt dieser immergrünen Kletterpflanze vor.

Ist die Efeutute giftig für Erwachsene?
So giftig sind Efeututen Aronstabgewächse enthalten in der Regel Giftstoffe, so auch die Efeututen. In ihnen stecken sogenannte Calciumoxalat-Kristalle, die Reizungen der Schleimhäute und des Magen-Darm-Traktes, Kopfschmerzen sowie Herzrasen bewirken können.
Inhaltsverzeichnis

Ist die Efeutute wirklich giftig für Erwachsene?

Obwohl die Efeutute in vielen Ratgebern als giftig eingestuft wird, ist die Gefahr für gesunde Erwachsene in der Regel gering. Die Pflanze enthält, wie viele andere Aronstabgewächse, Calciumoxalat-Kristalle. Diese Kristalle können bei Berührung oder Verzehr Reizungen auslösen. Bei Erwachsenen beschränken sich die Symptome meist auf leichte Hautreizungen bei direktem Hautkontakt mit dem Pflanzensaft oder zu Irritationen im Mund- und Rachenraum, wenn Pflanzenteile versehentlich verschluckt werden. Ernste Vergiftungserscheinungen sind bei Erwachsenen jedoch äußerst selten und in der Regel nicht zu erwarten. Die Pflanze ist eher für Haustiere und Kleinkinder ein größeres Risiko, da diese empfindlicher reagieren und möglicherweise größere Mengen Pflanzenteile aufnehmen.

Die richtige Pflege der Efeutute: Ein umfassender Leitfaden

Die Efeutute ist bekannt für ihre Anpassungsfähigkeit und Pflegeleichtigkeit. Mit den folgenden Tipps sorgen Sie dafür, dass Ihre Efeutute prächtig gedeiht:

Der ideale Standort: Licht und Temperatur

Die Efeutute bevorzugt einen hellen bis halbschattigen Standort. Direkte, pralle Sonne sollte vermieden werden, da sie zu Verbrennungen der Blätter führen kann. Ein Platz am Nord- oder Ostfenster ist ideal. Je schattiger der Standort, desto grüner werden die Blätter und die Panaschierung (helle Zeichnungen) tritt weniger stark hervor. Temperaturen unter 15 Grad Celsius verträgt die Efeutute nicht gut. Normale Zimmertemperaturen zwischen 18 und 25 Grad Celsius sind optimal.

Luftfeuchtigkeit: Tropische Bedingungen bevorzugt

Als Tropenpflanze schätzt die Efeutute eine höhere Luftfeuchtigkeit. Ein Standort im Badezimmer oder in der Küche ist daher oft ideal. Bei trockener Heizungsluft im Winter kann es hilfreich sein, die Pflanze regelmäßig mit kalkfreiem Wasser zu besprühen oder eine Wasserschale in der Nähe aufzustellen.

Gießen: Gleichmäßig feucht, Staunässe vermeiden

Die Efeutute sollte gleichmäßig feucht gehalten werden. Lassen Sie die oberste Erdschicht zwischen den Wassergaben leicht antrocknen, bevor Sie erneut gießen. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden, da sie zu Wurzelfäule führen kann. Einige Tage Trockenheit übersteht die Efeutute hingegen problemlos. Verwenden Sie zum Gießen idealerweise zimmerwarmes, kalkarmes Wasser.

Düngen: Für üppiges Wachstum

In der Wachstumszeit von Frühjahr bis Herbst benötigt die Efeutute zusätzliche Nährstoffe. Versorgen Sie die Pflanze etwa alle zwei Wochen mit einem Flüssigdünger für Grünpflanzen. Im Winter, während der Ruhephase, sollte das Düngen reduziert oder ganz eingestellt werden.

Umpflanzen: Bei Bedarf

Jüngere Efeututen sollten jährlich im Frühjahr in einen größeren Topf umgepflanzt werden. Ältere Pflanzen können alle zwei bis drei Jahre umgetopft werden, oder wenn der Topf zu klein geworden ist und die Wurzeln aus dem Abzugsloch wachsen. Verwenden Sie eine hochwertige Zimmerpflanzenerde.

Probleme und Schädlinge: Robust, aber nicht immun

Efeututen sind robuste Pflanzen, aber auch sie können von Pflegefehlern oder Schädlingen betroffen sein:

  • Wurzelfäule: Entsteht durch zu viel Wasser oder Staunässe. Anzeichen sind gelbe, welkende Blätter und ein fauliger Geruch aus dem Topf. Reduzieren Sie die Wassergaben und topfen Sie die Pflanze in frische, trockene Erde um.
  • Trockenheit, zu viel Sonne, Zugluft: Führen zu ausbleichenden und abfallenden Blättern. Optimieren Sie den Standort und die Wasserversorgung.
  • Schädlinge: Insbesondere bei geschwächten Pflanzen können Spinnmilben oder Wollläuse auftreten. Regelmäßiges Absprühen der Blätter kann vorbeugend wirken. Bei Befall helfen handelsübliche Pflanzenschutzmittel für Zimmerpflanzen.

Sortenvielfalt der Efeutute: Für jeden Geschmack etwas

Es gibt zahlreiche Sorten der Efeutute, die sich in Blattfarbe, Musterung und Wuchsform unterscheiden. Die bekanntesten Arten sind die Goldene Efeutute (Epipremnum aureum) und die Gefleckte Efeutute (Epipremnum pinnatum). Hier einige beliebte Sorten:

  • 'Golden Queen': Blätter mit auffälliger goldgelber Panaschierung.
  • 'Marble Queen': Blätter mit einer eleganten grün-weißen Marmorierung.
  • 'Neon': Leuchtend gelbgrüne Blätter, die besonders in dunkleren Ecken Farbakzente setzen.
  • 'Golden Pothos': Intensiv goldgrüne Blätter, sehr robust und pflegeleicht.
  • 'Jade': Dunkelgrüne, fast einfarbige Blätter, klassisch und elegant.
  • Epipremnum amplissimum 'Variegata': Schmalere, lanzettförmige Blätter mit weißer Panaschierung, eine eher seltenere, aber sehr dekorative Sorte.

Neben diesen Epipremnum-Arten gibt es auch die Gefleckte Efeutute (Scindapsus pictus), die oft fälschlicherweise ebenfalls als Efeutute bezeichnet wird. Sie ist nah verwandt und hat ähnliche Pflegebedürfnisse, gehört aber zu einer anderen Gattung. Auch von Scindapsus pictus gibt es verschiedene Sorten mit attraktiven silbernen oder weißen Flecken auf den Blättern.

Die Vielfalt der Efeututen ermöglicht es, für jeden Einrichtungsstil und Geschmack die passende Pflanze zu finden. Ob üppig panaschiert oder schlicht grün – die Efeutute ist eine Bereicherung für jedes Zuhause.

Vermehrung der Efeutute: Einfach und effektiv

Die Vermehrung der Efeutute ist denkbar einfach und gelingt in der Regel problemlos über Stecklinge. So gehen Sie vor:

  1. Stecklinge schneiden: Schneiden Sie einen Kopf- oder Triebsteckling von einer gesunden Pflanze ab. Der Steckling sollte etwa 10-15 cm lang sein und mindestens ein paar Blätter und Nodien (Verdickungen am Stängel, aus denen Wurzeln wachsen können) haben.
  2. Bewurzelung im Wasserglas: Stellen Sie den Steckling in ein Wasserglas. Achten Sie darauf, dass die unteren Nodien unter Wasser sind, die Blätter aber oberhalb der Wasseroberfläche bleiben. Stellen Sie das Glas an einen hellen, warmen Ort, aber nicht in die pralle Sonne.
  3. Wasser wechseln: Wechseln Sie das Wasser regelmäßig (alle 2-3 Tage), um Fäulnis zu vermeiden.
  4. Einpflanzen: Nach einigen Wochen bilden sich feine, verzweigte Wurzeln. Sobald die Wurzeln etwa 2-3 cm lang sind, kann der Steckling in einen Topf mit Zimmerpflanzenerde eingepflanzt werden. Alternativ ist auch die Weiterkultur im Hydrotopf möglich.

Die Vermehrung über Stecklinge ist eine einfache und effektive Methode, um Ihre Efeututen-Sammlung zu erweitern oder Ableger an Freunde und Familie zu verschenken.

Fazit: Efeutute – Schön und pflegeleicht, aber Vorsicht ist geboten

Die Efeutute ist eine wunderschöne und pflegeleichte Zimmerpflanze, die mit ihrer Vielfalt und Robustheit begeistert. Die potenzielle Giftigkeit ist für Erwachsene in der Regel kein Grund zur Sorge, solange man den direkten Kontakt mit dem Pflanzensaft vermeidet und ein Verschlucken von Pflanzenteilen verhindert. Für Haushalte mit kleinen Kindern oder Haustieren ist jedoch Vorsicht geboten. Mit den richtigen Pflegetipps und dem Wissen um die verschiedenen Sorten, können Sie lange Freude an Ihrer Efeutute haben und die grüne Oase in Ihrem Zuhause genießen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Efeutute

Ist die Efeutute giftig für Kinder?
Ja, die Efeutute ist für Kinder leicht giftig. Sie sollten darauf achten, dass Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Symptome können Hautreizungen, Übelkeit und Erbrechen sein. Bei Verdacht auf Vergiftung sollte ein Arzt konsultiert werden.
Was tun bei Hautkontakt mit dem Pflanzensaft?
Bei Hautkontakt mit dem Pflanzensaft kann es zu Reizungen kommen. Waschen Sie die betroffene Stelle gründlich mit Wasser und Seife ab. Bei stärkeren Reaktionen suchen Sie einen Arzt auf.
Wie oft muss ich die Efeutute gießen?
Gießen Sie die Efeutute, sobald die oberste Erdschicht angetrocknet ist. In der Regel ist das ein- bis zweimal pro Woche der Fall, abhängig von Standort und Jahreszeit. Vermeiden Sie Staunässe.
Welchen Standort bevorzugt die Efeutute?
Die Efeutute bevorzugt einen hellen bis halbschattigen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung. Ein Platz am Nord- oder Ostfenster ist ideal.
Wie kann ich die Efeutute vermehren?
Die Efeutute lässt sich einfach über Stecklinge im Wasserglas vermehren. Schneiden Sie einen Steckling ab, stellen Sie ihn ins Wasser und pflanzen Sie ihn nach der Wurzelbildung in Erde.

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